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Asien

Japans Industrie schrumpft – was sagt uns das über China?

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Eines ist auffällig: nicht nur Japans Industrie schrumpft, sondern auch die Industrie jener asiatische Staaten, die mit China viel Handel treiben. So sind die Exporte Südkoreas nach China seit Jahresbeginn im freien Fall, die Einkaufsmanagerindizes der Industrie in Taiwan und Australien kontrahieren.

Chinas kommunistische Partei selbst hat seine Bürger auf einen „harten Kampf“ eingeschworen – und meint damit den Kampf um die Wirtschaft. Vor allem die Industrie in China zeigt starke Bremsspuren, die Einkaufsmanagerindizes Gewerbe unter der 50er-Marke.

Was nun nicht passieren darf, ist ein Abschwung des chinesischen Binnenmarkts, der vor allem durch fallende Preise am chinesischen Immobilienmarkt ausgelöst werden könnte! Denn anders als die Amerikaner, die ihr Geld großteils in den Finanzmärkten investiert haben, sind ca. 75% des Vermögens der Chinesen in Immobilien investiert (siehe hierzu ausführlicher den Artikel: „Handelskrieg USA-China: Warum China am längeren Hebel sitzt – die Blase der Anderen!“).

Chinas größter (und massiv verschudelter) Immobilienentwickler Evergrande aber hat nun die Preise um 10% gesenkt hat – und damit einen Proteststurm jener hervorgerufen, die kurz vor diesem Preisnachlaß gekauft hatten:

Ist das alles ein Zeichen für weiteren Abwärtsdruck der maßlos verschuldeten Wirtschaft Chinas? Florian Homm jedenfalls sieht dafür klare Anzeichen!

Hinweis der Redaktion: Wir hatte kürzlich ein aus unserer Sicht sehr spannendes Interview mit Florian Homm geführt:

Interview mit Florian Homm: „Rosinen picken, Schrott shorten!“ Was Sie jetzt tun müssen!

Hier die Einschätzung von Florian Homm im Video:


Die Großstadt Chongqing

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Martin Ebner

    6. März 2019 18:42 at 18:42

    Das Zertrümmern von Immobilien-Büros gehört in China schon seit mindestens 2012 zur Folklore. Sieht auf Youtube gut aus, hat aber weiter nichts zu bedeuten…
    http://martin-ebner.net/regions/asia/china-immobilien/

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Asien

Japan: Exporte brechen drastisch ein

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In Deutschland hat sich die Industrieproduktion zuletzt schon deutlich abgeschwächt. Und gestern dann kamen mehr als gruselige Daten aus Italien mit einem Rückgang der Industrieproduktion im Dezember um 7,3% im Jahresvergleich, und einem Rückgang der Aufträge um 5,3%.

Heute nun folgenden schwache Daten aus Japan. Die offiziell vermeldeten Außenhandelsdaten sehen gruselig aus. Die Importe fallen im Januar im Jahresvergleich um 0,6% nach +1,9% im Dezember. Die Exporte fallen um 8,4% nach -3,9% im Dezember. By the way… die Bauaufträge in Japan sind laut heutiger Meldung im Dezember im Jahresvergleich um 3,7% rückläufig. Im November ging es schon um 10,7% nach unten.

Das Außenhandelsdefizit der Japaner liegt nun so tief wie seit fünf Jahren nicht mehr! Der Rückgang der Exporte fällt so stark aus wie seit zwei Jahren nicht mehr. Vor allem die Exporte nach China brechen massiv ein mit -17,4%. Grund dafür dürfte vor allem die schwächelnde chinesische Wirtschaft sein, was ja auch zu tun hat mit dem Handelskrieg zwischen China und den USA.

Eine kleine „Ehrenrettung“ könnte sich im Nachhinein noch ergeben für die japanischen Exporteure. Das chinesische Neujahresfest findet jedes Jahr zu anderen Daten statt, dieses Jahr im Februar. Dadurch können Monatszahlen in zwei nacheinander folgenden Jahren optisch verzerrt werden. Kommen in den Februar-Exportdaten vielleicht wieder besser Zahlen heraus, weil höhere Exporte nach China den Schnitt nach oben ziehen? Aber trotzdem sieht die Gesamtlage wenig rosig aus.

