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Irgendwas mit Fintech, irgendwas mit Initial Coin Offering: Deutsches „FinTech“ NAGA will 220 Millionen Dollar einwerben

Sie haben vielleicht schon von der NAGA Group aus Hamburg gehört? Oder vielleicht auch nicht. Das vom Umsatz her winzige Unternehmen, das irgendwas rund um das Thema Social Trading etc macht, will jetzt im neuesten Trend ganz groß einsteigen. Kryptowährungen selbst basteln, und dann über sogenannte…

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FMW-Redaktion

Sie haben vielleicht schon von der NAGA Group aus Hamburg gehört? Oder vielleicht auch nicht. Das vom Umsatz her winzige Unternehmen, das irgendwas rund um das Thema Social Trading etc macht, will jetzt im neuesten Trend ganz groß einsteigen. Kryptowährungen selbst basteln, und dann über sogenannte „Initial Coin Offerings“ (ICO) Geld einwerben, ohne den Anlegern dafür Aktien oder Rückzahlungsansprüche geben zu müssen. Hier will man nun auch dabei sein.

NAGA schreibt selbst als Untertitel zu seinen Veröffentlichungen, dass man es sich zum Ziel gesetzt habe Zitat: „Entwicklung, Vermarktung und das Wachstum disruptiver Anwendungen für Finanztechnologie voranzutreiben und damit aktiv am Wandel und an der Öffnung des bestehenden Finanzsystems mitzuwirken“. Alles klar? Das Unternehmen machte im zweiten Halbjahr 2016 einen Umsatz von 1,97 Millionen Euro, jetzt im ersten Halbjahr 2017 immerhin schon 3,74 Millionen Euro. Auch wenn das eine sehr kleine Zahl ist, ist es doch immerhin ein Plus von 90%, wie man es selbst in seinen Geschäftszahlen am 18. Oktober stolz verkündete.

Das ist schon mal eine Steigerung. Wohl gerade diese Phantasie, dass diese Firma erst ganz am Anfang steht, und irgendwas (?) Großes entwickelt, beflügelt bislang die Anleger. Dass so ein Investment ein extrem hohes Risiko darstellt, brauchen wir wohl nicht ellenlang zu erwähnen. Bei 3,74 Millionen Euro Umsatz machte man 3,9 Millionen Euro Verlust. Im Juli diesen Jahres ging die NAGA an die Börse mit einem Preis von 2,60 Euro. Der liegt jetzt an der Frankfurter Börse schon bei 10,80 Euro, womit die NAGA inzwischen einen Börsenwert von aktuell 220 Millionen Euro erreicht hat.

Was würden die Investoren in der „Höhle der Löwen“ dazu sagen? Jungs, euer Firmenwert ist viel zu hoch angesetzt bei so einem mickrigen Umsatz, das ist Wahnsinn! Aber in diesem Fall bestimmen ja die Börsianer, und die Börse hat bekanntlich immer recht. Der Kurs kommt ja durch Angebot und Nachfrage zustande. Aber nun zum ICO. Initial Coin Offering hört sich wirklich toll an, modern, innovativ, auch ein Schuss Hipster-Feeling ist mit dabei. Aber letztlich ist es nichts anderes als das Einwerben von Geld, bei dem man im Gegenzug als Anleger eine Art Gutschein erhält.

Ein Gutschein auf Irgendwas. Der Anbieter gewährt dem Anleger mit seinem ICO das Recht, dass er mit diesem Gutschein in Zukunft Produkte des Untenrnehmens kaufen kann, oder so ähnlich. Also kann man das auch mit einem Kinogutschein vergleichen, bei dem der Film angekündigt, aber noch nicht gedreht ist. Kauf schon mal den Kinogutschein, Du bekommst damit auch einen Rabatt…

NAGA will mit seinem ICO-Verkauf (Token-Sale) bis zu 220 Millionen US-Dollar einwerben, und den Anlegern dafür die selbst kreierte Kryptowährung namens „NAGA Coin“ oder „NGC“ in die Hand drücken, um es mal so vereinfacht auszudrücken. Der NGC soll dann Zitat „innerhalb des wachsenden NAGA-Ökosystems als Rechnungseinheit akzeptiert werden und nach Abschluss des Token-Sales weltweit an Krypto-Börsen gehandelt werden“. Also will man in Konkurrenz zu Bitcoins, Ethereum und Co treten? Und innerhalb des NAGA-Ökosystems als Recheneinheit dienen? Was soll das konkret bedeuten?

