Folgen Sie uns
Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Märkte

Internationale Energie-Agentur: Gute Beschreibung der aktuellen Lage am Ölmarkt

Veröffentlicht

am

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat heute ihren aktuellsten Monatsbericht veröffentlicht. Darin beschreibt sie nach unserer Meinung sehr gut die aktuelle Lage am Ölmarkt. Erst gestern wurde der aktuellste OPEC-Bericht veröffentlicht. Demnach hat die OPEC dieses Jahr ihre Fördermenge bereits um 1,55 Millionen Barrels pro Tag gekürzt, obwohl sie Ende 2018 versprach „nur“ um 800.000 Barrels pro Tag zu kürzen.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Laut heutiger IEA-Meldung habe die OPEC ihre Fördermenge seit November 2018 bereits um 2,2 Millionen Barrels pro Tag gekürzt. Und jetzt gebe es sogar noch zusätzliche Unsicherheiten wegen Libyen (Bürgerkrieg nimmt zu, möglicherweise Lieferprobleme). Und auch die Ölproduktion außerhalb der OPEC sei rückläufig, laut IEA nämlich um 700.000 Barrels pro Tag im ersten Quartal 2019 gegenüber Ende 2018. Dieser „dramatische Kurswechsel“ bei der Produktionsmenge habe einen dramatischen Anstieg im Ölpreis verursacht, so die IEA. Brent-Öl sei deswegen seit Ende 2018 um 20 auf 70 Dollar pro Barrel gestiegen.

Vor der Einigung von OPEC und Russland Ende 2018, dass man gemeinsam um 1,2 Millionen Barrels pro Tag kürzen wolle, hatte es im zweiten Halbjahr 2018 noch eine große Steigerung der Fördermenge gegeben. Darauf weist die IEA aktuell auch ausdrücklich hin. Also hat die OPEC seit mehreren Monaten mit ihrer reduzierten Förderung die große Kehrtwende im Ölpreis eingeleitet. Oben drauf käme laut IEA derzeit noch hinzu, dass die US-Sanktionen gegen den Iran und Venezuela eine zunehmende Effektivität aufweisen würden.

Die Verknappung (des Angebots) am Ölmarkt sei keine reine „Story“ auf der Angebotsseite. Auch gehe es laut IEA natürlich auch um die Nachfrage-Seite. Die Daten für 2018 seien noch nicht vollständig, aber man gehe davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl in 2018 um 1,3 Millionen Barrels gewachsen sei. Bei der Analystengemeinde gebe es große Meinungsunterschiede, wie stark die Nachfrage dieses Jahr zunehmen werde. Aber bei der IEA glaubt man an ein weiteres Wachstum von 1,4 Millionen Barrels pro Tag.

Aber schon in der Headline des heutigen Reports verweist die IEA auf „Mixed signals“, also gemischte Signale. Man solle nicht außer Acht lassen, dass es Unklarheiten bei der globalen Konjunktur gebe. Aber, wenn man nun die aktuellen Vorhersagen nimmt, dann wächst die Nachfrage auch in 2019 robust an, und die Fördermenge geht spürbar zurück. Gut, die Fracker in den USA pumpen aus allen Rohren und steigern ihre Fördermenge. Aber so kräftig wie OPEC und Co kürzen, können die Fracker ihre Mengen wohl  kaum ausbauen (so möchten wir es verkürzt ausdrücken). Also, alle Zeichen stehen weiterhin auf Grün für einen steigenden Ölpreis? Wie immer unser Hinweis (ja, Sie können es wohl langsam nicht mehr hören): Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar. Also liebe Trader, bitte Vorsicht walten lassen!

Hier einige Worte von der IEA im Wortlaut:

In terms of real numbers for 2019, although it is still early days the major centres of oil demand growth are performing strongly. In China, the economy seems to be reacting to the government’s stimulus measures with purchasing managers’ indices increasing and export orders recovering, although there are signs that air cargo volumes might be falling. Preliminary oil demand numbers for the January-February period show solid growth of 410 kb/d year-on-year. Elsewhere, demand was strong in the same period, with India growing by 300 kb/d, and the US, which continues to be supported by the petrochemical sector, by 295 kb/d.

