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Interesse eine traumhaft günstig bewertete Aktie zu kaufen, dazu noch mit staatlichem Insolvenzschutz? Da ist ein Haken an der Sache

Es ist fast zu schön um wahr zu sein. Haben Sie Interesse eine Aktie zu kaufen mit einer traumhaft günstigen Bewertung? Wie wäre es mit einem KGV von nur 0,01? Ja, Sie lesen richtig, 0,01. Dazu sorgt der Staat…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es ist fast zu schön um wahr zu sein. Haben Sie Interesse eine Aktie zu kaufen mit einer traumhaft günstigen Bewertung? Wie wäre es mit einem KGV von nur 0,01? Ja, Sie lesen richtig, 0,01. Dazu sorgt der Staat dafür, dass das Unternehmen ganz bestimmt nicht in die Insolvenz gehen kann. Sie haben also „nur“ das Kursrisiko – aber hey, bei der günstigen Bewertung der Aktie ist das doch vollkommen in Ordnung, oder?

Hier des Rätsels Lösung. Wir sprechen von der Aktie der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Ja, anders als die meisten Notenbanken gibt es auch einige, die an der Börse notiert sind, so zum Beispiel in Griechenland, Japan und eben auch in der Schweiz. Obwohl es also eine staatliche Institution ist, die ihr eigenes Geld unbegrenzt drucken kann, und quasi als autarke Einrichtung machen kann was sie will, ist sie gleichzeitig von Anlegern kaufbar.

Wie die EZB oder Fed auch druckt die SNB seit Jahren wie wahnsinnig die eigene Währung Franken, verkauft sie gegen den Euro und den Dollar, um somit den Franken zu schwächen. Vor allem mit den Dollars kauft sie massiv US-Aktien, und macht damit gute Gewinne. Auch deswegen machte die SNB letztes Jahr 24,5 Milliarden Franken Gewinn! Und dann hat man aber nur eine Marktkapitalisierung von lumpigen 282 Millionen Franken.

Das Problem ist die Begrenzung der Gewinnausschüttung auf 15 Franken pro Aktie! Zwar ist die SNB an der Börse, aber mit 74,7% halten Schweizer Kantone und öffentliche Banken den großen Mehrheitsanteil. Die Rechte der sonstigen Aktionäre sind darüber hinaus auch eingeschränkt, weshalb sich an der Dividendenpolitik wohl nichts ändern wird.

Achtung

Was soll schon schief gehen, außer dass Sie als Anleger massive Kursverluste erleiden? Kann die SNB denn pleite gehen? Wohl kaum, denn obwohl sie börsennotiert ist, ist sie die offizielle Notenkbank der Schweiz, und damit eine staatliche Institution, der es erlaubt ist sich quasi selbst zu retten! Bei gerade mal 15 Franken festgelegter Dividende liegt die Dividendenrendite bezogen auf den aktuellen Kurs von 2.823 Franken gerade mal bei 0,53%.

Und je höher der Kurs steigt, desto geringer wird sie für zukünftige Aktionäre, die bei der nächsten Ausschüttung noch an Bord sind. Also geht es hier um eine reine Kursspekulation, bei der das zugrunde liegende Produkt (die Aktie der SNB) quasi kein Insolvenzrisiko hat. Da der Anreiz für langfristige Renditeinvestoren fehlt hier einzusteigen, ist die Aktie ein reines Zockerpapier, und kann genau so schnell wieder in den Keller rauschen, wie sie gerade steigt – also Vorsicht!

Anders als 0,53% bei der SNB schüttet die Notenbank in Athen deutlich mehr an ihre Aktionäre aus, und hat somit eine Dividendenrendite von 4,6%. Da sie somit viel attraktiver für Investoren ist, liegt auch ihr Börsenwert höher, nämlich bei 289 Millionen Euro. Er könnte noch viel höher liegen, aber herje, bei den Griechen weiß man ja wirklich nie, ob diese Notenbank nicht doch eines Tages dicht gemacht wird, und dann einfach eine neue Notenkbank aufgemacht wird, die Drachmen druckt.

Im ersten langfristigen Chart sieht man den zuletzt drastischen Kursanstieg der SNB-Aktie. Im zweiten kurzfristigeren Chart sieht man, dass die Aktie vorgestern zügig auf 3200 Franken schoss, und jetzt schon auf 2.828 Franken zurückgefallen ist. Was schnell steigt, kann immer auch schnell fallen!


Der Kursverlauf der SNB-Aktie seit 2007.


Der Kursverlauf der SNB-Aktie seit Mitte Juli.

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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