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Jean-Claude Juncker eskaliert und beschimpft EU-Parlament!

Und wieder eskaliert Jean-Claude Juncker – Unterhaltsames unserer Gesetzeshüter aus dem Europäischen Parlament..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Jean-Claude Juncker ist bekannt für gelegentlich merkwürdige Aktionen (er steht im Rufe, bestimmten Getränken nicht abgeneigt zu sein..) – so etwa gegenüber dem ungarischen Ministerpräsident Orban, den er einst mit „Hallo, mein kleiner Diktator!“ begrüßte und ihm eine „freundschaftliche“ Ohrfeige verpasste.

Heute dann der nächste Eklat Junckers! Anlaß war, dass zu einer Sitzung des Europäischen Parlaments nur 30 Abgeordnete erschienen waren – das Parlament hat aber 751 Sitze. Offenkundig war das Interesse sehr gering an dem Abschlußbericht des Ministerpräsidenten von Malta, dessen Land in den letzten sechs Monaten die EU-Präsidentschaft inne hatte und heute berichten wollte, was alles in dieser Zeit geschehen bzw. voran getrieben worden war.

Juncker, sichtlich erbost darüber, dass nur ca. 30 Abgeordnete zu der Sitzung erschienen waren:

„Das Europäische Parlament ist lächerlich. Total lächerlich!“

„Ich grüße diejenigen, die sich die Mühe gemacht haben, heute zu erscheinen, aber die Tatsache, dass nur ungefähr 30 Abgeordnete erschienen sind, zeigt klar, dass das Parlament nicht seriös ist!“.

Daraufhin unterbrach der neue Präsident des Europäischen Parlaments, Tarjani (der Nachfolger von Schulz):

„Sie können das Parlament kritisieren, aber es ist nicht die Europäische Komission, die das Parlament kontrolliert, sondern das Parlament kontrolliert die Europäische Kommission!“.

Daraufhin Juncker: „Es sind nur ganz wenige Mitglieder hier, die die Europäische Kommission kontrollieren. Sie sind lächerlich!“.

Darauf Tarjani: „Herr Präsident, ich bitte Sie, ihre Sprachwahl zu ändern. Wir sind nicht lächerlich!“.

Darauf Juncker: „Ich werde nie wieder an so einer Sitzung teilnehmen!“.

Juncker mokierte sich weiter, dass, würde Macron vor dem Parlament sprechen, das Haus wahrscheinlich voll gewesen wäre.

Hier die Wutrede Junckers:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Und so sah es im Europäischen Parlament in Strassburg aus:

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Jean-Claude Juncker
Foto: Factio popularis Europaea, http://www.flickr.com/photos/eppofficial/12995014393/
Wikipedia (CC BY 2.0)

20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    Petkov

    4. Juli 2017 13:53 at 13:53

    Buahaha. Prost, Jean-Claude! Wenn du nicht permanent hackevoll rumirren würdest, kämest du auch nicht auf die Idee, einer EU-Sitzung beizuwohnen. Vor diesem Hintergrund würde ich die 30 Anwesenden genauer untersuchen. Der EU-Kommunismus kopiert den osteuropäischen, aber auf einer sehr dilettantischen Art und Weise. Europa hat mit diesen Kasperl keine Überlebenschance.

  2. Avatar

    Gixxer

    4. Juli 2017 14:17 at 14:17

    Die Frage ist: Für wie viel Personen hier wohl Sitzungsgeld beantragt wird?
    Ich bin mir sicher, dass werden mehr als 30 sein. Diese Zahl wird sicher deutlich dreistellig sein.

  3. Avatar

    berti

    4. Juli 2017 14:20 at 14:20

    Mag sein , das er oft dicht ist, vielleicht ist das Elend auch nicht anders zu ertragen.
    Eigentlich hat er ja Recht.

  4. Avatar

    GiGi

    4. Juli 2017 14:22 at 14:22

    „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

    Die EU mit ihrer Kommission zusammengesetzt aus Machteliten die den Autogenozid der Völker Europas initiiert hat keine Legitimation.

    Ja zu Europa aber nein zur Union

  5. Avatar

    ubsb55

    4. Juli 2017 14:36 at 14:36

    Wie sagt der Volksmund: Besoffene und kleine Kinder sagen die Wahrheit. Das einzig traurige daran ist nur, dass es dafür Alkohol braucht. Werden die eigentlich dafür bezahlt, dass die da sitzen und wenn ja, gibts auch Abzüge fürs nicht Erscheinen?

