Folgen Sie uns

Aktien

JP Morgan-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Aktie steigt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die JP Morgan-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Sie genießen immense Bedeutung, da JP Morgan die größte Bank der USA ist. Hier die wichtigsten Eckdaten.

Der Erlös (Umsatz) liegt bei 33,0 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 29,57/erwartet 30,3). Der Gewinn pro Aktie liegt bei 1,38 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,82/erwartet 1,04).

10,47 Milliarden Dollar wurden im zweiten Quartal für Kreditausfälle und mögliche Kreditausfälle insgesamt zurückgestellt (ca 9 Milliarden Dollar erwartet).

Die Aktie von JP Morgan notiert aktuell in der Vorbörse mit plus 2,5 Prozent. Ohhh Wunder, möchte man sagen – niedrige Erwartungen übertroffen, Aktie rauf!

Wollen Sie in die Tiefe einsteigen bei den Zahlen von JP Morgan? Klicken Sie hier für die aktuelle Präsentation der Bank mit interessanten Charts und Daten.

JP Morgan Quartalszahlen Daten

Hier die ganze Headline-Aussage vom mächtigsten Banker der USA Jamie Dimon im Wortlaut:

“I want to thank our employees around the world for their exceptional work under the most difficult of circumstances over the past several months. As one of the world’s largest financial institutions, our actions are critical to keep the global economy going – from processing $6 trillion in payments each day worldwide to keeping three-quarters of our nearly 5,000 branches open – and safe – to meet individuals’ financial needs. During these unprecedented times, JPMorgan Chase remains resilient and steadfast in using all of our resources to support our colleagues, clients and communities across the globe.”

Dimon added: “Despite some recent positive macroeconomic data and significant, decisive government action, we still face much uncertainty regarding the future path of the economy. However, we are prepared for all eventualities as our fortress balance sheet allows us to remain a port in the storm. We ended the quarter with massive lossabsorbing capacity – over $34 billion of credit reserves and total liquidity resources of $1.5 trillion, on top of $191 billion of CET1 capital, with significant earnings power that would allow us to absorb even more credit reserves if needed. This is why we can continue to serve all of our stakeholders and to pay our dividend – unless the economic situation deteriorates materially and significantly.”

Dimon commented on the results: “We earned $4.7 billion of net income in the second quarter despite building $8.9 billion of credit reserves because we generated our highest quarterly revenue ever, which demonstrates the benefit of our diversified global business model. Record Markets revenue (up 79%) and Investment Banking fees (up 54%) in the Corporate & Investment Bank more than offset interest rate headwinds and reduced consumer activity. In Consumer & Community Banking, deposits and client investment assets continued to grow (up 20% and 9%, respectively) as we addressed our customers’ needs remotely as well as in our branches. Card sales volumes are down but have been consistently trending upward since April. We remained active in Home Lending on the strength of our digital platform, and Auto originations picked up in the second half of the quarter driven by pent up demand in states that are re-opening. We maintained our #1 rank in Global IB fees and grew our year-to-date share to 9.8% with strength across the franchise, including in Commercial Banking. The CB also grew loans 13% to $234 billion and deposits were up 41% as we helped clients manage their liquidity needs. In Asset & Wealth Management, AUM grew 15% driven by $124 billion of net inflows into liquidity and long-term products as we helped clients navigate market volatility.”

Dimon concluded: “We are fully committed to doing our part both in promoting the safety of our employees and customers and helping the economies of the world recover from the impact of the ongoing COVID-19 crisis, including helping to drive policies and programs for the benefit of all of society and create opportunity for those who have been left out of the economy for far too long.”

Jamie Dimon - heute JP Morgan-Quartalszahlen
Karrikatur von Jamie Dimon, dem „USA-Banker“, dem Chef der wichtigsten und mächtigsten Bank der USA, der JP Morgan zu einer sprudelnden Geldquelle machte. Urheber: DonkeyHotey CC BY-SA 2.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Besserwisser

    14. Juli 2020 14:17 at 14:17

    Wer’s glaubt wird selig :D
    Wenn so „gute“ Daten veröffentlicht werden, kann man davon ausgehen, dass die Bank kurz vor der Pleite steht.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

SAP meldet Quartalszahlen – Aktie fällt dramatisch! Übertrieben? Kaufchance?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Frau arbeitet an Schreibtisch in Büro

SAP hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 6,53 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,79). Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,26 Milliarden Euro).

Während die Finanzdaten des letzten Quartals halbwegs ok sind, scheint die Börse regelrecht geschockt zu sein von einem anderen Aspekt der Veröffentlichung von SAP. Denn die Aktie verliert heute dramatische 20 Prozent, wegen der Aussichten für das laufende Gesamtjahr 2020. Umsatz- und Gewinnerwartungen werden nur ganz leicht nach unten revidiert, aufgrund der zweiten Corona-Welle und den damit einhergehenden neuen Restriktionen, die sich auch auf Unternehmen und ihre Aufträge auswirken. Und dafür gleich 20 Prozent Bestrafung im Aktienkurs? Ist das nicht zu viel? Hier könnten sich die Anleger mal überlegen, ob das eine Kaufchance für die Aktie ist (das ist keine Kaufempfehlung unsererseits, sondern nur ein Gedankenspiel).

