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Kevin Kühnert der Kommunist? Einmal kräftig „kollektivieren“ bitte!

Redaktion

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Wer hat davon in den letzten Stunden noch nichts gehört. Kevin Kühnert, Vorsitzender der Jusos und somit womöglich einer der zukünftig wichtigsten Funktionäre in der SPD, hat sich geoutet als richtiger Sozialist, und womöglich auch Kommunist? Erstmal kurz vorab. Was ist Kommunismus? Was sagt denn unser aller Nachschlagewerk Wikipedia dazu? Zitat auszugsweise:

„Kommunismus bezeichnet erstens gesellschaftstheoretische Utopien, beruhend auf Ideen sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder, auf der Basis von Gemeineigentum und kollektiver Problemlösung. Zweitens steht der Begriff, im Wesentlichen gestützt auf die Theorien von Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir Iljitsch Lenin, für ökonomische und politische Lehren, mit dem Ziel, eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft zu errichten.“

Kevin Kühnert und seine kollektivierte Volkswirtschaft

Gemeineigentum und kollektive Problemlösung, klassenlose Gesellschaft… irgendwie klingt das so ähnlich wie das, was SPD-Mann Kevin Kühnert jüngst der ZEIT erzählt hat. Er spricht aktuell von der „Überwindung des Kapitalismus“. Oha, klingt irgendwie nach Lenin? So träumt Kevin Kühnert zum Beispiel davon BMW zu kollektivieren. Das Wort an sich klingt schon wie aus einer Utopie von vor 100 Jahren. Seine Idee schließe aus, dass es einen kapitalistischen Eigentümer bei BMW gebe, so seine Worte. Man kann den Eindruck gewinnen, dass Kühnert es einfach nicht verknusen kann, dass es Menschen gibt, die unermesslich reich sind. Warum nur diese Ungerechtigkeit? Ist es ungerecht, dass irgendwann mal Unternehmer was riskiert haben, gut verdienten und dann das Ergebnis an ihre Kinder vererbten? Ja, das mag ungerecht wirken, ist es aber nicht. Denn es geht um Verantwortung, Risikobereitschaft, Innovation, und die letztliche Belohnung in Form von Geld.

Auch schwebt Kevin Kühnert vor, dass man künftig nur noch Immobilien besitzen darf, in denen man auch selbst wohnt. Ohhh. Das Klingt aber verdammt stark nach Massenenteignungen, so richtig zwangsweise. Man nimmt also Aktionären und Immobilieneigentümern ihr Eigentum weg (wird ja gerade in Berlin heiß diskutiert). Dafür gibt es zwei Wege, genau wie bei der „Kollektivierung“ von Aktiengesellschaften. Entweder man macht es wie auf Kuba oder in China nach den dortigen Revolutionen. Einfach Vermögende aus dem Land jagen oder gleich sofort umbringen, und ihnen ihr Vermögen einfach wegnehmen. Das wäre natürlich die einfachste Lösung, über die sich so mancher sicher klammheimlich freuen würde.

Wer bezahlt das alles?

Denkt man aber ein ein etwas mehr gesittetes Vorgehen, dann müsste der Staat gigantische Geldsummen in die Hand nehmen um Aktionäre und Immobilienbesitzer zu marktgerechten Preisen zu entschädigen. Hierzu müsste der Staat eine gigantische Neuverschuldung in Kauf nehmen. Steigen die Zinsen zukünftig wieder an auf sagen wir mal 3% oder 4%, dann müssten die neuen Kühnert-Kolchosen mindestens diese Prozentsätze als Renditen erwirtschaften, um die Anleihezinsen dieser neuen Schuldenlast bedienen zu können. Also müssten die dann vom „Volk“ gemeinsam betriebenen Unternehmen weiterhin straff geführt werden, und müssten stets darauf achten Gewinne zu erwirtschaften für den Zinsdienst. Oder, ach ja, als kollektiver Schuldner könnte man einfach auf die Idee kommen das für die Kollektivierung aufgenommene Geld nicht zurückzuzahlen (a la Varoufakis).