  6. Avatar

    Raoul H

    4. Juli 2017 14:40 at 14:40

    Mich erstaunt schon lange, dass die Medien in den Parlamentsräumen Filmen dürfen, es ist in der Tat merkwürdig, wie viele Stühle unbesetzt sind, auch anderswo ( bei uns in Bern zum Beispiel )
    Zumindest aus diesem Blickwinkel hat Herr Juncker absolut Recht ! Bravo !!!

  7. Avatar

    Schleswig-Holsteiner

    4. Juli 2017 14:43 at 14:43

    Junkers hat weder „eskaliert“ noch hat er irgedwen „beschimpft“, Herr Fugmann. Das Verhalten der abwesenden Volkstreter spricht Bände und Junkers hat es gewagt dieses anzusprechen, zu recht. Warum sind Journalisten und solche die sich dafür halten eigentlich nicht mehr in der Lage sachlich und inhaltlich zu berichten und zu kommentieren ? Sie betreiben das dilletantische Geschäft der politischen Eliten und halten die Bevölkerung genauso zum Narren. Kein Wunder das die Demokratie sich selbst ad absurdum führt und den Menschen jedes Vertrauen in die Medien und Politik abhanden kommt. Wo soll das einmal enden ?
    „Das Europäische Parlament ist lächerlich. Total lächerlich!“ Die FMW Redaktion sieht es offenbar ganz anders. „Wutrede“ ? Total lächerlich !

    • Avatar

      berti

      4. Juli 2017 15:02 at 15:02

      Naja,finde ich jetzt nicht mit der FMW Redaktion.
      a) sie berichten ja wenigstens drüber(in der Tagesschau werden Sie davon nix hören)
      b) Sie berichten mit einer gewissen Ironie, ja Jean-Claude bekommts auch bissi ab, aber gut , wer sich behackt in der Öffentlichkeit gibt brauch sich ja auch nicht wundern, nicht ernst genommen zu werden….

      • Avatar

        gerd

        4. Juli 2017 15:23 at 15:23

        Grad denke ich noch, das ist ein Thema, wo ich jetzt mal mein Maul halte. Aber nee, denn Berti, warum wohl“…werden Sie in der Tagesschau davon nix hören“?
        Nicht wegen dem Junker, den FMW auf die Schippe genommen hat (o.k. deswegen evtl auch), sondern weil sie niemals nicht in irgendeiner
        Form Stimmung gegen die EU machen würde.
        Und das täte sie aber, wenn sie darüber berichten würde, was Junker – diesmal zu recht – angeprangert hat.

        • Avatar

          berti

          4. Juli 2017 15:44 at 15:44

          Mhmm, ja, haben Sie wohl Recht!

  8. Avatar

    Mulinski

    4. Juli 2017 14:45 at 14:45

    Dieser selbstgefällige Trunkenbold verkörpert so richtig die Verkommenheit der EU.

    • Avatar

      joah

      4. Juli 2017 17:24 at 17:24

      :lol:

    • Avatar

      Lars

      5. Juli 2017 02:04 at 02:04

      Meinen Sie mit EU die EU-Kommission oder das EU-Parlament, die EU per se und sui generis? Der selbstgefällige Trunkenbold übt doch zumindest Kritik an der Verkommenheit gewählter Volksvertreter, die zu 96% aus Langweile und besseren Ablenkungen ihren hochbezahlten Pflichten nicht nachkommen.

  9. Avatar

    Lossless

    4. Juli 2017 17:19 at 17:19

    Man sagt, mit dem Alter kommt die Weisheit. Ich bin alt genug um zu erkennen, im EU-Parlament stimmt einiges nicht und auch der „Hoffnungsträger“ Emmanuel Macron wird daran nichts ändern.

