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Kevin Kühnert der Kommunist? Einmal kräftig „kollektivieren“ bitte!

Redaktion

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Wer hat davon in den letzten Stunden noch nichts gehört. Kevin Kühnert, Vorsitzender der Jusos und somit womöglich einer der zukünftig wichtigsten Funktionäre in der SPD, hat sich geoutet als richtiger Sozialist, und womöglich auch Kommunist? Erstmal kurz vorab. Was ist Kommunismus? Was sagt denn unser aller Nachschlagewerk Wikipedia dazu? Zitat auszugsweise:

„Kommunismus bezeichnet erstens gesellschaftstheoretische Utopien, beruhend auf Ideen sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder, auf der Basis von Gemeineigentum und kollektiver Problemlösung. Zweitens steht der Begriff, im Wesentlichen gestützt auf die Theorien von Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir Iljitsch Lenin, für ökonomische und politische Lehren, mit dem Ziel, eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft zu errichten.“

Kevin Kühnert und seine kollektivierte Volkswirtschaft

Gemeineigentum und kollektive Problemlösung, klassenlose Gesellschaft… irgendwie klingt das so ähnlich wie das, was SPD-Mann Kevin Kühnert jüngst der ZEIT erzählt hat. Er spricht aktuell von der „Überwindung des Kapitalismus“. Oha, klingt irgendwie nach Lenin? So träumt Kevin Kühnert zum Beispiel davon BMW zu kollektivieren. Das Wort an sich klingt schon wie aus einer Utopie von vor 100 Jahren. Seine Idee schließe aus, dass es einen kapitalistischen Eigentümer bei BMW gebe, so seine Worte. Man kann den Eindruck gewinnen, dass Kühnert es einfach nicht verknusen kann, dass es Menschen gibt, die unermesslich reich sind. Warum nur diese Ungerechtigkeit? Ist es ungerecht, dass irgendwann mal Unternehmer was riskiert haben, gut verdienten und dann das Ergebnis an ihre Kinder vererbten? Ja, das mag ungerecht wirken, ist es aber nicht. Denn es geht um Verantwortung, Risikobereitschaft, Innovation, und die letztliche Belohnung in Form von Geld.

Auch schwebt Kevin Kühnert vor, dass man künftig nur noch Immobilien besitzen darf, in denen man auch selbst wohnt. Ohhh. Das Klingt aber verdammt stark nach Massenenteignungen, so richtig zwangsweise. Man nimmt also Aktionären und Immobilieneigentümern ihr Eigentum weg (wird ja gerade in Berlin heiß diskutiert). Dafür gibt es zwei Wege, genau wie bei der „Kollektivierung“ von Aktiengesellschaften. Entweder man macht es wie auf Kuba oder in China nach den dortigen Revolutionen. Einfach Vermögende aus dem Land jagen oder gleich sofort umbringen, und ihnen ihr Vermögen einfach wegnehmen. Das wäre natürlich die einfachste Lösung, über die sich so mancher sicher klammheimlich freuen würde.

Wer bezahlt das alles?

Denkt man aber ein ein etwas mehr gesittetes Vorgehen, dann müsste der Staat gigantische Geldsummen in die Hand nehmen um Aktionäre und Immobilienbesitzer zu marktgerechten Preisen zu entschädigen. Hierzu müsste der Staat eine gigantische Neuverschuldung in Kauf nehmen. Steigen die Zinsen zukünftig wieder an auf sagen wir mal 3% oder 4%, dann müssten die neuen Kühnert-Kolchosen mindestens diese Prozentsätze als Renditen erwirtschaften, um die Anleihezinsen dieser neuen Schuldenlast bedienen zu können. Also müssten die dann vom „Volk“ gemeinsam betriebenen Unternehmen weiterhin straff geführt werden, und müssten stets darauf achten Gewinne zu erwirtschaften für den Zinsdienst. Oder, ach ja, als kollektiver Schuldner könnte man einfach auf die Idee kommen das für die Kollektivierung aufgenommene Geld nicht zurückzuzahlen (a la Varoufakis).

In so einem kollektiven Wirtschaftssystem, könnte der gute Kevin Kühnert den Werktätigen da noch knallharte Sparmaßnahmen verkünden, geschweige denn Entlassungen oder Gehaltskürzungen? Nein, all das gäbe es in so einem System nicht mehr, wo alle teilhaben, wo alle mit entscheiden, und wo niemand Verantwortung für „böse“ Entscheidungen trägt. Der liebe Kevin würde sich dann wohl in der letzten Reihe wegducken.

