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Krypto-Währungen

IOTA: Aktive Community unterstützt die Kryptowährung!

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IOTA führt noch ein Schattendasein unter den Kryptowährungen

Vor zwei Jahren schrieben wir an dieser Stelle “Bitcoin crasht – der neue Star heißt IOTA!”. Das war aus damaliger Sicht richtig, muss aber nach zwei Jahren zweifelsohne korrigiert werden. Denn inzwischen ist es die Kryptowährung IOTA, die mit Fug und Recht als gecrasht angesehen werden kann. Vom Hoch hat sich der Wert mehr als Gezehntelt. Und doch gibt es für IOTA Fans noch Hoffnungsschimmer.

Nach kurzem Höheflug folgte der bis heute andauernde Crash

Am 13. Juni 2017 wurde IOTA erstmals notiert. Damals startete die Kryptowährung, die ohne Blockchain auskommt, mit einem Preis von rund 0,64 US-Dollar pro einer Million IOTA (Miota). Der Kurs stieg bis Ende 2017 auf mehr als 5,50 US-Dollar an und liegt heute bei nur noch 0,26 US-Dollar pro Miota. Zwar gab seit Ende 2017 auch der Bitcoin-Kurs ordentlich nach. Doch weder hat der sich gezehntelt, noch dümpelt er unter dem initialen Ausgabekurs herum. Von der Bitcoin-Erholung in diesem Jahr ist bei IOTA auch nichts zu sehen. Die junge Währung liegt mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 800 Millionen US-Dollar weit abgeschlagen auf Platz 19 aller Kryptowährungen.

In Social Media sind IOTA Fans besonders aktiv

Während der wirtschaftliche Erfolg also zu wünschen übrig lässt, zeigen sich IOTA-Fans besonders aktiv in sozialen Medien. Das fanden jedenfalls die Kollegen von kryptoszene.de heraus. Die Maßen die Anzahl der bei Twitter zu verschiedenen Kryptowährungen abgesetzten Tweets. Zwar liegen die nach Marktkapitalisierung deutlich größeren Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum und Ripple bei der reinen Anzahl der Tweets vor IOTA. Mit 3,06% aller gezählten Tweets landete IOTA jedoch schon auf Platz vier, während die Währung nach Marktkapitalisierung auf Platz 19 landet. In Relation zur Marktkapitalisierung, landet IOTA sogar mit riesigem Abstand auf Platz 1.

Für IOTA-Fans ist das eine gute Nachricht. Denn solange die Community aktiv bleibt, besteht noch Hoffnung für die Währung. Schließlich ist es die Community, die Anwendung für eine Kryptowährung entwickeln und ihr damit den realwirtschaftlichen Rückhalt geben muss, die den dauerhaften Erfolg sichert. Und es ist die Community, die die Währung möglichst aktiv handeln muss, damit sie bei Tradern und Anlegern im Fokus bleibt. Positiv stimmt auch der Fakt, dass diverse Industriepartner IOTA die Treue halten und weiter an Anwendungsmöglichkeiten für die Kryptowährung arbeiten bzw. daran forschen.

Der Abwärtstrend bei IOTA könnte jetzt gebrochen werden

Dem kurzfristig orientierten Trader hilft all das jedoch nichts, um zu profunden Entscheidungen für zu kommen. Hier hilft ein Blick auf den Chart. Der offenbart natürlich einen steilen und vor allem stabilen Abwärtstrend bei 0,26 US-Dollar, dem dieswöchigen Eröffnungskurs. Gleichzeitig entdecken wir aber auch eine gute Unterstützung bei 0,21 US-Dollar. Angesichts der positiven Vorgaben von Bitcoin könnte es gelingen, ausgehend von dieser Unterstützung den langjährigen Abwärtstrend zu brechen.

