Anleihen

IWF senkt Prognose für USA, Fed soll Zinsen nicht anheben

Von Markus Fugmann

Der IWF hat heute zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten seine Prognose für das BIP in den USA gesenkt: von 3,1% auf nun 2,5%. Ausserdem solle die Fed mit Zinsanhebungen bis zur ersten Hälfte 2016 warten, solange die Löhne und die Verbraucherpreise nicht stärker anzögen als derzeit:

“The FOMC should remain data dependent and defer its first increase in policy rates until there are greater signs of wage or price inflation than are currently evident,” the IMF said. Based on the fund’s economic forecast, and “barring upside surprises to growth and inflation, this would put lift-off into the first half of 2016.”

Ein Grund für die Empfehlung des IWF an die Fed, mit Zinsanhebungen zu warten, sei die „moderate Überbewertung“ des Dollars, so der IWF weiter. Eine weitere Aufwertung des Greenbacks sei schädlich, heißt es in dem heute in Washington veröffentlichten Statement:

“There is a risk that a further marked appreciation of the dollar – particularly one that takes place in an environment where policies to address growth deficiencies languish both in the U.S. and abroad – would be harmful.”

Ausserdem warnt der IWF vor steigenden Risiken im Schattenbankensystem (Hedgefonds, Geldmarktfonds), vor einem Mangel an Liquidität in den Anleihemärkten, und einer größeren Risikobereitschaft in der Versicherungsbranche der USA.



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1 Kommentar

  1. So finden sich stets neue (auch selbst gebastelte) Gründe und neue Stimmen, die dafür sorgen wollen, daß alles so bleibt, wie es ist. Alle ahnen, es ist falsch, so weiter zu machen, aber sie scheuen jede Verantwortung, für die sie jedoch gerade eingesetzt und bezahlt werden.

    Genau das aber ist der falsche Weg, denn er ist voller Unsicherheit, Unklarheit und unbekannten Gefahren, die allesamt deswegen gefährlicher sind als alles, was per Zinshike – der moderat ausfallen könnte – angerichtet werden könnte und dazu darüber Erfahrungen vorliegen, damit umzugehen.

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