Bisher war der Carry-Trade nicht in Gefahr. Ausländische und einheimische Anleger konnten sich günstig in Japan verschulden. Die Zinsen waren niedrig, der Yen schwach. Aber inzwischen sind die Zinsen in Japan deutlich angestiegen, und die Bank of Japan hat offenkundig in den letzten Tagen massiv interveniert zugunsten des Yen, der zu sehr abgewertet war.
Yen-Intervention seit dem 30. Mai
Im folgenden Chart sehen wir seit dem 30. Mai: Mindestens zwei Mal, aber eher fünf Mal hat die Bank of Japan Yen gekauft, und damit das Währungspaar US Dollar gegen Yen von 160,6 auf jetzt 156 runtergedrückt. Aber noch tiefer geht es derzeit nicht? Ist der Dollar als Gegenspieler aktuell zu stark? Oder wollen die Funktionäre in Japan nicht genug Dollar-Reserven aufwenden, um damit ausreichend Yen für eine weitere Aufwertung zu kaufen?
In der folgenden Grafik sehen wir das große Bild: Im Verlauf der letzten fünf Jahre war USDJPY kräftig angestiegen von 110 auf 160. Der Dollar wertete also auf, der Yen wurde immer schwächer. 160 gilt am Devisenmarkt sozusagen als magische Grenze, bei der Behörden und Zentralbank in Japan nicht mehr zuschauen, sondern eingreifen.
Interventionsrallye steht bei 155 zum Dollar vor hoher Hürde
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Mehrere starke Aufschwünge den Yen seit dem 30. April sind alle kurz vor dieser wichtigen Marke von 155 ins Stocken geraten, bevor sie einen Teil der Gewinne wieder abgaben, so Bloomberg News. Zwar verfügen die Behörden in Tokio über ausreichende Reserven, um weiter zu intervenieren, doch deuten die Kursbewegungen auf eine starke Nachfrage nach Dollar und Grenzen der Fähigkeit Japans hin, das Blatt zugunsten des Yen zu wenden.
Das wirtschaftliche Umfeld begünstigt weiterhin die Stärke des Dollars. Die Energiepreise bleiben hoch, selbst angesichts der Hoffnungen auf eine Deeskalation des Iran-Konflikts. Die Bank of Japan ist noch mehr als einen Monat von einer möglichen Zinserhöhung entfernt, und die US-Notenbank scheint einer Senkung der US-Zinsen nicht näher gekommen zu sein.
„Die entscheidende Frage ist, ob das Finanzministerium den Yen weiterhin verteidigen wird oder bereits genügend Feuerkraft eingesetzt hat“, schrieben Strategen der Oversea-Chinese Banking Corp., darunter Moh Siong Sim, in einer Mitteilung. Eine Intervention allein werde den allgemeinen Trend der Yen-Abwertung wahrscheinlich nicht umkehren, merkten sie an.
Zwar haben die Behörden keine Intervention bestätigt, doch sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass die Regierung am 30. April in den Markt eingriff, als der Yen über 160 notierte – eine weithin als rote Linie angesehene Marke. Diese Maßnahme kostete das Land laut einer Analyse der Konten der Bank of Japan rund 34,5 Milliarden US-Dollar.
Händler haben auf plötzliche Kursbewegungen am 1., 4. und 6. Mai hingewiesen, die die Merkmale von Währungsankäufen durch die Zentralbank aufweisen.
„Die Verteidigung der 160er-Marke beim USD/JPY scheint ein strategisch schwacher Ansatz zu sein, da dies das Risiko birgt, einen konzentrierten Angriff des Marktes zu provozieren“, sagte Ikue Saito, Strategin bei JPMorgan.
FMW/Bloomberg
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Japan könnte den Yen stärken indem man die Zinsen erhöht und die Bilanz verkleinert…beides kommt für die Bank of Japan aber nicht infrage…
Stattdessen knallt man seine Dollars heraus um den Yen zu stürzen…
Am deutlichsten wird die missratene Geldpolitik …wenn man den Yen mit der Feinunze Gold …in’s Verhältnis setzt…Faktor 25 seit der Jahrtausendwende ! Von wegen Geldwertstabilität des Yen..! Zum Gold schon mal nicht und zu vielen anderen Dingen auch nicht…!
Der Yen ist Konfetti!