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Kein Warten auf EZB und Co.: Chancen in EUR/USD & Gold nutzen

Fundamental wird es erst Mitte der laufenden Handelswoche spannend, doch glücklicherweise ist das dem untergeordneten charttechnischen Kursverlauf völlig egal. Bereits Ende vergangener Woche gab es die ersten attraktiven Chancen im Goldpreis, die sich heute im EUR/USD fortsetzen könnten..

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Eine Analyse von forexhome.de

Fundamental wird es erst Mitte der laufenden Handelswoche spannend, doch glücklicherweise ist das dem untergeordneten charttechnischen Kursverlauf völlig egal. Bereits Ende vergangener Woche gab es die ersten attraktiven Chancen im Goldpreis, die sich heute im EUR USD fortsetzen könnten.

Kein Warten auf EZB und Co.: Traden in der Range

Ich spare mir an dieser Stelle eine umfassende Einschätzung der übergeordneten Situation im EUR USD, da ich das bereits zur Genüge in den jüngsten Analysen abgearbeitet habe. Aktuell interessiert mich vor allem die vermeintliche, recht große Range im Tageschart.

 

(Euro-Dollar-Tageschart; alle Charts durch anklicken vergrößern!)

Zwischen ca. 1.25200 und 1.22200 spielt sich aktuell alles ab. Eine konkrete Aussage, ob es nun zu einem bullishen oder bearishen Ausbruch kommt, ist zu diesem Zeitpunkt kaum möglich. Im Rahmen einer Trendfolgestrategie wurde in der Nähe der Unterseite der Range dennoch ein Long-Setup aktiviert. Das Ziel ist natürlich der bullishe Ausbruch und die nächsten markanten Kursniveaus bei rund 1.26000, was dem 61.8er Fibonacci Retracement der riesigen Talfahrt im Monatschart entsprechen sollte. Danach schauen wir weiter.

Aktuelle Long-Chance

Die aktuelle EUR USD Prognose im H4-Chart zeigt eine kleine Rallye auf, die sich seit Donnerstag vergangener Woche ausgebildet hat und laut meiner Definition gleichzeitig eine kleine Range darstellt. Der bisherige Hochpunkt bei rund 1.23215 konnte bereits überwunden werden. Was mir gefallen würde, wäre ein weiterer nachhaltiger Ausbruch, doch dieses Mal auf diagonaler Basis.

 


(Euro-Dollar, 4-Stunden-Chart)

Die Kombination aus horizontalem und diagonalem Ausbruch bzw. dem entsprechenden Retest, schafft mehr Sicherheit. Ich strebe in diesem Zusammenhang zunächst die Oberseite der Tagesbasierten Range bei ca. 1.25040 an. In meinem Follower Service werden wir das natürlich weiterverfolgen. Weitere Informationen finden sich hier:
https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/

 

Goldpreis Einschätzung: Ähnlicher Kursverlauf, ähnliche Risiken

Der Kursverlauf im Goldpreis unterscheidet sich momentan kaum vom EUR USD, was vorwiegend an der aktuell dominanten korrelierenden Rolle des US-Dollar liegt. Festzustellen ist, dass der Goldpreis ebenfalls in einer recht üppigen Range verharrt und unsere jüngsten Long-Setups Break Even oder mit kleinem Gewinn ausgestoppt hatte. Das ist bedauerlich, aber kein Beinbruch.

 


(Gold Tageschart)

Nimmt die Korrektur wieder Fahrt auf bzw. bricht der Kurs durch die untere Range-Begrenzung bei ca. 1315 USD, gehe ich von zügigen Kursverlusten in Richtung 1260 und 1240.60 USD, was sich mit meinen jüngsten Einschätzungen zum Goldpreis deckt. Natürlich strebe ich eine Short-Positionierung zu deutlich höheren Kursniveaus an. Bspw. in der Widerstandszone zwischen ca. 1346/1350 USD an. Ggf. schafft es der Kurs auch vorher die 1366 USD zu erreichen. Hierzu verweise ich auf meine letzten Analysen.