Das kann alles oder nichts bedeuten. Aber wie kann man Anleger dazu motivieren Gutscheine zu kaufen, die möglicherweise gar keinen Anspruch auf irgendetwas beinhalten? Die Knappheit, die Gier, ja darum könnte es gehen. So schreibt die NAGA folgendes Zitat:

NAGA plant zusammen mit externen Partnern 400 Millionen NGC zu generieren und 55% hiervon Interessenten anzubieten. Es werden keinerlei weitere Token generiert. Dies bedeutet, dass die maximale Anzahl der generierten Tokens nicht 400 Millionen überschreiten wird oder kann (sog. “Hardcap”.) Dies wird durch den eingebauten “Smart Contract” gesteuert, welcher auf der Ethereum-Blockchain basiert.

Es wird also etwas verkauft, das danach nicht mehr mengenmäßig vergrößert wird. Also anders als bei klassischen Notenbank-Währungen kann kein Coin nachgedruckt werden. Es wird also ein mengenmäßig begrenztes Gut sein (virtuell). Wenn es dann immer mehr potenzielle Käufer gibt, steitgt natürlich der Kurs dieser Recheneinheit. Auch wenn dahinter nichts steht außer möglicherweise Luft.

Damit uns bitte niemand falsch versteht. Ob NAGA und ihre geplanten Produkte etc werthaltig sind, oder mal werthaltig sein werden, können wir Stand heute nicht beurteilen. Was sie mal wert sein könnten, kann man auch nicht wirklich abschätzen. Von daher wollen wir uns weder positiv noch negativ dazu äußern, sondern lediglich auf die Risiken hinweisen. Alles weitere muss dann der Anleger selbst entscheiden. Denn es geht wie immer um die Suche nach guten Gewinnchancen, um die Phantasie auf neue innovative Produkte und Unternehmen. Damit Sie sich ein wenig näher mit dem „NAGA Coin“ beschäftigen können, hier weiter im Wortlaut von NAGA:

Der Token-Preis wird bei 1 USD pro NGC liegen und entspricht damit einem Token-SaleVolumen von bis zu 220 Millionen USD. Der Token-Sale soll u.a. der Weiterentwicklung der NAGA-Plattformen Switex und SwipeStox sowie der NAGA Wallet dienen. Zudem soll die Vermarktung der NAGA Infrastruktur damit gefördert werden. Der verbleibende TokenBestand in Höhe von stets 45% der geschaffenen NGC dient der Förderung des NGC durch z.B. strategische Investitionen, Marktpflege, Mitarbeiter-Incentivierung und Advisory. Es wird zudem geplant den NAGA Coin mit dem Ticker “NGC” an den weltweit größten Krypto-Börsen zu listen. Somit können Token-Käufer und Nutzer NGC kaufen und verkaufen.

Im Zuge des ICOs wird auch somit erstmals die NAGA Wallet in Aktion treten. Käufer können NAGA Coins mittels anderen Kryptowährungen (wie z.B. Ethereum, Bitcoin, Litecoin) oder mit EUR/USD über die NAGA Wallet ab dem 20.11.2017 erwerben. Hierzu wird für die ersten 20 Millionen Token ein Bonus von 30% für 7 Tage vergeben (sog. “Pre-ICO”), bevor ab dem 01.12.2017 weitere 200 Millionen Token verkauft werden (sog. “Main-Token-Sale”).