  10. Avatar

    hasenmaier

    4. Juli 2017 21:56 at 21:56

    Die EU wird nur von 2 Institutionen regiert : Dem EUGH u. der Kommission , daher ist diese mediale Polemik fehl am Platz…

  11. Avatar

    Lars

    5. Juli 2017 01:05 at 01:05

    …30 Abgeordnete erschienen waren – das Parlament hat aber 751 Sitze. Offenkundig war das Interesse sehr gering an dem Abschlußbericht des Ministerpräsidenten von Malta, dessen Land in den letzten sechs Monaten die EU-Präsidentschaft inne hatte und heute berichten wollte, was alles in dieser Zeit geschehen bzw. voran getrieben worden war.“
    30 von 751 = 4%, der Rest (96%) war vermutlich in der Bar, im Restaurant oder beim Escortservice nebenan zu finden. Wofür werden diese Schwerenöter und Filous eigentlich fürstlich bezahlt und gebraucht? Wenn der scheidende EU-Präsident seine Abschlussrede hält, hat man schon aus Gründen der Höflichkeit da zu sein.

    Wenn Juncker sagt: „Das Europäische Parlament ist lächerlich. Total lächerlich!“, verstehe ich die Antwort Tarjanis nicht: „Sie können das Parlament kritisieren, aber es ist nicht die Europäische Komission, die das Parlament kontrolliert, sondern das Parlament kontrolliert die Europäische Kommission!“

    Juncker kritisiert doch das Parlament. Und das glänzt zu 96% durch Abwesenheit und Desinteresse, anstatt sich für seine Aufgabe zu engagieren.
    Wer die Kontrolle hat, sollte sich das nicht so heraushängen lassen, vor allem dann nicht, wenn er seinen Pflichten nicht nachkommt.
    Wer von den 30 Anwesenden mault im Video eigentlich herum? Italiener und andere Südstaatler. Leute, die ihre parlamentarischen Aufgaben mit utopischen Gehältern und Abfindungen anscheinend als Jux und Spaß wahrnehmen.

    Viel schlimmer als Alkies sind unfähige Kleingeister, deren Gehirn im Machtrausch zum chemischen Größenwahn stimuliert wird.

  12. Avatar

    Arianna

    5. Juli 2017 09:06 at 09:06

    Kleiner Kommentar: Die Name des italienisches Präsidenten ist „Tajani“ und nicht „Tarjani“!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      5. Juli 2017 09:08 at 09:08

      Grazie, @Arianna!

  13. Avatar

    walter

    5. Juli 2017 09:56 at 09:56

    Dass man sich ueber einen europ.Alkoholiker,hier so entlaedt,ist schon gigantisch..
    Der kann mich mal….

    • Avatar

      berti

      5. Juli 2017 10:12 at 10:12

      lol

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BlackRock, Wall Street – und China: Kampf der Giganten

Wolfgang Müller

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am

Wird BlackRock zu mächtig? Während BlackRock immer größer und wichtiger wird, scheinen die USA insgesamt abzusteigen (siehe hierzu das Interview mit der USA-Korrespondentin der „Zeit“, Heike Buchter).

Der Kampf der beiden Supermächte USA und China um die wirtschaftliche und technologische Vorherrschaft elektrisiert viele Marktbeobachter. Klar ist es fast unmöglich Chinas weiteren Aufstieg zu verhindern, schließlich hat China mit seiner riesigen Anzahl an Menschen – Vergleich zu den USA: 1439 Millionen zu 332 Millionen – einen Riesenvorteil. Aber die USA haben neben ihren großen Techfirmen auch noch weitere Riesen, einer davon ist der Finanzdienstleister BlackRock, der letzte Woche gigantische Zahlen abgeliefert hat.

BlackRock: Der schwarze Felsen wird immer größer

Der weltweite Aktienmarkt klettert, wie schon so oft dargestellt, auch infolge der Aktionen der Notenbanken nach oben, auf zuletzt 106 Billionen Dollar. Maßgeblich beteiligt daran ist die Wall Street, deren Aktienmärkte allein schon ein Gewicht von über 40 Billionen Dollar aufweisen. Angesichts des Anteils der USA an der Weltbevölkerung (4,3 Prozent) und der Wirtschaftsleistung (kaufkraftbeteinigt etwa 16 Prozent) eigentlich viel zu groß. Aber ebenso dominant ist der Anteil der Vermögensverwaltung in den USA, wie allein die letzten Donnerstag veröffentlichten Zahlen von BlackRock aufweisen.

BlackRock ist mit 8,68 Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen (Stand: 31. Dezember 2020) der weltgrößte Vermögensverwalter. Die Kunden sind Privatanleger und Institutionen wie Banken, Pensionskassen, Stiftungen, Versicherer, Staatsfonds und Zentralbanken. So der zutreffende Eintrag bei Wikipedia.

