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Kevin Kühnert der Kommunist? Einmal kräftig „kollektivieren“ bitte!

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Wer hat davon in den letzten Stunden noch nichts gehört. Kevin Kühnert, Vorsitzender der Jusos und somit womöglich einer der zukünftig wichtigsten Funktionäre in der SPD, hat sich geoutet als richtiger Sozialist, und womöglich auch Kommunist? Erstmal kurz vorab. Was ist Kommunismus? Was sagt denn unser aller Nachschlagewerk Wikipedia dazu? Zitat auszugsweise:

„Kommunismus bezeichnet erstens gesellschaftstheoretische Utopien, beruhend auf Ideen sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder, auf der Basis von Gemeineigentum und kollektiver Problemlösung. Zweitens steht der Begriff, im Wesentlichen gestützt auf die Theorien von Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir Iljitsch Lenin, für ökonomische und politische Lehren, mit dem Ziel, eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft zu errichten.“

Kevin Kühnert und seine kollektivierte Volkswirtschaft

Gemeineigentum und kollektive Problemlösung, klassenlose Gesellschaft… irgendwie klingt das so ähnlich wie das, was SPD-Mann Kevin Kühnert jüngst der ZEIT erzählt hat. Er spricht aktuell von der „Überwindung des Kapitalismus“. Oha, klingt irgendwie nach Lenin? So träumt Kevin Kühnert zum Beispiel davon BMW zu kollektivieren. Das Wort an sich klingt schon wie aus einer Utopie von vor 100 Jahren. Seine Idee schließe aus, dass es einen kapitalistischen Eigentümer bei BMW gebe, so seine Worte. Man kann den Eindruck gewinnen, dass Kühnert es einfach nicht verknusen kann, dass es Menschen gibt, die unermesslich reich sind. Warum nur diese Ungerechtigkeit? Ist es ungerecht, dass irgendwann mal Unternehmer was riskiert haben, gut verdienten und dann das Ergebnis an ihre Kinder vererbten? Ja, das mag ungerecht wirken, ist es aber nicht. Denn es geht um Verantwortung, Risikobereitschaft, Innovation, und die letztliche Belohnung in Form von Geld.

Auch schwebt Kevin Kühnert vor, dass man künftig nur noch Immobilien besitzen darf, in denen man auch selbst wohnt. Ohhh. Das Klingt aber verdammt stark nach Massenenteignungen, so richtig zwangsweise. Man nimmt also Aktionären und Immobilieneigentümern ihr Eigentum weg (wird ja gerade in Berlin heiß diskutiert). Dafür gibt es zwei Wege, genau wie bei der „Kollektivierung“ von Aktiengesellschaften. Entweder man macht es wie auf Kuba oder in China nach den dortigen Revolutionen. Einfach Vermögende aus dem Land jagen oder gleich sofort umbringen, und ihnen ihr Vermögen einfach wegnehmen. Das wäre natürlich die einfachste Lösung, über die sich so mancher sicher klammheimlich freuen würde.

Wer bezahlt das alles?

Denkt man aber ein ein etwas mehr gesittetes Vorgehen, dann müsste der Staat gigantische Geldsummen in die Hand nehmen um Aktionäre und Immobilienbesitzer zu marktgerechten Preisen zu entschädigen. Hierzu müsste der Staat eine gigantische Neuverschuldung in Kauf nehmen. Steigen die Zinsen zukünftig wieder an auf sagen wir mal 3% oder 4%, dann müssten die neuen Kühnert-Kolchosen mindestens diese Prozentsätze als Renditen erwirtschaften, um die Anleihezinsen dieser neuen Schuldenlast bedienen zu können. Also müssten die dann vom „Volk“ gemeinsam betriebenen Unternehmen weiterhin straff geführt werden, und müssten stets darauf achten Gewinne zu erwirtschaften für den Zinsdienst. Oder, ach ja, als kollektiver Schuldner könnte man einfach auf die Idee kommen das für die Kollektivierung aufgenommene Geld nicht zurückzuzahlen (a la Varoufakis).