Innerhalb des NAGA-Ökosystems können Nutzer künftig bei SwipeStox und Switex ein Konto mit der Basiswährung NGC eröffnen oder für bestehende Konten NGC als Zahlungsmethode wählen. Mittels der NAGA Wallet können Nutzer die NAGA-Infrastruktur verwenden, um NGC zu handeln, aufbewahren oder damit Zahlungen zu tätigen. Im weiteren Sinne können Nutzer so durch das NAGA-Ökosystem weltweit direkt in andere Währungen und Kryptowährungen, Aktien, Forex-Paare, CFDs und sogar virtuelle Güter (beispielsweise aus Computerspielen) barrierefrei investieren. Langfristiges Ziel ist es – abhängig vom Erfolg des NAGA Token-Sales – eine eigene NAGA Krypto-Börse zu entwickeln und somit eine einzigartige Plattform für den Austausch von virtuellen Gütern, Aktien, CFDs, uvm. anzubieten.

Da beispielsweise der Handel mit Aktien oder virtuellen Gütern nicht allen potentiellen Anlegern / Investoren auf der Welt möglich ist, bietet NAGA eine innovative Komplettlösung an. Bestehende Projekte wie Switex und die NAGA Wallet basieren bereits auf der, aus Sicht des Managements die Unternehmenszukunft darstellenden, Blockchain-Technologie. Der NAGA Token-Sale begründet keinerlei aktien- oder gesellschaftsrechtliche Beteiligung (und verursacht mithin keinerlei Verwässerungseffekte) sondern ist eine reine Rechnungseinheit und stellt mithin eine Erweiterung des Produktangebots dar.
Der geplante Token-Sale ist daher als ein konsequenter und logischer Schritt für NAGA und das zugehörige NAGA-Ökosystem zu sehen um ein fester, gestaltender Bestandteil und Innovationstreiber der globalen Krypto-Ökonomie werden.


Wer Action sucht, ist eventuell auch in der Aktie von NAGA gut aufgehoben. Der Kurs ist extrem volatil, was bei einer Relation von 3,74 Millionen Euro Umsatz für ein Halbjahr und einer Marktbewertung von 220 Millionen Euro nachvollziehbar ist. Hier im Chart der Verlauf der Aktie seit dem IPO im Juli bei 2,60 Euro.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    30. Oktober 2017 16:31 at 16:31

    Der „Wolf of wall Street“ Jordan Belfort hat sich mal zu Initial Coin Offerings geäußert das dies der größte Betrug aller Zeiten ist. Er ist sicher kein Heiliger, aber was das betrifft hat er recht !

    Als Investor will ich keine Coins oder Token, sondern reale Firmenanteile die im Idealfall eine schöne Dividende und Kurssteigerungen bringen. Alles andere ist heiße Luft und ein gigantisches Schneeballsystem.

  2. Avatar

    PK

    30. Oktober 2017 16:55 at 16:55

    beim Fork Bitcoin Gold wurden auch 60 Millionen im Premining hergestellt.
    Für mich ist dieses Feld insgesamt nach dem Neuen Markt die neue Krönung, was man Leuten alles verkaufen kann.
    Aber wie beim neuen Markt auch, darf man es keinesfalls im Aufwärtsmomentum shorten, denn es gibt absolut kein Limit, wie weit es noch gehen kann.

    • Avatar

      Feldmaen

      30. Oktober 2017 20:58 at 20:58

      95% aller Tokens und Kryptowährungen sind definitiv Schrott. Allerdings gibt es auch ein paar recht vielversprechende „Unternehmungen“, wenn man es denn so bezeichnen kann. Etherium ist im weiteren Sinne wie ein riesiger Supercomputer zu betrachten, in welchem Ether, die Währung, als Gegenleistung für Rechenleistung bzw. Speicherplatz gebraucht wird. Je gefragter also die Nutzung dieses Netzwerk basierten Supercomputers wird, desto höher kann sich der Kurs von Ether entwickeln.

      ICOs können, wenn sie denn irgendwann reguliert sind, auch Unternehmensanteile repräsentieren. Dann wäre ein Token so etwas wie eine dezentral gespeicherte Aktie. Das wird in irgendeiner Firm so kommen, da bin ich ganz sicher!

