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Internationale Energie-Agentur: „Substanzielles Wachstum“ bei der Fördermenge außerhalb der OPEC

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat soeben ihren monatlichen Ölmarkt-Bericht veröffentlicht. Demnach hat sich die weltweite Öl-Nachfrage vom 2. Quartal 2016 bis zum 2. Quartal 2017 um 2,3 Millionen Barrels…

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FMW-Redaktion

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat soeben ihren monatlichen Ölmarkt-Bericht veröffentlicht. Demnach hat sich die weltweite Öl-Nachfrage vom 2. Quartal 2016 bis zum 2. Quartal 2017 um 2,3 Millionen Barrels pro Tag erhöht. Für den Jahresdurchschnitt erhöht man seine Erwartung auf +1,6 Millionen Barrels pro Tag. Das Nachfragewachstum in den OECD-Staaten (die IEA ist eine Tochter der OECD) sei stärker als bislang erwartet, vor allem in Europa und den USA. Die Stürme Harvey und Irma sollten laut IEA das Nachfragewachstum in den USA im 3. Quartal aber ein wenig abbremsen.

Das globale Öl-Angebot ist laut IEA im August um 720.000 Barrels pro Tag zurückgegangen aufgrund von „unerwarteter Verknappung“, vor allem in Nicht OPEC-Ländern. Das Angebot sei zum ersten Mal in vier Monaten zurückgegangen, auf aktuell 97,7 Millionen Barrels am Tag. Im Vergleich zum August 2016 ist die Fördermenge jetzt 1,2 Millionen Barrels höher. Nicht OPEC-Länder zeigen laut der IEA ein „substanzielles Wachstum“ bei der Produktion.

Andererseits würden inzwischen zehn Öl-Fördernationen außerhalb der OPEC ihre Kürzungszusagen zu 100% erfüllen. Dabei geht es um den Gesamtdeal der OPEC mit anderen Staaten außerhalb der OPEC, dass man bis März 2018 täglich 1,8 Millionen Barrels weniger fördert. Zur OPEC hat die IEA anzumerken, dass ihre Fördermenge zum ersten Mal in fünf Monaten gefallen ist um 210.000 Barrels pro Tag, nachdem es zuletzt ein Jahreshoch gab. Die Compliance-Rate (Erfüllungsquote der Kürzungszusagen) liege jetzt nach 75% im Juli bei 82% im August.

Die Öl-Lagerbestände in den OECD-Staaten liegen im Juli bei 3,016 Milliarden Barerls, und damit 190 Millionen Barrels über dem Fünfjahresdurchschnitt. Auf diesen Durchschnitt aber will der saudische Ölminister die Lagerbestände absenken – erst dann sei er zufrieden, betont er immer wieder! Die IEA senkt ihre Erwartung für den „Durchlauf“ bei Raffinerien im 3. Quartal um 0,7 Millionen Barrels pro Tag. Das ist verständlich bei den Schäden durch Hurrikan Harvey in Texas, was ja zeitlich in das 3. Quartal fällt.

Dadurch entstehe bei raffinierten Öl-Produkten (Benzin, Heizöl etc) weltweit im zweiten Quartal nacheinander eine Unterversorgung. Im 4. Quartal diesen Jahres aber werde der Durchlauf stark ansteigen auf ein Rekordniveau von 80,9 Millionen Barrels pro Tag, so die IEA. Die Raffinerie-Betreiber würden damit reagieren auf höhere mögliche Gewinnspannen. Laut IEA haben die USA und vor allem die Öl-Industrie in Texas den Sturm Harvey sehr gut vorbereitet überstanden (bezogen auf das Thema Öl). Zitat aus dem IEA-Text:

The US has recently seen two severe weather events: Hurricane Harvey has more directly affected oil industry operations than Hurricane Irma, although the full impact of the latter remains to be seen at the time of writing. As far as Harvey is concerned, disruption to local oil markets in the US Gulf Coast is easing on a daily basis and its impact on global markets is likely to be relatively short-lived. Given the severity of the storm, it was inevitable that the normal output and distribution of products would be hampered, that local shortages would emerge, and prices would rise. Before the storm hit Texas, commercial stocks in the US and in the Gulf Coast region were at comfortable levels. This was a good thing because the estimated loss of refinery output in September of about 1.6 mb/d has only partially been offset by lower demand. Loans to refiners from the US Strategic Petroleum Reserve as well as the availability of surplus European gasoline ensured that the Gulf Coast and areas of the US dependent on it were well covered, as was Mexico.


Der WTI-Ölpreis seit Juli. Die wirklich klare Richtung fehlt. Die Fördermengenkürzung (bis März 2018) bringt immer noch nicht den gewünschten Effekt.

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,4 Mio Barrels (jetzt 486,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 486,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,3 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +2,8 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-0,3 erwartet).

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source: tradingeconomics.com

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