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Italien: Anleger stürmen Anleiheemission – wen interessiert schon das Risiko

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Risiko? Welches Risiko? Risiko bei itlalienischen Staatsanleihen? Kann das Land Pleite gehen? Ach, was soll´s. Für ein paar Hinterkomma-Stellen mehr Rendite drückt man alle drei Augen zu. Italien kann eh nicht pleite gehen, richtig? Man ist zu groß und zu systemrelevant für ein Ausscheiden aus Eurozone oder EU, oder für eine Staatspleite. Irgendwer in Europa würde im Fall der Fälle eh dafür sorgen, dass Italien mit durchgefüttert oder (wie auch immer) gestützt wird.

Und die populistische Regierung in Rom, die voll auf die Schuldenpumpe drückt? Auch egal. Her mit den Anleihen. Heute will Italien für eine Laufzeit von 30 Jahren 8 Milliarden Euro von institutionellen Investoren einwerben. Der Verkaufspreis und die Rendite stehen noch nicht fest, aber aus Finanzkreisen sickert immer mehr durch, welche Dimension der Drang der Anleger angenommen hat. Für 8 Milliarden Euro Angebotsvolumen liegt bis jetzt wohl ein Volumen von ca 40 Milliarden Euro auf der Nachfrageseite vor.

Was für eine Relation, und dann auch noch in Italien. Bei der heutigen Emission handelt es sich um einen syndizierten Anleiheverkauf. Mehrere Banken schließen sich zusammen, um das Risiko zu übernehmen. Sie haben wohl (vermutlich) dem Emittent (Italien) den Verkauf des Volumens garantiert? Angeblich soll die Emissionsrendite der heutigen Verkäufe unter dem Renditeangebot der italienischen Regierung liegen.

 

Wen würde das wundern bei dem Überhang auf der Nachfrageseite! Dieses krasse Missverhältnis ist das zweite in sehr kurzer Zeit bei einem syndizierten Anleiheverkauf Italiens. Im Januar nämlich ging es um 15 Jahre Laufzeit und 10 Milliarden Euro Volumen. Da lag das Nachfragevolumen bei 35 Milliarden Euro. Was lehrt uns all das? Egal welche Regierung in Rom an der Macht ist, egal ob das Land gerade in eine Rezession schlittert. Der Laden wird im Notfall schon von irgendwem aufgefangen.

Also her mit den Italien-Bonds, da gibt´s in Relation zu deutschen Bundesanleihen ja überhaupt noch Rendite zu holen. Schöne EZB-Nullzinswelt, wenn bei 8 Milliarden Angebot 40 Milliarden Nachfrage gegenüberstehen, für italienische Anleihen!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. franko33

    7. Februar 2019 09:16 at 09:16

    Was folgt daraus ?
    Grichenland läßt grüßen !
    Da greifen wieder angloamerikanische Anleger beherzt zu und müssen nachher
    über die EU/Deutschland „gerettet“ werden.
    Ein schönes „Anlagemodel“…..

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Kreditzinsen für Unternehmen sinken im Rekordtempo – historisches Allzeittief!

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Die Kreditzinsen für Unternehmenskunden in Deutschland sinken in dramatischem Tempo Richtung Null-Linie. Bei Neukrediten mit fünf Jahren Zinsbindung liegt der Zins laut „Barkow Consulting Corporate Credit Index“ jetzt nur noch bei 0,93%. Am 4. August waren es noch 1,08%, im Mai waren es noch 1,43%. Damit erreicht der Wert aktuell ein Rekordtief! Und kommt es wie allgemein erwartet im September zu Zinssenkungen der EZB, dürfte sich dieser Trend bei den Kreditzinsen für Unternehmen weiter beschleunigen. Im Rekordtempo Richtung Null?

Gerade für die Commerzbank, die stark ist bei der Finanzierung des deutschen Mittelstands, dürfte dies eine dramatische Entwicklung sein. Die Zinserträge für die CoBa dürften wohl deutlich sinken, mehr schon als sowieso geschehen in den letzten Jahren! Was das für CoBa, Deutsche Bank, Sparkassen etc bedeutet? Dramatisch schrumpfende Erträge aus dem Firmenkundengeschäft! Verbände von Volksbanken und Sparkassen warnten jüngst schon, dass beispielsweise bei Privatkunden demnächst Negativzinsen für Einlagen bei der EZB an die Endkunden weitergereicht werden dürften. Und bei den errodierenden Kreditzinsenf für Unternehmen? Da brechen weitere Ertragsbringer weg, und die Lage für die deutschen Banken wird wohl noch dramatischer werden.