In so einem kollektiven Wirtschaftssystem, könnte der gute Kevin Kühnert den Werktätigen da noch knallharte Sparmaßnahmen verkünden, geschweige denn Entlassungen oder Gehaltskürzungen? Nein, all das gäbe es in so einem System nicht mehr, wo alle teilhaben, wo alle mit entscheiden, und wo niemand Verantwortung für „böse“ Entscheidungen trägt. Der liebe Kevin würde sich dann wohl in der letzten Reihe wegducken.

Prost Mahlzeit

Wegen ineffizienten Staatsbetrieben und Wirtschaftssystemen gingen übrigens bisher alle sozialistischen/kommunistischen Systeme zugrunde. Aber nein, beim lieben Kevin Kühnert würde das ja nicht Kommunismus heißen, sondern wohl eher „Kollektive Wohlfühlwirtschaft“? Klingt doch gleich viel lustiger und harmloser. Keiner ist mehr für irgendwas verantwortlich. Denn wenn es keine Unternehmer oder Eigentümer mehr gibt, und wenn man auf die kollektive Verantwortung verweist, kann sich jeder hinter dem Kollektiv verstecken, und am Ende ist niemand mehr zuständig/verantwortlich.

So bringt man eine Volkswirtschaft ziemlich schnell zum Absturz! Denn wer soll noch als Erfinder/Unternehmer innovativ sein, wenn er dafür genau so viel Geld in Aussicht gestellt bekommt wie alle anderen Werktätigen, die um 16 Uhr den Hammer fallen lassen? Richtig, die Innovation und Leistungsbereitschaft nimmt rapide ab. Das Desaster ist vorprogrammiert. Aber ja, Träumer wie der gute Kevin Kühnert glauben auch heute noch, dass die Grundidee einer kollektiven Volkswirtschfaft (oder wie man es sonst nennen will) von der bisherigen Ausführung in DDR, Sowjetunion, Nordkorea, Kuba oder China trennbar ist. Die haben es halt alle nur falsch gemacht? Man muss es ja nur richtig angehen, dann wird das schon ein tolles Paradies für alle? Wie falsch!

SPD-Mann Johannes Kahrs fragt aktuell übrigens, was sein Parteikollege Kevin Kühnert wohl geraucht habe. Und der SPD-Wirtschaftsforum fordert aktuell via Handelsblatt schon ein Partei-Ausschlussverfahren für Kevin Kühnert. Da würde er sich ja zu Thilo Sarrazin gesellen? Was für ein merkwürdiges Duo! Im Netz wird übrigens fleißig diskutiert. Unter anderem gerät Kevin Kühnert gerade an Carsten Maschmeyer.

Naja, lieber Postillon. Sind das „einfach nur“ linke Ideen von Kevin Kühnert? Das ist wohl deutlich mehr als „nur ein bisschen links“.

Der folgende Tweet klingt zwar gut und harmlos. Aber die Umsetzung dieser tollen Idee endete bisher immer im Desaster. Natürlich gibt es immer den Wunsch die Grundidee von ihrer bisherigen Umsetzung zu trennen. Aber das ist ein Wunschgedanke!

SPD Juso-Chef Kevin Kühnert
Kevin Kühnert. Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de

17 Kommentare

17 Comments

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    Marcus

    2. Mai 2019 17:13 at 17:13

    Der sollte erstmal erwachsen werden anstatt solchen ideologischen Schwachsinn zu erzählen. Zudem rate ich ihm das er vielleicht nochmal ein Ökonomie-Studium absolvieren und auch abschließen sollte, um ein fundiertes Wissen bezüglich Volkswirtschaft zu erlangen.

    Von Leute mit einem abgebrochenen Publizistik- und Kommunikationswissenschaftsstudium und einem ebenfalls abgebrochenen Politikwissenschaftsstudium kann man einfach keinen Sachverstand erwarten.

