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JPMorgan sieht 10 % Korrektur im S&P 500 aufgrund zunehmender Kriegsrisiken

Wegen dem Iran-Krieg könnte der S&P 500 Index vom Hoch aus um 10 % fallen, so sagt es heute das Trading Desk von JPMorgan.

Zentrale von JPMorgan in New York. Foto: Bloomberg

US-Aktienhändler sind laut dem Trading Desk von JPMorgan nicht auf eine Korrektur des S&P 500 vorbereitet, bei welcher der Index infolge des Krieges im Iran um bis zu 10 % gegenüber seinem Höchststand fallen könnte.


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S&P 500 vor Sturz? JPMorgan mit Aussagen

Andrew Tyler, Leiter der globalen Marktforschung bei JPMorgan, wird heute „taktisch bärisch” gegenüber US-Aktien, da der Konflikt im Nahen Osten keine Anzeichen einer Entspannung zeigt und der Ölpreis auf über 100 Dollar pro Barrel stieg. Eine Korrektur würde einen Rückgang des US-Leitindex um 10 % gegenüber seinem Höchststand bedeuten, was bedeutet, dass der S&P 500 auf etwa 6.270 Punkte fallen würde – oder etwa 7 % unter dem Schlusskurs des Index am Freitag.

Die Anleger sind nicht auf einen Rückgang eingestellt, und „es gab keine extreme Risikominderung, da die Positionierung derzeit neutral ist”, so schreibt es Andrew Tyler aktuell laut Bloomberg News. Er sagte, dass Energieaktien letzte Woche netto verkauft wurden, da die Händler „eine Deeskalation erwarteten”.


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Stattdessen stiegen die Ölpreise übers Wochenende auf weit über 100 Dollar pro Barrel, nachdem mehrere Golfstaaten ihre Ölproduktion gedrosselt hatten, was zu Befürchtungen hinsichtlich eines anhaltenden Versorgungsschocks und Risiken einer Stagflation führte.

Für Tyler könnten diese Risiken schnell abklingen, wenn der Konflikt nicht lange andauert. „Ein definitiver Ausweg aus dem Konflikt würde diese taktische Entscheidung beenden, da die zugrunde liegenden makroökonomischen Fundamentaldaten weiterhin risikoreiche Anlagen begünstigen“, schrieb er.

Verlauf im S&P 500 Index

Kommentar

FMW: Ein stärkerer Absturz bei S&P 500, Nasdaq, Dax, und vor allem den asiatischen Märkten ist gut möglich. Alles hängt davon ab, wie lange der Iran-Krieg dauert. Zieht Donald Trump es hart durch, bis zum Ende? Wochenlange Blockade der Straße von Hormus? Oder wird es irgendeine Art von Einigung mit dem Iran geben, der die Angriffe auf diese für die Weltwirtschaft lebenswichtige Ader einstellt? Je länger die Blockade dauert, desto größer das Risiko eines großen Absturzes am globalen Aktienmarkt!

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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