Prost Mahlzeit

Wegen ineffizienten Staatsbetrieben und Wirtschaftssystemen gingen übrigens bisher alle sozialistischen/kommunistischen Systeme zugrunde. Aber nein, beim lieben Kevin Kühnert würde das ja nicht Kommunismus heißen, sondern wohl eher „Kollektive Wohlfühlwirtschaft“? Klingt doch gleich viel lustiger und harmloser. Keiner ist mehr für irgendwas verantwortlich. Denn wenn es keine Unternehmer oder Eigentümer mehr gibt, und wenn man auf die kollektive Verantwortung verweist, kann sich jeder hinter dem Kollektiv verstecken, und am Ende ist niemand mehr zuständig/verantwortlich.

So bringt man eine Volkswirtschaft ziemlich schnell zum Absturz! Denn wer soll noch als Erfinder/Unternehmer innovativ sein, wenn er dafür genau so viel Geld in Aussicht gestellt bekommt wie alle anderen Werktätigen, die um 16 Uhr den Hammer fallen lassen? Richtig, die Innovation und Leistungsbereitschaft nimmt rapide ab. Das Desaster ist vorprogrammiert. Aber ja, Träumer wie der gute Kevin Kühnert glauben auch heute noch, dass die Grundidee einer kollektiven Volkswirtschfaft (oder wie man es sonst nennen will) von der bisherigen Ausführung in DDR, Sowjetunion, Nordkorea, Kuba oder China trennbar ist. Die haben es halt alle nur falsch gemacht? Man muss es ja nur richtig angehen, dann wird das schon ein tolles Paradies für alle? Wie falsch!

SPD-Mann Johannes Kahrs fragt aktuell übrigens, was sein Parteikollege Kevin Kühnert wohl geraucht habe. Und der SPD-Wirtschaftsforum fordert aktuell via Handelsblatt schon ein Partei-Ausschlussverfahren für Kevin Kühnert. Da würde er sich ja zu Thilo Sarrazin gesellen? Was für ein merkwürdiges Duo! Im Netz wird übrigens fleißig diskutiert. Unter anderem gerät Kevin Kühnert gerade an Carsten Maschmeyer.

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Naja, lieber Postillon. Sind das „einfach nur“ linke Ideen von Kevin Kühnert? Das ist wohl deutlich mehr als „nur ein bisschen links“.

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Der folgende Tweet klingt zwar gut und harmlos. Aber die Umsetzung dieser tollen Idee endete bisher immer im Desaster. Natürlich gibt es immer den Wunsch die Grundidee von ihrer bisherigen Umsetzung zu trennen. Aber das ist ein Wunschgedanke!

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SPD Juso-Chef Kevin Kühnert
Kevin Kühnert. Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de

17 Kommentare

17 Comments

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    Marcus

    2. Mai 2019 17:13 at 17:13

    Der sollte erstmal erwachsen werden anstatt solchen ideologischen Schwachsinn zu erzählen. Zudem rate ich ihm das er vielleicht nochmal ein Ökonomie-Studium absolvieren und auch abschließen sollte, um ein fundiertes Wissen bezüglich Volkswirtschaft zu erlangen.

    Von Leute mit einem abgebrochenen Publizistik- und Kommunikationswissenschaftsstudium und einem ebenfalls abgebrochenen Politikwissenschaftsstudium kann man einfach keinen Sachverstand erwarten.

  2. Avatar

    Steinkamp

    2. Mai 2019 17:29 at 17:29

    Kühnert tut wirklich alles, damit die SPD bei der Europawahl möglichst schlecht abschneidet. Durch seine Aussagen hat er sich selber disqualifiziert u seine absolute Unfähigkeit bezeugt. Wie kann man nur so dumm sein?

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    Quintus

    2. Mai 2019 18:08 at 18:08

    Hans Werner Sinn, der während seiner Jugendzeit selbst im Herzen Sozialist war, gab bei einem seiner Vorträge einmal diese Weisheit von sich:

    Wer mit 20 kein Sozialist ist hat kein Herz, wer mit 50 noch Sozialist ist hat kein Hirn….

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      leftutti

      2. Mai 2019 19:08 at 19:08

      …und beginnt mit 70, Lügen und Halbwahrheiten über Elektroautos im Auftrag der Öl- und Autolobby als wissenschaftliche „fundierte“ Studien zu publizieren.

