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Interessante Charts im Fokus: Schweizer Franken, Öl, Tesla, türkische Lira, SAP

Charttechnisch ist derzeit einiges los, und das in diversen Anlageklassen. An dieser Stelle wollen in Kurzform kreuz und quer durch die Märkte fliegen. Beginnen wir mit dem…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Charttechnisch ist derzeit einiges los, und das in diversen Anlageklassen. An dieser Stelle wollen in Kurzform kreuz und quer durch die Märkte fliegen. Beginnen wir mit dem Schweizer Franken. Im folgenden Chart seit Juli letzten Jahres sieht man gut den monatelangen konstanten Aufwärtstrend des Euro gegen den Franken (Franken-Abwertung). Genau so wünscht es sich die Schweizerische Nationalbank. Und dann zuletzt sieht man einen Absturz seit einer Woche von 1,18 auf heute 1,1570. Kurz vor dieser Franken-Aufwertung sagte Thomas Jordan, Chef der Schweizerischen Nationalbank (SNB), dass der Franken immer noch zu hoch bewertet sei. Eigentlich müsste der Franken demnach weiter fallen, und EURCHF weiter steigen. Von daher kann man „mit Interesse“ auf den derzeitigen Sturz im EURCHF blicken. Erstmal ist das Bild nach unten durchbrochen. Aber alle Aussagen deuten darauf hin, das die SNB noch viel länger als die EZB (also noch sehr lange) die Zinsen tief im Keller belassen wird. Das dürfte eigentlich (!) den Euro gegen den Franken wieder hochbringen (bitte ohne Garantie von unserer Seite).

Öl

Der Ölpreis (WTI) erreichte letzten Donnerstag mit 66,60 Dollar den höchsten Stand seit 3 1/2 Jahren. Bis jetzt ist er „nur“ auf 65,26 Dollar zurückgefallen. Nicht viel, noch nicht mal eine Korrektur! Im folgenden Chartbild seit April 2017 kann man es gut sehen. Ganz rechts oben die kleine Zuckung – das ist noch nicht mal ansatzweise eine Korrektur, sondern nur eine kurze Bewegung im Aufwärtsrausch. Wir haben uns schon mehrmals kritisch zu diesen schnell steigenden Preisen geäußert, und das wochenlang. Aber der Markt hat ja immer recht. Eigentlich wäre eine Korrektur längst überfällig. Vielleicht mal runter auf 60 Dollar? Das ist natürlich nur so eine Idee, ein Schuss ins Blaue!

Tesla

Da lagen wir mit unserem Gefühl ja mal goldrichtig. Wir haben aus den letzten Jahren rund um die Aura des „gottgleichen“ Elon Musk gelernt, dem seine Jünger alles verzeihen, und alles glauben. Desaströse Produktionsprobleme sind bei Elon Musk eben nur „Produktionsengpässe“. So gab es letzte Woche mal wieder Horrormeldungen über de facto Handarbeit in Tesla-Fabriken, wodurch Produktionsziele immer wieder verschoben werden müssen. Währenddessen verbrennt die Firma Geld ohne Ende. Interessieren tut sowas die Börse immer nur ein paar Augenblicke. Die Aktie fiel von 345 auf 335 Dollar, um heute wieder bei 342,11 Dollar zu notieren. Immer weiter, immer weiter? Die Tesla-Aktie haben wir hier im Chart seit Ende September 2017 dargestellt. Sie bleibt stabil, trotz ständiger negativer Meldungen. Quartalszahlen von Tesla kommen am 7. Februar

Türkische Lira

Im folgenden Chart sieht man den Euro gegen die türkische Lira seit Anfang 2015. Schon mehrmals hat es einige Zeit gedauert, bis EURTRY neue Höchststände erreichen konnte. Aber wenn es soweit war (rote Linien), ging es doch jedes Mal eindrucksvoll nach oben (Lira-Abwertung). So stieg EURTRY seit 2015 bis jetzt von 2,75 auf 4,68. Aktuell steht man davor das November-Hoch bei 4,72 zu erreichen (jetzt 4,68). Es wäre zumindest eine Tradingidee auf einen erneuten Durchbruch zu setzen. Aber wie man im Chart sieht: Das kann eventuell dauern. Garantien gibt es auch hier nicht. Natürlich können auch unvorhersehbare Szenarien eintreten, wie zum Beispiel Notenbanker in Ankara, die sich gegen Erdogan durchsetzen und Zinsen anheben. Dann wäre EURTRY erstmal gen Süden untewegs.

SAP

Hier sieht man die SAP-Aktie (schwarz) gegen den Dax (orange) seit Juli 2017. Die Aktie hatte sich zuletzt abgekoppelt, und war gefallen. Jetzt wird es interessant, ob die Aktie morgen wieder zum Dax aufschließen kann. Denn morgen früh präsentiert SAP seine Quartalszahlen! Wir berichten frühestmöglich!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Beobachter

    29. Januar 2018 18:20 at 18:20

    Die SNB hat riesige Mengen von Dollars u,Euros im Depot.Da die USA als Exportland für die CH auch sehr wichtig ist, ist im Moment eher der schwache Dollar das Problem.Ich könnte mir vorstellen dass die SNB Euros gegen Dollars verkauft um dem Wunsch Trumps für einen stärkeren Dollar entgegenzukommen!!!!!
    Ich glaube auch ,dass die EZB + die Japaner +die SNB +andere Interessierte die Dollarschwäche=Eurostärke
    mindestens kurzfristig zähmen können.

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Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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Wer an der Börse seine Gefühle ausschaltet, gewinnt! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über.

Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen.

Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein entsprechendes Auto fuhren. Studien haben diesen Zusammenhang mehrfach belegt.

