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Aktien

Keurig Green Mountain – Nach 60.000 % Kursanstieg jetzt noch rein?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Robert Schröder, www.Der-Aktientrader.de

Keurig Green Mountain ist eine Erfolgsgeschichte Made in USA sondergleichen. Mit Kaffeemaschinen, Bio-Kaffee, Fairtrade-Kaffee und Kapsel-Kaffee hat sich der Konzern in den letzten Jahren eine goldene Nase verdient und ist zum Branchenprimus aufgestiegen. Da kommt ja der Kurseinbruch der letzten Monate um über 40 % gerade richtig, um hier günstig nachzukaufen, oder!?

Keurig Green Mountain Inc. – ISIN: US49271M1009 – Börse: Nasdaq – Symbol: GM2 – Währung: USD

60.000 %? Ja, Sie haben richtig gelesen. So stark ist Keurig Green Mountain seit dem Tief im Jahre 1998 (0,1435 USD) bis heute gestiegen. Wahnsinn! In der Spitze waren es sogar über 110.000 % (Hundertzehntausend), wenn man das Allzeithoch aus dem November 2014 mit 158,87 USD zur Berechnung heranzieht. Wohl dem, der von Anfang dabei war.

Aber solche Zahlen kennt man eigentlich nur von irgendwelchen Aktienblasen, Rohstoff-Explorern oder Aktien-Klitschen, die nach einem Crash wieder wie Phoenix aus der Asche aufsteigen sowie von dubiosen Schneeballsystemen. Aber bei Keurig ist ja alles anders, weil eben auch Coca Cola mit 10 % beteiligt ist. Da kann es ja nicht sooo falsch sein, hier am Ball zu bleiben bzw. frisch einzusteigen.

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Fundamental spricht vielleicht aktuell auch noch kaum etwas gegen Keurig, wie z.B. Dirk Müller am 15. Mai ausführlich und nachvollziehbar dargelegt hat. Im langfristigen Chart sehen wir aber nach Elliott Wave einen klaren 5-teiligen Aufwärtsimpuls, der mit dem genannten Hoch beendet wurde. Dieser zeigt ganz klar an: Vorsicht, hier wurde ein mehrjähriger Trend beendet. Auch der Volumen-Spike im laufenden Monat bei stark fallenden Kursen, sollte zu Denken geben!

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Die Aktie verlor in den letzten 6 Monaten über 40 % an Wert. Und das bei einem positiven Umfeld. Auch das ist ein Warnsignal!

Ich will sicher niemanden Keurig Green Mountain madig machen. Aber der Zug bei Keurig Green Mountain ist schon längst abgefahren. Für alle Beteiligten war es eine schöne Zeit. Der Trend ist jetzt aber durch und vorbei. Wer glaubt, es geht nach über 110.000 % immer so weiter und immer und ewig munter aufwärts, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

Nach oben wird hier – abgesehen von ein paar Gegenbewegungen im neu begonnenen Abwärtstrend – kaum mehr etwas kommen. Machen Sie jetzt nicht den Fehler hier ins fallende Messer zu greifen oder gar auf die Idee zu kommen im Abwärtstrend nach und nach “verbilligen” zu wollen. Hände weg und gut ist! Ggf. kann man Keurig ab ca. 20 – 17 USD nochmals günstig einkaufen. Denn das ist mein persönlicher Kurszielbereich für Keurig Green Mountain. Es geht also, wie nach jedem 5-teiligen Zyklus, zurück zur Welle 4.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier derzeit nicht investiert.

Die bereitgestellten Informationen spiegeln lediglich die persönliche Meinung des Autors wider, stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zu Wertpapiergeschäften dar und können eine individuelle anleger- und anlagengerechte Beratung nicht ersetzen.

Viele Grüße,

Ihr Robert Schröder

www.Der-Aktientrader.de

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    joah

    25. Mai 2015 14:51 at 14:51

    Bitte etwas umsichtiger mit Punkt und Kommata umgehen, sonst hält man die 60% noch für 60000%. amerikanische kontra deutsche Dezimalnotation

    • Avatar

      joah

      25. Mai 2015 14:54 at 14:54

      ok, Klugscheißermodus wieder abschalten: das sind ja wirklich 60000% – urrgh. Ich bitte um Verzeihung.

  2. Avatar

    Robert Schröder

    26. Mai 2015 10:42 at 10:42

    Ich habe es zuerst auch nicht glauben können und 3 x nachgerechnet. ;)

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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