      Oder Ripple, mein absoluter Favorit. Mittlerweile hat Ripple Verträge mit über 100 Finanzinstitutionen abgeschlossen. Und bevor eine Bank Verträge mit einem Zahlungsdienstleister abschließt gehen Monate bis Jahre der Prüfung ins Land. Da muss man dich die Ohren spitzen, auch wenn das nur indirekt XRP betrifft.

      PK, sie sind doch Physiker. Sie sollten doch, was das Verständnis dieser neuen Technologie angeht, mir meilenweit voraus sein. Lassen sie sich nicht vom Hype und von den vielen Negativbeispielen davon abhalten, sich mit der durchaus interessanten Materie zu befassen. Sie müssen ja nichts investieren…

  3. Avatar

    Steve

    31. Oktober 2017 09:59 at 09:59

    Ich hoffe ihr vers hwendet eure Zeit jetzt nicht regelmäßig mit Luftschlosserbauern?!

    Ein Token =1Dollar :D ..geil!

    Man koppelt sich an ein Finanzsystem , was man disruptiv „öffnen“ will

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Klarer Trend: Die Risiken nehmen weltweit zu – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist in dieser Frage eigentlich Ihre Meinung? Wird die Welt, wird unser Lebensumfeld nicht pausenlos gefährlicher? Denken Sie einmal an den Klimawandel oder an die Corona-Pandemie! Oder stellen Sie sich einmal vor, in Deutschland fällt das Internet nur für zwei Stunden aus? Die Konsequenzen für unser digitalisiertes Leben wären verheerend. In den Städten würden die Verkehrsleitsysteme kollabieren, viele Ampelanlagen würden nur noch blinken, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Tatsächlich aber ist unser Leben nicht gefährlicher als früher. Auch zu Kaisers Wilhelms Zeiten kannte die Menschheit schon Naturkatastrophen, Finanzkrisen oder etwa Krieg und auch Terrorismus.

Trotzdem haben wir in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel erlebt, der für uns alle, für Unternehmen und sogar für Staaten eine neue bisher unbekannte Risikodimension bedeutet.

Ein plattes Beispiel: Wenn vor hundert Jahren der Busch in Kalifornien brannte, was er auch damals schon tat, wurden einige Blockhütten vernichtet. Wenn dort heute Waldbrände wüten, sind Städte und große Unternehmensanlagen im Milliardenwert bedroht. Und das ist der springende Punkt: Die Gefahr war immer schon da, nur das Risiko des erheblichen Vermögensverlustes war weit geringer.

Heute sind durch eine Wetterkatastrophe, eine Pandemie oder auch eine Finanzkrise immer gleich Milliardenwerte bedroht. Vor diesem Hintergrund haben sich schon Ende des vergangenen Jahrhunderts Dienstleister oder Unternehmen mit der Risikoanalyse befasst. Ein bekanntes Unternehmen dieser Branche ist etwa der US-Risikoanalyst Moody´s, der sein Geld vorwiegend in der Finanzbranche verdient. Daneben bieten Unternehmen wie SAP, Oracle oder IBM verschiedene punktuelle Risikomodelle für Ihre Unternehmenskunde an.

Alle diese Unternehmen rechnen US-Investoren dem „Global Risk Market“, also dem Markt für Risikoanalyse zu. In Europa ist dieses spannende Segment leider noch wenig bekannt und etwas unterbelichtet. Das ist schade, denn dieses Segment wächst seit Jahren ganz erheblich und vor allem sehr stetig, wie Sie sich sicherlich ausmalen können.

Warum diese Aktie praktisch immer steigt

Mein persönlicher Favorit aus diesem Marktsegment ist ein US-Unternehmen, dass seine Wurzeln ursprünglich in der Versicherungsbranche hat. Damals schlossen sich die großen US-Versicherer und Warren Buffett zusammen, um quasi eine eigene Risikoabteilung zu gründen, da Versicherungsrisiken zunehmend schwieriger zu kalkulieren waren. Das Unternehmen sammelte zunächst Daten und entwickelte schließlich ein einzigartiges Prognosemodell, damit Versicherungsrisiken prognostizierbar wurden.

