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Jackson Hole – was von Powell zu erwarten ist

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Heute um 16Uhr deutscher Zeit wird bekanntlich Jerome Powell seinen lange ersehnten Auftritt in Jackson Hole haben. Und die Erwartungen an diese Rede sind hoch, die Märkte erhoffen sich ein Signal für einen Zinssenkungszyklus, auch wenn Powell wohl genau das nicht liefern wird.

Denn nicht nur ist die Konferenz in Jackson Hole eine eigentlich rein akademische Veranstaltung, ein Austausch von Wissenschatlern und Notenbankern – also eigentlich nichts, was normalerweise für die Öffentlichkeit bestimmt oder interessant wäre, eine Art „Elfenbeintrum-Party“.

Und so sprachen die Teilnehmer der Konferenz in Jackson Hole dann Jahr für Jahr meist unbemerkt von jener Öffentlichkeit – bis der damalige Fed-Chef Ben Bernanke ausgerechnet in Jackson Hole im Jahr 2010 das QE ankündigte und damit eine jahrelange Haussen an den Märkten auslöste: die Fed sei “falls nötig, bereit zu einer weiter akkomodierenden Geldpolitik durch unkonventionelle Maßnahmen – vor allem, wenn sich der Ausblick signifikant eintrüben sollte.”

Seit der 2010er-Rede Bernankes  ist Jackson Hole also ein Ort, von dem geldpolitische Botschaften der Fed an die Märkte ausgehen können. Nun haben die Ereignisse und Entwicklungen (Handelskrieg, Konjunkturabkühlung, fallende Renditen etc.) der letzten Woche und Monate eine immense Erwartungshaltung an die Rede von Jerome Powell in Jackson Hole geschürt – mehr als dem Fed-Chef lieb sein dürfte. Denn die Märkte quengeln und wollen einen Zinssenkungszyklus, am Besten direkt verbal angekündigt vom Fed-Chef. Und natürlich der Druck von Donald Trump, der zeitnah eine Senkung von einem 1% fordert.

Unwahrscheinlich, dass Powell die großen Hoffnungen Trumps und der Märke erfüllen kann und will. Er wird sich wohlweislich alle Optionen offen lassen und einmal mehr klar machen, dass die Fed „data dependent“ sei. Die Wirtschaftsdaten der USA waren mit Ausnahme des gestrigen Markit PMI sehr solide, gar besser als erwartet.

Auch der aktuelle Zinssatz, ergo die Kapitalkosten, sind für die US-Unternehmen kein Problem, wie gestern Philadelphia Fed-Chef Harker betonte (der sich dabei auch gegen eine Zinssenkung aussprach). Eigentlich müßte die Fed also nicht die Zinsen senken im September – aber sie wird es wohl dennoch tun, und das vorwiegend wegen der Entwicklungen ausserhalb der USA, sprich der konjunkturellen Entwicklungen in Europa und China und deren geldpolitischen Reaktionen darauf. Faktisch kann sich die Fed also dem Sog der anderen wichtigen Notenbanken nicht entziehen und wird daher im September wahrscheinlich handeln.

Aber was kommt dann? Diese Frage wird Powell aller Wahrscheinlichkeit offen lassen – man sollte also besser nicht zu viel erwarten. Vermutlich wissen wir auch nach der Rede Powells nicht wirklich, wie es mit den Zinsen in den USA witer geht. Und der Grund dafür ist einfach: weil es Powell und die Fed auch nicht wissen!

 

Und so ist Powell in einer unschönen Situation..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

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    Marko

    23. August 2019 12:58 at 12:58

    Und genau das

    „Und die Erwartungen an diese Rede sind hoch, die Märkte erhoffen sich ein Signal für einen Zinssenkungszyklus, auch wenn Powell wohl genau das nicht liefern wird.“

    Wäre absolut „richtig“ für die „Märkte“, d.h. für den Anleihe- wie den Aktienmarkt.