Investieren Sie nicht in der Branche, in der Sie arbeiten

Für die Entstehung einer Lieblingsaktie oder einer Lieblingsbranche ist auch oft unser ausgeübter Beruf von Relevanz. So habe ich jahrelang in meinen Depots Bank-Aktien übergewichtet, weil ich ein Kind der Branche bin. Hier fühlte ich mich wohl, hier kaufte ich gerne. Richtig clever war diese Übergewichtung freilich nicht, wie die Performance vieler Bank-Aktien im Rückblick zeigt. Ich habe Zeit gebraucht, um diesen Wirkfaktor zu verstehen und schließlich abzuschalten.

Ein ähnliches Beispiel: Ein Ingenieur im Maschinenbau wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein Depot erheblich mit Aktien dieser Branche befüllen. Er liebt die Arbeit, die er tut. Er mag die Produkte, mit denen er arbeitet. Folglich liebt er auch

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Dax und die Risikoaversion – aktuelle Analystenmeinungen

Redaktion

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Risikoaversion und der Dax - wie geht es weiter?

Werden Dax, Dow und Co nach dem jüngsten Kursverlusten weiter fallen? Risikoaversion (auch Risk Off genannt) ist das Wort der Stunde, also die Flucht in den sicheren Hafen namens US-Dollar und hochwertige Anleihen, in Zeiten immer weiter steigender Corona-Ängste, welche die wirtschaftliche Erholung gefährden. Hier zunächst zwei aktuelle Video-Beiträge von Jochen Stanzl von CMC Markets:

Milan Cutkovic

Hier drucken wir die aktuelle Meinung von Milan Cutkovic ab, Marktanalyst bei Axitrader:

Die Börsen wurden zum Start in die neue Handelswoche von der Realität eingeholt. Dank des billigen Geldes der Notenbanken, drastischer Stützungsmaßnahmen der Regierungen weltweit sowie einer starken Nachfrage nach den Technologieaktien als Pandemie-Gewinner kannte der Aktienmarkt in den vergangenen Monaten nur den Weg nach oben. Die jüngsten Corona-Warnungen nach dramatisch steigenden Infektionszahlen sind nun eine kalte Dusche für die Investoren und die Erinnerung daran, dass wir uns weiterhin inmitten einer globalen Pandemie befinden.

Dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Herbst wieder steigen würde, wurde generell erwartet. An den Aktienmärkten bestand jedoch die Hoffnung, dass die Regierungen die Situation nun deutlich besser unter Kontrolle haben und weitere Lockdowns nicht nötig sein würden. In Großbritannien aber kalkuliert die Regierung aber bereits wieder mit einem solchen Szenario und bereitet weitere landesweite Restriktionen vor. Es besteht die Sorge, dass weitere Länder in Europa dem Beispiel folgen werden und die Wirtschaft erneut zum Stillstand kommt.

In den USA steht kein Durchbruch im Ringen um ein neues Corona-Hilfspaket in Sicht. Für die Anleger ist dies frustrierend, vor allem nach dem die Federal Reserve nicht weit genug ging. Ohne weitere Stimulus-Maßnahmen der Regierung könnte die Konjunkturerholung auf der anderen Seite des Atlantiks ins Stocken geraten.

Auch am Devisenmarkt ist in naher Zukunft mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Neben der Pandemie dürften die US-Präsidentschaftswahl, die Brexit-Verhandlungen und geopolitische Spannungen die Wechselkurse wieder stärker bewegen. Aktuell sind aufgrund der Risikoaversion vor allem der US-Dollar und der japanische Yen gefragt.

Jasper Lawler

Jasper Lawler von LCG sagt aktuell (hier auszugsweise zitiert), dass er heute die Reaktion der Anleger auf den gestrigen großen Risiko-Off-Tag an allen Märkten, den so genannten „Battery Day“ von Tesla und die Aussage des Fed-Vorsitzenden Jay Powell beobachten werde. Der gestrige Tag sei ein klassischer Risiko-Off-Moment gewesen, an dem Aktien und Kryptowährungen einbrachen, während Staatsanleihen, der US-Dollar und der Yen zulegen konnten. Tech-Aktien würden sich seit einigen Wochen zurückziehen, aber gestern sei der Ausverkauf breiter gewesen, da die Industrieunternehmen im Dow schwer getroffen wurden. Der Silberpreis fiel am Montag an einem Punkt um 10%.

Einige Marktteilnehmer hätten auch argumentiert, dass das traurige Ableben der Richterin Ruth Bader Ginsburg und der Streit um ihre Nachfolge im Obersten Gerichtshof ein neues US-Konjunkturpaket noch unwahrscheinlicher gemacht habe. Wenn der Rückgang nur auf die Stimmung zurückzuführen ist, dann erhöhe dies die Chance auf einen Rückschlag am nächsten Tag – auch wenn einige wichtige technische Niveaus, darunter die 50 DMA im S&P 500 nachgegeben haben – dies begünstige weitere Abwärtsbewegungen.

Teslas Battery Day sei zum Teil ein PR-Gag, und zum Teil etwas Wesentliches für die Zukunft der Elektrofahrzeuge. Jede neue Generation von Tesla-Batterien sollte in der Lage sein, mehr Energie zu speichern und eine längere Lebensdauer zu haben – und damit die Reichweite und Kosten von Elektrofahrzeugen auf ein Niveau zu bringen, das von der breiten Masse akzeptiert werde.

Jasper Lawler weist auch darauf hin, dass Jerome Powell heute Nachmittag bei einer von drei Gelegenheiten in dieser Woche vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses über das CARES-Gesetz aussage – d.h. über das erste Konjunkturpaket. Für Großbritannien wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson gegen Mittag in einer Erklärung vor dem Unterhaus weitere Sperrmaßnahmen ankündigen wird.

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