In so einem kollektiven Wirtschaftssystem, könnte der gute Kevin Kühnert den Werktätigen da noch knallharte Sparmaßnahmen verkünden, geschweige denn Entlassungen oder Gehaltskürzungen? Nein, all das gäbe es in so einem System nicht mehr, wo alle teilhaben, wo alle mit entscheiden, und wo niemand Verantwortung für „böse“ Entscheidungen trägt. Der liebe Kevin würde sich dann wohl in der letzten Reihe wegducken.

Prost Mahlzeit

Wegen ineffizienten Staatsbetrieben und Wirtschaftssystemen gingen übrigens bisher alle sozialistischen/kommunistischen Systeme zugrunde. Aber nein, beim lieben Kevin Kühnert würde das ja nicht Kommunismus heißen, sondern wohl eher „Kollektive Wohlfühlwirtschaft“? Klingt doch gleich viel lustiger und harmloser. Keiner ist mehr für irgendwas verantwortlich. Denn wenn es keine Unternehmer oder Eigentümer mehr gibt, und wenn man auf die kollektive Verantwortung verweist, kann sich jeder hinter dem Kollektiv verstecken, und am Ende ist niemand mehr zuständig/verantwortlich.

So bringt man eine Volkswirtschaft ziemlich schnell zum Absturz! Denn wer soll noch als Erfinder/Unternehmer innovativ sein, wenn er dafür genau so viel Geld in Aussicht gestellt bekommt wie alle anderen Werktätigen, die um 16 Uhr den Hammer fallen lassen? Richtig, die Innovation und Leistungsbereitschaft nimmt rapide ab. Das Desaster ist vorprogrammiert. Aber ja, Träumer wie der gute Kevin Kühnert glauben auch heute noch, dass die Grundidee einer kollektiven Volkswirtschfaft (oder wie man es sonst nennen will) von der bisherigen Ausführung in DDR, Sowjetunion, Nordkorea, Kuba oder China trennbar ist. Die haben es halt alle nur falsch gemacht? Man muss es ja nur richtig angehen, dann wird das schon ein tolles Paradies für alle? Wie falsch!

SPD-Mann Johannes Kahrs fragt aktuell übrigens, was sein Parteikollege Kevin Kühnert wohl geraucht habe. Und der SPD-Wirtschaftsforum fordert aktuell via Handelsblatt schon ein Partei-Ausschlussverfahren für Kevin Kühnert. Da würde er sich ja zu Thilo Sarrazin gesellen? Was für ein merkwürdiges Duo! Im Netz wird übrigens fleißig diskutiert. Unter anderem gerät Kevin Kühnert gerade an Carsten Maschmeyer.

Naja, lieber Postillon. Sind das „einfach nur“ linke Ideen von Kevin Kühnert? Das ist wohl deutlich mehr als „nur ein bisschen links“.

Der folgende Tweet klingt zwar gut und harmlos. Aber die Umsetzung dieser tollen Idee endete bisher immer im Desaster. Natürlich gibt es immer den Wunsch die Grundidee von ihrer bisherigen Umsetzung zu trennen. Aber das ist ein Wunschgedanke!

SPD Juso-Chef Kevin Kühnert
Kevin Kühnert. Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    2. Mai 2019 17:13 at 17:13

    Der sollte erstmal erwachsen werden anstatt solchen ideologischen Schwachsinn zu erzählen. Zudem rate ich ihm das er vielleicht nochmal ein Ökonomie-Studium absolvieren und auch abschließen sollte, um ein fundiertes Wissen bezüglich Volkswirtschaft zu erlangen.

    Von Leute mit einem abgebrochenen Publizistik- und Kommunikationswissenschaftsstudium und einem ebenfalls abgebrochenen Politikwissenschaftsstudium kann man einfach keinen Sachverstand erwarten.

  2. Avatar

    Steinkamp

    2. Mai 2019 17:29 at 17:29

    Kühnert tut wirklich alles, damit die SPD bei der Europawahl möglichst schlecht abschneidet. Durch seine Aussagen hat er sich selber disqualifiziert u seine absolute Unfähigkeit bezeugt. Wie kann man nur so dumm sein?

