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Kein sicherer Hafen mehr Ist der Dollar wegen Trump eine „Risikowährung“ geworden?

“Besorgniserregendere Zeichen"

Dollar wegen Trump Risikowährung
Foto: Bloomberg

Es vergeht praktisch kein Tag, an dem US-Präsident Donald Trump nicht den Fed-Chef Jerome Powell verunglimpft, weil der die Zinsen nicht senken will – und das stärkt nicht gerade das Vertrauen in die Weltleitwährung Dollar. Und so ist es vielleicht kein Zufall, dass der Dollar in gewisser Weise zur „Risikowährung“ geworden ist und seinen Status als „sicherer Hafen“ weitgehend verloren zu haben scheint! Der Dollar verzeichnete im ersten Halbjahr den schlechtesten Start in eine Jahr seit 1973.

Der Dollar – verhält er sich wie eine Risikowährung?

Zwar hat sich die Volatilität des Dollars in den letzten Wochen beruhigt, doch Goldman Sachs sieht zahlreiche Gründe, warum er wieder als “riskantere” Währung gehandelt werden könnte. Darüber berichtet Bloomberg.

Die Analysten Karen Reichgott Fishman und Lexi Kanter nennen als mögliche Auslöser die erhöhte politische Unsicherheit im Zusammenhang mit Handelszöllen und der Unabhängigkeit der Federal Reserve nach den Attacken von Trump auf den Fed-Chef. Hinzu kämen laut den Analysten Ängste um die ausufernden Schulden der USA nach Verabschiedung der „Big Beautiful Bill“ sowie eine Diversifizierung weg von US-Vermögenswerten.

Der starke Einbruch des Greenbacks in diesem Jahr, ausgelöst durch die Drohung von Präsident Donald Trump, rigide Zölle gegen globale Handelspartner zu verhängen, hat Spekulationen über eine dauerhafte Veränderung des Status des Dollars als sicherer Hafen angeheizt. Die Goldman-Analysten gehen zwar nicht davon aus, dass dies eintreten wird, doch könnte es kurzfristig noch zu einigen Turbulenzen kommen.

“Veränderte Korrelationen haben dazu geführt, dass die Stärke des Dollars in Zeiten der Risikoaversion weniger verlässlich ist”, schrieben die Analysten in einer am 9. Juli veröffentlichten Mitteilung.

Eine der “auffälligsten” Entwicklungen des Jahres 2025 sei die zunehmende Tendenz des Dollars, zusammen mit US-Aktien zu fallen. Diese Dynamik habe sich in diesem Jahr bisher mehr als doppelt so häufig gezeigt wie in den letzten zehn Jahren, so die Analysten.

Auch das “besorgniserregendere Zeichen einer geringeren Attraktivität von US-Anlagen” — wenn Aktien, Staatsanleihen und der Dollar gemeinsam fallen — sei häufiger aufgetreten, heißt es in der Mitteilung.

FMW/Bloomberg



Markus Fugmann
Über den RedakteurMarkus Fugmann
Historische Analyse und gesellschaftspolitische Expertise mit Blick auf die Finanzmärkte in Wort (Artikel) und Videos – immer mit dem Fokus auf die Frage: „Warum geht uns das etwas an!“
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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Der Dollar hat alleine seit der Jahrtausendwende beträchtlich an Kaufkraft verloren… vor allem gegenüber Gold!

    Mussten die Anleger damals „nur“ um die 250 US Dollar- je Feinunze- bezahlen..so ist es heute Dreizehnfache !

    Sichere Häfen waren nur die „Dollar- Goldmünzen“ …als Anlage.. Dollarscheine aber aus Papier…? Never Ever…! Zur angeblichen Geldwertstabilität der FED: Im „American Eagle“ oder in der „American Liberty“…dort liegt die Wahrheit über die angebliche Geldwertstabilität der FED!
    Und nicht im bedruckten Papier !
    Die Siegermächte des Ersten Weltkrieges wussten genau,warum sie Deutschland die 936 Milliarden in Goldmark bezahlen ließen und nicht in Papiermark.
    Der Papierdollar wird weiter an Wert verlieren…spätestens mit der nächsten großen Krise…dann laufen die Druckerpressen noch schneller – als zu Corona….Gold wird dann in Richtung der 5000 und höher laufen…
    Nichts und niemand kann diese Entwicklung aufhalten…aus der Nummer kommen die Notenbanken nicht mehr raus!

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