Inmitten der Corona-Krise ist es der Firma von Larry Fink gelungen, einem sehr einflussreichen CEO, was demnächst auch die Regierung von Joe Biden erleben dürfte, das Volumen der verwalteten „Assets“ im Jahr 2020 um 17 Prozent oder 1,2 Billionen Dollar auf 8,68 Billionen Dollar zu steigern.

BlackRock profitierte nicht nur von der aktiven Fondsbranche, auch seine bekannte ETF-Sparte (iShares) ist um 185 Milliarden Dollar gewachsen.

Aus diesen ganzen Zahlen ergab sich ein Gewinn für das Jahr 2020 von 5,2 Milliarden Dollar, ein Anstieg von ebenfalls 17 Prozent. Dass die Fantasie der Investoren auch bei diesem Felsbrocken der Finanzwelt ins Kraut schießt, zeigt die Entwicklung der Aktie, die bis zur Veröffentlichung der Jahresbilanz um 44 Prozent gestiegen ist. Aufgrund der großen Marktmacht von BlackRock spürt der Gigant nicht einmal so sehr die Entwicklung in der Fondsbranche hin zu den kostengünstigen Exchange Traded Funds. Der Gewinn des Finanzdienstleisters war auch im vierten Quartal um 1,6 Milliarden Dollar angewachsen.

Noch ein paar Sätze zum Zweikampf zwischen den USA und China.

Liste der größten Firmen der Welt

Betrachtet man sich die aktuelle Liste der nach Marktkapitalisierung schwersten Unternehmen der Welt, so stellt man fest, dass sich unter den größten 20 Unternehmen allein 13 US-Unternehmen, unter ersten Zehn gleich deren sieben befinden. China ist mit Tencent, Alibaba vertreten.

Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Tesla, Facebook, Berkshire Hathaway, Visa, Walmart, Johnson &Johnson, JP Morgan, Procter&Gamble, MasterCard, von einem Finanzgiganten BlackRock ist dabei nichts zu sehen, nicht einmal unter den ersten Hundert.

Sicher wird es demnächst durch Regulation bei den Monopolfirmen einiges an Korrekturen geben. Auch befinden sich die Kurse einiger Firmen in Höhen, die nicht aufrechterhalten werden können – auch wenn einige glauben, Aktien könnten sich dauerhaft den Fundamentaldaten entziehen.

Was das Vermögen von Kundengeldern angeht, haben die USA noch weit die Nase vorn. Denn neben dem 8-Billionen-Dollar-Koloss BlackRock gibt es noch die Riesen Vanguard Group, State Street Global Advisors und Fidelity Investments, jedes Unternehmen verwaltet mehrere Billionen Dollar.

China hat ein großes Problem in seinem Aufwärtsstreben und das ist sein totalitäres System. Es wird sicherlich nicht das Vertrauen von Investoren steigern, wenn eine Regierung so rigoros an eine Firma wie Alibaba herangeht, kürzlich noch achtwertvollstes Unternehmen der Welt, dessen Gründer Jack Ma schon seit Wochen von der Bildfläche verschwunden ist. Da vertraut die westliche Welt schon eher auf einen ETF der Firma BlackRock, Sparte iShares, wie die jüngsten Zahlen beweisen. Der Produktionsstandort China boomt – aber der Finanzstandort?

BlackRock und die Wall Street

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Wirtschaft kommt laut Bundesbank recht gut durch den Lockdown, aber…

Claudio Kummerfeld

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Lockdown Schriftzug

Die Bundesbank hat vor wenigen Minuten ihren Monatsbericht für Januar veröffentlicht. Demnach kommt die deutsche Wirtschaft recht gut durch den Lockdown. Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist laut Bundesbank im letzten Quartal 2020 durch das erhöhte Infektionsgeschehen und die wieder erheblich verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zwar ausgebremst worden. Aber es habe jedoch keinen größeren Rückschlag gegeben, da sich weniger durch die Maßnahmen betroffene Bereiche der Wirtschaft weiter erholten. Insbesondere die Industrie aber auch die Bauwirtschaft hätten nach den bis November vorliegenden Zahlen kräftig zugelegt.