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    Quintus

    2. Mai 2019 18:08 at 18:08

    Hans Werner Sinn, der während seiner Jugendzeit selbst im Herzen Sozialist war, gab bei einem seiner Vorträge einmal diese Weisheit von sich:

    Wer mit 20 kein Sozialist ist hat kein Herz, wer mit 50 noch Sozialist ist hat kein Hirn….

    • Avatar

      leftutti

      2. Mai 2019 19:08 at 19:08

      …und beginnt mit 70, Lügen und Halbwahrheiten über Elektroautos im Auftrag der Öl- und Autolobby als wissenschaftliche „fundierte“ Studien zu publizieren.

  4. Avatar

    asyoulike

    2. Mai 2019 18:27 at 18:27

    Moin, moin,

    hier ist sie die Zweiteilung der BRD. Jetzt auch offiziell und in Wort und Schrift. Was viele vielleicht gedacht und vermutet haben, dieser Kommunist spricht seine Wünsche frei aus. Es ist schon schwer zu verstehen, dass sich jemand aus unserem Kulturkreis nicht einmal mit der DDR und dem Ostblock beschäftigt hat. Wo war der Wohlstand dort? Wo war der Umweltschutz dort? Wo war die Reisefreiheit? Wo war die Güter- und Dienstleistungswahl? etc. pp. . Dieses Nichtfunktionieren eines Systems muss man doch verstehen. Mir persönlich unbegreiflich. Wo kein wirtschaftlicher Vorteil lockt, da kein Einsatz. So einfach geht das.
    Dabei ist die BRD doch schon auf dem Weg zum Sozialismus. Mehr als die Häfte vom Bruttolohn geht weg für Steuern, Abgaben und Sozialblödsinn. Was will dieser Kommunist nun dann noch?
    Fazit: Entweder Sozialismus und wir stellen unsere Arbeit alle ein oder Liberalismus unter Berücksichtigung eines Ausgleichs.

    • Avatar

      leftutti

      2. Mai 2019 21:11 at 21:11

      @asyoulike, es ist ja nicht so, dass erst seit kurzem die Hälfte oder mehr vom Bruttolohn für Steuern und Sozialblödsinn wie Renten-, Berufsunfähigkeits-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung vom Bruttolohn abgezogen wird. Das ist seit mehr als 50 Jahren der Fall.

      Ein extrem großer Teil der Bevölkerung wird sicherlich diesen von Ihnen postulierten „Sozialblödsinn“ (Umwelt- und Klimaschutz gehört vermutlich auch zu diesen blödsinnigen Ausgaben) im Gegensatz zu Ihnen als begrüßenswerte evolutionäre Errungenschaft im Vergleich zu darwinistischen, mittelalterlichen Wirtschafts- und Nicht-Sozialsystemen sehen, wie sie sich in völlig verschiedenen Ausprägungen z. B. sowohl in islamistischen Staaten, als auch in den USA etablieren.
      Wo kein wirtschaftlicher Vorteil lockt, da kein Einsatz. So einfach geht das.
      Wie kommen Sie auf dieses schwachsinniges Fazit? Ist die Aussicht auf soziale Absicherung im Notfall kein Lockmittel für Einsatz? Sind Renten, Zahlungen bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Berufsunfähigkeit tatsächlich Blödsinn für Jedermann?

      Liberalismus, völlige Freiheit für Konzerne, Banken und Börsen, das ist Ihre Lösung für all unsere Probleme? Wer in Krisenzeiten seinen Job verliert, soll auf der Straße leben, bis er verreckt. Wer krank wird und sich die liberalistischen Gesundheitskosten der Pharmaindustrie nicht mehr leisten kann, soll siechen, bis er verreckt. Wer alt oder berufsunfähig wird, soll ohnehin verrecken?

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    Tino Gruchmann

    2. Mai 2019 19:04 at 19:04

    Was hatte die DDR mit einer Wohlfühlgesellschaft oder mit Kommunismus zu tun? Ich glaube der Mann wird einfach platt gemacht, weil er eine andere Meinung zum herrschenden System vertritt, was ja in der aktuellen Form auch nicht funktioniert, warum kann man hier nicht sachlich diskutieren und muss alles von links oder rechts der Mitte sofort kaputt reden?

