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Jens Erhardt: Deutschland betrügt sich selbst!

Alle anderen Länder veschulden sich kräftig weiter – nur Deutschland hat eine Schuldenbremse. Alle anderen konsumieren, während wir in Deutschland sparen. Macht das Sinn? Der Vermögensverwalter Jens Erhardt meint: nein!

Erhardt spricht in diesem ausführlichen Interview von „Mission Money über Politik, über Inflation, über die Aktienmärkte, über Crash-Propheten – und vieles mehr. Sehr sehenswert!



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7 Kommentare

  1. Der Doktor wird auch nur noch älter.Er hat zwar eine gute Meinung zu den Märkten, aber weil die andern es mit der Verschuldung übertreiben ,SOLLTE MAN ES AUCH MACHEN ??
    Es gibt Länder die mit der Schuldenbremse sehr gut fahren.
    Und Aktien sind nicht überbewertet weil die anderen Anlageklassen noch sehr viel mehr überbewertet sind ? u.die Zinsen wegen schlechter Wirtschaft fallen ?
    Er ist also auch der Meinung dass keine Wirtschaftsabschwächung zugelassen werden sollte.
    Der Mann hat ein Problem wie viele andere, dass das tonnenweise gedruckte Geld nirgends mit guter Rendite platziert werden kann.Komische Ansichten nach gefühlten 100 Jahren Erfahrung.

  2. Wenn das Ziel der EZB Inflation ist und auch Dr. Krall von Inflationsraten von 50% pro Monat in der Bankenkrise ausgeht, ist es doch Wahnsinn, jetzt keine Schulden zu machen.
    Sie würden im Fall der Fälle doch dann halbiert, oder?

    1. Vermögen wird vielleicht halbiert, Schulden aber nie.
      Oder glauben sie etwa, dass die Bank ihnen nach einer Rezession die Hälfte der Schulden erlässt?

      1. Na Herr Gixxer,
        da hat Axel aber durchaus Recht. Wenn die Inflation monatlich 50% beträgt, dann bleibt der Schuldenstand nominell gleich und real halbiert er sich von Monat zu Monat.
        Sie müssen lediglich ihre Schulden in etwas investieren, dass real gleich viel Wert bleibt oder sogar eine Wertsteigerung erfährt. Dass was Sie Gixxer evtl. meinen, ist bei einer Währungsreform der Fall, dort wird der Privatbürger oftmals zum ungünstigen Wechselkurs sowohl bei den Schulden als auch beim Guthaben gezwungen.
        Ihr zweiter Kommentar ist natürlich korrekt, aber das Problem besteht schließlich genauso, wenn sie nur 1000€ aktuell verdienen, und wenn Sie die Rate von 1000€/m durch ihr Investment auch wieder verdienen, dann ist dies kein Problem. Oder eine Endfälligkeit vereinbaren. Ihr Beispiel hat eben nicht mit der Rate zu tun, sondern lediglich mit der Erhöhung der Lebenshaltungskosten, und dies wird dann alle treffen, die ihr monatliches Budget zu hohem %satz ausgeben und langfristig verplant bzgl. Verpflichtungen haben

        1. Ich gebe Ihnen und auch @Axel recht, wenn ich in etwas investiere, was seinen Wert behält, dann sollte ich sogar Schulden machen. In dem Beitrag wurde aber von Konsum gesprochen und da habe ich eben meine Bedenken.

    2. Vielleicht noch ein Beispiel: sie haben monatlich 2000€. Von dem müssen sie ihre Rate von 1000€ und ihre Kosten für Essen von 1000€ bezahlen.
      Jetzt gibt es eine Inflation von 50% und ab sofort benötigen sie für das Essen 1500€. Die Rate ist aber unverändert. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage ist keine Gehaltserhöhung drin. Sie müssen froh sein, dass sie überhaupt noch einen Job haben.
      Und wie wollen sie das ganze nun bewältigen?

  3. @Gixxer

    Das ist der springende Punkt!
    Wenn Alles teurer wird, werden jedoch auch die Produkte der Firma, für die ich arbeite teurer, und so erhalte ich mehr Lohn und der Staat mehr Steuereinnahmen, so daß ein BIP von 2Billionen plötzlich nur noch 30% statt 60% ausmachen. So die Theorie.
    Natürlich muß auch der Staat mehr für seine Beamten bezahlen und wenn die Einkommen des verschuldeten Häuslebauers nicht mit den verteuerten Lebenshaltungskosten mitlaufen, wirds schmutzig…

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