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Investoren glauben an steigende Ölpreise, Kanada zittert

Markus Fugmann

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Ist es schlichtweg dumm – oder eine weise Entscheidung, die sich mittelfrsitig auszahlen wird? Die Mittelzuflüsse jedenfalls in Öl-ETFs, die in den USA gehandelt werden, sind so stark wie seit Mai 2010 nicht mehr. So haben Investoren 1,23 Milliarden Dollar in diese Produkte investiert, im Januar diesen Jahres sind es bereits 110 Millionen Dollar. Allein in den größten Öl-ETF der USA, den U.S Oil Fund, flossen im Dezember 630 Millionen Dollar.

Was aber passiert, wenn sich der Ölpreis nicht erholt? Eines der Hauptopfer des kollabierten Ölpreises ist Kanada. Gestern veröffentlichte Daten zeigen, dass die schiffsbasierten Ölexporte des Landes im November um knapp 10% zurück gegangen sind. Viele der Energiefirmen Albertas haben bereits Investitionen zurück gestellt, Analysten senken den Daumen über die weiteren Aussichten der Firmen. Der Rückgang der Exporte hat das Handelsbilanzdefizit Kanadas stärker als prognostiziert steigen lassen.

Kanada steht daher wohl ein hartes Jahr bevor. Das Land war besser als alle anderen westlichen Länder durch die Finanzkrise gekommen – mit der Folge einer Immobilienblase in den Großstädten des Landes. Die Bank of Canda geht davon aus, dass die Immobilienpreise zwischen 10% und 30% zu hoch sind. Die Notenbank hat für ihre Konjunkturprognosen einen Ölpreis von 85 Dollar angenommen – viel zu optimsitisch, wie sich nun zeigt. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank den Leitzins von derzeit 1% in ansehbarer Zukunft senken wird – möglicherweise schon auf der nächsten Sitzung am 21. Januar.

Während viele Firmen Kanadas unter dem Fall der Rohstoffpreise leiden, ist die Lage für die Konsumenten etwas besser. Die Lebenshaltungskosten gehen durch die gesunkenen Erergiekosten derzeit etwas zurück – ein Effekt, der jedoch temporärer Natur sein dürfte. Denn der zuletzt sehr schwache Kanadische Dollar verteuert Importe – und das dürfte der kanadische Konsument bald zu spüren bekommen.

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