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JP Morgan-Quartalszahlen: Umsatz und Gewinn schwach – Ende einer Strecke von 15 Quartalen

Claudio Kummerfeld

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am

Soeben wurden JP Morgan-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 26,8 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 25,45/Erwartungen 27).

Umsatz bei „Anleihen, Devisen und Rohstoffen“ 1,86 Milliarden Dollar (erwartet 2,3).

Der Gewinn liegt bei 1,98 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,76 /Erwartungen 2,20).

JPM-Chef Jamie Dimon hatte in den letzten 15 Quartalen immer die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen – bis heute.

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,9%.

Laut Jamie Dimon läuft alles bestens. Für 2019 sollten sich laut Dimon die politischen Anführer der USA zusammensetzen und Lösungen für offene Probleme finden, damit die gut laufende Wirtschaft weiter unterstützt werde. Zitat:

Jamie Dimon, Chairman and CEO, commented on the financial results: “2018 was another strong year for JPMorgan Chase, with the Firm generating record revenue and net income, even without the impact of tax reform. Each line of business grew revenue and net income for the year, while continuing to make significant investments in products, people and technology, demonstrating the power of the platform. We grew core loans 7%, in-line with our expectations, while maintaining credit discipline and a fortress balance sheet with significant capital and liquidity.”

Dimon added: “Our customer-centric business model has benefited from a healthy and engaged U.S. consumer that is spending, saving and investing. We continue to outpace the industry in consumer deposit growth, albeit slower, and client investment assets increased for the year on record net new money flows. Credit and debit sales volume, as well as merchant processing volume, were all up double digits. Despite a challenging quarter, we grew Markets revenue in the Investment Bank for the year with record performance in Equities and solid performance in Fixed Income. Investment Banking fees were a record for the year, driven by strength in both CIB and Commercial Banking. Asset & Wealth Management delivered strong banking results and continued its string of annual net long-term inflows, even as volatility and lower market levels impacted fourth quarter results.”

Dimon concluded: “In 2018 we accelerated investments in products, services and technology to help our employees, customers and communities. In the fourth quarter we opened Chase branches in new states for the first time in nearly a decade. While it is early days, we’re seeing terrific results so far – and this is only the start as we continue to open branches in several new markets in the months and years to come. Our AdvancingCities initiative is supporting job and wage growth in communities that need capital the most. We extended credit and raised capital of $2.5 trillion for U.S. consumers, businesses and institutional clients. As we head into 2019, we urge our country’s leaders to strike a collaborative, constructive tone, which would reinforce already-strong consumer and business sentiment. Businesses, government and communities need to work together to solve problems and help strengthen the economy for the benefit of everyone.”

JP Morgan-Quartalszahlen - Jamie Dimon
Jamie Dimon. Foto: Steve Jurvetson Creative Commons Attribution 2.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Angsthase

    15. Januar 2019 13:41 at 13:41

    Wenn der Gott der Wallstreet schon anfängt zu schwächeln, dann gute Nacht Johanna… aber noch werden die Fahnen hochgehalten.

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

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Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

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