    Weil : der „Markt“ muss endlich mal ins „Gleichgewicht“ kommen, wenn mir einer erzählen will, dass der Rentenmarkt gerechtfertigt bewertet ist, den schick ich rüber zur Donald-Trump-Comedy-Show… 😀

    Den wahrscheinlich besten „America-First“-„ich-bin-der Auserwählte“, die Mauerbau-zu-Mexiko kommt sowieso, und Deutschland-finde-ich-nicht so-toll -Twitter 08/15-Prasidenten aller ‚Zeiten.

    Was habt Ihr Euch mit dem Donald eingebrockt, liebe Amis… ?

    Na ja, das „Talent“ als Comedy-Fuzzy, hat er ja… 😉

    Aber als „seriöser“ Politiker, wohl eher nicht, der liebe Donald, der tritt von einem Fettnämpfchen ins andere, interessiert ihn überhaupt nicht, da der Donald aber mindestens „Gott-gleich“ einzustufen ist…

    Und der Boris, der Johnson ist genauso ein Fall… ‚Na ja mit Abstrichen….

    Die Amis dürften 15000 Kreuze machen, wenn man so einen Chaoten nicht mehr in amt und würden sehen muss

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Gold in einer win-win-Situation? Marktgeflüster (Video)

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Ist Gold nun in einer win-win-Situation? Offenkundig nutzen derzeit viele Investoren Gold erstens als Absicherung gegen die ökonomischen Folgen des Coronavirus. Und zweitens erwarten die Märkte – sollte sich die Lage verschlechtern – dass die Fed (und andere Notenbanken) die Zinsen weiter senken, was wiederum gut für das unverzinste Gold wäre. Heute die Wall Street mit einem plötzlichen Abverkauf – der Nasdaq 100, der seit dem 27.Januar mehr als 8% hat zulegen können, mit einer schnellen Bewegung nach unten. War eine Meldung der „Global Times“ über Apple der Auslöser? Inzwischen rückt in Sachen Coronavirus Südkorea immer mehr in den Fokus – die Sorgen vor einer globalen Ausbreitung nehmen zu..

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Dax und Wall Street: Neue Allzeithochs voraus?

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Steigt der Dax zeitnah über die Marke von 14.000 Punkten – trotz der Sorgen über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus in China? Chris Zwermann meint: der deutsche Leitinex könnte noch bis 14040 Punkte steigen, zumaal der Dax derzeit noch nicht wirklich überkauft sei. Danach aber stehe eine deutliche Korrektur an. Ähnliches gilt laut Zwermann auch für den Leitindex dr Wall Street, den S&P 500, der bis 3420 Punkte ssteigen dürfte – und dann ebenfalls zu einer Korrektur ansetzen dürfte. Der Markt steige, aber gleichzeitig ziehen die Gweinne nicht mit, das werde die Wall Street schließlich einpreisen müssen mit einer Korrektur bis in den Bereich von 3200 Punkten.

Die besten Perspektiven sieht Zwermann aber für den italienischen Leitindex MIB 40. Aber vieles werde auf die weitere Entwicklung des Euro ankommen – denn wenn der Dollar noch weiter aufwertet, werde das zunehmend ein Problem für die amerikanische Wirtschaft (und damit für die amerikanische Unternehmen, die international tätig sind). Derzeit profitiert der Dollar von den Coronavirus-Sorgen: Kapitalströme fließen in den Greenback wegen der zuletzt guten US-Konjunkturdaten (heute der starke Philly Fed Index) – und weil in den USA mit Staatsanleihen zumindest noch etwas Renditen zu erwirtschaften sind (siehe dazu: „US-Dollar: warum er derzeit so unglaublich stark ist!“).

Chris Zwermann wirft darüber hinaus noch einen Blick auf die Wasserstoff-Aktien:

 

Überwindet der Dax noch die 14.000er-Marke?

Foto: Deutsche Börse AG

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Rüdiger Born: Chance im Nasdaq, Öl tapfer nach oben

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