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Europa

Italien: Industrie geht weiter in den Keller

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Die italienische Statistikbehörde „Istat“ hat soeben ihre aktuellsten Daten zur Industrieproduktion in Italien veröffentlicht. Im April sank sie im Vergleich zu April 2018 um 1,5%. Im Vormonat war es im Jahresvergleich ein Minus von 1,4%. Und die Daten der nächsten Monate dürften kaum besser werden. Denn die Auftragseingänge für die Industrie in Italien sahen zuletzt auch nicht besser aus. Im Jahresvergleich lagen sie im März mit 3,6% im Minus, und im Februar waren es -2,9%. In den nächsten Tagen kommen die jüngsten Auftragsbestände für April auf den Tisch. Italien wird immer mehr zum Sorgenkind Europas, vor allem wegen seiner Größe. Griechenland war zu verkraften, Italien ist aber nun mal zu groß. Dazu kommt noch das Defizitverfahren gegen Italien, das gerade erst von der EU-Kommission vorgeschlagen wurde. Das Kapitalmarkt-Klima für Italien sieht ziemlich wolkig aus. Der Mailänder MIB-index ist seit Veröffentlichung der aktuellen Daten um 10 Uhr um 40 Punkte auf 20.391 Punkte gefallen.

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Europa

Aktuell: ifo Index so schlecht wie seit 2014 nicht mehr – „Konjunktur flaut weiter ab“

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Der ifo Index (Juni) ist mit 97,4  ausgefallen wie erwartet (Prognose war 97,4; Vormonat war 97,9, das war der schwächste Wert seit November 2014!). Das ist der dritte Rückgang in Folge und der schlechteste Wert seit November 2014.


source: tradingeconomics.com

Die Geschäftserwartungen liegen bei 94,2 (Prognose war 94,6; Vormonat war 95,3)

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 100,8  (Prognose war 100,3; Vormonat war 100,6).

 

Dazu ifo: Konjunktur flaut weiter ab, in der Industrie Index weiter rückläufig und Pessimismus nimmt zu, auch im Dienstleistungssekor hat sich Kloma verschlechtert – ebenso beim Bau, allerdings auf sehr hohem Niveau..

 

 

Clemens Fuest zum aktuellen ifo Index

ifo-Chef Clemens Fuest
Von Institut der deutschen Wirtschaft Köln – Flickr: Wissenschaftliche Round-Table-Jahrestagung 2012, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32259341

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Europa

Die Panik der EZB – und die Realwirtschaft

Ein Kurzkommentar zur Paranoia von Mario Draghi und der EZB

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Vor wenigen Minuten sind die deutsche Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht worden – und die Daten aus der deutschen Industrie waren zwar nicht wirklich gut, aber eben besser als erwartet. Davor (09.15Uhr) waren schon die Daten aus Frankreich stärker als erwartet ausgefallen (Gewerbe wie auch Dienstleistung jeweils deutlich besser als die Prognose). Warum also die Panik der EZB bzw. die ultradovishen Aussagen von Mario Draghi bei seiner Rede am Dienstag?

 

Die EZB im Elfenbeinturm

Nun, die EZB blickt vorwiegend auf die Inflationserartungen, die in den sogenannten 5y5y forwards gehandelt werden – und die einen Tag vor der Rede Draghis (also am Montag) auf ein neues Allzeittief gefallen waren:


(Blau Euro-Dollar-Kurs, orange die Inflationserwartungen für die Jahre 2024 bis 2029; Stand Montag)

Aber diese Inflationserwartungen geben Stimmungen wider, während wir es bei den Einkaufsmanagerindizes mit konkreten Daten zu tun haben! Das bedeutet faktisch: die EZB gewichtet Stimmungslagen höher als die Realwirtschaft – das ist ein weiterer Beleg, wie stark sich inzwischen die Notenbanker in ihrem Elfenbeinturm verschanzt haben!

 

Das Versagen der Notenbanker

Und selbst wenn es mit der Wirtschaft weiter bergab gehen würde: was ist daran so schlimm? Ist es nicht normal, dass es eine Zeit lang mit der Wirtschaft bergauf geht, bevor es dann wieder bergab geht, bevor es dann wieder bergauf geht? Die EZB aber – und andere Notenbanken auch – wollen das Bergab unter allen Umstämnden vermeiden und greifen damit in die Wirtschaft auf eine verzerrende Weise ein – sie glauben Nachfrage durch kostenloses Geld schaffen zu können, was nachweislich nicht funktioniert.

Statt aber diesen Irrtum zuzugeben, wird man in seiner Ideologie immer radikaler – auf Kosten der nachfolgenden Generationen, die dann eine zombifizierte Wirtschaft vorfinden werden mit Firmen, die nur deshalb noch leben, weil sie genügend Geldgeber finden angesichts nicht vorhandener Zinskosten..

Um im Bild der Wirtschaft als Bergab und Bergauf zu bleiben: die EZB verhält sich wie ein Seilbahnhersteller, der immer neue Kabinen produziert unter gewaltigen Folgekosten, statt die oben angekommenen und nun leeren Kabinen wieder ins Tal fahren zu lassen, damit neue Fahrgäste unten wieder einsteigen können. Irgendwann hat man dan unendlich viele Kabinen – aber viel zu wenige Fahrgäste..

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Europa

Aktuell: Deutsche Einkaufsmanagerindizes – „erste Anzeichen, dass deutsche Industrie Talsohle überwunden hat“

„In der Industrie fielen die Erwartungen weitgehend neutral aus, was gegenüber dem Pessimismus der letzten Monate allerdings schon eine echte Verbesserung darstellt

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Soeben wurden die deutschen Einkaufsmanagerindizes (Markit PMI; Mai) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe 45,4 (Prognose war 44,6; Vormonat war 44,3)


source: tradingeconomics.com

Dienstleistung 55,6 (Prognose war 55,3; Vormonat war 55,4)

Gesamtindex 52,6 (Prognose war 52,5; Vormonat war 52,6)

Dazu Trevor Balchin von Markit, das die Daten erhebt:

„Im Servicesektor blieb die Wachstumsrate überdurchschnittlich hoch, und obwohl die Industrie weiter geschrumpft ist, gibt es erste Anzeichen dafür, dass die Talsohle überwunden ist. So haben sich dort die Indizes für Produktion, Auftragseingang, Exportneugeschäft und Beschäftigung von den mehrjährigen Tiefs der letzten Monate erholt. Der Ausblick auf die nächsten zwölf Monate blieb allerdings mau. So sank der Index Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist im Juni auf ein 56-Monatstief, da sich die Stimmung jetzt auch bei den Dienstleistern eingetrübt hat. In der Industrie fielen die Erwartungen weitgehend neutral aus, was gegenüber dem Pessimismus der letzten Monate allerdings schon eine echte Verbesserung darstellt.“

 

 

Beispielbild für Stahlproduktion. Foto: Omzfoundry Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

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