  4. Avatar

    asyoulike

    2. Mai 2019 18:27 at 18:27

    Moin, moin,

    hier ist sie die Zweiteilung der BRD. Jetzt auch offiziell und in Wort und Schrift. Was viele vielleicht gedacht und vermutet haben, dieser Kommunist spricht seine Wünsche frei aus. Es ist schon schwer zu verstehen, dass sich jemand aus unserem Kulturkreis nicht einmal mit der DDR und dem Ostblock beschäftigt hat. Wo war der Wohlstand dort? Wo war der Umweltschutz dort? Wo war die Reisefreiheit? Wo war die Güter- und Dienstleistungswahl? etc. pp. . Dieses Nichtfunktionieren eines Systems muss man doch verstehen. Mir persönlich unbegreiflich. Wo kein wirtschaftlicher Vorteil lockt, da kein Einsatz. So einfach geht das.
    Dabei ist die BRD doch schon auf dem Weg zum Sozialismus. Mehr als die Häfte vom Bruttolohn geht weg für Steuern, Abgaben und Sozialblödsinn. Was will dieser Kommunist nun dann noch?
    Fazit: Entweder Sozialismus und wir stellen unsere Arbeit alle ein oder Liberalismus unter Berücksichtigung eines Ausgleichs.

    • Avatar

      leftutti

      2. Mai 2019 21:11 at 21:11

      @asyoulike, es ist ja nicht so, dass erst seit kurzem die Hälfte oder mehr vom Bruttolohn für Steuern und Sozialblödsinn wie Renten-, Berufsunfähigkeits-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung vom Bruttolohn abgezogen wird. Das ist seit mehr als 50 Jahren der Fall.

      Ein extrem großer Teil der Bevölkerung wird sicherlich diesen von Ihnen postulierten „Sozialblödsinn“ (Umwelt- und Klimaschutz gehört vermutlich auch zu diesen blödsinnigen Ausgaben) im Gegensatz zu Ihnen als begrüßenswerte evolutionäre Errungenschaft im Vergleich zu darwinistischen, mittelalterlichen Wirtschafts- und Nicht-Sozialsystemen sehen, wie sie sich in völlig verschiedenen Ausprägungen z. B. sowohl in islamistischen Staaten, als auch in den USA etablieren.
      Wo kein wirtschaftlicher Vorteil lockt, da kein Einsatz. So einfach geht das.
      Wie kommen Sie auf dieses schwachsinniges Fazit? Ist die Aussicht auf soziale Absicherung im Notfall kein Lockmittel für Einsatz? Sind Renten, Zahlungen bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Berufsunfähigkeit tatsächlich Blödsinn für Jedermann?

      Liberalismus, völlige Freiheit für Konzerne, Banken und Börsen, das ist Ihre Lösung für all unsere Probleme? Wer in Krisenzeiten seinen Job verliert, soll auf der Straße leben, bis er verreckt. Wer krank wird und sich die liberalistischen Gesundheitskosten der Pharmaindustrie nicht mehr leisten kann, soll siechen, bis er verreckt. Wer alt oder berufsunfähig wird, soll ohnehin verrecken?

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    Tino Gruchmann

    2. Mai 2019 19:04 at 19:04

    Was hatte die DDR mit einer Wohlfühlgesellschaft oder mit Kommunismus zu tun? Ich glaube der Mann wird einfach platt gemacht, weil er eine andere Meinung zum herrschenden System vertritt, was ja in der aktuellen Form auch nicht funktioniert, warum kann man hier nicht sachlich diskutieren und muss alles von links oder rechts der Mitte sofort kaputt reden?

  6. Avatar

    Tino Gruchmann

    2. Mai 2019 19:12 at 19:12

    Übrigens, die DDR ist nicht kaputt gegangen weil das System nicht ökonomisch funktioniert hat, die Verschuldung war weitaus geringer als in den meisten Ländern aktuell, die DDR mit der BRD Wieder zu vereinen war eine politische Entscheidung. Aktuell sind wir nicht weit davon einen neuen Systemwechsel zu erleben und da können wir uns nicht früh genug über alternativen auseinandersetzen

    • Avatar

      Savestrax

      2. Mai 2019 21:53 at 21:53

      Weil das System nie wirklich funktioniert hat, konnten auch nicht solch hohen Schuldenberge aufgebaut werden.
      Das ist auch Alternative.

