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Iran legt nach beim „Oil Freeze“-Debakel

FMW-Redaktion

Nachdem am Freitag Saudi-Arabien verkünden ließ man werde am 17. April beim „großen“ Treffen in Doha bei der Öl-Einfrierung (Oil Freeze) nur mitmachen, wenn auch der Iran mitmache, legte der iranische Ölminister Bijan Zanganeh gestern nochmal nach. Gefühlt zum 100. Mal sagte er gegenüber iranischen Medien der Iran wolle seine Ölproduktion hochfahren auf das Niveau von vor den Sanktionen.

Es ist für Außenstehende unklar, wann dieser Zeitpunkt erreicht sein wird, aber allgemein wird von Herbst oder Ende diesen Jahres ausgegangen. Aber der Iran und Saudi-Arabien sind ja nicht gerade die besten Freunde – von daher kann man annehmen, dass der Iran sich auch dann Zeit nehmen könnte mit einer Teilnahme am Oil Freeze. In dieses Klima passt auch die Äußerung Zanganehs er würde gerne an dem Treffen am 17. April in Doha teilnehmen, „wenn er denn Zeit dafür habe.“ Also NEIN.

Das iranische Ölministerium sagte gestern merkwürdigerweise Zanganeh habe so ein Interview gestern gar nicht gegeben (?). Diese Aussagen würden alle bereits vom 10. März stammen. Die Verwirrung ist mal wieder perfekt. Aber ob diese Aussage von gestern oder vom 10. März stammt: Zanganeh hat den selben Spruch so oft wiederholt, dass es keinen Zweifel daran gibt, dass der Oil Freeze nicht funktionieren wird.

Auch Kuwait hatte schon am 8. März durchblicken lassen, dass man nur mitmache, wenn der Iran mit am Bord sei. Passiere das nicht, werde man volle Kraft vorausgehen und jeden Barrel Öl verkaufen, den man produziere. Das ist von daher eine bedeutende Aussage, weil derzeit viel produziertes Öl in Tanks verschwindet, da weltweit konstant mehr produziert als nachgefragt wird.

Nur der Iran kann den Oil Freeze retten, der sowieso nur eine Marketing-Show ist. Aber von dort kamen in den letzten Wochen so oft derart eindeutige Absagen, dass man sein Gesicht verlieren würde, wenn man jetzt seinen Kurs ändert. Man will seinen Platz an der Sonne zurück und nur auf das Niveau raufschrauben, dass man vor den Sanktionen hatte. Versetzt man sich in Irans Lage, ist das eine berechtigte Forderung.

Denn in den letzten Jahren, während der Iran durch die westlichen Sanktionen von großen Teilen der Öl-Abnehmerländer abgeschnitten war, konnten Saudi-Arabien, die USA und Co ihre Fördermengen ausweiten. Jetzt wollen die Saudis, Russland, Katar, Kuwait und Co ja „nur“ auf ihrem jetzigen Rekordniveau einfrieren. Von daher ist es kein faires Vorgehen gegenüber dem Iran ihm seine alte Fördermenge zu verweigern, und man sollte auch nicht erwarten, dass er seine Meinung ändert.



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1 Kommentar

  1. Hoffentlich gibt es nun keine Anschläge im Iran. Dieses Benehmen können die Amis doch nicht so einfach durchgehen lassen. Waren denn in Paris oder Brüssel nicht Iraner? Mal gespannt. Nur eine Theorie!

    https://www.youtube.com/watch?v=yMG8efpOwzk&ebc=ANyPxKqRZeb5XdR8IsmEKZWQgNDPGYM4vvyb9-HXnaIyGVY_OdyZQ4rQA3D9PAIGwyiiKayU9TJw

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