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Japan: Das sieht nicht gut aus

Heute veröffentlichte ökonomische Daten aus Japan zeigen: Auch in Asien sieht es alles andere als gut aus. Einige Beobachter wie beispielsweise Jasper Lawler von der London Capital Group sehen eine deutlich gestiegene Wahrscheinlichkeit, dass Japan dieses Jahr in eine Rezession abgleitet. Und immerhin ist das Land die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt!

Was ist passiert? Heute vermelden die Statistiker in Japan Exporte für den Monat Dezember, die gegenüber Dezember 2017 um 3,8% rückläufig sind. Das ist der größte Rückfall seit Oktober 2016, und mit -3,8% fällt der Rückgang doppelt so stark aus wie von Analysten im Schnitt erwartet. Die Importe steigen nur um 1,9%, wobei ein Plus von 3,7% erwartet wurde. Die Handelsbilanz fällt mit -55 Milliarden Yen deutlich schwächer aus als erwartet mit -30 Milliarden Yen.

In Asien scheint die Lage generell düsterer zu sein als man denkt. So sind die japanischen Exporte Richtung Festland-China um 7% gefallen, nach Hong Kong um 17,3% und nach Südkorea um 11,6%. Dass der Handelskrieg zwischen China und den USA eine möglicherweise bevorstehende Rezession befeuern sollte, kann man an diesen Exportdaten ablesen. Denn vor allem Anlagen zur Chipherstellung und Kommunikationsausrüstungen sind von den rückläufigen Exporten Richtung China betroffen. Und genau solche Bereiche sind „heiß diskutierte“ Themen zwischen China und den USA!

In Japan liegt die Inflation aktuell nur bei 0,5%, obwohl die Notenbanker viel massiver als in Europa oder den USA Geld pumpen und quasi den ganzen Kapitalmarkt aufkaufen. Der Index der gesamtwirtschaftlichen Aktivität für Japan ist auf Monatsbasis zuletzt um 0,3% gefallen nach +2,1% im Vormonat. Eine rapide Verschlechterung! Trotz nach wie vor glänzender Wachstumszahlen aus China mit dort (staatlich verordnetem?) Wirtschaftswachstum von über 6% scheinen Daten wie diese aus Japan darauf hinzudeuten, dass die Lage in Asien nicht mehr so rosig aussieht.



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4 Kommentare

  1. Also Japan auch noch schlechter als erwartet, neben China ,USA, Europa, Brexit, also die grössten Nationen mit Problemen, dazu die Schwellenländer in Dollar verschuldet, die Gurus die jetzt die Rezession noch nicht riechen, sollten mir erklären welche Schulen u.Erfahrungen man machen muss um die Lage noch immer rosig zu sehen. Larry Kudlow macht Seminare.

    1. Ja nat.die verrotteten Merkel-Schulen,die „wir schaffen das“predigen!
      Da brauchts keinen“Larry Kudlow“….In DE,hat Raute(allias Kudlow) alles im Griff…

    2. Avatar
      Bundessuperminister für Optimismus uns Schönfärberei

      @Prognostiker, die Lage ist rosig, das wurde in den letzten Tagen ausführlich diskutiert und dargelegt: Einfach nur dem Chart folgen, Daten und News wie die hier genannten ignorieren. Wer dennoch Wert auf Daten und Fakten legt, sollte diese immer in Relation zum BIP oder anderen Größen, wie dem Luftdruck in der Blase oder der Höhe frisch gedruckter Geldstapel betrachten, niemals nur in absoluten Zahlen. Und schon ist alles so rosig wie die Ringe unter Präsident Trumps Schweinsäuglein.

  2. @ Bundessuperminister ••••••••
    Vor allem wenn das BIP viel stärker gestiegen ist als die verfügbaren Einkommen der Normalverdiener, wie heute von einer einfachen Wirtschaftsjournalistin in einer Boulevard-Zeitung erklärt.Die einfachen Leute brauchen eben keine falschen Statistiken um die Welt schönzureden, da sie täglich der Realität ausgesetzt sind.

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