Folgen Sie uns

Aktien

Ist das der große Durchbruch für Twitter? Aktie steigt 19,7% in einer Woche dank drei guten Nachrichten

Letzten Freitag gab Twitter-Chef Jack Dorsey bekannt 574.002 Twitter-Aktien gekauft zu haben. Das brachte an diesem Tag also zusätzliche gute Nachfrage nach der Aktie und entzog dem freien Handel erst einmal…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Letzten Freitag gab Twitter-Chef Jack Dorsey bekannt 574.002 Twitter-Aktien gekauft zu haben. Das brachte an diesem Tag also zusätzliche gute Nachfrage nach der Aktie und entzog dem freien Handel erst einmal Angebot, denn Dorsey wird so ein Paket sicher nicht ständig mal kaufen und dann gleich wieder verkaufen wollen. Das bringt Vertrauen in die Aktie, denn einmal mehr sehen die Investoren, dass der Chef an seine Firma glaubt. Kurz zuvor hatte Twitter am Mittwoch passable Quartalszahlen veröffentlicht, die Anlass zur Hoffnung gaben, und die Aktie von 14,60 auf über 16 Dollar steigen ließen.

Dann gestern der Knaller. Twitter verkündet (siehe Tweets unten) eine Kooperation mit der weltweit wichtigsten Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Man startet ab Herbst gemeinsam einen rund um die Uhr laufenden Live-Feed auf Twitter, also de facto einen Live-Nachrichtenkanal, der auf Twitter läuft. Interessant dabei ist: Es werden nicht einfach nur Bloomberg-News auf Twitter ausgestrahlt – nein, die Redakteure von Bloomberg beziehen auch Video-Tweets der Twitter-Community ein und arbeiten diese für die Berichterstattung mit auf. Damit werde man die globalen redaktionellen Fähigkeiten von Bloomberg mit der digitalen Macht von Twitter vereinen, so die Aussagen der beiden Firmen.

Auch abseits von Bloomberg will Twitter bald Konzerte, TV-News und zum Beispiel Frauen-Basketball übertragen. Aber es wird auch Live-Streams von Konzerten und Golf-Turnieren geben. Dazu kommt eine Art „Frühstücks-TV“ des Trash-Anbieters Buzzfeed und eine Technologie-Show des angesehenen Portals „The Verge“. Was das alles zu bedeuten hat? Twitter versucht sich volle Kraft in Richtung Live-Videos zu entwickeln, und damit vielleicht sogar Facebook zu überholen? Vor allem mit Bloomberg hat man einen mächtigen und starken Partner an Bord.

Damit wird man eine Art interaktiver TV-Kanal, bei dem User um die Angebote herum ins News-Geschehen eingreifen können. Die Kommentare der Zuschauer werden nicht mehr von TV-Moderatoren einzeln vorgelesen, sondern die TV-Sendung wandert dorthin, wo sonst immer die Kommentare stattfinden, nämlich zu Twitter. Natürlich wird man nicht von jetzt auf gleich eine TV-Revolution auslösen, aber Jack Dorsey scheint mit voller Kraft die Live Video-Entwicklung angehen zu wollen. Gestern stieg die Twitter-Aktie um weitere 6,43%.

Nach langer Zeit mehrere gute News in kurzer Folge. Aber die Sache mit Bloomberg ist nun echt der Knaller. Es könnte eine Art Weckruf sein. Und viele vor allem hochwertige für Werbekunden interessante User, die eh gar kein TV mehr gucken, könnten so an Twitter gebunden werden. Im langfristigen Aktienchart ist die aktuelle Entwicklung noch nicht wirklich spürbar. Kurzfristig sieht man, dass die Aktie seit den Quartalszahlen vom letzten Mittwoch um 19,70% gestiegen ist.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen


Die Twitter-Aktie seit Anfang letzter Woche.


Die Twitter-Aktie seit dem IPO 2013.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage