Europa

Insolvenzen im Januar wieder rückläufig – wie das funktioniert

Deutlich weniger Insolvenzen in der Coronakrise

Die Insolvenzen gehen in der Coronakrise deutlich zurück. Das ist seit Monaten ein zunächst merkwürdiges, aber dennoch gut zu erklärendes Phänomen. Zum einen werden viele Betriebe mit staatlichen Geldern gestützt. Aber zu aller erst hilft die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht (für überschuldete Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt). Wer irgendwie noch Hoffnung hat, dass in den nächsten Quartalen doch noch alles wieder gut werden könnte, zögert mit der Anmeldung der Insolvenz für seinen Betrieb. Heute vom Statistischen Bundesamt frisch veröffentlichten Daten zeigen, dass die Zahl der Insolvenzen im November 2020 mit 1.046 um 26 Prozent niedriger ausfiel als im November 2019. Dazu erklären die Statistiker desweiteren, Zitat:

Die bereits ab Oktober 2020 wieder geltende Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen wird unter anderem aufgrund der Bearbeitungszeit der Gerichte erst später Auswirkungen auf die Zahlen haben. Ausgesetzt ist die Insolvenzantragspflicht weiterhin für jene Unternehmen, bei denen die Auszahlung der seit dem 1. November 2020 vorgesehenen staatlichen Hilfeleistungen noch aussteht.

Für den Monat Januar 2021 zeigen die Statistiker heute vorläufige Angaben. Während es im Monatsvergleich im November und Dezember eine leichte Zunahme der Insolvenzen gab, sinken sie im Januar wieder. Zitat:

Bei der vorläufigen Zahl der eröffneten Regelinsolvenzen im Januar 2021 deutet sich eine erneute Richtungsänderung an. Im Jahr 2020 zeigte sich eine stetig sinkende Zahl eröffneter Regelinsolvenzverfahren, bis sich im November (+5 %) und Dezember (+18 %) eine Umkehr des Trends abzeichnete. Diese Entwicklung wurde mit der vorläufigen Zahl vom Januar 2021 nun vorerst wieder beendet. Im Januar 2021 sank die Zahl der Verfahren im Vormonatsvergleich um 5 % und lag um 34 % niedriger als im Januar 2020.

Laut jüngsten Daten des IWH soll auch in den nächsten Monaten keine Welle an neuen Insolvenzen anstehen – mehr dazu hier.

Verlauf der Insolvenzen seit dem Jahr 2008



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1 Kommentar

  1. Es ist doch schön wenn man die nicht gern gesehene Wahrheit immer hinausschieben kann.Die Zeit kann Wunden heilen, aber nicht tödliche Krankheiten.Mindestens macht man einige Krall- Kritiker glücklich, indem sie wieder höhnisch die Unwissenheit von Krall bejubeln können.
    Die gleiche Vertuscherei der Wahrheit passiert doch gerade in den USA. Die Situation von Arbeitssuchenden und Gratisabgabe von Lebensmitteln in der Unterschicht ist erbärmlich.Die Statistiken wo Langzeitarbeitslose herausfallen sin null und nichtig.Und das in einem Land wo ein Clown mit einem spassigen Tweet Millionen verdienen kann.Das sind die Zutaten für ein deftiges Bürgerkriegsmenü.Auch Ray Dalio hat schon mehrmals von einer solchen Entwicklung gewarnt.Dalio empfiehlt auch nicht unbedingt höchstbewertete US-Aktien,sondern neben Gold auch chinesische und ander Aktien. Nicht vergessen, die ganz Dicken Fische werden nicht im austrocknenden US- Teich verenden, sie sind mobil und können in bessere Gewässer fliehen.

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