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Jerome Powell: Zentrale Aussagen auf seiner Pressekonferenz

Markus Fugmann

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am

Jerome Powell mit der erneut virtuellen Pressekonferenz – hat der Maestro heute wichtige Botschaften im petto? Zuletzt passierte das Entscheidende ausserhalb von regulären Fed-Sitzungen..

– Powell beginnt..

– Wirtschaft hat sich verbessert, Konsum hat dreiviertel des Verlustes wieder gutgemacht, aber Ausblick bleibt sehr unsicher

– am Arbeitsmarkt sind die Hälfte der Jobs zurück gekehrt

– Lebensmittelpreise sind deutlich gestiegen, aber in anderen Bereichen kaum Inflation

– werden temporär auch eine Inflation knapp über 2% zulassen

– werden weiter Anleihekäufe in bisherigem Volumen belassen, damit die Märkte gut funktionieren (FMW: hahahaa..)

– weitere fiskalische Maßnahmen sind wohl notwendig

– Powell „hat fertig“, jetzt kommen Fragen – diese Fragen aber sind aus unserer Sicht meist überflüssig und bringen das Zentrale nicht auf den Punkt: nämlich dass die Fed faktisch die oberen 10% noch reicher macht aufgrund stetig steigender Vermögenspreise (vor allem Immobilien und Aktien), während die anderen verlieren (durch hohe Mieten etc.)..
Faktisch hat die Fed (mit Ausnahme von Kaplan) klar gemacht, bis mindestens 2023 nicht mehr die Zinsen anzuheben, daher:

FMW:plötzlich der Dollar stärker, Euro-Dollar nur knapp über 1,18, Gold verliert von 1970 auf 1960 in wenigen Minuten..

– Powell betont Notwendigkeit weiteren fiskalischen Stimulus – dieser habe bisher sehr gut gewirkt udn sei für viele Menschen weiter nötig

FMW: der Dollar legt weiter zu, vielleicht weil die Märkte weitere QE-Versprechen vermissen bei Powell (und die Short-Positionierung gegen den Dollar nach wie vor sehr hoch ist); auch die Aktienmärkte jetzt schwächer

Hier der Live-Feed:

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Faktist

    16. September 2020 21:18 at 21:18

    Heute sehr gute Fragen, weil unter anderem auch gut platzierte Demokraten gesteuerte Journalisten die Fragen stellen. Powell weis garnicht wo er die Antworten ablesen soll… stottern und an der Decke suchen nach Antworten hilft da nicht weiter. Klar ist jedoch dass vor Ihm ein Tablet liegt wo man ihm hilft auf die Fragen zu reagieren. Ausserdem stehen sicherlich auch hinter der Kamera Monitore mit DOW N100 SP500 charts, und jedes mal wenns gut runter rutscht… fängt er an zu stottern.

    Die Fragen heute sind definitiv spitzer als jemals zuvor… finde ich… klar könnte man noch tiefer in die Wunde stechen, aber zu viel Schaden will da keiner anrichten.

    Aber die Fragen wie deren QE usw der Mainstreet helfen sollen, waren schon köstlich LOL

    Naja es geht ja immer noch weiter, mal sehen wieviele Republikaner nun schonende Fragen stellen werden.

    • Avatar

      Roland

      16. September 2020 21:45 at 21:45

      Fakt bleibt: bis 2023 durch tiefe Zinsen, also TINA, und weiteren Geldflutungen der FED sind die Rallys fix und jeder kleinste Dip eine Kaufpflicht. Easy money, auch wenn man es gar nicht mehr sagen braucht. Der DAX kann aber langsam mal die 14k nehmen, die 18k dürften dann schnell folgen.

  2. Avatar

    Ivan

    17. September 2020 05:11 at 05:11

    Zitat:

    – Lebensmittelpreise sind deutlich gestiegen, aber in anderen Bereichen kaum Inflation

    Alles andere kann man ja so gut essen!

    Danke Reichsermächtigungsgesetz… äh MMT.

    Bedauerlich zu sehen, das sich die Welt nun in den Bullshit einreiht, den wir seit 2011 betreiben.

