Märkte

Iran und Griechenland lassen den Ölpreis weiter fallen

Von Claudio Kummerfeld

Mal wieder gibt es bei den Iran-Verhandlungen rund um die Atomkontrollen und die Aufhebung der Sanktionen eine letzte letzte allerletzte Frist, bis zu der ein Ergebnis erzielt werden soll. Die endet morgen. Wie schon mehrmals in den letzten Wochen erwartet, kann es von jetzt auf gleich zu einer Einigung kommen, und zack, der Iran ist wieder vollwertiger Teilnehmer am weltweiten Ölmarkt. Die iranischen Offiziellen haben erneut bekräftigt, dass sie in Windeseile ihre Fördermenge verdoppeln wollen auf täglich 2,3 Mio barrel. Gerade das können diejenigen überhaupt nicht gebrauchen, die jede Woche bereits zitternd auf die Lagerbestände und Fördermenge in den USA schauen.

Hinzu kommt das NEIN-Votum der Griechen am gestrigen Sonntag. Der Markoökonom sieht durch die Staatspleite in Griechenland und die Folgen des gestrigen NEIN-Votums die Wahrscheinlichkeit steigen, dass im Schlepptau dieser Unsicherheit die finanziellen Auswirkungen auf Europa überschwappen. In Folge hiervon geht man dann von wirtschaftlichen Einbußen in Europa aus, was wiederum die Nachfrage nach Öl sinken lässt. Genau wie beim Iran-Effekt steigt damit die Lücke zwischen Angebotsmenge und Nachfragemenge tendenziell noch weiter an.

Das Resultat sieht man heute im Ölpreis, der aktuell bei 54,30 Dollar liegt.

Ölpreis

 



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