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Märkte

Internationale Energie-Agentur: Abbau der zu hohen Lagerbestände dürfte noch dauern

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat heute ihren Monatsbericht für Juni veröffentlicht. Hierbei fällt ins Auge, dass die OPEC in ihrem gestrigen Monatsbericht sagte der Fünfjahresdurchschnitt der OECD-Lagerbestände für Öl sei derzeit um 251…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat heute ihren Monatsbericht für Juni veröffentlicht. Hierbei fällt ins Auge, dass die OPEC in ihrem gestrigen Monatsbericht sagte der Fünfjahresdurchschnitt der OECD-Lagerbestände für Öl sei derzeit um 251 Millionen Barrels überschritten. Die IEA, die eine Unterabteilung der OECD ist, sagt heute die OECD-Lager liegen 292 Millionen Barrels über dem Fünfjahresdurchschnitt. Der saudische Öl-Minister sagte am 25. Mai in Wien es sei entscheidend diese Lagermengen wieder runterzubringen auf diesen Fünfjahreswert. Dazu sagt die IEA heute, dass es bis dahin noch ein sehr langer Weg sei. Vielleicht könnte das theoretisch funktionieren bis zum Laufzeitende der Fördermengen-Kürzungen im März 2018. Aber man ist eher kritisch, ob das gelingen wird. Die IEA im Zitat:

The currency used to express re-balancing is the five-year average level of oil stocks. In this report, we show that OECD stocks are currently 292 mb above this level. Indeed, based on our current outlook for 2017 and 2018, incorporating the scenario that OPEC countries continue to comply with their output agreement, stocks might not fall to the desired level until close to the expiry of the agreement in March 2018. A lot can change of course, but, as we said at the start, 2018 seems a very long way away. We have regularly counselled that patience is required on the part of those looking for the re-balancing of the oil market, and new data leads us to repeat the message in this Report. “Whatever it takes” might be the mantra, but the current form of “whatever” is not having as quick an impact as expected.

Laut IEA wird die Nachfrage nach Öl global im Jahr 2018 um 1,5 Millionen Barrels pro Tag steigen. Ende 2018 solle sie auf ein Hoch steigen bei 100 Millionen Barrels pro Tag. Die Produktion der Nicht OPEC-Staaten solle 2018 um 1,5 Millionen Barrels pro Tag zunehmen nach +660.000 im laufenden Jahr. Die Steigerungen sollen vor allem durch die USA, Kanada und Brasilien entstehen. Unsere Anmerkung: Und was ist, wenn ab April 2018, wenn die Mengenkürzungen der OPEC enden, von dort aus auch wieder mehr Angebotsmenge kommt?

Wie viele andere Beobachter auch, sieht die IEA den starken Anstieg der US-Produktion als Hauptproblem. Zitat:

In the meantime, as always these days, the focus is on US production, which, as anticipated in our earlier forecasts, is rising strongly. For 2017, we expect US crude supply to grow by 430 kb/d and the year will end with production there 920 kb/d higher than at the end of 2016. Our first look at 2018 suggests that US crude production will grow year-on-year by 780 kb/d, but such is the dynamism of this extraordinary, very diverse industry it is possible that growth will be faster. For total non-OPEC production, we expect production to grow by 0.7 mb/d this year but our first outlook for 2018 makes sobering reading for those producers looking to restrain supply. In 2018, we expect non-OPEC production to grow by 1.5 mb/d, which is slightly more than the expected increase in global demand.

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Finanznews

Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktien

Aktien: Die Rally und die Cocktail-Theorie von Peter Lynch

Ibrahim Sonay

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Klar, Corona ist das Gesprächsthema Nummer-Eins, doch dicht auf den Fersen folgt derzeit schon das Thema Aktien!

Aktien: Woher stammt die Cocktail-Theorie?

Der berühmte Magellan-Fonds Manager Peter Lynch, ein Maestro der Investment-Welt aus den 80er-Jahren, stellte damals die Interessante Cocktail-Theorie auf, um die unterschiedlichen Marktprognosen darzulegen, die er über Jahre entwickelt hatte, während er auf Partys herumstand.

Phase Eins

Gar nicht über Aktien sprechen die Leute in der ersten Phase, eines leichten Marktanstiegs, nachdem sie längere Zeit am Boden lagen, ohne Bewegung und Beachtung. Fragte man Lynch auf der Party, was er denn so beruflich treibe, antwortete er, dass er einen Aktienfonds manage. Daraufhin nickten die Leute freundlich und gingen weiter, um sich mit dem Nächsten auf der Party über Belangloses zu unterhalten. War dies der Fall, so wusste Lynch, dass der Markt vor einer Erholung stand.

Phase Zwei

Nachdem Lynch seinen Beruf nannte, blieben die Partygäste meist etwas länger – aber auch nur so lange, um ihn klar zu machen, wie gefährlich doch Aktien seien. Danach sprachen die Partygäste wieder übere andere Themen. Auch dies beobachtete er und stellte somit fest, dass die Börse in der zweiten Phase steckt, denn die Aktien stiegen bereits, doch es interessierte (noch) niemanden.

Phase Drei

Der Markt war bereits um 30 % gestiegen und Lynch wusste, dass ihn auf der Party eine neugierige Schar von Menschen umringen würde. Viele euphorische Zeitgenossen nahmen ihn beiseite, um herauszufinden, in was sie denn nun investieren sollten und fast jeder sprach von Aktien. Damit war klar, Phase Drei ist erreicht.

Phase Vier

In der vierten Phase umzingelten ihn die Leute erneut, aber diesmal nicht um zu erfragen, worin sie investieren sollten, sondern um ihn Tipps und Ratschläge zu geben, welche Aktien er kaufen solle. Erfuhr er Tage später, dass die Empfehlungen der Partygäste aufgingen, so erkannte Lynch, dass der Markt in Phase Vier steckt: Das Hoch war erreicht – ein Rückschlag der Märkte stand kurz bevor.

Das aktive Zuhören kann sehr wertvoll sein. Halten Sie also ihre Augen und Ohren auf. Auf lange Sicht sollte jeder für sich selber entscheiden, worin er sein Geld investieren möchte – ob er dabei Prinzipien, Ethik oder Trends berücksichtigt. Eines zeigt uns die Vergangenheit der Aktienmärkte jedoch: wenn man Aktien von Qualitäts-Unternehmen findet und das zu einem guten Preis, erzielt man über Jahre Rendite.

Aktien und die Cocktail-Theorie

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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