  7. Avatar

    Robert Schröder

    2. Mai 2019 22:09 at 22:09

    Ist das keinem aufgefallen? ^^

    BMW (VEB) Kollektivieren: Kapitalismuskritik von Kevin Kühnert (SPD) hinter kapitalistischer Paywall

    https://www.nachrichten-fabrik.de/news/bmw-veb-kollektivieren-kapitalismuskritik-von-kevin-kuehnert-spd-hinter-kapitalistischer-paywall-90443

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    leftutti

    2. Mai 2019 22:38 at 22:38

    Ist es ungerecht, dass irgendwann mal Unternehmer was riskiert haben, gut verdienten und dann das Ergebnis an ihre Kinder vererbten? Ja, das mag ungerecht wirken, ist es aber nicht. Denn es geht um Verantwortung, Risikobereitschaft, Innovation, und die letztliche Belohnung in Form von Geld.

    Und wenn das Kapital dieser Unternehmer irgendwann mal Millionen von Arbeitern waren, mit denen sie als Investition jonglierten wie mit einem Haufen Gestein zur Stahlgewinnung, ist es immer noch gerecht? Wenn ihr honores Unternehmen danach in dunkelsten Zeiten von dem „ungleichen Schrott aus der Kristallnacht“ noch mehr profitiert hat? Wenn deren Kinder-Erben in der Folge ohne eigene Leistungen noch viel mehr Millionen von Menschen als Investitionsgüter als ihr Eigen und Investitiongut betrachten durften, Erben, die die Sünden der Unternehmensväter nicht auf sich genommen und ein Land wieder nicht mit eigenen Händen aufgebaut haben, ist es immer noch ok?

    Spätestens dann sollte die verantwortungsvolle und risikobereite Innovationskette in Form von Geld überdacht werden. Vor allem dann, wenn die Firmengeschichte nicht die weißeste Weste vorzuweisen hat und sämtliche Verantwortlichkeiten juristisch im Sande verlaufen, wie es die zahlreichen Skandale der letzten Jahren immer wieder aufs Neue aufzeigen.

    Denn wer soll noch als Erfinder/Unternehmer innovativ sein, wenn er dafür genau so viel Geld in Aussicht gestellt bekommt wie alle anderen Werktätigen, die um 16 Uhr den Hammer fallen lassen? Was letzteren Nebensatz angeht, fallen mir spontan die Banker und Börsianer ein, die Politiker und Beamten… Und Millionen von Werktätige, die inzwischen 10 bis 20% an unbezahlten Überstunden ableisten dürfen.

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    oscar

    2. Mai 2019 22:54 at 22:54

    Na Herr Gruchmann, dann befassen Sie sich einfach mal mit kommunistischen Represalien, Diktatur, Zerstörung ganze Familien, Existenzen, Staasi und roten Feindbildern die wieder mit den günen faschsisten auf Hochturen laufen. Oder vieleicht ganz trivial mal mit dem Menschen an sich? Also der Anthropologie, ähm also rein biologischen Gesetzmässigkeiten. Die werden ja von solch „betreutes Denken“ abliefernden Windelträgern ohne Sinn und Verstand attakiert. Übrigens eine der einzigen wirklichen Leistungen diese Rattenfänger….wie war doch gkleich eine auf Pappe gebrachte Plakat Abartigkeit für die Wählerzukunft…all inclusive für „alle“ ….

  10. Avatar

    Dieter Meyer

    3. Mai 2019 08:11 at 08:11

    Vor drei Jahren lebte ich in meiner eigenen Wohnung, die ich mir in 25 Jahren als Altersvorsorge mit meiner Arbeit erwirtschaftet habe. Das durfte ich noch, findet Herr Kühnert. Dann wurde ich von meinem Arbeitgeber in eine andere Stadt versetzt. Ich lebe jetzt in der neuen Stadt wieder zur Miete, meine Eigentumswohnung habe ich selbstverständlich behalten und weitervermietet. Geht gar nicht, findet Herr Kühnert. Meine Wohnung gehört jetzt enteignet! Geht’s noch? Einer der größten Hoffnungsträger der SPD ist also intellektuell nicht über die Backe-Backe-Kuchen-Spiele aus dem Kindergarten-Sandkasten hinausgekommen. Arme Jusos, arme SPD! So dürfen die zwei künftigen Fünf-Prozent-Parteien SPD und Linke meinetwegen weiterhin von der Machtübernahme in Deutschland träumen.