Gelänge das, würde umgehend ein Kursziel von 0,32 US-Dollar aktiviert. Würde dieser Widerstand gebrochen werden, könnte es schnell aufwärts gehen bis 0,49 US-Dollar. Für Aktienanleger klingen diese Kursziele vielleicht überambitioniert. Doch bedenken wir, dass sich der Bitcoin-Kurs in diesem Jahr auch mühelos um Faktor vier steigerte, sehen die Kursziele gar nicht mehr so überoptimistisch aus.

Die in weitem Abstand liegenden Kursziele haben ihre Ursache im erstens schnellen Kursanstieg im Jahr 2017, der mit nur zwei großen Korrekturen binnen sechs Monaten den Preis fast verzehnfachte. Und zweitens im auch nur von wenigen Gegenbewegungen begleiteten Abwärtstrend seit Ende 2018, der nur eine Hand voll Widerstände generierte.

Bricht die leichte Unterstützung bei 0,24 US-Dollar, sind weitere Abgaben bis 0,21 US-Dollar schnell möglich. Darunter folgt dann nicht mehr viel. Nur noch das Allzeittief bei 0,14 US-Dollar. Aktiengesellschaften würden sich bei diesen Kursen längst Gedanken über einen Reverse-Split machen, um den Kurs aus dem Pennystock-Bereich herauszuholen. Da IOTA derzeit keine dezentral verwaltete Kryptowährung ist, sondern von einer zentralen Instanz verwaltet wird, wäre solch ein Reverse-Split bei der Kryptowährung zumindest theoretisch denkbar.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Schmucklos

    20. November 2019 19:21 at 19:21

    Haha, ihr könntet euch wenigstes ein wenig mit der IOTA Technologie beschäftigen bevor ihr einen Artikel darüber verfasst “Da IOTA derzeit keine dezentral verwaltete Kryptowährung ist, sondern von einer zentralen Instanz verwaltet wird, wäre solch ein Reverse-Split bei der Kryptowährung zumindest theoretisch denkbar”. Zentral verwaltet und Reverse-Split? Ernsthaft?

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    Riddick15

    23. November 2019 19:48 at 19:48

    Wow. Bin etwas sprachlos nach diesem Artikel.“ Vom Hoch hat sich der Wert mehr als Gezehntelt
    .Und doch gibt es für IOTA Hoffnungsschimmer“
    Geht es hierbei eher um den Preis? Wird wohl.
    Ich würde mir ja mal einen Artikel wünschen der aufklärt wie der Preis im Moment zustande kommt.
    Wie dieser Markt funktioniert. Was in den letzten 2 Jahren an Entwicklungsarbeit von der IF geleistet worden ist. Und was das für die Zukunft aller Menschen bedeuten kann. Das wäre doch mal ein Artikel den ich gerne lesen würde. Vielleicht eine ganze Serie. Ich würde es verschlingen. Das Thema IOT finde ich hochspannend da es uns alle betrifft. Ich denke das es mehr Menschen gibt die sich tatsächlich für die Technik interessieren als für den Preis. Leute die damit traden möchten werden sich sicher nicht hier informieren. Wer sich für IOTA interessiert und eine einfache aber ausführliche Erklärung braucht, dem empfehle ich den IOTA Einsteiger Guide. Einfach mal danach googeln. Im diesem Sinne ein schönes Wochenende noch.

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    riddick15

    23. November 2019 21:46 at 21:46

    Wozu Meinungen abgeben, wenn sie gelöscht werden.

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Krypto-Währungen

Abzocke mit Krypto-Briefmarken und Krypto-Token

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Steht ein neuer Krypto-Hype an?

Die Post Österreichs legte im vergangenen Jahr die erste Krypto-Briefmarke auf, die binnen kürzester Zeit ausverkauft war und bei eBay für teils mehrere tausend Euro gehandelt wurde. Litauen legt nun nach und bringt das erste Krypto-Sammler-Token auf den Markt. Es ist anzunehmen, das auch dieses schnell ausverkauft sein wird. Langfristig jedoch dürften diese Produkte den Weg aller gehypten Pseudo-Sammelobjekte nehmen: den in die wertlose Bedeutungslosigkeit.