  6. Avatar

    Tino Gruchmann

    2. Mai 2019 19:12 at 19:12

    Übrigens, die DDR ist nicht kaputt gegangen weil das System nicht ökonomisch funktioniert hat, die Verschuldung war weitaus geringer als in den meisten Ländern aktuell, die DDR mit der BRD Wieder zu vereinen war eine politische Entscheidung. Aktuell sind wir nicht weit davon einen neuen Systemwechsel zu erleben und da können wir uns nicht früh genug über alternativen auseinandersetzen

    • Avatar

      Savestrax

      2. Mai 2019 21:53 at 21:53

      Weil das System nie wirklich funktioniert hat, konnten auch nicht solch hohen Schuldenberge aufgebaut werden.
      Das ist auch Alternative.

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    Robert Schröder

    2. Mai 2019 22:09 at 22:09

    Ist das keinem aufgefallen? ^^

    BMW (VEB) Kollektivieren: Kapitalismuskritik von Kevin Kühnert (SPD) hinter kapitalistischer Paywall

    https://www.nachrichten-fabrik.de/news/bmw-veb-kollektivieren-kapitalismuskritik-von-kevin-kuehnert-spd-hinter-kapitalistischer-paywall-90443

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    leftutti

    2. Mai 2019 22:38 at 22:38

    Ist es ungerecht, dass irgendwann mal Unternehmer was riskiert haben, gut verdienten und dann das Ergebnis an ihre Kinder vererbten? Ja, das mag ungerecht wirken, ist es aber nicht. Denn es geht um Verantwortung, Risikobereitschaft, Innovation, und die letztliche Belohnung in Form von Geld.

    Und wenn das Kapital dieser Unternehmer irgendwann mal Millionen von Arbeitern waren, mit denen sie als Investition jonglierten wie mit einem Haufen Gestein zur Stahlgewinnung, ist es immer noch gerecht? Wenn ihr honores Unternehmen danach in dunkelsten Zeiten von dem „ungleichen Schrott aus der Kristallnacht“ noch mehr profitiert hat? Wenn deren Kinder-Erben in der Folge ohne eigene Leistungen noch viel mehr Millionen von Menschen als Investitionsgüter als ihr Eigen und Investitiongut betrachten durften, Erben, die die Sünden der Unternehmensväter nicht auf sich genommen und ein Land wieder nicht mit eigenen Händen aufgebaut haben, ist es immer noch ok?

    Spätestens dann sollte die verantwortungsvolle und risikobereite Innovationskette in Form von Geld überdacht werden. Vor allem dann, wenn die Firmengeschichte nicht die weißeste Weste vorzuweisen hat und sämtliche Verantwortlichkeiten juristisch im Sande verlaufen, wie es die zahlreichen Skandale der letzten Jahren immer wieder aufs Neue aufzeigen.

    Denn wer soll noch als Erfinder/Unternehmer innovativ sein, wenn er dafür genau so viel Geld in Aussicht gestellt bekommt wie alle anderen Werktätigen, die um 16 Uhr den Hammer fallen lassen? Was letzteren Nebensatz angeht, fallen mir spontan die Banker und Börsianer ein, die Politiker und Beamten… Und Millionen von Werktätige, die inzwischen 10 bis 20% an unbezahlten Überstunden ableisten dürfen.

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    oscar

    2. Mai 2019 22:54 at 22:54

    Na Herr Gruchmann, dann befassen Sie sich einfach mal mit kommunistischen Represalien, Diktatur, Zerstörung ganze Familien, Existenzen, Staasi und roten Feindbildern die wieder mit den günen faschsisten auf Hochturen laufen. Oder vieleicht ganz trivial mal mit dem Menschen an sich? Also der Anthropologie, ähm also rein biologischen Gesetzmässigkeiten. Die werden ja von solch „betreutes Denken“ abliefernden Windelträgern ohne Sinn und Verstand attakiert. Übrigens eine der einzigen wirklichen Leistungen diese Rattenfänger….wie war doch gkleich eine auf Pappe gebrachte Plakat Abartigkeit für die Wählerzukunft…all inclusive für „alle“ ….