  11. Avatar

    Roberto

    3. Mai 2019 10:08 at 10:08

    Ich denke dieser Herr Kevin Kühnert hat sich somit für seine weitere politische Zukunft sowas von ins eigene Knie geschossen, dass es es vorbei ist mit der großen Karriere ist bei der SPD.
    Und das ist auch sehr gut so. Denn wer solche Modelle in seinem Kopf trägt und versucht diese zu etablieren und das in einer Zeit, wo es Deutschland noch nie besser ging, der hat von der Realität im wahren Leben noch nichts mit bekommen.
    Dieser Herr Kühnert hat in seinem Leben noch nicht gearbeitet und ist von einer gescheiterten Schulbank zur nächsten gewandert, bis er gemerkt hat, dass er im echten Leben nichts schafft. Also geht er in die Politik um etwas zu etablieren was ihm nützlich sein könnte. Gott sei Dank ist die überwältigende Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen solche Hirngespinste.
    Ich finde wir sollten als Test seiner Gedankenspiele für die nächsten 10 Jahre seine monatlichen Diäten kollektivieren und dann mal schauen wie er dann dazu steht.

  12. Avatar

    Kritisch on fire

    3. Mai 2019 14:47 at 14:47

    „KEVIN allein zu Hause“ – die sozialdemokratische Antwort auf den aufkeimenden Rechtspopulismus. Ich gratuliere den ROTEN zu solch zukunftsträchtigen Palamentariern. Mit diesen Mitstreitern braucht man sich über die Sozialdemokratie keine Sorgen machen – die schaufeln schon das Grab für diese Bewegung!
    Für mich stellt sich nur die Frage: „Wie kommt sojemand in eine solche Position?“ Wenn einer wie der demokratisch gewählt wird, na dann „Gute Nacht Marie“!

  13. Avatar

    Roberto

    3. Mai 2019 16:06 at 16:06

    @kritisch on fire, ja, das habe ich mich auch gefragt.
    Entweder er hat bei seiner Rede zur Wahl damals genau das Gegenteil behauptet oder seine Mitgenossen sind voll auf seiner Linie.
    Ich muß zugeben, das mir die erste Alternative besser gefallen würde.

  14. Avatar

    md

    4. Mai 2019 03:39 at 03:39

    ich bin der meinung das der kühnert noch nicht mal unrecht hat. so wie ich das verstehe sollte dies eher eine ohrfeige an seine eigene partei der rkp – radikal kapitalistische partei in der umgapnrache auch spd geannt sein. alles was ein brandt, schmitt, rau oder lafontaine aufgebaut und vertreten hat und für die spd gestanden hat ist nach 1997 mit unterstützung der grünen in radikal kapitalismus umgestaltet worden. es wurde sehr viel von unten nach oben verschoben. das volk wurde hinters licht geführt.
    zb.
    mein vater hat im jahr 1997 – 1800 dm rente erhalten, sein freund in frankreich 3000 franc umgerechnet 1000 dm
    heute im jahr 2019 hat mein vater 1380 euro rente, sein freund in frankreich ist bei 1700 euro
    mein vater bezahlt miete, in frankreich sind werkswohnungen für rentner kostenlos.
    wasser strom etc in frankreich 20%-30% billiger
    jedes jahr gibt es für schulgängereltern eine garnitur kleidungsgeld, egal was die eltern verdienen.
    steuern auf den bruttolohn bezahlt man einmal im jahr, welches um ein vielfaches weniger ist wie bei unseren arbeitnehmern.
    und so könnte ich eins nachdem anderen aufzählen.
    resultat: in frankreich sind seit monaten die gelbwesten auf den strassen und kämpfen um noch mehr soziale gerechtigkeit.
    und die fordern nicht soziale gerechtigkeit für europa oder deutschland ( da würden sie ja viel viel schlechter abschneiden )

    und wir in deutschland dürfen die grünen und spd, also in meinen augen die radikal kapitalistischen parteien, als sozialistische parteien ansehen.
    da wäre ne fdp zu otto.graf lambsdorf zeiten schon linke.

    und die abartische bürokratie welche in den letzten ca 20 jahren noch entstanden ist, ekelhaft. also ganz hart ausgedrückt müsste die bu-versicherung erweitert werden gegen – krank wegen politischen repressalien.

    mfg
    deutschtürke

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Negativzinsen und Druckerpresse: Auswirkungen auf Menschen und Schrottunternehmen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Negativzinsen helfen Schrottfirmen und schaden den Sparern