Although the main sources of growth are doing well, there are mixed signals from elsewhere. Overall demand in the OECD countries fell by 0.3 mb/d y-o-y in 4Q18, the first such fall for any quarter since the end of 2014, and it is likely to have fallen again in 1Q19 due to weakness in some European economies, with perhaps more to come if there is a disorderly Brexit. There are uncertainties in Argentina and Turkey and signs of only modest demand recovery in the Middle East despite the stimulus provided by rising crude oil prices. Concerns about trade talks linger, and the mood will be influenced by the recent downgrade to global GDP growth by the International Monetary Fund, although it should be noted that the IMF does not expect a recession in the near term. Clearly, oil prices at $70/bbl for Brent, are less comfortable for consumers than they were at the start of the year and the IEA has regularly warned of the dangers of prices rising even higher. Only time will tell if our current demand forecast proves accurate, but the risks are currently to the downside.

Internationale Energie-Agentur - Ölmarkt Öltanker
Öltanker. Foto: C.A.Müller CC BY-SA 3.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Gixxer

    13. April 2019 14:07 at 14:07

    Die starke Kürzung spricht klar für weitere Anstiege beim Ölpreis. Was hier aber verunsichern sollte, ist dass trotz dieser Kürzungen die Lagerbestände zuletzt deutlich anstiegen. Das passt irgendwie nicht zusammen!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Markus Koch LIVE zum Wall Street-Start: Gute Quartalszahlen

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich aktuell im LIVE-Video von der Wall Street. Im Fokus sind heute die guten Quartalszahlen, die frisch reingekommen sind.

weiterlesen

Indizes

S&P 500 und Nasdaq: Jetzt noch kaufen?

Veröffentlicht

am

S&P 500

Im Verlauf der zurückliegenden Woche konnte sich der S&P 500 bedingt durch den weiteren kleinen Anstieg, meine jüngste Analyse sehr genau nachvollziehen. Aktuell steht der marktbreite Aktienindex unmittelbar vor dem 1.00 Retracement (2.923 Punkte) und damit vor einer wegweisenden Widerstandslinie. Die sehr positive Performance sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich der Index im Rahmen einer sehr großen Korrektur bewegt. Der obere Chart zeigt meine diesbezügliche Sichtweise auf. Demnach wird sich die Korrektur (4) noch geraume Zeit hinziehen.

Ausblick:

Momentan bildet sich noch die kleine Welle (v) des Diagonalimpulses (i-ii-iii-iv-v) aus. Auch wenn dieser Schritt nicht zwingend nötig ist, ist an den folgenden Tagen vom Anlaufen an das 1.00 Retracement (2.923 Punkte) auszugehen. Selbst ein leichtes Überschreiten dieser massiven Barriere würde noch keine grundlegende Veränderung der Ausgangslage bewirken. Maximal kann sich dann der Trend noch bis zur 1.62-Linie (3.008 Punkte) schrauben. Wie im Chart dargestellt sehe ich den Trend indes in der finalen Phase. Für die nächsten 2-3 Wochen erwarte ich daher den Abschluß des Diagonals und verbunden damit den der großen Welle (D).

Die regeltechnische Bestätigung wird allerdings erst durch einen Bruch des 0.62 Retracements bei aktuell 2.835 Punkten geliefert. In der Folge wird der sich dann sehr stark aufbauende Verkaufsdruck den Index bis zur 0.62-Unterstützung (2.550 Zähler) fallen lassen. Wesentlich tiefer sollte der Trend indes nicht verlaufen. Mit dieser Performance verfolgt der S&P 500 die Ausbildung des großen Triangles (A-B-C-D-E), welches sich als übergeordnete Welle (4) (oberer Chart) ausbildet. Größere Gefahren kann ich für den Index nicht erkennen.

Fazit:

Der seit Dezember´18 laufende Aufwärtstrend neigt sich seinem Ende zu. Das noch abzuarbeitende Potenzial nimmt sich moderat aus und eignet sich nicht für eine erneute Positionierung. Ein sehr kleines Signal entsteht über dem 1.00 Retracement (2.923 Punkte). Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 0.62 Retracement bei aktuell 2.835 Punkten ab.