Die Auftragseingänge in der Industrie hätten im November das Vorkrisenniveau vom Schlussquartal 2019 sogar deutlich überstiegen. Zudem seien die Einzelhandelsumsätze bis November noch erheblich gewachsen. Dies hätte ein Gegengewicht zu den Einbußen gebildet, die aufgrund der im Dezember angeordneten Schließungen im stationären Einzelhandel entstanden sein dürften. Die Unternehmensstimmung hellte sich im Dezember laut ifo Geschäftsklimaindex trotz des Wiederaufflammens der Pandemie auf. Diese ermutigenden Signale lassen laut aktueller Bundesbank-Aussage darauf hoffen, dass auch die zu Beginn des neuen Jahres verlängerten und weiter verschärften Einschränkungen die wirtschaftliche Erholung nicht allzu weit zurückwerfen.

Aber die Bundesbank versieht diese rosigen Aussagen mit einer kleinen Warnung, wie es nicht anders zu erwarten wäre. Bei dieser Krise sind ja „Risiko-Disclaimer“ fast schon unverzichtbar, da niemand eine Glaskugel hat und unzählige Variablen vorhersehen kann. Sollte das Infektionsgeschehen jedoch nicht erheblich nachlassen und die gegenwärtigen Beschränkungen der Wirtschaftstätigkeit länger anhalten oder noch weiter verschärft werden, so könne es gleichwohl noch zu einem spürbaren Rückschlag (für die Wirtschaftsleistung) kommen, so die Bundesbank.

Auch beim Thema Arbeitslosigkeit sieht die Bundesbank offenbar keine ernsthaften Probleme. So blieb der Arbeitsmarkt laut Aussage der Bundesbank trotz der wieder strikteren Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bemerkenswert stabil. Zwar seien im November und Dezember vermehrt Anmeldungen zur Kurzarbeit eingegangen, diese entsprächen jedoch nur einem Bruchteil der Anzeigen aus dem vergangenen Frühjahr. Die aktuellen Anzeigen würden sich vor allem auf den von den angeordneten Schließungen betroffenen Hotel- und Gaststättenbereich sowie Teile des Handels beschränken. Die registrierte Arbeitslosigkeit sei im Dezember wie schon in den beiden Monaten zuvor spürbar zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen sei um saisonbereinigt 37.000 gegenüber dem Vormonat gesunken, die entsprechende Arbeitslosenquote läge damit bei 6,1 Prozent.

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Geldvermögen der Deutschen auf Rekordhoch: So legen Sie Ihr Geld richtig an – Werbung

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Lieber Börsianer,

mit Freude habe ich gelesen, dass die Deutschen immer reicher werden. Wie die deutsche Bundesbank jüngst mitteilte, belief sich das Vermögen zum Ende des 3. Quartals auf 6,74 Billionen Euro. Gegenüber 2015 ist das eine Steigerung von 25%.

Das rechnerische Vermögen jedes Deutschen beträgt rund 82.500 Euro. Was mich daran betrübt: Ein Großteil dieses Geldes wird nicht ordentlich investiert und verkümmert bei Niedrig- oder Negativzinsen auf Giro- und Tagesgeldkonten. 40% des Gesamtvermögens halten die Deutschen als Bargeld und Bankeinlagen. Damit werden Sie faktisch sogar enteignet. Denn die Inflation liegt bereits seit einigen Jahren spürbar über den Marktzinsen. Daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern.

Deutschland spart sich reich

Der Anstieg beim Vermögen der Deutschen lässt sich vor allem auf die hohe Sparquote zurückführen. Dazu mag auch beigetragen haben, dass viele in diesem Jahr durch fehlende Urlaubsreisen, Restaurantbesuche und Freizeitvergnügungen nicht so viel Geld ausgegeben haben, während für die meisten Beschäftigten die Einnahmen durch das Kurzarbeitergeld und staatliche Unterstützungen auf einem hohen Niveau gehalten werden konnten.

Das überschüssige Geld wurde gespart. Das ist gut, denn wir wissen nicht, was die nächsten Monate bringen. Doch lassen Sie sich jetzt nicht durch die Inflation enteignen.

Eine neue Generation von Investoren wächst heran

Ich registriere erfreut, dass sich immer mehr junge Menschen für meine Börsendienste interessieren. Die jungen Anleger wollen fürs Alter vorsorgen oder einfach die eine oder andere Extra-Rendite erzielen. Dafür eignen sich…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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