Post verknappte die Krypto-Briefmarken künstlich

Der Österreichischen Post genügte es nicht, eine Krypto-Briefmarke (Crypto Stamp) aufzulegen. Nein, um den Sammel-Hype weiter anzuheizen, wurde sie in fünf Teilauflagen gedruckt. Auf einem Teil jeder Marke befand sich ein Rubbelfeld. Legte man dieses Feld frei, fand man einen Zugangscode für eine Ethereum Wallet. In dieser Wallet befand sich eine geringe Menge Ether und als Token das Bild einer Briefmarke. In 1% aller Wallets befand sich das Bild einer roten Marke – diese wurden teils für einen fünfstelligen Betrag bei eBay gehandelt. Inzwischen hat sich der Preis für ein komplettes Set bestehend aus den fünf Farbenb bei unter 1.500 Euro eingependelt. Damit ist die rote Marke noch immer eine der teuersten Briefmarken Österreichs. Den Hype um die Marke nutzte die Post natürlich sofort, um nun regelmäßig Krypto-Briefmarken aufzulegen. Die zweite Markenserie ist bereits erschienen.

Es ist anzunehmen, dass dieses doch eher exotische Teilgebiet der Philatelie schon bald den gleichen Weg gehen wird wie alle zur Sammler-Abzocke aufgelegten Produkte. Die Deutsche Telekom schaffte es vor 25 Jahren erfolgreich und sehr schnell, durch immer neue, teurere und „seltenere“ Telefonkarten das junge Sammelgebiet im Nu zu zerstören. Die Österreichische Post wird das gleiche mit ihren Crypto Stamps erreichen.

Litauen bringt Krypto-Münze in Mini-Auflage heraus

Das hält die litauische Zentralbank nicht davon ab, es ihrerseits mit einem Sammelprodukt zu versuchen. Bis zum 23. Juli können sich interessierte Käufer für die ersten digitale „Sammlermünze“ registrieren. Insgesamt 4.000 Coins wollen die Litauer unters Volk bringen. Für „nur“ 99 Euro wird die LBCOIN angeboten, die weder offizielles Zahlungsmittel noch in den gewöhnlichen Zahlungsmittelumlauf gebracht werden soll. Es handelt sich um ein reines Sammlerprodukt in Form einer Plastikkarte im Kreditkartenformat. Natürlich sind es nicht 4.000 identische Coins. Nein, das wäre zu einfach und sammlerfreundlich.

Nicht weniger als 20 verschiedene Token werden es sein, wobei jede LBCOIN-Karte Zugang zu sechs zufällig gewählten Token bieten wird. Und um das ganze zu komplettieren, sind nicht alle Token gleich verteilt und es darf jede Person nur ein LBCOIN kaufen. Wer komplett sein will, muss also definitiv auf dem Zweitmarkt zukaufen. Die Anzahl der Token variiert pro Motiv von 1.000 bis 2.000 Stück. Es kann also maximal 1.000 komplette Sammlungen geben. Verkauft werden übrigens nur 3.800 Coins, der Rest wird an Würdenträger verschenkt. Als Goodie besteht die LBCOIN aus 36,36 Gramm 999er Silber mit einer Nominale von 19,18 Euro – die aber wie gesagt nicht als offizielles Zahlungsmittel anerkannt wird.

Nebenbei wirft die litauische Zentralbank auch gleich eines der oft propagierten Vorteile einer Kryptowährung über Bord: Die Anonymität. Um die LBCOIN kaufen zu dürfen, ist vorab eine Registrierung erforderlich, in deren Zuge auch eine Benutzeridentifikation wie bei der Eröffnung eines normalen Bankkontos durchgeführt wird. Die Zentralbank wird so bis in alle Ewigkeit nachvollziehen können, wer welche Token tauschte, kaufte oder verkaufte. Läuft der erste Versuch gut, was angesichts der Mini-Auflage zu erwarten ist, dürften in Zukunft von diversen Anbietern weitere Krypto-Münzen folgen. Und wie alle künstlich aufgeblasenen Sammelgebiete wird auch dieses ein relativ schnelles Ende finden, sobald die Sammler merken, dass sie mit immer neuen Ausgaben abgezockt werden sollen.

