Gerade erst hatten die US-Regierung 9 Milliarden Dollar und Nvidia 5 Milliarden Dollar über Kapitalerhöhungen in Intel investiert. Und jetzt steht sogar noch Apple als weiterer Investor auf der Matte! Wenn auch dieser Deal gelingt – abgesehen von der Verwässerung für die Altaktionäre – wird der Chiphersteller mit solchen Ankerinvestoren zu einer neuen Erfolgsstory?
Der Chipkonzern Intel hat dem Vernehmen nach Apple angesprochen, um den iPhone-Entwickler für ein Investment zu gewinnen. Wie darüber informierte Personen Bloomberg berichteten, haben beide Unternehmen auch erörtert, wie sie enger zusammenarbeiten könnten. Die Gespräche befänden sich allerdings noch in einem frühen Stadium, hieß es. Sie könnten auch ohne Ergebnis enden.
Die Bloomberg-Meldung über die Gespräche hat den Kurs der Intel-Aktie am Mittwoch in New York um 6,4% auf 31,22 Dollar in die Höhe getrieben. Im amerikanischen Übernacht-Handel und heute früh im deutschen Handel auf Tradegate sehen wir die Aktie um weitere 2 % ansteigen.
Vergangene Woche hatte der KI-Prozessor-Spezialist Nvidia 5 Milliarden Dollar in Intel gesteckt, um künftig gemeinsam Chips für PCs und Rechenzentren zu entwickeln. Im August war der japanische Technologieinvestor SoftBank mit 2 Milliarden Dollar eingestiegen, um sein US-Engagement auszubauen. Insidern zufolge hat Intel außerdem noch weitere Unternehmen nach Beteiligungen und Partnerschaften gefragt.
Ein Deal mit Apple hätte besondere Signalwirkung: Der iPhone-Hersteller war lange einer der wichtigsten Intel-Kunden, bevor er auf Prozessor-Eigenentwicklungen umstieg. Dennoch gilt es als höchst unwahrscheinlich, dass Apple wieder Intel-Chips in seinen Geräten verbauen wird. Die modernsten Halbleiter des Konzerns werden inzwischen vom Partner Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) produziert. Zu den Gesprächen wollte sich der Chiphersteller nicht äußern. Apple ließ eine Anfrage nach einem Kommentar unbeantwortet.
FMW/Bloomberg
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Vllt versuchen die Amerikaner Intel als amerikanische TSMC auszurichten was spannend in der Taiwanfrage wäre.