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Europa

Keine Weihnachtsgeschenke? Extrem schwacher Einzelhandel im Dezember

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Ohhh, bereitet sich der deutsche Michel schon mal auf die anstehende Konjunkturdelle vor, und so manches Familienmitglied erhielt kein Weihnachtsgeschenk? Die aktuellen Daten zu den deutschen Einzelhandelsumsätzen im Dezember sind verheerend. Ja, so darf man es sagen. Schaut man zum Beispiel auf die Umsätze im Einzelhandel mit „Nicht-Lebensmitteln“ (also wohl alles, was man zu Weihnachten schenken würde), dann gibt es ein Minus von 2,7% gegenüber Dezember 2017. Insgesamt gesehen gehen die Einzelhandelsumsätze um 2,1% zurück.

Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln verliert im Jahresvergleich sogar 5,6% Umsatz. Und sogar das Onlineshopping, das doch ständig nur am Boomen ist, verzeichnete um 0,6% geringere Umsätze. Und man beachte, dass es im Dezember 2017 wie auch im Dezember 2018 jeweils 24 Verkaufstage gab. Also sind beide Monate perfekt miteinander vergleichbar. Und, das muss man sich mal vorstellen: Im Monatsvergleich von November auf Dezember 2018 gingen die Einzelhandelsumsätze um 4,3% zurück! Und das, wo der Dezember doch der Shopping-Monat schlechthin ist!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    tm

    31. Januar 2019 10:47 at 10:47

    „Und das, wo der Dezember doch der Shopping-Monat schlechthin ist!“

    Im Monatsvergleich gibt es im Dezemebr häufiger Rückgänge, was vermutlich auf die unterschiedliche Anzahl der Verkaufstage November/Dezember zurückzuführen ist. Im November gab es glaube ich 25, im Dezember 24, also 4% weniger.

    Den größten Einbruch gab es bei den Textilien… war der Dezember zu warm?

    Obwohl ich auch eine konjunktuelle Abkühlung erwarte, bin ich zumindest vorsichtig, die volatilen und revisionsanfälligen Einzelhandelsdaten als Indiz heranzuziehen.

  2. Avatar

    Roßmann

    31. Januar 2019 11:14 at 11:14

    Was derzeit nicht vergessen werden darf, dass der November 2018 überragende Umsätze für den Einzelhandel gebracht hat. Außerdem gab es im November Rabattaktionen. November und Dezember zusammen sind doch im Plus! Weihnachtsgeschenke werden halt nur einmal gekauft. Außerdem stark im Trend: Gutscheine. Gutscheine werden erst beim Einlösen wirksam. man darf auf den Januar gespannt sein.

    Zum Wetter: Der Dezember war sehr nass und zu warm. Da will keiner Winterklamotten kaufen.

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Europa

BDI warnt vor Engpässen bei Lieferungen für deutsche Industrie

Der BDI fordert Hilfe der Bundesregierung – aber die wird wohl erst reagieren, wenn das Kind bereits in den Brunne gefallen ist..

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Der BdI (Bundesverband der Deutsche Industrie) warnt vor bald einsetzenden Lieferengpässen für die deutsche Industrie bei Lieferungen aus Fernost (vor allem natürlich China). Der BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang forderte heute die Bundesregierung auf „jetzt rasch wirtschaftspolitische Impulse für eine Belebung des Wachstums“ bereit zu stellen – womit vermutlich fiskalische Stimuli gemeint sind. So formuliert BDI-Hauptgeschäftsführer Lang im Wortlaut:

„Die deutsche Industrie fordert ein koordiniertes wirtschaftspolitisches Vorgehen der Bundesregierung. Neben dem Gesundheitsschutz muss die Politik ab sofort auch das wirtschaftliche Krisenmanagement in den Fokus nehmen. Die Unsicherheit über die Auswirkungen des Virus ist groß. Für die Konjunktur drohen spürbare negative Effekte.

Die Bundesregierung muss jetzt rasch wirtschaftspolitische Impulse für eine Belebung des Wachstums liefern. Erforderlich ist eine politische Einigung noch im ersten Vierteljahr. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft verdient mehr Aufmerksamkeit, als sie gegenüber parteipolitischen Fragestellungen erhält.