Kreditzinsen für Unternehmen
Quelle: Barkow Consulting Credit News, Barkow Consulting GmbH, www.BarkowConsulting.com

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US-Staatsverschuldung: Nach 292 Mrd Schub in kurzer Zeit weitere 71 Mrd Dollar

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Wir hatten die US-Staatsverschuldung gerade erst am 6. August angesprochen. Auf einen Schlag über Nacht stieg sie um 292 Milliarden US-Dollar. Monatelang seit März hatte sich die US-Staatsverschuldung offiziell überhaupt nicht bewegt, obwohl die Schulden in der Realität weiter wachsen.

Da die Schuldenobergrenze erreicht war, mussten neue Schulden optisch in die Zukunft gebucht oder sonst wie versteckt werden. Man sieht den unveränderten Wert rechts in der Grafik immer um die 22,02 Billionen Dollar.  Man sieht, dass ab dem 2. August der deutliche Sprung einsetzte um +292 Milliarden auf 22,314 Billionen Dollar. Denn kurz zuvor hatten sich die Abgeordneten in Washington DC darauf verständigt, dass die Bundesregierung der USA erstmal zwei Jahre weiter ordentlich auf die Schuldenpumpe drücken darf.

Die Daten des US-Finanzministeriums weisen immer eine Verzögerung von ca zwei Werktagen auf, deswegen sieht man jetzt den letzten Wert von Donnerstag letzter Woche. Schaut man die Datenreihe von 2. August bis letzten Donnerstag den 15. August durch, dann sieht man: Die US-Staatsverschuldung steigt jetzt zügig weiter an. Zwar gibt es nicht jeden einzelnen Tag einen Schub, aber man sieht unterm Strich immer weitere Anstiege. Alleine nach dem ersten Schub von 292 Milliarden Dollar am 2. August kamen seitdem weitere 71 Milliarden Dollar hinzu, auf jetzt insgesamt 22,385 Billionen Dollar.

 

US-Staatsverschuldung aktuell
Quelle: US Treasury

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Donald böse? Der gerade erst brav gewordene Nachbar senkt die Zinsen

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Mexiko war gerade erst „brav“ geworden. In der ersten Zeit seiner Präsidentschaft feuerte Donald Trump massiv gegen Mexiko, weil das Land den USA Wohlstand über das Freihandelsabkommen wegnehme, und weil Mexiko die illegalen Einwanderer Richtung USA nicht stoppe. Dann gab es ein neues Handelsabkommen, und seit Kurzem tut Mexiko laut Trump einen „deutlichen besseren Job“ an der Grenze, um Illegale aufzuhalten. Zuletzt war der südliche Nachbar laut Trumps Aussagen zu einem guten Nachbar geworden (sinngemäß ausgedrückt).

Ob das so bleibt? Seit Wochen schießt Trump eine Breitseite nach der anderen ab gegen seine eigene Notenbank. Die habe ihre Zinsen NUR um 0,25% gesenkt, während an vielen anderen Orten der Welt mehr gemacht werde auf den Weg nach unten. Somit würden ausländische Produkte attraktiver gegenüber US-Produkten. Und jetzt noch das. Mexiko hat gestern seine Zinsen gesenkt, und zwar von 8,25% auf 8,00%. Das ist die erste Zinssenkung seit fünf Jahren! Noch im letzten Jahr waren die Zinsen mehrmals erhöht worden.

Die Zentralbanker erwähnen in ihrem Statement ausdrücklich die schwache wirtschaftliche Lage in Mexiko und die Stagnation in der Wirtschaftsleistung. Bei einem Zinsniveau von jetzt 8,00%, da kann man bei nur -0,25% Zinssenkung und einem BIP direkt an der Schwelle zur Rezession, da darf man davon ausgehen, dass noch weitere Zinssenkungen folgen? Hat noch niemand Donald Trump von diesen sinkenden Zinsen in Mexiko erzählt? Damit hätte er noch ein Argument mehr, um die Fed nochmal anzustacheln für weitere Zinssenkungen.

 


source: tradingeconomics.com


source: tradingeconomics.com

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