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Asien

China: Das BIP liegt bei ca. 2%, nicht bei mehr als 6%!

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Heute Nacht kamen wieder schwache Daten aus China: der Caixin Einkaufsmanagerindex fiel auf 48,3 und damit so stark zum Vormonat (der ebenfalls bereits unter der 50er-Marke war und damit schon Schrumpfung signalisiert hatte) wie noch nie seit >einführung des Index (Anfang 2016).

Formal wächst das BIP Chinas mehr als 6% – aber diese BIP-Zahlen sind hochgradig politisch und haben mit der Realität nicht sehr viel zu tun. Wer wissen will, was in China wirklich passiert, sollte sich vor allem die Kredit-Daten ansehen!

Heute Nacht haben dann 387 chinesische Unternehmen, die an der Festlands-Börse gelistet sind (von insgesamt knapp über 2400 gelisteten Unternehmen insgesamt) gemeldet, dass sie 2018 Verluste gemacht haben – 86% dieser Unternehmen waren 2017 noch profitabel.

Wie aber ist die Lage wirklich? Leland Miller ist CEO des China Beige Book und sagt in folgendem Radio-Interview, dass das Wachsum Chinas real bei ca. 2% liegen dürfte. Der Abschwung sei viel stärker, als das im Westen wahrgenommen werde – und Peking habe viel weniger Spielraum für Stimulus-Maßnahmen, als man annehme. Sollte der Handelskrieg mit den USA weiter gehen, werde die Lage für Chinas Wirtschaft dramatisch, so Miller.

Das Interview von Leland Miller vermittelt Insider-Einsichten über Chinas Wirtschaft und seine aktuellen Probleme, die man sonst kaum bekommen kann – absolut hörenswert:

Das (englischspachige) Interview hören Sie hier..


Die Großstadt Chongqing

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Asien

China-Außenhandel: Schlechte Zahlen, aber 12 Jahres-Rekord gegen die USA

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China hat heute früh seine aktuellsten Außenhandelsdaten veröffentlicht. Zunächst einmal schauen wir uns die Gesamtzahlen an. Die Exporte im Dezember 2018 fielen gegenüber Dezember 2017 um 4,4% (erwartet +3%). Da die Importe aber mit -7,6% (erwartet +5%) noch viel stärker fielen, steigt der Handelsüberschuss Chinas im Monat Dezember von 44,7 auf 57,1 Milliarden Dollar. Das ist also ein trügerisches Bild!

Im Gesamtjahr 2018 hat China den geringsten Handelsüberschuss seit dem Jahr 2013 erwirtschaftet. Bei 351,8 Milliarden Dollar Überschuss stiegen die Exporte gegenüber 2017 um 9,9%, während die Importe um 15,8% gestiegen sind (in US-Dollar berechnete Daten).

China-Außenhandel mit den USA

Im Monatsvergleich von November auf Dezember 2018 ist der Überschuss Chinas mit den USA zwar von 35,5 auf 29,9 Milliarden Dollar leicht gefallen. Aber im Gesamtjahresvergleich von 2017 zu 2018 hat China gegen die USA den höchsten Überschuss seit dem Jahr 2006 erzielt. Der Überschuss stieg gegenüber 2017 um 17% auf 323,3 Milliarden Dollar.

Exporte Richtung USA stiegen im Jahresvergleich m 11,3%, und die Importe aus den USA nach China stiegen nur um 0,7%. Das treibt natürlich den chinesischen Überschuss in die Höhe. Diese Daten dürften Donald Trump überhaupt nicht gefallen. Und sie dürften Anlass für ihn sein sein Verhandlungsteam noch weiter anzufeuern, dass noch härter mit Peking über neue Handelsbedingungen gefeilscht werden muss.

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