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Jens Erhardt im Gespräch mit Markus Koch: Bis Mai dürften die Kurse weiter steigen

Redaktion

Veröffentlicht

am

Dr. Jens Erhardt gehört zu den Dinosauriern der deutschen Vermögensverwalter – im Gespräch mit Markus Koch zeigt sich Erhardt überzeugt, dass die Kurse bis Mai weiter steigen dürften: die Fed habe inzwischen den Fuß vom Bremspedal genommen, vor allem die Bezeichnung „Autopilot“ im Bezug auf die Bilanzreduzierung der Fed sei verantwirtlich gewesen für den Abverkauf an der Wall Street im Dezember.

Nun aber pumpe vor allem China Liquidität in die Wirtschaft durch eine im Januar massive Kreditvergabe (5% des chinesischen BIPs), dazu sei auch die Liquidität bei Banken hoch. Wird Erhardt mit seiner bullischen Prognose recht behalten?

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Foto: Deutsche Börse AG

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Beobachter

    19. Februar 2019 10:28 at 10:28

    Sicher ein Mann mit viel Erfahrung, aber die Aussage „ man sollte Börsenkurse nicht an den Gewinnen aufhängen ?? Sind denn die Kurse nicht wegen Gewinnsteigerungen ( Steuerreform, tiefe Zinsen ) gestiegen ? Bestimmen den nicht die Gewinne auch das KGV ? Die gute Frage von M. Koch wegen des Ausbremsens der Zyklen wurde nicht beantwortet. Dass die Chinesen wieder soviel Geld in den Markt pumpen ist nur kurzfristig positiv zu sehen. ( Eigentlich ist das eine Rettungsaktion, wie auch das Verhalten der FED u.der Draghi- Bank)
    Mich erstaunen alle Börsianer mit gefühlten 100 Jahren Erfahrung u.ca. 10 erlebten Crashes u. so bullischer Einstellung.Wird die Welt darum immer von Rezessionen u.Korrekturen überrascht, weil die Vergangenheit immer ausgeblendet wird. ( Ein Thema für Wolfgang M.)

    • Avatar

      columbo

      19. Februar 2019 15:13 at 15:13

      Optimismus gehört zum Berufsbild des Fondsmanagers. Immer bullisch: Im Hoch kaufen, weil es noch höher geht, im Tief kaufen, weil es wieder hoch geht.
      Meistens gehts eh gut…nur manchmal eben nicht.
      Die wirklich Guten oder auch nur Glücklichen sehen das „manchmal eben nicht“ rechtzeitig.

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    LookOut

    19. Februar 2019 11:34 at 11:34

    Ich denke auch das die Kurse weiter steigen werden, einfach weil sehr viel Cash im Umlauf ist und das verteilt werden will, wo wir wieder bei der TINA sind ;)

    Zur Not einfach die Firmenziele weiter absenken damit man sie im nächsten Quartal wieder überbieten kann, irgendwas wird denen schon einfallen.

    Das Die Zinsen mittelfristig wieder sinken in den USA ist aufjedenfall bullish.

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    sufaap2008

    19. Februar 2019 11:47 at 11:47

    Spekulativer Short auf SP500 mit SL 2825, direktional mittels CFD mit 20 Hebel

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      19. Februar 2019 11:51 at 11:51

      @sufaap, haha! Dein Vertrauen in Erhardt scheint also begrenzt zu sein! Wo ist dein Kursziel beim S&P?

      • Avatar

        sufaap2008

        19. Februar 2019 12:57 at 12:57

        @Markus Fugmann Ich finde Erhard ganz schön ok…kann man sich anhören, verwaltet ja rund 13 Mlrd Euro. Seine Prognosen und seines Sohnes für 2018 waren zu optimistisch und somit für die Katz…kennt anscheinend deine FMW nicht ;-)
        Mein Kursziel ergibt sich von selbst, wenn die Indikatoren in die Gegenrichtung drehen.