 

Nasdaq

Durch den Anlauf an das 0.76 Retracement (7.698 Punkte) konnte der Nasdaq 100 meine jüngste Sichtweise exakt nachvollziehen. Dennoch habe ich meine Wellenzählung, dem aktuellen Geschehen Rechnung tragend, etwas umgestellt. Mit dieser Performance unterstreicht der Index einmal mehr den korrektiven Charakter der seit Dezember´18 währenden Rallye. Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung eignet sich diese Bewegung eben nicht als Abschluß der größeren seit weit über einem Jahr laufenden Korrektur.

Ausblick:

Bedingt durch den Lauf bis zur 0.76-Linie (7.698 Punkte) konnte der Trend Welle (3) des Diagonalimpulses (1-2-3-4-5) ausbilden. Die sich daran anschließende Welle (4) bedingt die Ausbildung einer kleinen Korrektur. Über wesentliches Potenzial verfügt diese Welle nicht. Das maximal zur Verfügung stehende Ausmaß reicht bis zur 0.62-Unterstützung bei aktuell 7.425 Punkten. Erst ein eventueller Bruch dieser äußerst wichtigen Unterstützungslinie würde den Aufwärtstrend abschließen. Aktuell sehe ich dieses Szenario noch nicht, auch wenn die Uhr bereits läuft. Meiner Ansicht nach wird sich an den folgenden Tagen ein kleiner Aufwärtstrend einstellen.

Diese Bewegung dient dann der Ausbildung von Welle (5) und damit der letzten Etappe der größeren Welle (v). Nach Abschluß dieser Welle wird sich eine in der ersten Phase sehr dynamische Korrektur einstellen. Die erste größere Unterstützung findet der Index dann auf dem 0.62 Retracement bei simulierten 7.292 Punkten. Den unvermittelten Bruch dieser Linie sehe ich nicht. Auch kann ich, abgesehen vom beschriebenen Szenario, keine größeren Gefahren für den Index erkennen. Erst der Bruch des in sicherer Entfernung liegenden 2.62 Retracements (5.848 Punkte) würde Dramatisches bewirken.

Fazit:

Der seit Ende´18 laufende Aufwärtstrend ist sehr weit gereift und befindet sich aktuell in der finalen Phase. Daher rate ich von einer erneuten Positionierung ab. Das bisherige Signal bleibt auch weiterhin bestehen. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 0.62 Retracement (7.292 Punkte) ab.

weiterlesen

Aktien

Twitter-Quartalszahlen: Licht und Schatten, Aktie +7%

Veröffentlicht

am

Die Twitter-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 786,9 Millionen Dollar (Vorjahresquartal 665/erwartet 775). Die eigenen Erwartungen von Twitter lagen bei einem Korridor von 715-775 Millionen Dollar.

Der Gewinn (bereinigt nach Non GAAP) liegt bei 0,25 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal +0,08/erwartet +0,15). Die Flüsterschätzungen lagen bei bis zu +0,20 Dollar pro Aktie.

Q1 net income was $191 million, representing a net margin of 24% and diluted EPS of $0.25. Excluding the impact of a tax benefit of $124 million related to the establishment of a deferred tax asset for corporate structuring for certain geographies, adjusted net income was $66(2) million, with adjusted net margin of 8% and adjusted diluted EPS of $0.09. In the same period last year, we reported net income of $61 million, net margin of 9%, and diluted EPS of $0.08.

Die operative Marge steigt von 11% auf 12%.

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer sinkt im Jahresvergleich von 336 auf 330 Millionen Nutzer.

Aber die Aufmerksamkeit der Analysten wird gelenkt auf die Zahl der täglich aktiven Nutzer, die fortan nicht mehr in prozentualer Veränderung, sondern auch mit richtigen Nutzerzahlen dargestellt wird. Sie liegt bei 134 Millionen (Vorquartal 126/erwartet 128-130).

Die Aktie notiert vorbörslich mit +8%.

Twitter-Quartalszahlen

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen