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Aktien

Italienische Banken: Der „alles ist in Ordnung“-Chart

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Eine kleine Nachbetrachtung der Bankenrettung a la Italien. Am 11. April wurde der Bankenrettungsfonds für die kaputten italienischen Banken verkündet. Stolze 5 Milliarden Euro (keine Satire) werden bereitgestellt um 350 Milliarden Euro an kaputten Krediten (davon 195 Milliarden „extrem“ kaputt) zu sanieren. Der Fonds soll mit dieser Summe doch tatsächlich im Stande sein an Kapitalerhöhungen kaputter Banken teilzunehmen, und dazu soll er auch in bedeutendem Umfang den Banken Schrottkredite abkaufen.

Völlig unrealistisch, nicht wahr? Aber egal, der Rettungsfonds wurde großspurig verkündet, und erst einmal kehrt wieder Ruhe ein in Italien – bis man merkt, dass auch das mit diesen 5 Milliarden Euro so nicht weitergehen kann. Jetzt hat man ja seit Neuestem diese nervige einheitliche Eurozonen-Bankenaufsicht durch die EZB im Nacken. Muss das sein? Die könnte schon bald auf die Idee kommen, dass dieser Fonds irgendwie nicht ausreicht zur Sanierung der Banken. Was noch hinzukommt: Nach den aktuellsten EU-Regeln müssten vor allen Anleiheinhaber in Haftung genommen werden für die Stabilisierung von kaputten Banken, wenn diese zusammenbrechen. Aber gerade in Italien wurden Bankanleihen breit gestreut an Privatkunden verkauft. Das bedeutet: Lässt Italien einzelne Banken fallen, gehen die Vermögenswerte der kleinen Leute den Bach runter über entwertete Anleihen. Daher kann man in Italien nicht so einfach Banken in die Pleite schicken – aber andererseits reichen 5 Milliarden natürlich nicht aus für eine Sanierung – ein Dilemma.

Aber kurzfristig ist das erst mal egal, so scheint es. Was hat der Markt seit dem 11. April aus dieser Thematik gemacht? Am Anschaulichsten nimmt man da immer den Branchenprimus UniCredit. Der erste Pfeil vom 11. April zeigt die erste Freude, dass da was geschieht in Sachen Bankensanierung. Der zweite Pfeil vom 12. April zeigt dann schon die Enttäuschung… hoppla, 5 Milliarden sind (irgendwie) doch etwas wenig. Danach tritt die Beruhigung ein. Alles gut, läuft ja irgendwie weiter. Solange bis die EZB bei der italienischen Notenbank anruft…

UniCredit
Die UniCredit-Aktie seit 8. April. Da stand sie vor Verkündung des Rettungsfonds noch bei 3,08 Euro, stieg dann bis heute auf 3,42 Euro an.

Während die UniCredit eher symbolisch für den ganzen italienischen Bankensektor steht, zeigen wir hier auch mal die Aktie der Banca Monte dei Paschi. Wie zu erwarten profitiert der Aktienkurs hier prozentual viel stärker sei dem 11. April mit einem Plus von 40%.

BMPS

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Aktien

Quartalssaison: Hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Wall Street Schild

Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken und Netflix. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen für die nächsten Tage. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 26. Januar

General Electric: 26. Januar

BASF: 26. Februar

Facebook: 27. Januar

Boeing: 27. Januar

Apple: 27. Januar

Caterpillar: 29. Januar

SAP: 29. Januar

Alphabet (Google): 2. Februar

Amazon: 2. Februar

Exxon: 2. Februar

Deutsche Bank: 4. Februar

Twitter: 9. Februar

Delivery Hero: 10. Februar

Commerzbank: 11. Februar

Daimler 18. Februar

Walmart: 18. Februar

Bayer: 25. Februar

Deutsche Telekom: 26. Februar

Volkswagen: Ende Februar

Zalando: 2. März

Lufthansa: 4. März

Adidas: 10. März

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Der nächste Corona-Impfstoff steht in den Startlöchern – Werbung

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Lieber Börsianer,

nach den Präparaten von Moderna und BionTech steht mit dem Wirkstoff von AstraZeneca der nächste Impfstoff vor der Zulassung in der EU. Die Freigabe durch die Gesundheitsbehörden wird Ende Januar erwartet.

Vor einem Jahr starteten innerhalb kürzester Zeit weltweit mindestens 171 Impfstoffprojekte. Noch vor wenigen Jahren hätte man für die Erforschung eines Impfstoffes mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. So viel Zeit hat die Welt jetzt nicht. Neue Technologien ermöglichten eine enorme Beschleunigung der Forschung, so dass jetzt bereits mit 2 Präparaten in Deutschland geimpft werden kann.

Es kann kaum schnell genug mit der Zulassung gehen

Dennoch wird der Impfstoff von AstraZeneca sehnsüchtig erwartet. Die Produktionskapazität von Moderna und BionTech-Partner Pfizer reichen bei Weitem nicht aus, um große Teile der Bevölkerung schnell zu impfen. Zudem stehen die Lieferketten unter einem enormen Druck, weil die Impfdosen bei zweistelligen Minusgraden transportiert und gelagert werden müssen. Der neue Impfstoff von AstraZeneca kommt hingegen mit normalen Kühlschrank-Temperaturen aus.

Mehrere Staaten, darunter Österreich, Tschechien, Dänemark, Griechenland und die Balkan-Staaten forderten bereits, den Impfstoff schon vor der eigentlichen Zulassung zu verteilen.

Impfstoffproduktion führt zu Milliardeneinnahmen

Die zugelassenen Präparate werden den Herstellern derzeit förmlich aus den Händen gerissen. Die Herstellung und der Vertrieb der Impfdosen ist ein Milliardengeschäft. Die Konzerne verdienen noch mindestens so lange, bis genug Menschen geimpft sind, um die Krankheit wirksam zurückzudrängen. Doch sind die Unternehmen deshalb eine gute Geldanlage?

Machen Sie nicht jeden Trend mit

Viele Anleger investieren jetzt in Moderna. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten mehr als tausend Prozent gewonnen. Die Story klingt ja auch zu schön. Es gibt eine Krankheit, die unsere ganze Welt in…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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