  3. Avatar

    Ironi Satiri

    17. September 2020 15:27 at 15:27

    @ Roland, EHER CHINA ALS TINA. Tina wird langsam alt und verbraucht ( wie deine Sprüche) und die junge Nachfolgerin kommt eher aus China. China hat auch noch Zinsen ,ist viel grösser und hat einen Langfristdenker als Präsidenten . Hast du noch nicht bemerkt, dass Zinsen von 0,25% auf Null% Nichts mehr bringen und die schlauen Amis wissen, dass Negativzinsen negativ für die Mehrheit sind.
    Du wirst uns als kleinef Hofnarr fehlen wenn man nach der nächsten Korrektur Nichts mehr von dir hört.

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Aktuelle Daten von ifo und IAB: Krise am Arbeitsmarkt schon überwunden?

Claudio Kummerfeld

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am

Wurde die Krise am Arbeitsmarkt schon überwunden? Schaut man auf das heute veröffentlichte Beschäftigungsbarometer des ifo-Instituts (basiert auf 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes), dann ist die Lücke, die am Arbeitsmarkt ab März durch die Coronakrise gerissen wurde, fast schon wieder geschlossen. Der Indexwert des Barometers lag im Februar (dem letzten Monat vor der Coronakrise) bei 97,8 Indexpunkten. Im Tief waren es im April 86,4, und jetzt im September sind es wieder 96,3 Punkte. In der folgenden Grafik sieht die V-förmige Erholung noch nicht so richtig komplett aus, weil schon vor der Coronakrise ein Abschwung am Arbeitsmarkt in Gange war, und zwar bereits seit dem Jahr 2018! Diesen langsamen Abstieg sieht man gut im Chart, der bis zum Jahr 2015 zurückreicht. Das ifo-Institut sagt aktuell, Zitat:

Immer mehr deutsche Unternehmen nehmen Neueinstellungen ins Visier. Die wirtschaftliche Erholung spiegelt sich mehr und mehr auch in der Beschäftigung wider. In der Industrie konnte das ifo-Barometer seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Insgesamt werden jedoch immer noch eher Mitarbeiter entlassen als eingestellt. Die Dienstleister planen mehr Personal einzustellen, insbesondere die IT-Dienstleister. Im Handel hat das Barometer einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Auch im Bauhauptgewerbe planen die Unternehmen nun, ihr Personal aufzustocken.

ifo Langfristgrafik zur Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt

IAB zeigt Baromter für Arbeitsmarkt im positiven Bereich

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute sein Arbeitsmarktbarometer für September veröffentlicht. Es ist im September um 1,7 Punkte auf 100,1 Punkte gestiegen. Erstmals seit Beginn der Coronakrise liegt der Frühindikator des IAB damit nicht mehr im negativen Bereich. Hier weitere Aussagen der Forscher im Wortlaut:

Besonders die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers konnte zulegen: Sie stieg gegenüber dem Vormonat um 3,1 Punkte auf 102,2 Punkte. Dies deutet auf sinkende Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten hin. „Ein halbes Jahr nach dem Shutdown verbessern sich die Aussichten, Arbeitslosigkeit wieder abzubauen“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Eine Rolle spiele dabei aber auch, dass Corona-bedingte Sondereffekte wie die starke Verringerung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den kommenden Monaten nachlassen dürften.

Die Verbesserung der Beschäftigungskomponente des Frühindikators fällt moderater aus: Sie stieg im September gegenüber dem Vormonat um 0,4 Punkte auf jetzt 98,0 Punkte. „Der Arbeitsmarkt hat sich gefangen, derzeit wird weniger entlassen als vor der Krise“, so Weber. Die schnelle Erholung der Wirtschaft nach der Aufhebung vieler Corona-Beschränkungen und der Umsetzung umfangreicher staatlicher Stabilisierungsmaßnahmen habe den Abwärtstrend gestoppt. Verzögerte Insolvenzen und die in vielen Staaten steigenden Infektionszahlen stellten aber Risiken dar. Zudem hätten sich aktuell viele Personen vom Arbeitsmarkt zurückgezogen, und die Zuwanderung, die über Jahre das Arbeitskräftepotenzial deutlich erhöht hatte, falle derzeit weitgehend aus.

Grafik des IAB zeigt Optimitmus für den Arbeitsmarkt

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Von

Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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