Die Druckerpressen von EZB, Federal Reserve und Co laufen auf Hochtouren. Und dank dem neuem US-Präsidenten Joe Biden (Vereidigung am 20. Januar) dürfte das Tempo an neu geschaffenem Geld und neuer Staatsverschuldung nochmal Fahrt aufnehmen. Auch die Eurozone steht dem mit der EZB in Nichts nach. Die Null- und Negativzinsen bleiben weiter dort wo sie sind, und das auf lange Zeit. Das haben die Notenbanker auf beiden Seiten des Atlantiks klar gemacht. Was passiert, wenn Negativzinsen und Druckerpresse auf Menschen und Schrottunternehmen treffen? Hier kurz und knapp zwei Beispiele.

Die Schrottunternehmen werden auch gerne als Zombieunternehmen bezeichnet. Dies sind Unternehmen, die zum Beispiel noch nicht mal genug Geld verdienen um ihre Zinslast auf Kredite bedienen zu können. Oder sie überleben nur noch dank Staatshilfen, aber nicht aus strukturell echten Einnahmen. Wer Schrott ist, muss am Kapitalmarkt für Schulden eine höhere Risikoprämie zahlen. Denn der potenzielle Käufer von Schrottanleihen will sich das höhere Risiko einer Nicht-Zurückzahlung der Anleihe natürlich honorieren lassen. Von daher notieren die Renditen von Junk Bonds (Anleihen begeben von Unternehmen mit zweifelhafter Bonität) immer deutlich höher als die von gut angesehenen Unternehmen.

Derzeit aber, wo die Notenbanken alles mit frisch gedrucktem Geld überschwemmen und wo die Negativzinsen alles runterdrücken, da profitieren auch die Zombieunternehmen von immer weiter fallenden Renditen für ihre Schulden. Wie der folgende zehn Jahre zurückreichende Chart zeigt, ist die durchschnittliche Rendite für Junk Bonds in den USA auf ein neues Rekordtief von 4,45 Prozent gesunken, mehr als zwei Prozentpunkte unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Zombies freuen sich also über immer geringere Kosten für ihre Schulden.

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Der Spar-Michel zahlt die Zeche

Man erinnere sich noch zurück, als hier und da die aller erste Sparkasse oder Volksbank Negativzinsen für Kontoguthaben einführte. Was gab das für einen Aufschrei. Heute ist das Alltag. Und die Lawine rollt immer weiter. Die ganz frische Veröffentlichung des Portals Biallo zeigt, dass auch die Direktbanken immer stärker auf den Zug aufspringen. 240 Banken insgesamt kassieren mittlerweile Negativzinsen im Privatkundenbereich, bei Firmenkunden sind es 317 Geldhäuser. Beim sogenannten Verwahrentgelt gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 5.000 Euro bis zu Millionenbeträgen reichen. Elf Geldhäuser langen bereits ab dem ersten Euro zu. Die DKB folgt aktuell der ING und führt ab sofort einen Negativzins in Höhe von minus 0,5 Prozent ein – für Einlagen ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto. Wie bei der ING sollen Bestandskunden erst mal nicht betroffen sein.

Damit dürfte die Negativzins-Welle, die derzeit auf Sparer zurollt, noch mal deutlich an Fahrt gewinnen. Denn laut jüngsten Recherchen von Biallo haben auch große Regionalbanken in Hamburg, München und Köln zuletzt einen Strafzins für private Einlagen eingeführt. Erst gar keine Negativzinsen, jetzt gibt es immer mehr, aber mit Freibeträgen. Da das Umfeld aus Null- und Negativzinsen noch jahrelang anhalten wird, und da die Banken margentechnisch unter immer größerem Druck stehen, darf man annehmen, dass diese Freibeträge in Zukunft stetig verringert werden, und dass auch immer öfter von Bestandskunden Negativzinsen kassiert werden, und nicht nur von Neukunden.

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US-Arbeitsmarktdaten im Detail: Extrem schwach! Der Amazon-Effekt in brutaler Klarheit

Claudio Kummerfeld

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USA Flagge und Adler

Die US-Arbeitsmarktdaten wurden um 14:30 Uhr veröffentlicht mit einem Zuwachs von 245.000 Stellen für November, was deutlich schlechter war als erwartet (Prognose 470.000). Bezüglich der Gesamtzahl von 245.000 neuen Stellen gab es einen Abbau von 99.000 Stellen beim Staat. Somit gibt es im November 344.000 neu geschaffene Stellen im Privatsektor. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es insgesamt einen Zuwachs von nur 55.000 Stellen. Im Untersektor Bergbau lag die Veränderung bei +1.000. Auf dem Bau waren es +27.000 Stellen, und in der Industrie +27.000. Die folgende Grafik zeigt die gesamten Daten für das Verarbeitende Gewerbe im November.

