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Ist das der Auftakt zum Handelskrieg zwischen den USA und China?

FMW-Redaktion

Angeblich verlieren die USA jedes Jahr 255 Milliarden US-Dollar, weil China amerikanische Waren fälscht, sowie Software-Piraterie und Industriespionage betreibt. Das sind schwere Vorwürfe, die ja eigentlich schon seit gefühlten Ewigkeiten im Raum stehen. Ausgangspunkt für die Aufwärmung dieser Vorwürfe ist ein in diesem Jahr aktualisierter Bericht aus dem Jahr 2013. Er trägt den Namen THE THEFT OF AMERICAN INTELLECTUAL PROPERTY vom „National Bureau of Asian Research“.

China sei der weltweit größte Verletzer von Rechten an geistigem Eigentum. Genau das Richtige für Donald Trump? Vielleicht glaubt er genau während der Nordkorea-Krise gegen China weiter Druck aufbauen zu können. Denn wie NBC News erfahren haben will, hat Trump vor heute eine Untersuchung einzuleiten bezüglich Chinas Handelspraktiken. Darin soll besonders auf den möglichen Diebstahl geistigen Eigentums geachtet werden.

Wenn Trump heute wirklich so eine Untersuchungs-Initiative startet, hat China schon die Antwort parat. Denn im Parteiblatt „China Daily“ schrieb ein Wissenschaftler des Ministeriums für Handel und Wirtschaft aktuell, dass es letztlich zu einem Handelskrieg zwischen China und den USA kommen werde, falls die USA Zölle verhängen würden aufgrund von Handelspraktiken, die die USA als unfair empfinden würden.

Es ist mehr als eine Merkwürdigkeit, wenn man den Zeitpunkt für den möglichen Start so einer Untersuchung betrachtet. Trump soll am Freitag Abend Chinas Präsident Xi Jinping über diesen möglichen Start der Untersuchungen informiert haben. In dem Gespräch ging es vor allem um Nordkorea. Die USA drängen China schon seit geraumer Zeit auf Nordkorea mehr Druck auszuüben. Wir meinen: Wenn Trump glaubt mit solchen „Untersuchungen“ Druck auf China ausüben zu können, täuscht er sich.

Letzte Woche hatte US-Handelsminister Wilbur Ross angedeutet man könnte Zölle auf chinesische Aluminium-Einfuhren erheben. Trump hatte früher schon über chinesische Stahlimporte gesprochen, die zu Dumping-Preisen in den USA auf den Markt kommen. Gibt es hier eventuell bald vereinzelte Maßnahmen, könnte China zügig reagieren. Das erste Opfer könnte beispielsweise Apple mit seinen iPhones sein, wo China ein extrem wichtiger Markt ist.

Kommt es dann zu Verkaufsbeschränkungen wegen Patentproblemen mit chinesischen Anbietern? Ähnlich ist es bei Autoherstellern, oder großen Ketten wie Mc Donald´s uvm. Vielleicht gibt es dann bald Lebensmittelskandale bei US-Ketten in China, Probleme mit US-Autos in China in Sachen Umweltverträglichkeit uvm? Man darf gespannt sein!


Donald Trump. Foto: whitehouse.gov



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3 Kommentare

  1. Man muss D.Trump nicht unbedingt mögen und im höchstes Intellekt „unterstellen“um trotzdem zu konstatieren,dass er ,als einer der wenigen die Eier hat,auch mal den Schlitzaugen(gell Günther) den Marsch zu blasen.China,China über alles!Ich kann darauf verzichten!Wir hatten das schon mal und ich befürchte ähnliches,wenn dem nicht rechtzeitig Einhalt geboten wird.

  2. …oder man verkauft ein paar mrd dollerverschuldungen (mehr). :p

  3. Zu kurzsichtig gedacht. Wieder einmal wird die Relation nicht beachtet. Im Vergleich zu den USA besitzen die Chinesen praktisch keine Militärbasen ausserhalb Chinas, nur 1 Flugzeugträger und zeigten sich in ihrer jahrtausendalten Geschichte nicht sehr expansionsfreudig. Von daher: einfach China Bashing.

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