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Italiens Krisenbank Monte dei Paschi: So trickst die EU, um retten zu können!

Die EU-Kommission bestätigt aktuell, dass man dem Rettungsplan der italienischen Krisenbank „Monte dei Paschi“ zustimmt. Aber wie soll das gehen bei so einer kaputten Bank? Sie ist schließlich völlig…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die EU-Kommission bestätigt aktuell, dass man dem Rettungsplan der italienischen Krisenbank „Monte dei Paschi“ zustimmt. Aber wie soll das gehen bei so einer kaputten Bank? Sie ist schließlich völlig überladen mit Schrottkrediten! Die EU-Kommission weiß dazu eine Lösung, die schon seit Monaten im Raum stand. Denn gemäß EU-Regularien kann eine Bank in der EU „vorsorglich rekapitalisiert“ werden, wenn sie als „langfristig profitabel“ eingeschätzt wird. Demnach ist diese völlig mit Schrott überladene kaputte Bank langfristig eigentlich gesund, und hat eine tolle Perspektive – so zumindest so die EU heute offiziell.


Der Sitz der Banca Monte dei Paschi. Foto: Tango7174 / Wikipedia (GFDL)

Daher stimmt die EU-Kommission heute zu, dass die italienische Regierung, die für den heutigen Entscheidungstag bereits vorsorglich 20 Milliarden Euro als pauschalen Rettungstopf bereitgestellt hatte, diesen nun auch nutzen kann. Laut EZB braucht die Bank möglichst schon gestern 8,8 Milliarden Euro frisches Kapital. Die Bank möchte vom Staat 6 Milliarden Euro haben, und auch Geld von institutionellen Anlegern einsammeln. Durch die Geldspritze aus Rom würde der italienische Steuerzahler zu 70% Eigentümer der Bank.

Bei solchen Aussichten dürfte es institutionellen Anlegern leichter fallen mit einzusteigen. Denn man weiß ja jetzt, dass der Steuerzahler die ganze Sause stützt! Ach ja, laut offiziellem heutigen Text der EU-Kommission soll die zukünftig wieder so tolle Bank kernsaniert werden. Unter anderem dürften Führungskräfte erst einmal nur noch das maximal Zehnfache der durchschnittlichen Gehälter ihrer Bankangestellten verdienen.

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Hier auszugsweise von der EU-Kommission die heutige Veröffentlichung:

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager und der italienische Wirtschafts- und Finanzminister Pier Carlo Padoan haben sich heute (Donnerstag) im Grundsatz auf den Restrukturierungsplan für die Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) geeinigt. Damit kann die vorsorgliche Rekapitalisierung der Bank im Einklang mit den geltenden EU-Regeln erfolgen. Der Einigung waren intensive Kontakte zwischen der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und den italienischen Behörden vorausgegangen.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte dazu: „Diese Lösung ist ein großer Schritt in die richtige Richtung für MPS und den italienischen Bankensektor. Italien hätte die Möglichkeit, MPS im Einklang mit den EU-Vorschriften vorsorglich Kapital zuzuführen, ohne dass dadurch eine größere Belastung für die italienischen Steuerzahler entstünde. MPS wird einer grundlegenden Umstrukturierung unterzogen, um seine Überlebensfähigkeit zu sichern; dazu gehört auch eine Säuberung der Bilanzen von sogenannten notleidenden Krediten. Ich hoffe, dass MPS dadurch seine Anstrengungen ganz auf die Kreditvergabe an italienische Unternehmen und die Unterstützung der italienischen Wirtschaft konzentrieren kann.“

Die EU-Regeln, insbesondere die Richtlinie zur Festlegung eines Rahmens für die Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen, bieten den Mitgliedstaaten die Möglichkeit, einer solventen Bank Kapital zuzuführen, unter der Bedingung, dass gewissen Kriterien erfüllt sind (sogenannte „prophylaktische Rekapitalisierung“). Staatliche Beihilfen können in diesem Zusammenhang nur als eine Vorsichtsmaßnahme gewährt werden.

Haben Sie den Schlusssatz gelesen? Können Sie es auch kaum fassen? Monte dei Paschi, die kaputteste aller kaputten Banken, soll eine solvente Bank sein. Und deshalb könne man ihr vorübergehend und vorsorglich mal eine kleine Cash-Zufuhr zubilligen. Wenn das mal keine Lachnummer ist. Dann kann man sämtliche Rettungs-Regularien in der EU auch gleich über Bord werfen, so meinen wir! Denn wenn das hier schon durchgeht, gibt es wohl keine Bank auf der Welt, die kaputt genug wäre, damit man sie nicht retten könnte. Der Trick lautet einfach: eigentlich ist die Bank doch gesund. Mit dieser Methode und Argumentation hätte man entspannt auch Lehman Brothers retten können..