Zum Vergrößern bitte die Grafiken anklicken.

Grafik zeigt US-Arbeitsmarktdaten für November im Detail

Verbleibt bei den neu geschaffenen Stellen im November noch ein Plus von 289.000 Stellen im US-Dienstleistungssektor. Ein sehr schwacher Wert nach +783.000 im Oktober. Der Einzelhandel baute 34.700 Stellen ab. Das ist dramatisch, wo der Sektor doch als einer der Jobmaschinen gilt. Elektronikgeschäfte bauten netto 11.300 Stellen ab, Sport- und Buchgeschäfte 12.100 Stellen, und Kaufhäuser sowie große Supercenter (Walmart etc) verloren netto 20.800 Stellen. Gleichzeitig explodieren die Neueinstellungen bei Amazon und Co (also vor allem Amazon). Alleine im November wurden netto 81.900 neue Kurierfahrer eingestellt, und 36.800 Mitarbeiter in Warenlagern.

Grafik zeigt Details zu Job-Änderungen im US-Einzelhandel

Der Sektor „Professional and Business Services“ konnte 60.000 Stellen hinzugewinnen (sehr schwach), wobei hier alleine fast 70.000 neue Jobs bei Zeitarbeit und Hilfsarbeit entstanden. Andere Teilsegmente in dem Bereich bauten also eher Stellen ab. Der Bereich „Pflege und Bildung“ ist mit nur +54.000 Stellen auch sehr schwach dabei. Wobei der Bereich Bildung 5.700 Stellen abgebaut hat. Die Pflege schuf 59.600 neue Stellen. Der mit Abstand größte Einzelposten, wenn es um das schnelle Schaffen neuer Jobs in den USA geht, ist in der Regel der Bereich „Freizeit und Bewirtung“, also Restaurants, Freizeitparks etc.  Hier ist die Schaffung neuer Stellen im November extrem schwach ausgefallen mit gerade mal +31.000. Innerhalb dieses Segments wurden bei Restaurants und Bars sogar 17.400 Stellen abgebaut. Die zweite Corona-Welle lässt grüßen.

Grafik zeigt Details zu verschiedenen US-Jobdaten

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Coronavirus: Herdenimmunität, ein Geduldsweg, vor allem in Deutschland

Wolfgang Müller

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Die Impfung gegen das Coronavirus nimmt immer mehr Gestalt an, nicht nur in China, in Russland, in der Türkei, ab Montag in Großbritannien, aber bald auch in Deutschland. Endlich die Plage loswerden, immun werden, so die berechtigte Hoffnung Vieler. Eines aber spricht gegen eine rasche Herdenimmunität, auch in Deutschland – die Bereitschaft zur Impfung.

Coronavirus: Aktuelle und künftig Immunisierte

Betrachtet man sich die aktuellen Infektionszahlen, so erkennt man große Unterschiede bei den offiziell registrierten Infizierten mit dem Coronavirus. In den USA ist bereits jeder 23. Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden, in Frankreich jeder 29., in Spanien jeder 27., in Belgien und Tschechien jeder 20. – und in Deutschland? Jeder 76. Einwohner, bei einer Dunkelziffer von vielleicht Faktor drei bis vier, nach Einschätzungen von Virologen. Bleiben also noch über 78 Millionen, die es geschafft haben, sich vor dem Coronavirus zu schützen. Aber was ist mit den USA, wo selbst der Leiter der nationalen Seuchenschutzbehörde von einer Dunkelziffer mit unglaublichem Faktor 10 sprach? Wenn dies zuträfe, hätten schon unglaublich viele Amerikaner die Sache bereits überstanden. Worüber das deutsche Gesundheitswesen eigentlich sehr stolz sein kann, bringt aus jetziger Sicht einen zusätzlichen Nachteil bei der Herdenimmunität.

