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Internationale Energie-Agentur: Angebot wird knapper, Venezuela und Iran im Fokus

Redaktion

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Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat heute ihren aktuellsten Ölmarkt-Report veröffentlicht. In den letzten vier Wochen seit dem IEA-Report aus Mitte August ist WTI-Öl um gut 5 Dollar und Brent um gut 10 Dollar gestiegen. Als Grund dafür führt die IEA heute vor allem zwei Gründe an. Zum einen wären da die Fördermengen-Rückgänge in Venezuela, und zum anderen der immer näher rückende Termin 2. November, wenn die US-Sanktionen in Sachen Öl gegen den Iran in Kraft treten. Beide Sachverhalte verringern die globale Angebotsmenge an Öl, was den Preis hat steigen lassen! Die iranischen Verkäufe seien jetzt schon messbar rückläufig. Zitat IEA:

Two reasons for the swing are that Venezuela’s production decline continues, and we are approaching 4 November when US sanctions against Iran’s oil exports are implemented. In Venezuela, production fell in August to 1.24 mb/d and, if the recent rate of decline continues, it could be only 1 mb/d at the end of the year. Evidence provided by tanker tracking data suggests that Iran’s exports have already fallen significantly but we must wait to see if the 500 kb/d of reductions seen so far will grow.

Sollte es mit den beiden Ländern so weitergehen ohne angemessenen Ausgleich durch andere Länder, werde der Ölpreis weiter steigen, so die IEA. Andere Länder hätten aber teilweise schon reagiert, und vor allem die Saudis hätten Kapazitäten, dies schnell hochgefahren werden könnten. Zitat auszugsweise:

If Venezuelan and Iranian exports do continue to fall, markets could tighten and oil prices could rise without offsetting production increases from elsewhere. Supply from some countries has grown since the Vienna meetings in June: last month Saudi Arabia and Iraq combined saw output increase by 160 kb/d. In Iraq’s case, exports have grown to such an extent that they are greater than Iran’s production, and there is still about 200 kb/d of shut-in capacity in the north of the country due to the ongoing dispute with the Kurdistan Regional Government. Based on our August estimates of production, OPEC countries are sitting on about 2.7 mb/d of spare production capacity, 60% of which is in Saudi Arabia.

Die nächsten Tage bis Anfang November würden nun laut IEA sehr spannend werden. Man müsse beobachten, ob andere Länder die Lücke wirklich schließen können, die Venezuela und der Iran entstehen lassen. Die Preis-Range zwischen 70 und 80 Dollar im Brent könnte getestet werden. Der Markt werde enger. Zitat:

It remains to be seen if other producers decide to increase their production. The price range for Brent of $70-$80/bbl in place since April could be tested. Things are tightening up.

Hier noch ein paar Statistik-Details im Wortlaut von der IEA:

Global oil demand growth estimates for 2018 and 2019 are unchanged at 1.4 mb/d and 1.5 mb/d, respectively. The pace of growth slowed sharply in 2Q18, caused by weaker OECD Europe and Asia demand. US gasoline demand growth eased due to higher prices.

Non-OECD demand remains resilient but there is a risk to the 2019 outlook from currency depreciation and trade disputes. Demand in China and India combined will grow by 910 kb/d in 2018, but the pace slows to 640 kb/d in 2019.

Global supply in August reached a record 100 mb/d as higher output from OPEC offset seasonal declines from non-OPEC. Nevertheless, non-OPEC supply was up 2.6 mb/d y-o-y, led by the US. Non-OPEC production will grow by 2 mb/d in 2018 and 1.8 mb/d in 2019.

OPEC crude supply rose to a nine-month high of 32.63 mb/d in August. A rebound in Libya, near record Iraqi output and higher volumes from Nigeria and Saudi Arabia outweighed a substantial reduction in Iran and a further fall in Venezuela.

From August’s record rate of 83.5 mb/d, global crude runs decline due to maintenance before surging in December to another record high of 84.5 mb/d. US refining is booming with runs almost reaching 18 mb/d in August, while Latin American activity continues to fall.

OECD commercial stocks rose 7.9 mb in July to 2 824 mb, only the fourth monthly increase in the last year. Stocks have been stable in a narrow range since March. Preliminary data for August point to significant inventory builds in Japan and the US, and a fall in Europe.

ICE Brent prices fell in August but recently have climbed to two-month highs near $80/bbl. Both ICE Brent and NYMEX WTI futures curves are backwardated. The Brent/WTI differential has widened by $5/bbl since early August due to relatively weaker US prices.

Öl
Beispielfoto für Ölquellen. Foto: Arne Hückelheim / Wikipedia (CC BY-SA 3.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

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