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Jeff Gundlach: Die Trump-Rally ist vorbei, Gold wird zeitnah steigen!

Jeff Gundlach, der „Bond-King“ und einer der wenigen, der den Sieg Trumps prognostiziert hatte, sieht die Trump-Rally nun als beendet an. Dabei verweist Gundlach auf die Tatsache, dass die Märkte einen Sieg Trumps zunächst fürchteten, ihn dann aber in einer seltsamen Kehrtwende plötzlich als Heilsbringer feiern..

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FMW-Redaktion

Jeff Gundlach, der „Bond-King“ und einer der wenigen, der den Sieg Trumps prognostiziert hatte, sieht die Trump-Rally nun als mehr oder weniger beendet an („losing steam“). Dabei verweist Gundlach auf die Tatsache, dass die Märkte einen Sieg Trumps zunächst fürchteten, ihn dann aber in einer seltsamen Kehrtwende plötzlich als Heilsbringer feiern. Trump aber sei nicht der „Zauberer von Oz“ und könne keine Wunder vollbringen. So oder so würde es noch sehr lange dauern, bis die von Trump geplanten Maßnahmen in Kraft träten – zumal durch den Anstieg der Renditen sich die Kredit-Konditionen deutlich verschlechtert hätten und vor allem die Mittelklasse dies bei den monatlichen Kredit-Raten bereits zu spüren bekomme. Und das würde sich zeitnah in der Psyche der Konsumenten bemerkbar machen, zumal die enttäuschten Clinton-Wähler ihren Konsum zurück fahren dürften („There is going to be a buyer’s remorse period“).

Gundlach hatte sich im Juli extrem negativ zu US-Anleihen geäußert, nach dem Abverkauf und dem damit verbundenen starken Anstieg der Renditen sieht er nun vorläufig den Hochpunkt der Renditen erreicht – diese würden nun seitwärts tendieren. Bei der aktellen Rendite von 2,4% auf eine 10-jährige US-Anleihe sei er nun deutlich weniger negativ eingestellt als damals, als die Rendite noch bei 1,3% lag. Nun bekomme man für eine 3-jährige US-Staatsanleihe 1,45% Rendite, für eine Anleihe der Bank of Amerika jedoch nur 1,35% – und das ändere nun seinen Fokus. Er selbst habe für mit seiner Firma DoubleLine Capital wieder US-Anleihen gekauft

Die Aktienmärkte hätten nun ihr Potential ausgeschöpft („It is so late to be buying the Trump Trade“), der Dollar werde fallen, Gold hingegen zeitnah steigen. Die Menschen würde nun konkrete Dinge wollen, daher seien Industriewerte und „materials“ gut gelaufen, während der Tech-Sektor abverkauft worden sei:

„People want something real. No more on this ‚man behind the curtain‘ stuff. Industrials, materials..people are tired of tweets. They want cement.“

Gundlach hatte direkt nach dem Sieg prognostiziert, dass die FANGs (Facebook, Amazon, Netflix, Google) abverkauft werden würden – und hat damit den Nagel auf den Kopf getroffen, der Nasdaq ist derzeit bekanntlich schwer unter Druck.

Und auch mit seiner Gold-Prognose könnte Gundlach richtig liegen! Daten zeigen, dass am gestrigen Donnerstag bei Gold-ETFs so viele Mittel abgeflossen sind wie seit dem Jahr 2013 nicht mehr:

Wie man sieht, gibt es offenkundig einen Zusammenhang zwischen den „holdings“ der Gold-ETFs und dem Goldpreis. Es scheint also die Verzweiflung zu dominieren bei den Gold-Bullen – nicht selten sind solche massiven Kapitulationen ein Wendepunkt..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Emm wie Meikel

    2. Dezember 2016 17:48 at 17:48

    Jeff Gundlach ist immer wieder interessant, danke!

    Die Spekulanten werden wieder mal rausgespült; hernach kann sich der Preis wieder erholen. Das Long zu Short Verhältnis war mit 10:1 schon sehr extrem, da wurden viele Bullen rausgedrückt.

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Wie lange handeln Sie schon mit Aktien? – Werbung

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Lieber Börsianer,

sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
3) Während der Corona-bedingten Zwangspause des öffentlichen und oft auch beruflichen Lebens hatten viele Menschen erstmals Zeit, sich mit Ihrer Geldanlage und Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

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