  10. Avatar

    Dieter Meyer

    3. Mai 2019 08:11 at 08:11

    Vor drei Jahren lebte ich in meiner eigenen Wohnung, die ich mir in 25 Jahren als Altersvorsorge mit meiner Arbeit erwirtschaftet habe. Das durfte ich noch, findet Herr Kühnert. Dann wurde ich von meinem Arbeitgeber in eine andere Stadt versetzt. Ich lebe jetzt in der neuen Stadt wieder zur Miete, meine Eigentumswohnung habe ich selbstverständlich behalten und weitervermietet. Geht gar nicht, findet Herr Kühnert. Meine Wohnung gehört jetzt enteignet! Geht’s noch? Einer der größten Hoffnungsträger der SPD ist also intellektuell nicht über die Backe-Backe-Kuchen-Spiele aus dem Kindergarten-Sandkasten hinausgekommen. Arme Jusos, arme SPD! So dürfen die zwei künftigen Fünf-Prozent-Parteien SPD und Linke meinetwegen weiterhin von der Machtübernahme in Deutschland träumen.

  11. Avatar

    Roberto

    3. Mai 2019 10:08 at 10:08

    Ich denke dieser Herr Kevin Kühnert hat sich somit für seine weitere politische Zukunft sowas von ins eigene Knie geschossen, dass es es vorbei ist mit der großen Karriere ist bei der SPD.
    Und das ist auch sehr gut so. Denn wer solche Modelle in seinem Kopf trägt und versucht diese zu etablieren und das in einer Zeit, wo es Deutschland noch nie besser ging, der hat von der Realität im wahren Leben noch nichts mit bekommen.
    Dieser Herr Kühnert hat in seinem Leben noch nicht gearbeitet und ist von einer gescheiterten Schulbank zur nächsten gewandert, bis er gemerkt hat, dass er im echten Leben nichts schafft. Also geht er in die Politik um etwas zu etablieren was ihm nützlich sein könnte. Gott sei Dank ist die überwältigende Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen solche Hirngespinste.
    Ich finde wir sollten als Test seiner Gedankenspiele für die nächsten 10 Jahre seine monatlichen Diäten kollektivieren und dann mal schauen wie er dann dazu steht.

  12. Avatar

    Kritisch on fire

    3. Mai 2019 14:47 at 14:47

    „KEVIN allein zu Hause“ – die sozialdemokratische Antwort auf den aufkeimenden Rechtspopulismus. Ich gratuliere den ROTEN zu solch zukunftsträchtigen Palamentariern. Mit diesen Mitstreitern braucht man sich über die Sozialdemokratie keine Sorgen machen – die schaufeln schon das Grab für diese Bewegung!
    Für mich stellt sich nur die Frage: „Wie kommt sojemand in eine solche Position?“ Wenn einer wie der demokratisch gewählt wird, na dann „Gute Nacht Marie“!

  13. Avatar

    Roberto

    3. Mai 2019 16:06 at 16:06

    @kritisch on fire, ja, das habe ich mich auch gefragt.
    Entweder er hat bei seiner Rede zur Wahl damals genau das Gegenteil behauptet oder seine Mitgenossen sind voll auf seiner Linie.
    Ich muß zugeben, das mir die erste Alternative besser gefallen würde.

  14. Avatar

    md

    4. Mai 2019 03:39 at 03:39

    ich bin der meinung das der kühnert noch nicht mal unrecht hat. so wie ich das verstehe sollte dies eher eine ohrfeige an seine eigene partei der rkp – radikal kapitalistische partei in der umgapnrache auch spd geannt sein. alles was ein brandt, schmitt, rau oder lafontaine aufgebaut und vertreten hat und für die spd gestanden hat ist nach 1997 mit unterstützung der grünen in radikal kapitalismus umgestaltet worden. es wurde sehr viel von unten nach oben verschoben. das volk wurde hinters licht geführt.
    zb.
    mein vater hat im jahr 1997 – 1800 dm rente erhalten, sein freund in frankreich 3000 franc umgerechnet 1000 dm
    heute im jahr 2019 hat mein vater 1380 euro rente, sein freund in frankreich ist bei 1700 euro
    mein vater bezahlt miete, in frankreich sind werkswohnungen für rentner kostenlos.
    wasser strom etc in frankreich 20%-30% billiger
    jedes jahr gibt es für schulgängereltern eine garnitur kleidungsgeld, egal was die eltern verdienen.
    steuern auf den bruttolohn bezahlt man einmal im jahr, welches um ein vielfaches weniger ist wie bei unseren arbeitnehmern.
    und so könnte ich eins nachdem anderen aufzählen.
    resultat: in frankreich sind seit monaten die gelbwesten auf den strassen und kämpfen um noch mehr soziale gerechtigkeit.
    und die fordern nicht soziale gerechtigkeit für europa oder deutschland ( da würden sie ja viel viel schlechter abschneiden )