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    Hesterberg

    19. Februar 2019 12:59 at 12:59

    Schwere Zeiten für die Bären! Dow Jones und S&P500 erholen sich von ihren Tiefs im Dezember und steigen in 8 Wochen um geradezu unglaubliche 20 Prozent. Fassungsloses Staunen im Bärenlager und selbst die Bullen können es kaum glauben. Wann gab es das zuletzt? Gab es das überhaupt schon einmal? Aber dessen nicht genug, liefern die Börsen nun auch noch immer mehr Gründe, warum die Party sogar noch weiter gehen könnte. Einen enorm starken Trumpf halten die Bären aber in ihren Händen, nämlich das ewig gültige Gesetz von steigenden und wieder fallenden Kursen. Und wenn das Fest gerade am schönsten scheint, fallen sie besonders gerne, die Kurse.

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    Altbär

    19. Februar 2019 15:48 at 15:48

    @ Hesterberg, tönt schon fast ein wenig, wie wenn sie mit den armen Bären Erbarmen hätten.Auch wenn sie vielleicht jünger sind als der erfahrene Erhardt, wissen sie immerhin, dass es vom Höhepunkt der Party bis zum abrupten Ende manchmal sehe schnell geht.
    Wer es nicht glaubt, sollte wieder einmal das MARKTGEFLÜSTER vom 26.1. 2018 , etwa 2Tage vor dem Fall , inkl.der Kommentare der damals euphorischen „ PROFIS“ ? durchlesen.
    Titel : WIR HABEN EIN VERKAUFSSIGNAL

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    Dösbaddel

    19. Februar 2019 15:51 at 15:51

    Wer ist das ?, der Heinz Erhardt der Finanzbranche?…

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    Prognostiker

    20. Februar 2019 10:41 at 10:41

    @sufaap 2008 ,was mir nicht in mein kleines Hirn geht, wenn der gute Herr letztes Jahr sichtlich falsch lag, u.die Probleme inkl schlechter Wirtschaft sich nur vergrössert haben, wie kann man denn trotzdem wieder so optimistisch sein? Ist der Speicherplatz nach 60Jahren Erfahrung voll? Hat es keinen Platz mehr für neue Erkenntnisse ?

    • Avatar

      sufaap2008

      20. Februar 2019 13:21 at 13:21

      @Prognostiker Seine Vermögensverwaltung DJE Kapital AG und die digital automatisierte Onlinesparte Solidvest unter dem Kommando seines Sohnes Jens investieren in Aktien und Anleihen. So wie ich den Business verstehe, Shorts/Leerverkäufe tätigen sie nicht, und müssen nur eine Richtung den Kunden(ab 25000 Einzahlung) verkaufen. Und so beträgt die Performance der algorithmengesteuerten und mit Hilfe eines Analyseteams in einem mehrstufigen ausgewählten Verfahren der fortschrittlichen Robo-Advisor Solidvest seines Sohnes seit der Aufstellung im Frühjahr 2018 sagenhafte 0,6%.

  8. Avatar

    Prognostiker

    20. Februar 2019 13:55 at 13:55

    @sufaap, wirklich eine Superleistung, wenn man denkt, dass die Korrektur anfangs 2018 nicht enthalten ist.Seit Januar 18 würde das wahrscheinlich unter Null sein.Seine Aussage U-S Staatsanleihen seien nicht interessant erscheint daher noch unverständlicher.
    Ich will ja nicht sagen, dass es 2018 leicht war.Ich begreife nur nicht dass all jene die 2018 auf die Mütze bekommen haben nun wieder meinen es gehe weiter wie vor der 9jährigen NOTENBANK-ORGIE.

