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Jim Rogers warnt: „Wir werden alle leiden“ (19 Minuten Interview)

FMW-Redaktion

Investmentlegende Jim Rogers meldet sich aktuell zu Wort. „Wir werden alle leiden“ ist eine seiner Kernaussagen im gestern von „CrushTheStreet.com“ veröffentlichten Interview (siehe unten im Video). Rogers, der viele Entwicklungen richtig voraussah, sagt Aktien seien derzeit aufgebläht. Die Notenbanken, die mit ihrer Politik gescheitert seien, hätten jetzt kaum eine andere Wahl als weiter zu machen wie bisher (also noch mehr pumpen). Den Preis zahle am Ende der Durchschnittsbürger auf der Straße…

Jim Rogers
Investorenlegende Jim Rogers. Foto: FDV / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Menschen weltweit würden die Auswirkungen der Krise spüren, in den USA und auch in China. Es komme eine Zeit, da sei es egal wie viel Geld man habe (er meint die Notenbanken), der Markt habe immer noch mehr Geld. Damit will Jim Rogers darauf anspielen, dass die Notenbanken in ihrem Versuch die Märkte zu pushen einfach unterschätzen, dass sie gegen den globalen Kapitalmarkt nicht ankommen. Andere Beobachter sprechen auch schon von einer Planwirtschaft, die die Notenbanken eingeführt haben. Und so abwegig ist das gar nicht mal, denn die Risikoprämien für hochriskante Assets stimmen schon lange überhaupt nicht mehr.

Er wisse nicht wie die Notenbanken ihre zukünftigen Rettungsaktionen nennen würden, QE wie jetzt oder anders, oder ob es wieder eine Geldschwemme ist, niedrige Zinsen oder Sonstiges. Aber irgendwie würden sie weiter versuchen die Märkte zu stützen. Die Märkte selbst aber wüssten, dass das „Spiel“ aus ist, so Rogers. Der Durchschnittsbürger auf der Straße sei derjenige, der den Preis zahlen werde, so wie es normalerweise üblich sei. Es werde am Kapitalmarkt noch weitere Verluste geben, und auch mehr Arbeitsplatzverluste in der Realwirtschaft.

Wie wir finden, betont Jim Rogers richtigerweise, dass das grundlegende Problem zurückreiche in die Zeit des angeblich „großen“ Alan Greenspan, der als damaliger Fed-Chef Geld druckte um alle anfallenden Probleme zu lösen. Wir beschrieben dieses Problem schon öfters mit dem Vergleich eines Drogensüchtigen, der immer einen neuen Schuss braucht um sich gut zu fühlen. Aber irgendwann geht nichts mehr. Ein hochinteressantes Interview, das wir empfehlen können!


(Nicht von der kurzen Werbung in den ersten Sekunden irritieren lassen)



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2 Kommentare

  1. Der Rogers sieht nicht so aus, als wenn der jemals im Leben gelitten hätte. Vielleicht mal an Aufstossen nach dem fetten Weihnachtsbraten? Das sind Elfenbeinturm Jammereien. Täglich sterben Menschen and Hunger und vermeidbaren Krankheiten, schon immer. Und Rogers ist Teil dieses falschen Systems (Adorno)

  2. Ironischerweise hat Rogers von den Fehlern der Notenbanken in den letzten 30 Jahren massiv profitiert. Sich darüber zu beschweren ist mehr als Ironie !!!

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