Heute arbeitet der Risikoanalyst auch für Banken und zählt ausnahmslos alle westlichen Kreditkarten-Unternehmen zu seinen Kunden. Wir alle haben in der Finanzkrise erfahren, was passiert, wenn Finanzdienstleister ihre…..

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Tesla: Elon Musk enttäuscht, Aktie fällt – bald schon Schnee von gestern?

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Gestern gab es neben der Hauptversammlung auch den so groß erwarteten „Battery Day“ bei Tesla (hier dazu der gestrige Video-Kommentar eines Analysten). Kurz gesagt: Es war eine Enttäuschung. Analysten erwarteten für gestern von Tesla die Verkündung einer Batterie, die 10 Jahre oder länger halten könnte. Und es wurden konkrete Ziele für Kostensenkungen erwartet.

Tesla-Chef Elon Musk enttäuscht

Was Elon Musk verkündete, war einmal mehr gut verpackt seine Art von Marketing. Etwas Großes und Wundervolles ankündigen, was sich beim genaueren Hinschauen doch eher als Luftnummer entpuppt, als weit entfernter Traum, der noch gar nicht konkret greifbar ist. Genau so könnten BMW oder VW ihre neuesten noch weit entfernten E-Auto-Pläne hier und heute als Sensation verkaufen. Tesla will nämlich ein E-Auto für 25.000 Dollar bauen. Man versprach in den nächsten Jahren die Batteriekosten mit neuen Technologien und Verfahren um die Hälfte zu reduzieren, und so ein erschwingliches E-Auto anbieten zu können. Aber, so Elon Musk, die Voraussetzung für ein 25.000 Dollar-Auto von Tesla sei nun mal die drastische Kostensenkung bei den Batterien, und das könne man erst in drei Jahren erreichen!

Was für eine Enttäuschung. Die Tesla-Aktie verlor am gestrigen Handelstag 5,6 Prozent, und dann ab 22 Uhr nachbörslich nochmal 6,9 Prozent. Dieses nachbörsliche Minus hat sich abgeschwächt auf aktuell nur noch -4,8 Prozent, und jetzt in der ganz frühen Vorbörse liegt die Aktie bei 403 Dollar.

Tesla-Chef Elon Musk sagte gestern auch, dass es dem Unternehmen in 2020 sehr gut gehe. Man werde trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30-40 Prozent hinlegen. Tesla halte am Jahresziel fest, rund 500.000 E-Autos zu verkaufen. Das wäre eine Steigerung von 36 Prozent im Jahresvergleich. Und das in einer Zeit, wo die „alten“ Autohersteller arg unter der Coronakrise leiden.

Zur großen Tesla-Show gehört wohl auch, dass sich Elon Musk wie gestern geschehen von seinen Fans (die natürlich auch Aktionäre sind) per Hupkonzert abfeiern lässt. Denn HV/Battery Day fanden Corona-bedingt auf einem Open Air-Gelände statt, wo die Anwesenden in ihren Tesla-Autos saßen, und die Tesla-Offiziellen oben auf einer Bühne standen. So eine Show sieht man bei den staubigen Veranstaltungen von Daimler, BMW und Co wohl nicht. Es mag wohl auch dieses hippe, jugendliche Spaß-Image sein, dass Tesla den Erfolg bringt – sei es auch nur ein gefühlter Erfolg.

Blick auf die Aktie

Wird die Tesla-Aktie diesen aktuellen Rückschlag wegstecken? Gut möglich. Denn man schaue auf den folgenden Chart. Man sieht hier den Kursverlauf der Aktie seit Mai – hier wurde der jüngste Aktiensplit schon voll berücksichtigt. Seit Mai gab es einen Anstieg in der Tesla-Aktie von 163 auf über 500 Dollar. Dann der jüngste Rückschlag auf 330 Dollar, wo alle Welt schon an den großen (längst überfälligen?) Crash der Aktie glaubte. Und jetzt sind wir wieder bei 400 Dollar. Man sollte die streng gläubige Gefolgschaft von Elon Musk nicht unterschätzen.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie seit Mai

Hier in voller Länge von gestern die Hauptversammlung mit „Battery Day“ von Tesla, die mehr als 270.000 Menschen live verfolgten.

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Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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