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Ethereum

Gold: Edelmetallhändler bietet goldgedeckte Ethereum-Token an

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Durch Gold gedeckte Ethereum-Token - Beispielbild für Kryptowährungen

Obwohl Edelmetalle und Kryptowährungen so viel gemeinsam haben wie Feuer und Wasser, gibt es viele Anleger, die beides im Portfolio halten. Als Absicherung gegen eine mögliche Inflation werden beide Anlage-Alternativen angesehen, wobei Kryptowährungen als reine Zahlenfolgen auf einem Display naturgemäß weniger Vertrauen hervorrufen als physisch vor einem liegende Münzen aus Gold und Barren. Kein Problem, dachte sich ein französischer Edelmetallanbieter und offeriert nun goldgedeckte Bankkonten und Ethereum-Token.

VeraOne ist über die Blockchain handelbares Gold

Um zu verstehen, was der Anbieter VeraOne uns da anbietet, müssen wir zunächst einen genaueren Blick auf Ethereum werfen. In der Ethereum-Blockchain können nicht nur Ether genannte Kryptowährungseinheiten gehandelt werden, sondern auch Token. Ein Token kann alles Mögliche sein. Was ein Token ist, definieren die Vertragspartner untereinander. Der Austausch der Token erfolgt dann über die Ethereum-Blockchain. VeraOne definiert ihren Token, ebenfalls VeraOne genannt, als Anteil an einer bestimmten Menge von physischem Gold, das sich in der Hand von VeraOne befindet.

VeraOne versucht dabei, sich bei möglichst vielen Zielgruppen beliebt zu machen. Die Kryptofans werden mit der tokenbasierten Austauschmöglichkeit über das Ethereum-Netzwerk angesprochen. Umweltbewussten potentiellen Kunden erklärt VeraOne, dass der Kauf der eigenen Tokens besonders ressourcensparend sei, da nur ein geringer Anteil des gekauften Goldes neu in Minen gewonnen werden müsse. Zudem sollen Kontrollen angeblich verhindern, dass Gold aus Konfliktregionen in den Tresoren eingelagert wird.
Auf Sicherheit bedachten Anlegern erklärt man, welche Kontrollmechanismen dafür sorgen sollen, dass tatsächlich ausreichend Gold in den Tresoren liegt, um die ausstehende Menge VeraOne-Tokens zu decken. Letztendlich läuft es jedoch darauf hinaus, dass die Tokenbesitzer VeraOne vertrauen müssen, dass das Gold auch tatsächlich verfügbar ist.

Was auf jeden Fall bleibt, ist die schnelle internationale Transfermöglichkeit der Gold-Token und die Möglichkeit, sie gegen andere auf der Ethereum-Blockchain gehandelte Tokens tauschen zu können. Übrigens gab es in der alten Welt schon einmal einen analogen Vorgänger des VeraOne, genannt US-Dollar. 35 US-Dollar sollten jederzeit bei der US-Zentralbank gegen eine Unze Gold getauscht werden dürfen. Das funktionierte solange, bis die US-Regierung entschied, doch lieber kein Gold mehr gegen die eigenen Token tauschen zu wollen. Daher mein Tipp: Wer Gold kaufen will, sollte das doch lieber in physischer Form tun und bei sich selbst aufbewahren. Und wer Kryptowährungen handeln will, sollte auch Kryptowährungen kaufen und kein Gold-Anteilsschein, der nur ein wenig auf Kryptowährung getrimmt wurde.

