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JP Morgan-Quartalszahlen: Gewinn deutlich schwächer, 7 Milliarden Dollar in Risikovorsorge

Claudio Kummerfeld

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Soeben wurden die JP Morgan-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 29,1 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 29,85/Erwartungen 29,5). Der Gewinn liegt bei 0,78 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,65/Erwartungen 1,85). Der Gewinn weicht deshalb so stark von den Erwartungen ab, weil JP Morgan 6,8 Milliarden Dollar in die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle umgebucht hat. Das scheint mehr als nachvollziehbar, bei den zu erwartenden Ausfällen im Zuge der Coronakrise!

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,3 Prozent. Ist die Erleichterung groß, dass es nicht schlimmer gekommen ist? Wir meinen: Die „große Abrechnung“ kommt erst Ende des laufenden 2. Quartals, und vielleicht auch erst Ende des 3. Quartals, wenn nach und nach Kreditausfälle (durch die Coronakrise) in großem Umfang sichtbar werden, die sich in den Büchern der Banken niederschlagen.

Hier auszugsweise der interessantere Teil der aktuellen Aussagen von JP Morgan-Chef Jamie Dimon:

Dimon commented on the results: “The first quarter delivered some unprecedented challenges and required us to focus on what we as a bank could do – outside of our ordinary course of business – to remain strong, resilient and well-positioned to support all of our stakeholders. In Consumer & Community Banking, we have remained focused on meeting our customers’ needs. Approximately three quarters of our 5,000 branches have been open – all with heightened safety procedures and many with drive-through options – and the vast majority of our over 16,000 ATMs remain open. In March alone, we opened half a million new accounts for our card customers and extended over $6 billion of new and increased credit lines, and we were active in Home Lending and Auto. We lent over $500 million to small businesses in the month and we’re now actively supporting the SBA’s Paycheck Protection Program. For the quarter, we continued to see flows into both client investment assets and deposits.”

Dimon continued: “We continued to support our wholesale clients throughout this challenging period, as they drew over $50 billion on their existing lines. We also provided over $25 billion of new credit extensions in March for companies most impacted by the crisis and helped our clients execute record Investment Grade bond issuances this quarter. In Commercial Banking, we partnered closely with clients on their liquidity needs, increasing loans $25 billion and deposits $40 billion in the quarter. The Corporate & Investment Bank turned in another solid quarter with record Markets revenue, as we helped clients navigate extremely tough and volatile market conditions, and we maintained our #1 rank in Global IB fees as clients turned to us for financing and advice. And in Asset & Wealth Management, we saw strong growth in both loans and deposits, we took in $75 billion in liquidity flows, and more importantly we proactively reached out and helped clients manage their risk. In addition, JPMorgan Chase made a $50 million commitment to help address the immediate humanitarian crisis, as well as the long-term economic challenges that the most vulnerable people face. And the firm announced a $150 million loan program to help community partners get capital to underserved small businesses and nonprofits, particularly in the hardest hit communities.”

JP Morgan Daten

JP Morgan-Quartalszahlen - Jamie Dimon
Jamie Dimon. Foto: Steve Jurvetson Creative Commons Attribution 2.0

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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