Anleihen

Italiens neuer Rekord – grazie Mario!

Hätte Italien nicht einen Mario Draghi hervorgebracht – es hätte ihn unbedingt erfinden müssen. Denn Mario spart dem italienische Staat viel Geld – und das trotz Rekordverschuldung und dem bisher weitgehenden Ausbleiben von Reformen, die der aktuelle Ministerpräsident Renzu versprochen hatte.

Macht nix, sagen die Fiannzmärkte, Hauptsache wir haben Mario – und damit in Gestalt der EZB einen Garantiegeber für die Verschuldung Italiens. Die Kritik Draghis an der Austeritätspolitik Merkels am Freitag in Jackson Hole hat die Märkte schnell in Euphorie versetzt – und führt jetzt reihenweise zu rekordniedrigen Risikoprämien (Renditen) für Staatsanleihen der Euro-Peripherie. Man erwartet neue Segnungen durch die europäische Notenbank – und gibt die zu erwartende Liquidität mit voller Vorfreude schon einmal aus, bevor man sie hat. Denn auf Mario ist eben Verlaß!

So konnte Italien heute bei einer Auktion von Staatsanleihen mit Laufzeit bis 2016 die geringste je verzeichnete Rendite bieten: 0,326%. Bei der letzten Auktion im Vormonat waren es noch 0,428% – und bei der ersten Auktion im Januar sogar noch 1,031%. Das heißt: innerhalb von sieben Monaten hat sich die Rendite für eine 2-jährige Staatsanleihe gedrittelt. Macht natürlich Sinn, schließlich steht Italien ja jetzt ökonomisch Lichtjahre-weit besser da als noch zu Jahresbeginn, oder?



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