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Großinvestor: Jetzt in Emerging Markets einsteigen ist „der Trade des Jahrzehnts“

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wohl nach dem klassischen Börisaner-Motto „teuer verkaufen, günstig kaufen“ wäre jetzt wohl „günstig kaufen“ in den Emerging Markets angesagt. Immer mehr große und namhafte institutionelle Investoren und Banken nehmen die Haltung an jetzt nach dem Rückschlag in Asien und Südamerika günstig in Anleihen und Aktien einzusteigen. Jetzt schwenkt auch der weltgrößte Anleihe-Investor PIMCO mit einem seiner „Zulieferer“ Research Affiliates LLC auf diesen Weg ein.

Auch Blackrock, Templeton und Goldman Sachs sind bereits dieser Meinung. Dass Goldman auf dieser Welle mitschwimmt, könnte allerdings ein Warnsignal sein. Die „Experten“ von Goldman erweisen sich nämlich all zu oft als perfekte Kontraindikatoren. Aber der Fakt an sich ist richtig. Was tief fällt, kann man günstig einkaufen. Die Frage ist nur: Sind die Emerging Markets, wo wir vor allem Brasilien nennen wollen, schon kräftig genug durchgesackt und haben den Großteil des Absturzes hinter sich, oder stehen sie gerade erst am Anfang einer langen depressiven Phase? In Brasilien sieht es eher nach Letzterem aus, da es hier auch um eine strukturelle Krise von Staat und Volkswirtschaft geht. In Russland geht´s auch mächtig bergab im Zuge des Ölpreis-Crash. Zu China berichten wir fast täglich – nach einem Ende der Überschuldungskrise sieht es hier auch noch nicht aus. Aber das ist die schwerste aller Fragen für einen Einstieg: Ist der Tiefpunkt schon erreicht ? (den wird man nie exakt treffen)

In den letzten drei Jahren ist der MSCI-Index für die Emerging Markets um gut 30% gefallen und die Aktien der großen Märkte wie Brasilien und Russland notieren unter ihrem „Price to book Ratio“. Christopher Brightman von Research Affiliates sagt zur zukünftigen Entwicklung der Emerging Markets in einem offiziellen Text für PIMCO:

„Many investors mistake a bear market for diminished prospective returns. From the rear-view mirror, the bear market in emerging markets has been painful. When we look out of the windshield, however, these very asset classes offer the highest potential returns3 available to today’s opportunistic investor. So, the exodus from emerging markets is a wonderful opportunity – and quite possibly the trade of a decade – for the long-term investor. Offering high yields, favorable demographic trends, strong productivity growth prospects, and a long-term trend of improving credit quality, emerging market asset classes are secularly attractive. Valuations, which are both compelling relative to their individual histories and relative to other market opportunities, makes emerging markets even more attractive today.“

Und wie es in einem Herdentrieb so ist: Heute früh verkündet plötzlich auch die Citigroup man erhöhe die Einstufung für Schwellenländer jetzt auf „Overweight“, also „Übergewichten“.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    joah

    25. Februar 2016 17:47 at 17:47

    Vielmals ist es aber auch anders herum: laut geworben wird dann, wenn die Werber schleunigst selbst wieder raus wollen – Vorsicht ist angesagt.

  2. Avatar

    Marko

    25. Februar 2016 23:01 at 23:01

    Aber Herr Fugmann,

    ich kann mich an ein Video von Ihnen erinnern, USD/RUB bei ca. 79, bei dem „Tonfall“ die Welt geht und unter usw..konnte ich nicht widerstehen – es gibt auch andere Kontraindikatoren…
    Aber die „Experten“ sind schon was besonders, es gibt ja auch Gerüchte , dass die „normalen Analysen“ unters Volk bringen, um genau das Gegenteil zu machen. Haben wir ja schon erlebt, siehe 2009…

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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