Die derzeitige Abneigung der Bundesbürger gegen die Impfung

Auch wenn es bereits einen gewaltigen Aufbau für die über 400 Impfzentren in Deutschland gibt, von denen kürzlich die Rede war und die ab 15. Dezember funktionsfähig sein sollen, wird das Thema Massenimpfung eine große Aufgabe werden. Es leben bereits über 83 Millionen Menschen in diesem Lande und bis die so oft zitierte 60 Prozent-Rate erreicht ist, könnte es doch eine Zeit dauern. Zumal mit der Entwicklung der Impfstoffe die Zahl der Impfwilligen sogar abgenommen hat. Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass derzeit nur 53 Prozent der Bundesbürger zu einer Impfung gegen das Coronavirus bereit sind.

Man bräuchte aber selbst bei einem 100-prozentigen Schutz 60 Prozent der Bevölkerung, die bei der Impfung mitmachen. Bei der bisher verkündeten Wirksamkeit von 95 Prozent sogar noch einige Prozent mehr.

Sicherlich gibt es viele Skeptiker, die sich berechtigt Sorgen um die Nebenwirkungen machen, die man derzeit bei der geringen Probandenzahl gewiss noch nicht ausschließen kann. Die Anzahl sollte aber abnehmen, wenn die Impfungen gut funktionieren. Ein paar Sonderfälle aber, in den Medien verbreitet, schon könnte die Bereitschaft abnehmen. Aber es gibt auch die radikalen Impfgegner, auch Gentechnikgegner, die bis zu einer Herdenimmunität immer noch eine Gefahr darstellen, als mögliche Spreader des Coronavirus.

Die Impfung ist ein gewaltiger Schritt – aber kein Wundermittel, welches in kurzer Zeit die Normalität versprechen kann. Man weiß heute noch nicht, wie lange ein Schutz wirksam sein wird und ob man als Geimpfter nicht doch noch als Virenspreader in Frage kommt. Es wird bei aller Freude über die Impfung noch einiges an Geduld brauchen, denn es werden bestimmt in kurzer Zeit Meldungen entstehen, die contra Impfung verwendet werden können. Zum Beispiel von Menschen, die plötzlich nach der Impfung schwer erkranken, weil sie vor der Impfung noch keine Symptome verspürt haben. Das allgemeine Gesundheitsrisiko bleibt, ebenso das „Fake News-Risiko“ in den sozialen Medien.

Die kommende natürliche Spaltung der Gesellschaft

Es ist sicherlich nicht an der Zeit, um sich allzu viel Gedanken über ein mögliches Zukunftsproblem im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise zu machen. Aber die Fragestellungen könnten schneller kommen, als man jetzt glaubt. Was passiert mit den Millionen, die es bald geben wird, die geimpft sind und immunisiert: sollen diese weiter Maske tragen und die vielen Sonderregeln beachten? Wird anfangs sicherlich aus Solidarität funktionieren, aber es werden ja täglich mehr. Gar nicht zu reden von den vielen Branchen, die von dem Zusammentreffen vieler Menschen profitieren, wie Tourismus, Kultur, Festveranstalter, diese werden sicherlich die Rückkehr zur Normalität fordern. Es werden sich Gruppen bilden, aber was passiert mit den Verweigerern einer Impfung?

Viele Fragen, nicht nur für den Ethikrat.

Fazit

Die letzten Monate haben gezeigt, wie lange es dauern würde, bis eine natürliche Herdenimmunisierung dem Coronavirus den Garaus machen könnte. Vor allem in Deutschland. Selbst bei 10.000 kontrollierten Fällen pro Tag (3,6 Mio/Jahr) wären es viele Jahre, bis man eine Herdenimmunität erreicht hätte. Ein Kollaps nicht nur für die Wirtschaft und viele Branchen, sondern auch eine unerträgliche Lage für die Menschen und dem Leben in ständiger Angst.

Es geht nicht um die Jugend – in Deutschland gibt es bereits über 21 Millionen Rentner und viele Risikogruppen unterhalb dieser Altersgruppe. Klar gibt es die berechtigten Bedenken über Nebenwirkungen, aber bei einer Impfquote von gut 50 Prozent würde man in Deutschland noch sehr lange mit SARS-CoV-2 leben müssen. Ohne wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus hätte aber gerade Deutschland ein längeres Problem. Es sollte sich eigentlich jeder über den medizinischen Fortschritt freuen, auf die Wirksamkeit der Impfung hoffen und sich auf eine baldige Rückkehr zu sozialen Gewohnheiten des Miteinanders innerlich einstellen. Es dürfte allerdings noch ein gerüttelt Maß an Geduld erfordern.

Über das Coronavirus und Herdenimmunität

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