    und wir in deutschland dürfen die grünen und spd, also in meinen augen die radikal kapitalistischen parteien, als sozialistische parteien ansehen.
    da wäre ne fdp zu otto.graf lambsdorf zeiten schon linke.

    und die abartische bürokratie welche in den letzten ca 20 jahren noch entstanden ist, ekelhaft. also ganz hart ausgedrückt müsste die bu-versicherung erweitert werden gegen – krank wegen politischen repressalien.

    mfg
    deutschtürke

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Hans-Werner Sinn: Warum die Inflation ausbleibt, und wann sie kommt

Claudio Kummerfeld

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Der ehemalige Chef des ifo-Instituts, hoch angesehene und bekannteste Ökonom Deutschlands Hans-Werner Sinn (hier jüngst im Gespräch mit Marc Friedrich) hat aktuell der Mission Money ein ausführliches Interview gegeben. Ein echter zweiter Lockdown müsse in Deutschland vermieden werden, so der Appell von ihm.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Hans-Werner Sinn die zweite Corona-Welle überleben. Aber es werde eine große Pleitewelle geben. In einem ersten Schritt würden zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz gehen, die bis jetzt dank ausgesetzter Insolvenzpflichten viel neue Schulden angehäuft hätten. Und erst in einem zweiten Schritt würde es dann die Banken hart treffen, weil die ja in Folge der Insolvenzen die Kreditausfälle zu verkraften hätten.

Hans-Werner Sinn mit Schwerpunktthema Inflation

Ein zentral wichtiges Thema im folgenden ausführlichen Interview ist die möglicherweise anstehende Inflation in Europa und Deutschland. Hans-Werner Sinn äußert sich hierzu ausführlich. Vor Corona habe die Geldmenge der EZB 3,2 Billionen Euro betragen, seitdem sei bis heute 1 Billion Euro dazugekommen. Bis Sommer 2021 werde die Summe auf 5,4 Billionen Euro anwachsen. Es entstehe ein gigantischer Geldüberhang.

Hans-Werner Sinn erklärt ausführlich seine große Sorge vor der anstehenden Inflation. Zunächst erklärt er ausführlich, warum es bislang trotz Geldschwemme keine Inflation in Form von Preisexplosionen gebe (ab Minute 23 im Video). Seine Ausführungen dazu sind hochinteressant. Das zusätzlich geschaffene oder besser gesagt in den letzten Monaten nicht ausgegebene Geld sei nicht aktiv, weil es herumliege. Bei den Bürgern auf den Sparkonten oder im Tresor. Bei den Banken liege es laut Hans-Werner Sinn herum zum Beispiel auf deren Zentralbankkonten. Es werde nicht vollständig als Kredit an Wirtschaft oder Verbraucher herausgereicht. Daher wirke die gestiegene Geldmenge nicht inflationär. Denn in Krisenzeiten würden sich die Menschen nicht trauen Geld auszugeben.

Aber nach der Krise, wenn es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Corona gebe und die Wirtschaft wieder boomt, dann steige auch wieder der Optimismus bei den Menschen. Gewerkschaften würden höhere Löhne verlangen, die Unternehmen würden die Preise anheben usw. Die Inflation könne dann sehr leicht über das 2 Prozent-Ziel der EZB ansteigen. Dann müsse die EZB die Zügel anziehen. Aber dann stehe man vor einem gewaltigen Problem. Hierzu wollen wir die wirklich sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen von Hans-Werner Sinn nicht vorwegnehmen. Schauen Sie bitte das Video! Nur so viel. Er erläutert auch dann möglicherweise anstehende Folgeeffekte wie dann platzende Luftbuchungen und ein Bankensterben.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

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Lockdown: Was läuft falsch bei den Corona-Maßnahmen?