Ach ja, und da ist noch ein „Oberknaller“ bei dieser Rettung. Es war ja lange die Frage, wie das Desaster von zig tausenden Kleinsparern verhindert wird. Wo man in Deutschland den Michel jahrzehntelang bat, das Geld aufs Sparbuch zu packen, bat man seitens der Banken in Italien den „italienischen Michel“ freundlich die bankeigenen Anleihen zu kaufen. Nun hängen unendlich viele Kleinsparer mit ihrem Spargroschen in den Bankanleihen, die in keiner Weise durch Einlagensicherungssysteme gedeckt sind (die gelten nur bei Girokonten, Sparbüchern und Termingeld).

Laut neuer EU-Regeln müssen aber bei Bankenrettungen mit Steuergeld die Anleihegläubiger von Banken mit bluten, also Teile oder große Teile ihrer Forderungen verlieren. Das würde den italienischen Kleinsparer ins Mark treffen. Wie also das Problem lösen? Wie es sich anhört, hat man eine ganz krumme Nummer zurecht gebastelt. So schreibt man zwar, dass die normalen EU-Regularien weiter gelten – also Besitzer von Anleihen sollen an der Rettung beteiligt werden. Aber im Falle Monte dei Pachi könnte es laut EU-Text vielleicht sein, dass Käufer nachrangiger Anleihen (ganz am Ende der Nahrungskette) vielleicht beim Kauf der Anleihen fehlerhaft beraten wurden.

In so einem Fall könne die Bank die minderwertigen Anleihen für die Kunden in hochwertige Anleihen umtauschen, die wahrscheinlich bei einer Beteiligung im Rettungsfall weniger an Wert verlieren (Summen noch unklar). Wir vermuten jetzt mal, dass womöglich viele (oder sogar alle?) Inhaber solch nachrangiger Anleihen schlecht beraten wurden. Das wäre wohl ein einmaliger Fall in der globalen Bankenhistorie, dass eine Bank freiwillig feststellt, dass man die eigenen Kunden reihenweise schlecht beraten hat. So aber kann man vermeintlich seine Kleinsparer vor all zu großen Verlusten durch die Rettung schützen – in Italien wäre das ein großes Politikum, zumal es schon im Herbst zu Neuwahlen kommen dürfte und man daher auch seitens der EU nicht für noch mehr Unruhe sorgen will!

Was für ein wildes Konstrukt. Unser Vorschlag: Lasst uns die ganzen EU-Vorschriften einfach ganz vergessen, soll doch jeder Staat machen wie er es für richtig hält. Dann sparen wir alle uns diese krummen Nummern, die lediglich die offiziellen Regeln ad absurdum führen!




Quelle: EU-Kommission

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    SMArtTrader

    1. Juni 2017 16:40 at 16:40

    Ist doch auch schon egal! Die eine „Lüge“ mehr oder weniger. Die allermeisten der EU-Bürger werden es eh nicht mitbekommen, die die es mitbekommen werden die Zusammenhänge eh nicht verstehen und selbst wenn werden sie denken wir ich: Ist doch auch schon egal! Die eine „Lüge“ mehr oder weniger.

    Heute gab es ja auch eine weiteren Schritt hin zu EURO-Bonds. War bis vor Kurzem ja auch noch eine der zigtausend roten Linien…

  2. Avatar

    Gixxer

    1. Juni 2017 18:12 at 18:12

    Sie sprechen mir mit dem Artikel aus der Seele.

    Ich möchte natürlich nicht, dass viele Kleinsparer Italiens ihr gesamtes Geld verlieren, aber wenn die Regeln es so vorschreiben, dann sollte es so sein. Wozu sind Regeln denn sonst da? Wenn sie nie beachtet werden, sind sie nicht mal das Papier wert, auf dem sie geschrieben sind.
    Aber wir leben hier eben in einer EZB-Diktatur und ein Diktator muss sich an keine Regeln halten!

