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Juncker allein zu Haus: Breite Ablehnung für den „Euro für alle“

Die jüngsten Äußerungen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sind entweder Wahnsinn oder Realitätsverlust, oder gleich beides auf einmal...

FMW-Redaktion

Wir unbedeutenden Kleingeister bei FMW hatten bereits unsere Meinung klar geäußert. Dann haben wir heute auch die Meinung der beiden Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik publiziert, die genau das selbe sagen. Die jüngsten Äußerungen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sind entweder Wahnsinn oder Realitätsverlust, oder gleich beides auf einmal!


EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Foto: Factio popularis Europaea / Wikipedia (CC BY 2.0)

Denn Juncker will den „Euro für alle“ einführen. Ja, so klar sagte er es. Alle Staaten in der EU sollten den Euro bekommen, einfach so. Das wäre das beste. So müsse es sein. Ein großes Haus Europa, alle sind Freunde, alle sind glücklich, alle zahlen mit der selben Währung. So einfach kann das sein. Wie in so manchen Talkshows mit warmen Worten bekam Juncker vorgestern von den EU-Parlamentariern dafür einen netten warmen Applaus.

Denn wer findet die Idee nicht toll, dass alle Freunde sind, dass alle mit der selben Währung zahlen usw? Das dramatische Horrorszenario einer harten Währung für eine Volkswirtschaft, die eine schwache Währung dringend benötigt, sah man in den letzten zehn Jahren in Griechenland. Es ist die Blaupause, was auch Rumänien und Bulgarien bevorstehen würde. Aber nein, Juncker träumt von seinem schönen vereinheitlichten Europa.

Dieses glückliche Bild zerstört heute auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Sein Präsident Eric Schweitzer sagt dazu, dass Beitrittsländer für den Euro auch erst mal reif dafür sein müssten. Auch er verweist auf das Beispiel Griechenland. Länder könnten mit den Anforderungen einer Währungsunion überfordert sein, gab er zu bedenken. Rettungsmaßnahmen würden dann auch den deutschen Steuerzahler belasten, und damit auch die deutschen Unternehmen.

Auch die Finanzminister der Euro-Gruppe reagierten heute verwundert und ablehnend auf Juncker´s Äußerungen. Wolfgang Schäuble sagte dazu, dass für die Mitgliedschaft in der Eurozone ökonomische Kriterien erforderlich seien, die man erfüllen müsse. Wenn die Kriterien nicht erfüllt seien, sei eine Aufnahme nicht im Interesse der Währungsunion, da ansonsten ihre Stabilität gefährdet werden könne.

Nicht nur Schäuble, auch seine wichtigen Amtskollegen aus Frankreich und den Niederlanden (Eurogruppen-Leiter Dijsselbloem) äußern sich ähnlich. Bitte nicht noch mehr Griechenland-Horror – so ein Zitat würde man wohl in ihren Köpfen vorfinden, wenn man reingucken könnte. Länder wie Bulgarien und Rumänien holen zwar zügig auf (beispielsweise bei den Löhnen), aber die Lücke zu Westeuropa ist immer noch immens groß. Das nächste Griechenland wäre vorprogrammiert. Da ist es umso erstaunlicher, in welcher Parallel-Dimension Herr Juncker lebt.



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6 Kommentare

  1. Ich sagte es schon, da stecken geopolitische Interessen dahinter. Griechenland mußte aus strategischen Gründen in die EU. Man will sich ausbreiten gegen Osten, immer mehr, das hat absolute Priorität. Juncker & Co haben das nicht in der Hand, das bestimmen andere.

  2. Armseelige EU Politik. Junker hat Angst vor Polen und Ungarn. Er will die EU festigen. Aber genau das Gegenteil erreicht er mit seinem Ansinnen. Niedrige Löhne und eine schwache Währung waren auch der Stoff aus dem das deutsche Wirtschaftswunder entstand. Ein geeintes Europa entsteht auf der Grundlage von Wohlstand. Aber dafür braucht man den Euro nicht. Er ist eine Sicherheit und Recheneinheit , aber kein Glaube.

  3. Ich erinnere mich noch an Aussagen Griechenland gemessen an der GROSSEN EU sei gemessen am Bruttosozialprodukt in Prozenten so verschwindend klein, dass die problemlos durchgefüttert werden können ,anscheinend waren die Schulden gemessen am Bruttosozialprodukt so gross dass sich auch da wieder alle getäuscht haben u.vor allem kein Ende in Sicht ist,darum müssen jetzt unbedingt noch einige Osteuropäer dazukommen die alle eine Stimme haben wie Deutschland dann werden dann 23 arme Länder bestimmen was die restlichen 4 noch -reichen Länder zu bezahlen haben, eigentlich ist es ja jetzt schon so, das nennt sich“ demokratische Solidarität „

  4. Ein dauerbesoffener Schwallomat.
    Not worth a single comment.

  5. Entschuldet euch, bringt das restliche Vermögen aus dem System und hört auf zu arbeiten… es lohnt sich nicht ganz Europa zu füttern.

  6. Frage an Herrn Jean Clown Juncker:

    „Trinken Sie nicht schon tagsüber ein wenig zu viel ?“

    Antwort von Herrn Jean Clown Juncker:

    “ Bis 14:00 h eigentlich nicht. Da verschütte ich das meiste.“

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