Allgemein

Kanadische Bank mit 0,75% Negativzinsen für alle Fremdwährungen außer US-Dollar

Das ist ein Zeichen für Anleger, die dachten sie können ihre Euros, Schweizer Franken, Kronen und Yen einfach bei einer ausländischen Bank deponieren, und so vor einer...

FMW-Redaktion

Das ist ein Zeichen für Anleger, die dachten sie können ihre Euros, Schweizer Franken, Kronen und Yen einfach bei einer ausländischen Bank deponieren, und so vor einer Negativverzinsung im eigenen Land schützen. Die kanadische Brokerarm der Bank of Montreal „BMO Nesbitt Burns“ wird ab 22. Dezember allen Kunden für ihre Fremdwährungskonten 0,75% Negativzinsen berechnen – für alle außer dem US-Dollar. Also zahlt man auch drauf für Fremdwährungskonten, bei denen die dahinter stehende Notenbank noch gar keine Negativzinsen eingeführt hat.

Die Folgen sind verständlich. Entweder werden Investoren ihre Fremdwährungskonten auflösen und sie in US-Dollar oder kanadische Dollar konvertieren. Oder sie werden, wie Zerohedge es aus internen Papieren der Bank erfahren hat, versuchen den Kunden Geldanlagen in diesen Fremdwährungen anzubieten, damit das Geld nicht mehr in Cash auf dem Konto liegt. Eine weitere Möglichkeit: Man wechselt einfach zu einer anderen kanadischen Bank, die noch keine Negativzinsen z.B. auf Schweizer Franken-Fremdwährungskonten erhebt.

Aber mal ehrlich: Andere Banken werden dann zügig nachziehen, um nicht selbst kräftig draufzahlen zu müssen. Wie man aus Bankkreisen hört, waren bei Nesbitt Burns (anerkannter Name in Kanada!) bisher wohl kaum Fremdwährungskonten außer US-Dollar vorhanden. Diese Maßnahme lässt darauf schließen, dass sich durch die Einführung von Negativzinsen vor allem in Europa und Asien Kunden mit großen Guthaben entschlossen haben ihre Devisen in Kanada zu parken – weit weg, wie so mancher wohl gedacht haben mag.

In einer internen Notiz soll die Bank genau auf den Umstand hingewiesen haben, dass bisher fast nur US-Dollar-Fremdwährungskonten vorhanden waren, aber durch weltweite Negativzinsen ausländische Kunden vermehrt Gelder in Kanada in ihren Fremdwährungen parken. Damit würde dann letztlich auch BMO Nesbitt Burns draufzahlen für diese Einlagen. Also, auch das Verschieben von Franken und Euros weit weg zu einer ausländischen Bank schützt nicht vor Negativzinsen! Da muss man schon das Cash irgendwie anlegen, oder in andere Währungen konvertieren – oder ab unters Kopfkissen!



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

2 Kommentare

  1. Markus,
    genau das habe ich gemacht, kanadische Banken gekauft, und zwar vor dem
    „Donald“…. Die kandischen Banken sind wesentlich „vertranswüridiger“ als der „Ami“, ausserdem gibt es nch ein paar Banken, die einem 3-5 % Dividenrendite zahlen, natürlich in anderen Ländern.

    Natürlich ist die Zinspolitik schädlich, mit den Billigst-Zinsen, wieso sein Geld auf Tagesgeldkonten anlegen ?

    VG

    Marko

  2. „Da muss man schon das Cash irgendwie anlegen, oder in andere Währungen konvertieren – oder ab unters Kopfkissen!“

    Banken sind out. „Ab unters Kopfkissen“ ist keine Alternative, natürlich sollte man sich auskennen, gerade in der Finanzmarktwelt / Bankenwelt, das könnte was „bringen“.

    Klar, die Deutsche Bank ist natürlich ein Schrottlanden (Junk) mit angehängter Bankabteilung… Wer aber weiß, wie sich die Menschen verhalten in bestimmten Stressituationen, der gewinnt…
    Da nützt die Charttechnik (Fibo, Wellen, usw ) gar nix… :D

    VG

    Marko

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage