US-Iran-Deal innerhalb von 24 Stunden? Mit dieser Aussage hat Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif am Wochenende für neue Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten gesorgt. Erstmals seit Wochen verdichten sich die Signale aus Washington, Teheran und Islamabad, dass ein Abkommen tatsächlich in greifbare Nähe rücken könnte. Gleichzeitig bleiben Finanzmärkte und Anleger skeptisch, denn ähnliche Durchbruchsmeldungen gab es in den vergangenen Monaten bereits mehrfach – ohne Ergebnis. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob die Hoffnung wächst, sondern ob sie diesmal tatsächlich gerechtfertigt ist.
Iran-Deal in 24 Stunden?
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif erklärte laut Bloomberg am Samstag, Pakistan bereite sich auf die elektronische Unterzeichnung eines vorläufigen Friedensabkommens vor. Direkt danach sollen technische Gespräche folgen. Die Aussage ist deshalb bemerkenswert, weil Pakistan in den Gesprächen zwischen den USA und Iran als wichtiger Vermittler gilt.
Auch aus Washington kommen optimistische Signale. Ein hochrangiger Vertreter der Trump-Regierung bezifferte die Chance auf eine baldige Unterzeichnung auf 80 bis 85 Prozent. Irans Außenminister Abbas Araghchi klang ebenfalls ungewöhnlich zuversichtlich. „Wir sind einer Einigung näher als je zuvor“, sagte Araghchi. Eine Unterzeichnung sei möglicherweise schon in den kommenden ein bis zwei Tagen möglich. Auch US-Präsident Donald Trump zeigte sich zuletzt optimistisch und erklärte, ein Abkommen könne bereits in den kommenden Tagen erreicht werden.
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Damit verdichtet sich erstmals seit Wochen wieder der Eindruck, dass die Verhandlungen tatsächlich in eine entscheidende Phase eintreten. Doch der Optimismus steht auf dünnem Eis.
Hormus als Schlüssel
Der Kern des möglichen Abkommens ist die Straße von Hormus. Die USA wollen die Wasserstraße wieder vollständig für den Schiffsverkehr öffnen und zugleich das iranische Atomprogramm begrenzen. Iran wiederum pocht auf Einfluss in der Meerenge und fordert schnellen Zugriff auf eingefrorene Gelder.
Nach Bloomberg-Informationen könnte der Iran-Deal schrittweise funktionieren: Erst wird die Straße von Hormus schrittweise geöffnet, danach folgen technische Gespräche, wirtschaftliche Erleichterungen und weitere Verhandlungen über Irans Urananreicherung. Genau diese Reihenfolge macht das Abkommen politisch möglich, aber auch anfällig. Jeder Schritt müsste Vertrauen schaffen. Jeder Schritt könnte aber auch scheitern.
Nach den bislang bekannten Entwürfen würde Iran zusagen, kein Atomwaffenprogramm zu verfolgen und innerhalb von 60 Tagen weitere Gespräche über die Urananreicherung aufzunehmen. Im Gegenzug könnten die USA schrittweise Sanktionen lockern, eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben und ihre militärische Präsenz in der Region reduzieren. Nicht Bestandteil des aktuellen Entwurfs sind offenbar Irans Raketenprogramm und das Netzwerk regionaler Stellvertretergruppen.
Die Aussicht auf den Iran-Deal bleibt deshalb nicht auf die Diplomatie beschränkt. Auch die Ölpreise reagieren zunehmend auf Signale einer möglichen Annäherung. So fiel die Nordseesorte Brent allein in den vergangenen beiden Handelstagen um rund 9 Prozent. Die Bewegung zeigt, dass Anleger die Wahrscheinlichkeit eines Abkommens inzwischen höher einschätzen als noch in den letzten Wochen. Sinkende Energiepreise würden Inflationssorgen dämpfen und könnten Aktienmärkte, DAX und zyklische Werte stützen. Gleichzeitig bleibt der Markt vorsichtig. Zu oft wurde in den vergangenen Wochen ein Durchbruch angedeutet, ohne dass am Ende tatsächlich ein Abkommen folgte.