SAP auszugsweise im Zitat zur Gesamtjahresaussicht:

Der bisherige, am 8. April 2020 veröffentlichte Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2020 spiegelte die bestmögliche Schätzung der SAP hinsichtlich des Zeitpunkts und der Geschwindigkeit einer Erholung von der Corona-Krise wider. Dieser Ausblick
ging davon aus, dass die Länder ihre Wirtschaft hochfahren und die Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert würden,
sodass sich die Nachfrage im dritten und vierten Quartal allmählich verbessert.

Auch wenn weiterhin ein stabiles Interesse an den Digitalisierungslösungen der SAP besteht, da Kunden widerstandsfähiger
und agiler aus der Krise hervorgehen möchten, wurde kürzlich in manchen Regionen das öffentliche und wirtschaftliche Leben erneut eingeschränkt, und die Belebung der Nachfrage fiel verhaltener aus als erwartet. Des Weiteren geht die SAP aus
denselben Gründen nicht mehr davon aus, dass sich die SAP-Concur-Erlöse aus Geschäftsreisen in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 deutlich erholen werden.

Die SAP aktualisiert deshalb ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2020 und erwartet nun, dass:

• die Clouderlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,0 Mrd. € und 8,2 Mrd. € liegen werden (zuvor
zwischen 8,3 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).
• die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 23,1 Mrd. € und 23,6 Mrd. € liegen werden (zuvor zwischen 23,4 Mrd. € und 24,0 Mrd. €).
• die Umsatzerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 27,2 Mrd. € und 27,8 Mrd. € liegen werden
(zuvor zwischen 27,8 Mrd. € und 28,5 Mrd. €).
• das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,1 Mrd. € und 8,5 Mrd. € liegen wird (zuvor zwischen 8,1 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).

CEO-Kommentar im Wortlaut:

Aufgrund der Corona-Krise befinden sich unsere Kunden an einem Wendepunkt. Für Unternehmen ist der Umstieg in die Cloud, verbunden mit einer echten Neuausrichtung ihres Geschäfts, unerlässlich geworden. Denn nur so können sie widerstandsfähiger werden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir Innovationen entwickeln und Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung von Geschäftsprozessen in einer digitalen Welt bieten. Die SAP wird ihr Wachstum in der Cloud auf über 22 Mrd. € im Jahr 2025 steigern und den Anteil der besser planbaren Umsätze auf etwa 85 % ausbauen.“

Details der Quartalszahlen von SAP

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona und SAP

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Corona-Anstiege in den USA und Europa sind heute ein Thema. Aber auch die aktuelle Revision der Aussichten von SAP sind in New York aktuell Thema.

weiterlesen

Aktien

Tesla krempelt die Autoindustrie um – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

Tesla hat gerade den fünften Quartalsgewinn in Folge gemeldet. Während die Gewinne in der Vergangenheit vor allem den Erlösen aus dem Zertifikatehandel zu verdanken waren, erwirtschaftet Tesla mittlerweile auch im operativen Geschäft einen Überschuss. Der Elektropionier straft damit die Kritiker Lügen.

Bisher musste sich Tesla die Kritik gefallen lassen, dass der Autobauer zwar die Mobilität revolutioniert, jedoch unprofitabel arbeitet. Tatsächlich fielen in der Aufbauphase des Unternehmens horrende Verluste an, die manchen Beobachter auf einen baldigen Untergang von Tesla wetten ließ. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet. Tesla ist der höchstbewertete Autobauer der Welt.

Tesla treibt eine ganze Branche vor sich her

Die Zeit des klassischen Verbrennungsmotors ist vorbei. Tesla präsentiert sich als Vorreiter einer neuen Zeit. Sicher ist, dass die Automobilbranche vor einer beispiellosen Transformation steht. Tesla hat die technische Entwicklung maßgeblich vorangetrieben und beim Elektromotor und der Batterietechnik mittlerweile einen Vorsprung von mehreren Jahren vor der Konkurrenz. Deshalb pumpen die Anleger viel Geld in Tesla.

Ob sich der Vorsprung verteidigen lässt, ist allerdings noch lange nicht ausgemacht. Klar ist jedoch schon jetzt, dass einige etablierte Konzerne auf der Strecke bleiben werden, wenn sie sich nicht schnell genug anpassen. Gleichzeitig kann aber auch einer der alteingesessenen Autohersteller durch seine enormen Finanzreserven plötzlich zum Marktführer im E-Auto-Segment werden. Entsprechende Strategien gibt es mittlerweile nicht nur bei den Volumenherstellern wie Volkswagen oder Renault, sondern auch im Luxussegment bei Daimler und BMW.

Der Elektromotor ist nicht das einzige Erfolgsgeheimnis von Tesla

Tesla hat nicht nur bei der Entwicklung des Antriebs für seine Fahrzeuge Neuland betreten. Die gesamte Organisation des Unternehmens stellt die Branche auf den Kopf. Es ist verrückt, dass dies die meisten Analysten übersehen.

Üblicherweise ist die Autoindustrie sehr stark von Zulieferbetrieben abhängig. Die Produktion der Einzelteile ist auf der ganzen Welt verteilt. Im Autowerk eines klassischen Konzerns wie BMW, Volkswagen oder Daimler werden die Teile, die aus aller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen