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Schnauze voll: Wirecard verklagt die Financial Times!

Claudio Kummerfeld

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am

Jetzt reicht es Wirecard. Binnen weniger Tage hat die Financial Times (jedes Mal der selbe Journalist) extrem kritisch über das Unternehmen berichtet. Dubiose Machenschaften soll es geben, an Zahlen soll in Singapur getrickst worden sein. Wirecard hatte bereits widersprochen. Heute nun hatte die FT ganz konkrete Anschuldigungen hervorgebracht über Führungskräfte, die anderen Mitarbeitern Buchhaltungsmanipulation beigebracht haben sollen.

Also: Entweder das Unternehmen lügt, der Journalist lügt, oder der Journalist wurde mit falschen Informationen versorgt. Wie auch immer. Jetzt hat der Dax-Konzern endgültig die Schnauze voll, und hat heute Abend bekannt gegeben die Financial Times verklagen zu wollen. Das hat eine Sprecherin akutell der „SZ“ gesagt. Dabei geht es um die Verletzung von Persönlichkeitsrechten von Wirecard-Mitarbeitern, die in den Berichten der FT mit Namen genannt wurden.

Also klagt man nicht wegen den Anschuldigungen an sich, sondern nur wegen der Namensnennung der Mitarbeiter? Zu den Anschuldigungen selbst nimmt man heute aber höchstoffiziell Stellung, und das erneut unmissverständlich. Wirecard aktuell im Wortlaut:

Wirecard Statement 7. Februar 2019
Wirecard weist die Medienberichterstattung der FT entschieden zurück. Wir bestätigen noch einmal unsere Stellungnahme von Montag, den 04. Februar 2019. Weder hat unser internes Compliance-Team, das eine entsprechende Untersuchung durchgeführt hat, irgendeine Bestätigung für die erhobenen Vorwürfe gefunden, auch hat die mit einer unabhängigen Untersuchung beauftragte und auf Compliance-Recht spezialisierte Anwaltskanzlei Rajah & Tann keine schlüssigen Feststellungen für ein strafbares Fehlverhalten von Mitarbeitern oder Führungskräften von Wirecard gefunden. Wir werden das Ergebnis der externen Untersuchung der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und bitten, die Persönlichkeitsrechte unserer Mitarbeiter strikt zu berücksichtigen. Nichts an dem heute veröffentlichten Artikel ist wahr.

Wirecard
Foto: Wirecard AG

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Michael

    7. Februar 2019 22:24 at 22:24

    Ja, wenn weder ein internes, noch ein unabhängiges externes Untersuchungsteam schlüssige Feststellungen für ein strafbares Fehlverhalten finden kann, würde ich auch klagen. Auch wenn es bei der Klage um ein völlig anderes Thema, wie die Persönlichkeitsrechte von Mitarbeitern geht, die gerade bei börsennotierten Konzernen seit jeher an erster Stelle stehen. Hoffentlich wird die Klage von der Öffentlichkeit nicht fälschlicherweise als Störfeuer interpretiert.

  2. Avatar

    Marcus

    7. Februar 2019 22:40 at 22:40

    Das wollte ich auch sagen! So ganz unbegründet scheinen die Vorwürfe ja nicht zu sein wenn man „nur“ wegen der Verletzung der Persönlichkeitsrechte Klage erhebt. Anderswo habe ich noch gelesen, das man auch Klage wegen möglicher Kursmanipulation eingereicht hat.

    Vertauensbildend ist das nicht von Wirecard. Ich bleibe dabei, wo Rauch ist da gibt es auch Feuer.

    • Avatar

      leftutti

      7. Februar 2019 23:47 at 23:47

      Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Absolut korrekt und genial, @Marcus. Sollte eigentlich jedem einleuchten. Ja, die gesteuerten Mainstream-Qualitäts-Medien wie die FT oder Arte oder der Spiegel in anderen Artikeln von heute decken schon laufend dubiose Machenschaften und Skandale in Politik und Wirtschaft auf.
      Nur hören will es keiner. Lieber echauffiert man sich zum 147sten Mal über die Rundfunkgebühren von 18 EUR im Monat und über die massenvergewaltigenden Ausländerhorden, die Deutschland und die Welt systematisch zerstören. Über die links-grün-liberalen Kommunisten, die sich um die Ökologie unseres beschissenen Planeten kümmern, statt Wirtschaft und Börse, Öl- und Autolobby freien Lauf zu lassen. Je mehr Geld und PS unter dem fetten Hinterteil, desto schneller können wir unseren Problemen entfliehen. Notfalls auf den Mars, jetzt da in der westlichen Wonderworld Immigranten nicht weiter willkommen sind.

  3. Avatar

    Werner

    8. Februar 2019 07:48 at 07:48

    Nun ja, bei einer Klage hat der Kläger die Beweislast. Und das ist bei den Persölichkeitsrechten deutlich einfacher…

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Go Big or Go Home – Janet Yellen gibt Vollgas

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Janet Yellen spricht heute ab 16 Uhr deutscher Zeit im US-Kongress. Das kann die Kurse bewegen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Goldman Sachs mit Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet!

Claudio Kummerfeld

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Soeben wurden die Quartalszahlen von Goldman Sachs veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 11,74 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,96/Erwartungen 9,50).

Der Gewinn liegt bei 12,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 4,69/Erwartungen 7).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug 293 Millionen US-Dollar für das vierte Quartal 2020, 13 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2019 und 5 Prozent höher als im dritten Quartal 2020. Das vierte Quartal 2020 enthielt Rückstellungsreduzierungen für Großkundenkredite, laut Goldman Sachs aufgrund einer Stabilisierung im breiteren wirtschaftlichen Umfeld nach den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Dies wurde teilweise aufgehoben durch höhere Rückstellungen aufgrund des Wachstums von Kreditkartenkrediten
im Vergleich zum vierten Quartal 2019.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +2,2 Prozent.

Kommentar vom Chef:

“It was a challenging year on many fronts, and I am deeply proud of how our people helped clients respond to the economic disruption brought on by the pandemic and the extreme market volatility experienced over the past months. Our people responded admirably to a series of professional and personal challenges, while working from home or in offices that were reshaped dramatically. Thanks to their perseverance, we were able to help clients navigate a difficult environment, and, as a result, achieved strong results across the franchise, while advancing our strategic priorities. We hope this year brings much needed stability and a respite from the pandemic, but we remain ready to handle a wide range of outcomes and are poised to meet the needs of our clients.”
– David M. Solomon, Chairman and Chief Executive Officer

Grafik zeigt die Quartalszahlen von Goldman Sachs

Goldman Sachs-Zentrale in New York
Die Goldman Sachs-Zentrale in New York Downtown. Foto: Youngking11 CC BY-SA 3.0

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Bank of America meldet aktuell Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Soeben wurden die Quartalszahlen der Bank of America veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 20,1 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 22,3/Erwartungen 20,2). Der Gewinn liegt bei 0,59 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,74/Erwartungen 0,56).

Die Rückstellung für Kreditverluste sank auf 53 Millionen US-Dollar, was eine Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 828 Millionen US-Dollar bedeutet. Wie die großen anderen US-Banken auch löst man also Rückstellungen auf, weil man wohl auch dank der gigantischen Stimulus- und Hilfsprogramme an weniger Kreditausfälle glaubt.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,5 Prozent.

CEO-Kommentar:

„During 2020, we witnessed the dramatic effects of the health crisis on the economy and our company’s operations. In the fourth quarter, we continued to see signs of a recovery, led by increased consumer spending, stabilizing loan demand by our commercial customers, and strong markets and investing activity. The latest stimulus package, continued progress on vaccines, and our talented teammates – who performed well helping their customers through this crisis – position us well as the recovery continues.

„In the fourth quarter, we saw higher net interest income, higher Consumer revenue, record asset management fees, strong results from our Global Markets teams, and a stronger balance sheet. In 2020, we earned nearly $18 billion and achieved several key strategic objectives: gaining market share in deposits, expanding our digital leadership, and adding thousands of wealth management clients. In addition, we gained market share in investment banking and supported clients with liquidity and superior trading
execution.

„Also we made progress in support of our communities, committing $300 million of our $1 billion four-year initiative to help drive racial equality and economic opportunity.“

Quartalszahlen der Bank of America

Bank of America Logo
Foto: Brian Katt CC BY-SA 3.0

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