Aufgrund großer Unsicherheiten auf den Weltmärkten ist die Konjunktur in Deutschland schon schwach ins neue Jahr gestartet. Die Effekte der Epidemie erhöhen den Druck auf unsere Unternehmen zusätzlich.

Die Auswirkungen des Coronavirus sind in der globalen Wirtschaft und der exportorientierten deutschen Industrie deutlich zu registrieren. Die mehr als 5000 deutschen Unternehmen in China sind derzeit in Beschaffung, Produktion und Absatz stark eingeschränkt. In den kommenden Wochen rechnen mehrere Industriebranchen in Deutschland mit Engpässen bei Lieferungen aus Fernost, unter anderem Elektro, Automobil, Pharma und Papier.“

Erstaunlich ist, dass der Dax (vielmehr aber noch die Wall Street!) das bis zum letzten Wochenende irgendwie anders wahrgenommen hat – erst heute scheint sich die Schere zwischen fundamentaler ökonomischer Realität und Index-Kursen etwas zu verkleinern. Das gilt umso mehr für die US-Aktienmärkte – schließlich sind gerade die USA besonders abhängig von Zwischenprodukten, die aus China geliefert werden (und das viel stärker als Deutschland!). Bislang aber haben US-Verbände noch nicht ähnliche Warnungen heraus gegeben wie der BDI.

Dass die Bundesregierung, wie vom BDI gefordert, wirklich noch im ersten Vierteljahr reagieren wird, halten wir für überaus unwahrscheinlich. Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz dürfte, beflügelt vom guten Abschneiden der SPD in Hamburg – wobei der SPD-Wahlsieger Tschentscher ausdrücklich auf den Auftritt von SPD-Granden aus Berlin wie eben Scholz verzichten wollte – lieber an der schwarzen Null festhalten und sich das Geld für die Rente von den kleinen deutschen Aktien-Sparern holen. Erst wenn das Kind dann schon in den Brunnen gefallen ist, dürfte die auf „Aussitzen“ spezialisierte deutsche Groko reagieren..

 

Die Forderung des BdI dürfte bei der Bundesregierung ins Leere laufen

Olaf Scholz und Angela Merkel. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

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Aktuell: ifo Index etwas besser

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Der ifo Index (wichtigstes deutsches Konjunkturbarometer) für den Monat Februar liegt bei 96,1 Punkten (Prognose war 95,3; Vormonat war 95,9).

Die aktuelle Lageeinschätzung liegt bei 98,9 (Prognose war 98,6; Vormonat war 99,1).

Die Geschäftserwartung liegt bei 93,4 (Prognose war 92,2; Vormonat war 92,9).

Dazu kommentiert ifo: Deutsche Wirtschaft scheint von Entwicklung durch Coronvirus unbeeindruckt (FMW: das dürfte sich nun geändert haben!); derzeit erwarten wir Wirtschaftswachstum von +0,2% im ersten Quartal; im Handel und bei Bau hat sich Stimmung verschlechtert

Der ifo Index ist das wichtigste Barometer für die deutsche Wirtschaft

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Europa

Verbraucherpreise in Eurozone: Kurzfristig sogar deflationär!

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Die europäischen Statistiker haben heute die ausführlichen und endgültigen Daten für die Verbraucherpreise im Januar veröffentlicht. Für die Eurozone sind sie im Jahresvergleich mit +1,4% nun den dritten Monat in Folge gestiegen, von +0,7% im Oktober. Im weniger wichtigen Monatsvergleich, da gibt es ein überraschendes Minus der Verbraucherpreise von -1,0%.

Im Monatsvergleich reißen die „Industriegüter ohne Energie“ den Schnitt mit -3,4% am Stärksten in den negativen Bereich. Im wichtigeren Jahresvergleich wird der Schnitt gestützt durch angesprungene Verbraucherpreise für Energie, die gegenüber Dezember von +0,2% auf +1,9% gestiegen sind. Hier möchten wir erneut warnen, wie schon seit mehreren Tagen. Der Ölpreis ist die letzten Wochen massiv gesunken. Daher könnten die Verbraucherpreise für Februar wieder einen Schwächeanfall erleiden.

Im folgenden Chart sehen wir den deutlichen Absturz im Monatsvergleich von Dezember auf Januar.


source: tradingeconomics.com

Verbraucherpreise der Eurozone im Januar

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