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Keine guten Noten für Trump in den USA für Krawall-Tour durch Europa

Die Kritik am ungehobelten Benehmen und dem ständigen Zündeln bei der NATO und zuletzt bei den Briten inmitten der „Brexit“-Krise nimmt zu – und sie kommt auch aus Trumps eigener Republikaner-Partei..

Redaktion

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Eine Kolumne von Herbert Bauernebel

 

Die Kritik am ungehobelten Benehmen und dem ständigen Zündeln bei der NATO und zuletzt bei den Briten inmitten der „Brexit“-Krise nimmt zu – und sie kommt auch aus Trumps eigener Republikaner-Partei.

Ohio-Gouverneur John Kasich etwa rechnet hart mit der Pöbel-Tour des Präsidenten durch Europa ab, vor allem wegen Trumps Ausfällen gegen die NATO: „Das Bündnis, das 70 Jahre lang den Frieden bewahrt hat, wird ausgefranst“, sagte der Republikaner in einer Rede. Er warnte Trump vor einer „Politik der Abrissbirne“.

Während sich Trump mit Amerikas engsten Verbündeten zankte, fand er zuletzt nichts als lobende Worte für Kreml-Chef Wladimir Putin, den er am Montag in Helsinki trifft. Das stieß vor allem Republikaner-Senator Jeff Flake auf: Trumps Anbiederung an Putin sei „einfach nur mehr bizarr“ und „unzumutbar“, sagte der Arizona-Senator bei einer Rede.

Die „New York Times“ fokussiert auf die Tatsache, dass Trump während des Besuchs in England Premierministerin Theresa May in den Rücken fiel mit dem schockierenden Interview in der Zeitung „Sun“. Trump hatte May getadelt, dass sie beim Brexit-Tauziehen mit der EU alles falsch mache und nicht auf ihn gehört hätte. Dafür lobte er ihren Erzrivalen Boris Johnson. Während Mays Regierung am Abgrund taumelt, titelte das Blatt, „gibt ihr Trump einen Schubs“.

Die Demokraten in den USA sind ebenfalls außer sich: „Dass Putin in Trump investiert hat, hat sich für Russland wirklich ausgezahlt“, lästerte Senator Bob Menendez.

Auf der Leserbriefseite der Zeitung „Daily News“ kochte die Wut vieler Amerikaner auf Trump über: „Wir haben genug von diesem ständigen Wahnsinn“, schrieb jemand.

Aber dennoch: Trotz allem stehen laut Meinungsumfragen 43 Prozent der Amerikaner hinter Trump.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    bademeister

    14. Juli 2018 11:08 at 11:08

    Wovor Trump derzeit, vermutlich hat es innenpolitische Gründe, ablenken will und muss ist mir zwar nicht bekannt, die „Midtimes“ sind ja eigentlich noch weit entfernt…

    Merkel scheint, wenn man sie in letzter Zeit im Fernsehen sieht und zwischen den Worten liest, mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen (geht immer dann „aus sich heraus“ und wirkt ungewöhnlich extrovertiert, wenns innerlich überhaupt nicht läuft).

    …die Jungs in Thailand sind endlich gerettet und die WM vorbei, und die Mainstream-Medien stehen vor dem grossen Sommerloch…und wenn man jeweils die dritte Juliwoche innerhalb der letzten Jahre ereignistechnisch betrachtet, geschah oft genau dann etwas Unerwartetes, wie z.B. der Abschuss mitten im Ukraine-Konflikt, Putsch in der Türkei, Love-Parade-Desaster…nicht nur um das medientechnische Sommerloch zu füllen, sondern mit oft weitreichenden Folgen.

    Muss Mutti, Theresa oder Jean-Claude vielleicht schon nächste Woche vom anwesenden Sicherheitspersonal taumelnd aus dem Saal geleitet werden?…die Woche der vielleicht auch geplanten und initiierten Überraschungen?

  2. Avatar

    tm

    16. Juli 2018 08:45 at 08:45

    “ Trotz allem stehen laut Meinungsumfragen 43 Prozent der Amerikaner hinter Trump.“

    Dennoch bleibt er der unbeliebsteste US-Präsident aller Zeiten:
    https://projects.fivethirtyeight.com/trump-approval-ratings/

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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