    • Avatar

      Moritz

      20. Februar 2019 16:05 at 16:05

      Weil diese Akteure/ Anleger es nicht anders kennen. Die jenigen sind weniger als 9 Jahre an den Märkten aktiv und kennen keinen Bärenmarkt, geschweige denn Crash. Die kennen nur „Buy the dip“

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DAX daily: Setzt sich die Rekordjagd fort? Wochenausblick

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Der Dax notiert vorbörslich freundlich und könnte mit einem Aufwärts-Gap in die neue Handelswoche starten. Allerdings befindet er sich weiterhin in einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Die bereits seit zwei Wochen andauernde Seitwärtsbewegung hat aber dazu geführt, dass die euphorische Stimmung etwas abgebaut wurde. Insgesmt bleibt die Grundstimmung der Anleger zwar positiv, das zeigen auch die jüngsten ZEW-Erwartungen, dennoch dürfte die nächste Kurs-Party weiter auf sich warten lassen. Die Befürchtung, dass die Konjunkturerholung unter den verschärften Corona-Restriktionen leidet ist noch zu präsent. In der letzten Woche hatte die Bundesregierung gerade erst die Wachstumserwartungen eingebremst, anstatt eines Wachstums von 4,4 % für das laufende Jahr, geht man von nur noch 3 % aus. Zudem ist immer noch nicht absehbar, ob der bis Mitte Februar andauernde Lockdown nochmal verlängert wird.

In der vergangenen Handelswoche schwankten die Kurse zwischen 13.700 und 14.000 hin und her. Nachdem der Dax am Donnerstag noch über die 14.000er Marke geklettert war, schloss er am Freitag aufgrund von Gewinnmitnahmen leicht im Minus bei 13.874 Zählern. Trotzdem kann sich die Wochenbilanz mit einem Plus von 0,6 % sehen lassen. Beim Dax ist derzeit der Deckel drauf. Genauer gesagt, ist der Leitindex bei 14.030 gedeckelt, dort scheiterten alle Versuche in der letzten Woche. Sprengt der Dax den Widerstand, dann wären neue Rekordstände möglich.

Kurzfristig könnte sich die Seitwärtsbewegung jedoch fortsetzen. Aber auch ein Rücksetzer bis in den Bereich bei 13.500 sollte nicht ausgeschlossen werden. Sogar eine ausgedehnte Korrektur bis 13.000 in den kommenden Wochen wäre möglich, würde an dem übergeordneten Aufwärtstrend aber nichts ändern. Die runde Marke ist stark unterstützt, außerdem dürften Schnäppchenjäger dann wieder vermehrt zugreifen. Zunächst sollten Händler ihr Augenmerk auf die Zone zwischen 13.670 und 14.030 richten.

News und fundamentale Daten

Diese Woche stehen hierzulande sehr interessante Wirtschaftsdaten auf der Agenda. Mit den Daten des ifo-Geschäftsklimaindex geht es heute um 10:00 Uhr los. Der ifo-Index spiegelt die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen wider. Die Schätzungen liegen dabei auf dem hohen Niveau des Vormonats bei 91,8 (vorherig 92,1). Dennoch dürften die Manager die aktuelle Lage wieder schlecht einschätzen, während die Zukunft sehr optimistisch gesehen wird. Am Dienstag erscheint dann das erhobene Verbrauchervertrauen des Forschungsinstitut GfK. Die Entwicklung beim Konsumklima war in den letzten Monaten negativ, auch diesmal wird ein erneuter Rückgang prognostiziert (Prognose -7,9; vorher -7,3). Schließlich wird am Freitag noch die Vorabschätzung für das Bruttoinlandsprodukt (Q4) sowie die Veränderung der Arbeitslosigkeit veröffentlicht.

Nach dem Zinsentscheid der EZB in der vergangenen Woche, folgt am Mittwoch nun die US-Notenbank Fed mit den Ergebnissen ihrer Sitzung. Ähnlich wie die Europäische Zentralbank werde die Fed ihre Füße stillhalten. Zunächst überlässt man es der Fiskalpolitik der US-Regierung für den nötigen Stimulus zu sorgen. Allerdings wird Jerome Powell nicht vom Sicherheitsnetz abrücken und betonen, dass man für jegliche Hilfen bereitsteht.