VeraCash lagert das Rohstoffpreis-Risiko auf den Bankkunden aus

Neben VeraOne wird auch noch VeraCash angeboten, in das VeraOne eingebunden wird. Dabei handelt es sich um ein Online-Konto mit Debit-Karte, dessen Kontoguthaben auf Nutzerwunsch in Gold, Silber und Diamanten angelegt wird. Dabei handelt es sich dann jedoch um keine Golddeckung, sondern um Preisschwankungen unterliegende Edelmetall- bzw. Diamanten-Anlagen. Steigt der Preis, steigt auch der Kontowert in nationaler Währung. Sinkt der Preis, sinkt jedoch auch das Kontoguthaben in nationaler Währung. Bei einer Golddeckung würden 1.000 Euro auf dem Konto immer 1.000 Euro bleiben und im Hintergrund Gold im Wert von 1.000 Euro gehalten. Bei VeraCash ist jedoch Gold, bzw. Silber oder Diamanten, selbst das Kontoguthaben.

Der Clou dabei ist, dass mit der ausgegebenen Mastercard ganz normal über das Kontoguthaben verfügt werden kann und VeraCash im Hintergrund vollautomatisch die benötigte Menge Edelmetalle bzw. Diamanten verkauft, um die Zahlung in nationaler Währung abzuwickeln.

Angesichts der in Europa vorherrschenden Negativzinsen für Kontoguthaben und der Tatsache, dass die Muttergesellschaft AuCoffre Group als Edelmetallhändler die Wertsachen vermutlich ohnehin im Tresor haben muss, ist das für die Bank eine elegante Möglichkeit, Negativzinsen für Kontoguthaben zu umgehen und Lagerbestände durch Bankkunden vorfinanzieren zu lassen. Ich persönlich halte es für keine gute Idee, das eigene Bankkonto in Edelmetallen zu führen, wenn alle alltäglichen Zahlungen in nationaler Währung abgewickelt werden müssen. Ein Crash beim Preis für Gold kann schneller geschehen, als einem lieb ist (hier die jüngsten Kursentwicklungen) und dann ist am Ende nicht mehr genügend Geld auf dem Konto, um die Miete zu bezahlen. Geldanlage und Geld für alltägliche Zahlungen sollte voneinander getrennt werden.

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Bitcoin

Bitcoin: Kommt der echte Konkurrent aus China?

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Symbolbild für den Bitcoin, der nur elektronisch existiert

Es gibt tausende verschiedene Kryptowährungen, doch keine kann es bis heute mit Bitcoin aufnehmen. 65 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von mehr als 5.500 Kryptowährungen entfällt auf Bitcoin. Doch in China, wo ohnehin schon ein enormer Marktanteil auf digitales Bezahlen mittels Handy-Apps entfällt, entsteht jetzt eine Kryptowährung, die es mit Bitcoin aufnehmen könnte, ohne mit Bitcoin viele Gemeinsamkeiten zu haben.

Bitcoin und Co. sind bei Chinas Machthabern verpönt, da sie schwer zu kontrollierende Kapitalflüsse darstellen. Da es keinen freien Kapitalverkehr zwischen China und der Welt gibt und auch im Inland am besten alle Zahlungsflüsse kontrolliert werden sollen, standen Kryptowährungen lange auf der Abschussliste. Mining-Farmen galten sogar als im Land unerwünschte Branchen, Farmen wurden ab Januar 2018 geschlossen und Bitcoin selbst wurde ab Dezember 2013 schrittweise verboten. Ab September 2017 ist der Betrieb von Tradingplattformen für Kryptowährungen untersagt.

Inzwischen hat sich die Meinung etwas geändert. Bestehende Kryptowährungen sind noch immer verpönt. Doch die Staatsführung hat erkannt, dass Kryptowährungen wie Bitcoin perfekt nachvollziehbare und bis in alle Ewigkeit gespeicherte Zahlungsmittelflüsse abbilden, wenn bekannt ist, wem welche Wallet gehört. Staatlich kontrollierte Kryptowährungen wären somit das perfekte Überwachungsinstrument.

