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Irans Ex-Staatschef Chātami droht in Fernseh-Rede mit Zerstörung Tel Avivs und Haifas

Der ehemalige Staatspräsident des Iran, Mohammad Chātami, hat in einer vom iranischen Staatsfernsehen übertragenen Freitags-Predigt damit gedroht, die israelischen Städte Tel Aviv und Haifa zu zerstören, sollte "Israel töricht handeln"..

Der ehemalige Staatspräsident des Iran, Mohammad Chātami, hat in einer vom iranischen Staatsfernsehen übertragenen Freitags-Predigt damit gedroht, die israelischen Städte Tel Aviv und Haifa zu zerstören, sollte „Israel töricht handeln“.


Mohammad Chātami. Foto: World Economic Forum (www.weforum.org), swiss-image.ch/Photo by Remy Steinegger (CC BY-SA 2.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

Der Iran werde, so Chātami, seine Raketenstreitmacht weiter ausbauen, trotz der westlichen Drohungen. In der Nacht zum Donnerstag hatte Israel iranische Stellungen in Syrien angegriffen und dabei laut israelischen Angaben weite Teile der iranischen Infrastruktur zerstört, nachdem iranische Truppen ihrerseits israelische Stellungen auf den von Israel seit den 1980er-Jahren annektierten Golanhöhen beschossen hatten.

Der Iran beharrt darauf, dass die iranischen Truppen auf Einladung Syriens im Land seien und daher dort eine legale Präsenz unterhielten. Israel wiederum sieht sich durch die iranische Präsenz in Syrien bedroht, zumal die ebenfalls schiitische Hisbollah im Süden Libanons periodisch Raketen auf Nordisrael abfeuert.

Offenkundig ist, dass die einseitige Kündigung des Iran-Abkommens durch Donald Trump die Spannungen in der ohnehin instabilen Region maßgeblich verschärft hat. Die Europäer versuchen zwar das Abkommen zu retten, allerdings sagte Chātami in der Predigt, dass Europa und europäischen Unternehmen nicht zu trauen sei. Die USA wiederum würden seit Jahren versuchen, die iranische Führung zu stürzen. Chātami war zwischen 1997 und 2005 Staatspräsident des Iran und gilt als Kritiker des derzeitigen Regierungschefs Hassan Ruhani, der als gemäßgter Refomer gilt. Ein Sturz Ruhanis würde die Hardliner an die Macht bringen und den Konflikt weiter verschärfen.

Während China heute verkündet hat, die Ölgeschäfte mit dem Iran weiter auszubauen, hat heute Bundeskanzlerin Merkel die Zukunft des Iran-Abkommens als unsicher bezeichnet. Frankreich plant nach aktuellen Aussagen des französischen Aussenministers Le Maire der EU Vorschläge zu machen, wie europäische Unternehmen vor amerikanischen Sanktionsmaßnahmen geschützt werden können.



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