Markus Fugmann

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Heute dürften in Deutschland und Frankreich neue Beschränkungen und Corona-Maßnahmen bis hin zum Lockdown verkündet werden. Im Grunde reagieren die durch die starken Anstiege alarmierten Regierungen in Europa alle ähnlich. Nach Informationen des Informations-Mediums für Intellektuelle, also bild.de, dürfen ab 04.November in Deutschland sich maxiximal zehn Menschen treffen, die wiederum maximal aus zwei Haushalten stammen dürfen.

Lockdown, Corona-Maßnahmen und Anreizkonflikte

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Corona-Maßnahmen schon gerechtfertigt seien – auf der anderen Seite gibt es jene, die das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen latent verharmlosen – und nicht selten eine Verschwörung der Eliten vermuten zur Entmündigung der Bürger. Symbol dafür ist ihnen der Lockdown.

Nun müssen die Regierungen die Bevölkerung schützen – aber sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt? Professor Christian Rieck macht auf zwei zentrale Probleme der Maßnahmen deutlich, die häufig entweder zu „Überreaktionen“ oder zu „Unterreaktionen führen.  Es gebe viele „Anreizkonflikte“, die zu problematischen Reaktionen der Betroffenen führen, so Rieck.

In folgendem Video erklärt er, was er damit meint:

 

Lockdown und Corona-Maßnahmen - sind sie gerechtfertigt?

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Daniel Stelter: Die Zeitbombe tickt für Deutschland! Was jetzt passieren muß

Markus Fugmann

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Daniel Stelter zählt fraglos zu den besten Köpfen in Deutschland: Er zeigt immer wieder, dass das scheinbar so reiche Land in Wirklichkeit gar nicht so reich ist – und vor allem ab dem Jahr 2030, wenn die Babybommer in Rente gehen, die demografischen Probleme faktisch zu einer Unfinanzierbarkeit der Rentenversprechen führen.

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe Deutschlands

Was also tun? Als Pionier das Klima retten, wie Bundesregierung und EU propgaieren durch eine „Klimaplanwirtschaft„? Überall mehr Staat angesichts der massiven Einbrüche der Wirtschaft in der Coronakrise? Daniel Stelter plädiert für das Gegenteil: für einen funktionierenden Kapitalismus – denn die weiter ausgreifenden Versuche des Staates, die Wirtschaft zu lenken, wird die Wirtschaftstätigkeit bremsen statt zu beschleunigen.

Kürzlich hat Thorsten Polleit in seinem Buch  „Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer der keiner ist“ genau darauf aufmerksam gemacht: der Kapitalismus ist nicht unser Problem, sondern die Lösung – wenn man ihn denn funktionieren lassen würde. Aber der Ruf nach staatlicher Lenkung wird gerade in der Coronakrise immer lauter, immer tiefer mischt sich die „Obrigkeit“ in die Wirtschaft ein (etwa indem man die Insolvantragspflicht aussetzt und damit Zombie-Firmen weiter durchschleppt). Man kauft Zeit durch staatliche Rettungsmaßnahmen, ohne diese Zeit für Reformen zu nutzen. Alle reden „vom Verteilen und Besteuern“, statt die Wohlstandmehrung im Fokus zu haben – so formuliert es Daniel Stelter.

Fakt ist: „Die Lasten steigen, während unsere Wirtschaftskraft sinkt“, so der Ökonom. Also müsste die Struktur geändert werden – etwa bei der tickende Zeitbombe, der Rente. Hier schlägt Daniel Stelter einen Staatsfonds im Stile Norwegens vor, bei dem der Staat jedem Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro schenkt, die dann in die Finanzmärkte investiert werden. Auch in der EU müsste sich einiges ändern – und hier hat Stelter einen ungewöhnlichen Vorschlag: Deutschland und die andere Euro-Länder sollten sich auf Kosten der EZB entschulden können!

In folgendem Video fasst Stelter das zusammen, was für Deutschland und die Lösung seiner Probleme jetzt zwingend notwendig wäre:

 

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe in Deutschland

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