Entscheidende Impulse könnten diese Woche von den Unternehmenszahlen ausgehen, die US-Bilanzsaison erreicht nämlich ihren Hochpunkt. Vor allem die Tech-Riesen Apple, Microsoft, Facebook und Tesla könnten für reichlich Bewegung an den US-Börsen, aber auch im Dax sorgen. Aufgrund der immer noch niedrigen Erwartungshaltung der Analysten besteht durchaus positives Überraschungspotenzial. Nur diesmal ist bereits sehr viel Optimismus in den Kursen eingepreist, was auch zu einer „sell on good news“-Reaktion führen könnte. Zudem werden knapp die Hälfte der Unternehmen im Dow Jones in der kommenden Woche über das Schlussquartal 2020 berichten. Hierzulande öffnen die Software AG und Sartorius ihre Bücher, außerdem erscheinen die endgültigen Zahlen von SAP am Freitag.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der deutsche Leitindex notiert zum Wochenbeginn im Plus über der Marke von 13.900. Damit könnte er einen erneuten Versuch in Richtung der 14.000 starten. Auf dem Weg noch oben müsste er den Widerstandsbereich bei 13.950/960 überwinden. An der 14.000 Marke wartet dann die nächste Hürde. Entscheidend ist jedoch die MOB-Marke bei 14.030, dort scheiterte der Dax mehrmals in der vergangenen Woche. Erst ein Anstieg darüber könnte den Dax wieder in die Bereiche bei 14.115 und 14.131 führen. Für den Dax hängt viel davon ab, ob die US-Börsen ihre Rekordjagd fortsetzen.

Zur Kassamarkt-Eröffnung könnten Anleger die erhöhten Kurse auch zum Verkauf nutzen. Dann dürfte zunächst das Gap bei 13.874 geschlossen werden. Kann sich der Dax anschließend nicht in der Zone bei 13.870/860 stabilisieren, dann droht ein Abrutschen in Richtung der 13.804. Im Bereich von 13.800 sollte der Leitindex Halt finden, ansonsten könnte ein Test des Freitagstiefs bei 13.744 anstehen. Darunter trübt sich das Bild ein und die wichtigen Unterstützungsmarken bei 13.700 und 13.670 rücken in den Fokus.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tages- und Wochenausblick - H1-Chart - 14.000er Marke im Visier

Dax Unterstützungen (US):

13.874 – Schlusskurs 22.01.

13.804 – Punkt 1 Topbildung (H4)

13.700 – Punkt 2 Bodenbildung (H1)

13.672 – Tagestief 15.01.

13.600/630 – US-Zone

13.566 – Tagestief 05.01.

Dax Widerstände (WS):

13.958 – 61,8% Retracement (14.131 – 13.672)

14.000 – psychologische Marke

14.029 – 161,8% Extension (13.670)

14.049 – Gap 08.01.

14.115 – 127,5 % Extension

14.131 – Tageshoch 08.01.

14.167 – 261,8% Extension (13.672)

14.234 – 261,8% Extension (13.564)

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Gold & Silber, nächster Rush nach…

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Gold und Silber erhitzen die Gemüter, das war schon immer so und zwar völlig zu recht. Doch jetzt gibt es neuen Grund, denn eine neue schnelle Bewegung steht an. Ob diese allerdings allen Marktteilnehmern schmecken wird und wie man als Händler auf diese Bewegung sinnvoll reagieren kann, wollen wir uns in diesem Beitrag einmal genauer anschauen, denn die Wahrscheinlichkeiten stehen hier aktuell recht günstig.

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Dax: Euphoire abgebaut, die Rally kommt ins Stocken

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Die Euphorie läßt nach

Stephan Heibel

Veröffentlicht

am

Wir befinden uns weiterhin in der Verarbeitung der Kursgewinne der vergangenen Wochen: Wie angekündigt pendelt der DAX kräftig hin und her, wenngleich diese Bewegung im Wochenvergleich mit +0,8% kaum zu sehen ist.