 


(Gold 4-Stunden-Chart)

Der vermeintliche bearishe Fehlausbruch unter ca. 1316 USD, ermöglichte eine Long-Positionierung laut einer Volumenbasierten Handelsstrategie von mir auf einem recht niedrigen Kursniveau. Ähnlich den USD-Währungspaaren hat sich auch im H4-Chart des Goldpreises eine mögliche kleine Range gebildet. An der Oberseite bei rund 1326/1327 USD begrenzt. Kommt es zu einem bullishen Ausbruch, möchte ich der Bewegung bis zunächst 1350/1351 USD folgen. Jener Kursbereich, der mich im Tageschart bzgl. der Short-Thematik interessiert hat. Aktuell gilt jede Korrektur, die oberhalb von rund 1307.50 USD verbleibt, in meinen Augen als potenzielle Long-Chance.

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Devisen

Rüdiger Born: Charttechnik bei US-Dollar vs Yen

Rüdiger Born

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Gestern hatte ich mir im Trade des Tages US-Dollar vs Yen gewidmet. Im folgenden Video geht es auch ausschließlich um dieses Währungspaar. Schauen wir uns die Charttechnik mal genauer an.

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Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

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Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Devisen

Türkische Lira vor weiterer Aufwertung? Aktuelle Zinsentscheidung gibt Hoffnung

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira könnte noch weiter aufwerten. Warum? Nun, zuerst ein kurzer Rückblick. Seit November ist der Leitzins in der Türkei durch die türkische Zentralbank in zwei Schritten kräftig angehoben worden, von 10,25 Prozent auf zuletzt 17 Prozent. Erst der zweite Zinsschritt von 15 Prozent auf 17 Prozent an Heiligabend brachte Vertrauen in die Lira – denn die Inflationsrate liegt derzeit bei satten 14,6 Prozent. Jetzt liegt der Leitzins deutlich genug über der Inflation, damit es einen positiven Geldfluss vom Ausland in die Türkei geben kann. Dies wäre Balsam für die türkische Lira. Aber so ein hoher Leitzins muss einige Zeit beibehalten werden, damit er wirken kann.

Und nun? Heute hat die türkische Zentralbank erneut eine weitere Zinsentscheidung verkündet. Man belässt den Leitzins bei 17,0 Prozent. Dies kann vom Devisenmarkt als Signal gewertet werden, dass die Zentralbanker gewillt sind die Angelegenheit „durchzuziehen“, als eine nachhaltige Bekämpfung der hohen Inflation.

Türkische Lira reagiert leicht positiv

Auf längere Sicht hohe Zinsen in der Türkei – das könnte die türkische Lira nachhaltig aufwerten lassen. Und die letzten Wochen lief es ja schon ganz gut in diese Richtung. Und jetzt aktuell? Die Zinsentscheidung wurde um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Da notierte US-Dollar vs türkische Lira noch bei einem Wechselkurs von 7,39. Jetzt notiert USDTRY bei 7,36. Im Chart sehen wir den Kursverlauf von Dollar vs Lira seit Februar 2020. Die türkische Währung konnte seit November einiges gut machen, und könnte womöglich nun weiter aufwerten (sicher ist das aber natürlich nicht).

Zentralbank mit guten Aussagen, Erdogan meldet sich zu Wort

Die Notenbanker in Ankara erklärten heute, dass man seinem harten geldpolitischen Kurs treu bleibe, bis sich ein nachhaltiger Rückgang der Inflation abzeichne. Falls nötig, werde man weitere Schritte zur Straffung der Geldpolitik unternehmen. Super, da freut sich der Devisenmarkt im Sinne einer festeren Lira? Achtung, Präsident Erdogan fordert seit Jahren sinkende Zinsen. Die würden (so Erdogan) die Inflation zum Sinken bringen – was aber eigentlich genau anders rum funktioniert. Seit Monaten hört man von Erdogan kaum Aussagen in dieser Hinsicht. Aber am letzten Freitag, da meldete er sich wieder zu Wort. Die aktuelle Geldpolitik (steigende Zinsen sollen Geld teuerer machen etc) diene nicht der Türkei. Die Lösung des Problems der hohen Inflation sei, die Zinsen zu senken. Bringt dies die nachhaltige Erholung der Lira wieder in Gefahr?

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Februar 2020

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