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Internationale Energie-Agentur: Öl-Nachfrage im 1. Halbjahr 2017 um 0,6 Mio Barrels über Angebot

Jetzt aber, nachdem OPEC und Nicht OPEC-Staaten verkündet haben ihre Fördermengen senken zu wollen, geht die IEA davon aus, dass das schon im 1. Halbjahr 2017 passiert. Mehr noch: Man rechnet damit...

FMW-Redaktion

Das ist eine Bestätigung, die viele Öl-Bullen freuen dürfte. Laut Internationaler Energie-Agentur (IEA) sollte ja bisher die weltweite Öl-Nachfrage erst Ende 2017 auf das Niveau der Angebotsmenge vorstoßen. Jetzt aber, nachdem OPEC und Nicht OPEC-Staaten verkündet haben ihre Fördermengen senken zu wollen, geht die IEA davon aus, dass das schon im 1. Halbjahr 2017 passiert. Mehr noch: Man rechnet damit, dass die Öl-Nachfrage bereits im 1. Halbjahr 0,6 Millionen Barrels pro Tag höher liegen wird als das Angebot!

Die IEA betont in ihrer aktuellsten Mitteilung von heute gleich mehrfach, dass das natürlich nur passiert unter der Annahme, dass OPEC und Non OPEC-Länder sich auch wirklich daran halten und ab Januar ihre Fördermengen wie versprochen absenken. Auch erwähnt die OPEC, dass dieses Überschreiten der Nachfrage möglicherweise nur ein kurzer Effekt sein kann. Denn die IEA verweist auf den Umstand, dass die OPEC im Mai beim nächsten OPEC-Treffen die Auswirkungen der Kürzung überprüfen und dann eventuell neue Entscheidungen treffen will. Es ist also keinesfalls in Stein gemeißelt, dass ab Sommer 2017 die Nachfrage über dem Angebot bleiben wird. Die IEA drückt es im Originaltext so aus:

„After the first half of 2017, the analysis is complicated by the fact that the proposed cut is for six months, and will be reviewed at the next OPEC ministerial meeting at the end of May. This can be seen as prudent given the underlying uncertainties in the oil market and the global economy but also a warning that production restraint might not be extended.“

Diese aktuelle IEA-Grafik zeigt sehr anschaulich, wie im 1. Quartal 2017 (grün) das Angebot ruckartig absacken und die Nachfrage (gelb) stabil bleiben wird. Dadurch wird die Nachfrage von da an über dem Angebot liegen. Die IEA bleibt vorsichtig und will erst mal reale Rückgänge bei der Förderung sehen. Wie vorsichtig, sieht man an diesen Originalaussagen (da spricht wohl die jahrelange Beobachtererfahrung der OPEC-Politik):

„Clearly, the next few weeks will be crucial in determining if the production cuts are being implemented and whether the recent increase in oil prices will last. For contractual and logistical reasons, we might initially see that the output cuts do not fall neatly into place. The deal is for six months and we should allow time for it to be implemented before re-assessing our market outlook. Success means the reinforcement of prices and revenue stability for producers after two difficult years; failure risks starting a fourth year of stock builds and a possible return to lower prices. What a difference a year makes!“

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Grafik: IEA



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