Chinas Bitcoin-Alternative heißt DCEP

Daher hat sich die Stimmung in der Führung inzwischen merklich gewandelt. Im November 2019 fand sogar ein Blockchain-Gipfel in China statt. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung einer eigenen, chinesischen Alternative zu Bitcoin. Inzwischen begann bereits ein Pilotprogramm in vier Städten mit einer digitalisierten Version der staatlichen Währung Renmbini, genannte DCEP. Für die chinesischen Bürger entfallen dabei alle Vorteile, die klassische Kryptowährungen bieten, ohne dass die staatliche Kryptowährung dafür im Tausch neue Vorteile gegenüber zum Beispiel Bitcoin böte. Eine digitalisierte Form der staatlichen Währung können die Menschen schließlich bereits mit zum Beispiel Alipay oder WeChat nutzen.

Um die neue staatliche Währung unter die Menschen zu bringen, bedient sich die Regierung daher eines Tricks: Staatliche Leistungen werden in der neuen Kryptowährung ausgezahlt, was die Menschen dazu zwingt, diese neue Währung auch einzusetzen. Damit hat die Regierung auch die Möglichkeit, die neue Kryptowährung im Rekordtempo zu einem global unerreichten Marktanteil zu verhelfen. In letzter Konsequenz könnten z.B. Steuerzahlungen als Kryptowährung gefordert werden, was dann jeden chinesischen Steuerzahler zwänge, die Währung nicht nur einzusetzen, sondern auch einzunehmen.

In China ist die Bevölkerung bereit für digitale Zahlungsabwicklung

Schon ohne staatlichen Zwang werden 16% des chinesischen Bruttoinlandsprodukts mit Alipay und Co. abgewickelt, also privaten Handy-Apps. Mit staatlichem Zwang ließe sich der Anteil des digitalen Renminbi sicherlich auf noch deutlich größere Anteile heben. Damit bestünde für China dann auch die Möglichkeit, internationale Transaktionen ohne die Nutzung westlich dominierter Systeme wie Swift oder den Umweg über den US-Dollar abzuwickeln. Schon heute können chinesische Touristen in Westeuropa mit chinesischen Apps bezahlen. Künftig könnten zum Beispiel auch vom Westen sanktionierte Staaten wie der Iran auf die chinesische Bitcoin-Alternative umschwenken.

Ziel des digitalen Renminbis ist, dass er ohne Bankkonto auskommt. Die Wallet ist in diesem Fall das Konto. Noch immer gibt es in China 225 Millionen Menschen ohne Bankkonto. Gleichzeitig gibt es aber mehr Mobilfunkverträge als Einwohner. Die chinesische Bitcoin-Alternative wäre insofern ein Entwicklungsprogramm, das hunderten Millionen Menschen erstmals Zugang zu einem kontoähnlichen Produkt böte.

DCEP hat wenig Gemeinsamkeiten mit Bitcoin und Co.

Mit den von Krypto-Fans propagierten Vorteilen einer Kryptowährung hat DCEP natürlich fast nichts mehr gemeinsam. DCEP ist vollständig staatlich kontrolliert, die Geldmenge ist prinzipiell unbegrenzt und es gibt keine Blockchain. Insofern hat DCEP mehr mit Handy-Payment-Apps gemeinsam als mit Bitcoin und Co.

Sollte sich DCEP jedoch durchsetzen, stünde die Frage im Raum, wozu es die technisch deutlich aufwendigeren Kryptowährungen überhaupt noch braucht. Zweifelsohne verbrauchen die meisten Kryptowährungen Unmengen an Strom, um die kryptographischen Berechnungen durchführen zu können, die für den Betrieb der Blockchains erforderlich sind. Am Ende könnte also eine digitale Währung, die mit Kryptowährungen kaum etwas gemeinsam hat, den Stern der Kryptowährungen zum Sinken bringen.

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