Noch fehlt die Bestätigung
Der wichtigste Punkt bleibt: Weder Washington noch Teheran haben den Deal offiziell bestätigt. Das iranische Außenministerium prüft den Entwurf weiterhin. Zudem braucht das Abkommen offenbar noch die Zustimmung der iranischen Führung.
Auch innerhalb Irans gibt es Widerstand. Hardliner könnten versuchen, einen Kompromiss zu verhindern. Dazu kommt Israel, das nicht Teil der Gespräche ist und eigene Sicherheitsinteressen verfolgt. Premierminister Benjamin Netanyahu hatte zuletzt erkennen lassen, dass er weitere militärische Schläge gegen Iran nicht ausschließt.
Parallel bleibt die Lage auf See gefährlich. Das US-Zentralkommando meldete den Abschuss mehrerer iranischer Drohnen nahe der Straße von Hormus. Die britische Marine berichtete zudem von einem Schiff, das vor der Küste Omans von einem unbekannten Projektil getroffen wurde. Während also über Frieden gesprochen wird, ist die Eskalation weiter greifbar.
Die entscheidende Frage
Genau darin liegt die Brisanz dieser Meldung. Einerseits sprechen Pakistan, US-Regierungskreise und Iran so offen wie lange nicht über eine mögliche Einigung. Andererseits ist der Weg bis zur Unterzeichnung voller politischer, militärischer und technischer Risiken.
Für Anleger, Öl- und Aktienmärkte beginnt damit ein nervöses Warten. Ein Iran-Deal könnte den Konflikt im Nahen Osten entschärfen, den Ölpreis weiter drücken und die Risikostimmung verbessern. Scheitert er jedoch erneut, wäre die Enttäuschung umso größer.
Die nächsten 24 Stunden könnten deshalb mehr sein als nur eine diplomatische Frist. Sie könnten zeigen, ob der jüngste Optimismus tatsächlich Substanz hat – oder ob der Markt wieder einmal einer Hoffnung hinterherläuft, die sich am Ende in Luft auflöst.
FMW/Bloomberg
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Auf daß Premierminister Benjamin Netanyahu feststellt, daß mit einem Verzicht der Islamische Republik Iran auf eine Atombombe Interessen des Staates Israel gewahrt würden, und Teheran somit bei den ballistischen Raketen, welche mit Atomsprengköpfen bestückt werden können, keine Abstriche machen muß.
Am Dienstag der vergangenen Woche wurden ja schon die 7620 im S&P 500 erreicht…insofern ist der Deal weitgehend eingepreist…
Erste Proteste gegen einen Deal im Iran.
Hat mich gewundert, dass es die nicht früher gab.
Sehe die ganze Verhandlung nur als Trick die westlichen Öllager zu leeren. Schneller als dem Iran das Geld ausgeht.
Sie haben den schiitischen „Papst“ weggebombt. Es gibt Menschen, die nehmen ihren Glauben ernst.
Bekräftige die These: Bis Ende Juni Scheinfriede, danach holt sich China Taiwan. Ende Juli/August
Trump ist gut. Seine Exzellenz befiehlt ein Abkommen, was das auch sei, für Sonntag und Schluß.
Ob die Iranisch Politische Weicheierfraktion das Abkommen durchbringt ist jetzt interessant.
Das Imperium wird, wenn es eins sein will, auf jeden Fall den Iran zu Fall bringen. So oder so.Irgendwann.
Muß der Iran einen Abkommen das viele Anrainer brauchen zustimmen? Nein, muß nicht.
Die Lage ist klar wie Kloßbrühe. So viele Klöß wie diese Woche waren noch nie in den Topf.
Sonntag ist Kloßtag. Überraschung?
Und wieder geht in gleicher Weise los die alte………..
Verschoben wird auf Freitag, gleich ein Friedensabkommen. Tönt ein Mann in Feierlaune.
Was wird es endlich sein? Was will der alte Mann uns sagen?
Nichts. Die Futures bei Laune halten. Abkasieren, ungeniert, dirigiert, abgehoben von uns weg kämpfen Gladiatoren zu seinem Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch..Das ist gelebte Demokratie.