  3. Avatar

    Wutbürger

    1. Juni 2017 21:41 at 21:41

    Wie nennt man die eigentlich juristisch korrekt. Also die Leute, die ständig Gesetze, Verordnungen, Verträge usw. brechen, wenn ihnen diese nicht in den Kram passen. Kriminelle? Verbrecher? Straftäter? Räuber? Terroristen? In einem Rechtsstaat jedenfalls müssten solche Figuren doch sofort Bekanntschaft mit den Strafverfolgungsbehörden machen. Aber nichts passiert. Irgendwie scheint es mir, sind in dieser EU die Rechtsstaaten abhandengekommen. Jedenfalls bezüglich der Täter ganz oben.

    • Avatar

      Lars

      1. Juni 2017 22:17 at 22:17

      Nicht nur in der EU, global !!!!!
      Man nennt diese Leute Politiker, Banker, Börsianer, Konzernchefs, Notenbankpräsidenten, Vorstandsvorsitzende und Lobbyisten. Juristisch gesehen alles Subjekte, die Immunität, Straffreiheit und vollkommene Verantwortungslosigkeit genießen dürfen.
      Juristisch korrekt sind es Menschen, die außerhalb der Pflichten und Verantwortungen stehen, welche das Recht den übrigen 99,5% der Menschheit auferlegt.
      Welchen Begriff könnte man anwenden? Freischärler, immunitäre Outlaws, pflichtfreie Eliten, sinnfreie Größenwahnsinnige??
      Es gibt noch keinen juristischen oder allgemein gültigen Begriff.
      Vorschlag: Covfefes

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        1. Juni 2017 22:23 at 22:23

        @Lars, sehr geil, wir nennen sie Covfefes! Covfefe Draghi, Covfefa Merkel…

        • Avatar

          Lars

          1. Juni 2017 23:59 at 23:59

          @Markus Fugmann
          Da bin ich dabei, Covfefe steht ab sofort für Menschen und Gruppen, die außerhalb der Pflichten und Verantwortungen stehen, welche das Recht den übrigen 99,5% der Menschheit auferlegt. Für Freischärler, immunitäre Outlaws, pflichtfreie Eliten, sinnfreie Größenwahnsinnige aus dem Bereich der Politik, des Bankwesens, der Börse, Konzernchefs, Notenbankpräsidenten, Vorstandsvorsitzenden und Lobbyisten.
          Wir sollten das sofort bei Wikipedia eintragen lassen ;)

      • Avatar

        Michael

        2. Juni 2017 01:57 at 01:57

        Cover-up from e??? forever
        Vertuschung von e? Wir rätseln weiter. Wir werden das Rätsel lösen!

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Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

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Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen und Inflation

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. IBM und Intel werden heute Abend ihre Quartalszahlen veröffentlichen – sie werden von ihm vorab besprochen. Auch das Thema Inflation ist auf der Tagesordnung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Wollen Sie einmal Gewinne mitnehmen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

Sie kennen diese Situation. Da halten wir im Depot eine oder mehrere echte Kursraketen, die uns in den vergangenen Jahren prozentual dreistellige Buchgewinne gebracht haben. 200, 300 oder vielleicht sogar 400 %! Ein ganz schöner Anblick.

Da sind doch einmal Gewinnmitnahmen angeraten, oder? Schließlich wissen wir als Börsianer durchaus, ein Buchgewinn ist nicht in Stein gemeißelt. Trotzdem tun wir uns aus psychologischen Gründen mit dem Verkauf einer solchen Position schwer. Denn irgendwie haben wir diese Aktien, die wir seinerzeit so perfekt ausgewählt haben, liebgewonnen. Außerdem haben wir die Sorge, wenn wir jetzt verkaufen, macht der Titel nochmals 50 %, und wir sind dann nicht mehr dabei. Ein Dilemma!

Hier gibt es ein probates Mittel, um uns aus unserer „Not“ zu helfen, der sog. Teilverkauf. Ganz konkret: Hat sich eine Position einmal verdoppelt oder gar verdreifacht, veräußern Sie einfach einmal ein Drittel oder die Hälfte dieser Aktie.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie wandeln Buchgewinne in echte Gewinne um und nehmen einmal Kapital aus dem Feuer. In der derzeitigen Marktsituation ist das bestimmt kein Fehler. Andererseits profitieren Sie dennoch, wenn der Titel noch weiter zulegen sollte.

Außerdem agieren Sie mit einem solchen Vorgehen antizyklisch. Das heißt, Sie „teilverkaufen“ genau jene Positionen, die wahrscheinlich etwas heiß gelaufen sind. Studien haben gezeigt, dass solche gezielten Teilverkaufe die Stabilität im Depot erhöhen und sich oftmals auch noch gewinnsteigernd auswirken, sofern man die freien Mittel gezielt in…..

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