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Ich vermute, dass Gewinnmitnahmen zum Börsenstart zunächst für Verunsicherung sorgen, so dass sich ein Abwärtstrend verstärkt, bis dann langfristig optimistisch gestimmte Anleger Aktien einsammeln, denen sie eine rosige Zukunft ausmalen.

So ist das Anlegersentiment diese Woche leicht gegenüber der Vorwoche angestiegen (+0,8 auf 2,0). Auch die Selbstzufriedenheit konnte leicht auf 2,5 zulegen.

Den größten Sprung gab es bei der Zukunftserwartung, die um 1,9 auf 2,8 angesprungen ist. Die Bullen haben also wieder klar die Oberhand. Und besser noch, sie wollen ihre optimistische Überzeugung auch durch Käufe zum Ausdruck bringen: Die Investitionsbereitschaft ist auf 1,4 gestiegen.

Damit hat die Seitwärtsbewegung im DAX der vergangenen zwei Wochen die Partylaune, den Überschwang beseitigt. Eine positive Grundstimmung bleibt. Für die Zukunft sehen Anleger nach diesen zwei Wochen der Bereinigung wieder positiver. Damit haben wir eine konstruktive Entwicklung im Anlegersentiment. Die Euphorie ist abgebaut, es besteht jedoch auf der anderen Seite noch kein Druck für bald steigende Kurse. Die Situation ist derzeit als neutral zu bezeichnen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger stieg erstmals seit September über Null an: Erstmals spekulieren wieder mehr Anleger auf steigende Kurse, als dass man sich gegen Kursverluste absichert.

Profis, die sich über die Eurex absichern, haben ihre Put-Positionen hingegen hochgefahren: Das Put/Call-Verhältnis zeigt eine gestiegene Absicherungstätigkeit der Profis an.

Dies steht im Widerspruch zu den US-Anlegern, deren Put/Call-Verhältnis weiterhin extrem niedrig ist: In den USA spekuliert man offensichtlich auf eine Fortsetzung der Rallye.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote sogar auf das höchste Niveau der vergangenen zwei Jahre gehievt: Über Hebelprodukte ist die Investitionsquote auf 113% des verwalteten Kapitals gestiegen.

Das Bulle/Bär-Verhältnis der US-Privatanleger steht bei 8% und zeigt einen nur noch leichten Bullenüberhang auf. Seit November ist der Bullenüberhang somit von 28% kontinuierlich zurückgegangen. Ein ähnliches Bild gibt auch die AAII-Umfrage unter Privatanlegern der USA wider. Das Bärenlager erhält Zulauf, wenngleich auf niedrigem Niveau.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 67% eine neutrale Marktverfassung an.

Dax: Interpretation des Sentiments

Sowohl in Deutschland als auch in den USA haben wir eine deutliche Stimmungsabkühlung gesehen, während gleichzeitig der Zukunftsoptimismus angestiegen ist. Eigentlich eine gute Voraussetzung für den nächsten Kursanstieg. Es ist in meinen Augen daher nur die Frage, wann die Rallye beim Dax wieder aufgenommen wird, nicht ob.

Doch das „wann“ lässt sich schwer beantworten. Die USA haben die Amtsübergabe ihres Präsidenten erfolgreich hinter sich gebracht. Nun könnte man meinen, die Aktienmärkte sprengen die Ketten, in die sie zuvor gelegt worden waren.

Doch es wäre nicht das erste Mal, dass mit „sell the news“ Anleger zunächst Kasse machen, bevor die Rallye wieder aufgenommen werden kann. Und nach den exorbitanten Kursgewinnen der vergangenen Wochen und Monate kann dieser Prozess der Gewinnmitnahmen noch ein wenig länger dauern.

Somit bleibt die Grundaussage der vergangenen Wochen weiter bestehen: Stop Loss Marken sollten beachtet werden. An schwachen Tagen können Sie ihre Lieblinge einsammeln. Doch es gibt noch keinen Grund zur Eile.

Die Euphorie im Dax ist abgebaut

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