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Iran-Sanktionen: Aktuelle Verkündung der USA – volle Kraft gegen Teheran

Vor wenigen Minuten hat US-Außenminister Pompeo in einer Rede verkündet, wie das nun genau laufen soll mit den Iran-Sanktionen. Ab sofort seien die vollen Sanktionen wieder in Kraft, wie es vor dem Atomabkommen mit dem Iran war. Und darüber hinaus habe man noch deutlich mehr sanktioniert. Dabei gehe es um die Bereiche Energie (Öl), Banken und Schifffahrt. Auch habe man dem Iran bereits in den letzten Monaten 2,5 Milliarden Dollar an Öl-Einnahmen entzogen, weil zahlreiche Länder ihre Öl-Importe aus dem Iran stark oder komplett reduziert hätten.

Man greife nun mit voller Härte durch. Man wolle dem Iran mit dem Entzug von Geld die Möglichkeit nehmen Terrorfinanzierung voranzutreiben. In den folgenden Videos sehen Sie Pompeo´s wichtigste Aussagen im Wortlaut. Eine wichtige Sache hatten wir schon in den letzten Tagen besprochen hatten, und nun wurde sie auch offiziell verkündet. Die USA gewähren erst einmal acht Ländern Ausnahmen von den Öl-Sanktionen, so dass sie auch weiterhin gewisse Mengen an Öl aus dem Iran kaufen können.

Diese Länder sind, wie es soeben verkündet wurde, Südkorea, Taiwan, Türkei, Griechenland, Japan, China, Indien und Italien. Und wie wollen die USA dann verhindern, dass mit diesem Geld der Terror durch den Iran doch weiter finanziert wird? Dazu sagt Pompeo folgendes: Die von diesen Abnehmerstaaten bezahlten Devisen fließen nicht in den Iran, sondern werden auf Konten im Ausland gehalten. So soll sichergestellt werden, dass mit diesen Devisen vom Iran lediglich Güter eingekauft werden können, die nicht gegen die Sanktionen verstoßen. Also sollen die Käufer-Länder des Öls das Geld „treuhänderisch“ für den Iran verwalten und harmlose Waren für den Iran einkaufen? Das kann ja spannend werden in der täglichen Umsetzung!

Mehr als 20 Staaten hätten ihre Öl-Importe aus dem Iran bereits auf 0 runtergefahren. 1 Million Barrels pro Tag seien so bereits aus dem Markt genommen worden, so Pompeo. Die im vorigen Absatz aufgeführten Länder hätten laut Pompeo in den letzten sechs Monaten bereits gezeigt, dass sie ihre Öl-Importe aus dem Iran deutlich reduziert haben. Und man strebe auch an, dass diese Länder die Mengen letztendlich auf 0 runterfahren.

Seit Mai hätten sich über 100 Länder mit ihren wirtschaftlichen Aktivitäten aus dem Iran verabschiedet, oder seien dabei ihre Aktivitäten einzustellen. Glasklar sagt Pompeo im Video: Weiterhin mit dem Iran Geschäfte zu machen sei eine deutlich schlechtere Geschäftsentscheidung, als nicht mehr mit dem Iran Geschäfte zu machen. Das ist erneut die eindeutige Drohung an Länder und Unternehmen. Macht ihr weiterhin Geschäfte mit Teheran, macht ihr in Zukunft eben keine Geschäfte mehr mit den USA.

Wie es aktuell auch Finanzminister Mnuchin sagt, haben die USA heute gegen 700 iranische Personen, Unternehmen und sonstige Einrichtungen Sanktionen erhoben, darunter 50 Banken. Unternehmen weltweit sollten sich bewusst sein, dass die USA ihre Sanktionen mit Nachdruck umsetzen würden. Der Iran solle endlich damit aufhören die Nahost-Region zu destabilisieren. Die nun folgenden Aktivitäten des Iran werde man mit allerhöchster Genauigkeit beobachten, so Mnuchin.

US-Außenminister Pompeo über die Iran-Sanktionen
US-Außenminister Mike Pompeo



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1 Kommentar

  1. Deutschland soll im Iranhandel bisher einen hohen Überschuss erziehlen. Viel dürfte davon nicht mehr übrig bleiben, auch wenn man Exporte mit Öl Lieferungen an Griechenland verrechnen könnte. Die nächste Runde der Russland Sanktionen dürfte am 26. November in Kraft treten. Da ist jegliche Kreditvergabe im Russland Geschäft verboten. Das mit den Russland Export dürfte recht schwierig werden. Einfach mehr in die USA Exportieren, wenn Trump schon die Deutschen Exportmärkte kaputt macht.

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