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    Steinkamp

    2. Mai 2019 17:29 at 17:29

    Kühnert tut wirklich alles, damit die SPD bei der Europawahl möglichst schlecht abschneidet. Durch seine Aussagen hat er sich selber disqualifiziert u seine absolute Unfähigkeit bezeugt. Wie kann man nur so dumm sein?

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    Quintus

    2. Mai 2019 18:08 at 18:08

    Hans Werner Sinn, der während seiner Jugendzeit selbst im Herzen Sozialist war, gab bei einem seiner Vorträge einmal diese Weisheit von sich:

    Wer mit 20 kein Sozialist ist hat kein Herz, wer mit 50 noch Sozialist ist hat kein Hirn….

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      leftutti

      2. Mai 2019 19:08 at 19:08

      …und beginnt mit 70, Lügen und Halbwahrheiten über Elektroautos im Auftrag der Öl- und Autolobby als wissenschaftliche „fundierte“ Studien zu publizieren.

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    asyoulike

    2. Mai 2019 18:27 at 18:27

    Moin, moin,

    hier ist sie die Zweiteilung der BRD. Jetzt auch offiziell und in Wort und Schrift. Was viele vielleicht gedacht und vermutet haben, dieser Kommunist spricht seine Wünsche frei aus. Es ist schon schwer zu verstehen, dass sich jemand aus unserem Kulturkreis nicht einmal mit der DDR und dem Ostblock beschäftigt hat. Wo war der Wohlstand dort? Wo war der Umweltschutz dort? Wo war die Reisefreiheit? Wo war die Güter- und Dienstleistungswahl? etc. pp. . Dieses Nichtfunktionieren eines Systems muss man doch verstehen. Mir persönlich unbegreiflich. Wo kein wirtschaftlicher Vorteil lockt, da kein Einsatz. So einfach geht das.
    Dabei ist die BRD doch schon auf dem Weg zum Sozialismus. Mehr als die Häfte vom Bruttolohn geht weg für Steuern, Abgaben und Sozialblödsinn. Was will dieser Kommunist nun dann noch?
    Fazit: Entweder Sozialismus und wir stellen unsere Arbeit alle ein oder Liberalismus unter Berücksichtigung eines Ausgleichs.

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      leftutti

      2. Mai 2019 21:11 at 21:11

      @asyoulike, es ist ja nicht so, dass erst seit kurzem die Hälfte oder mehr vom Bruttolohn für Steuern und Sozialblödsinn wie Renten-, Berufsunfähigkeits-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung vom Bruttolohn abgezogen wird. Das ist seit mehr als 50 Jahren der Fall.

      Ein extrem großer Teil der Bevölkerung wird sicherlich diesen von Ihnen postulierten „Sozialblödsinn“ (Umwelt- und Klimaschutz gehört vermutlich auch zu diesen blödsinnigen Ausgaben) im Gegensatz zu Ihnen als begrüßenswerte evolutionäre Errungenschaft im Vergleich zu darwinistischen, mittelalterlichen Wirtschafts- und Nicht-Sozialsystemen sehen, wie sie sich in völlig verschiedenen Ausprägungen z. B. sowohl in islamistischen Staaten, als auch in den USA etablieren.
      Wo kein wirtschaftlicher Vorteil lockt, da kein Einsatz. So einfach geht das.
      Wie kommen Sie auf dieses schwachsinniges Fazit? Ist die Aussicht auf soziale Absicherung im Notfall kein Lockmittel für Einsatz? Sind Renten, Zahlungen bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Berufsunfähigkeit tatsächlich Blödsinn für Jedermann?

      Liberalismus, völlige Freiheit für Konzerne, Banken und Börsen, das ist Ihre Lösung für all unsere Probleme? Wer in Krisenzeiten seinen Job verliert, soll auf der Straße leben, bis er verreckt. Wer krank wird und sich die liberalistischen Gesundheitskosten der Pharmaindustrie nicht mehr leisten kann, soll siechen, bis er verreckt. Wer alt oder berufsunfähig wird, soll ohnehin verrecken?

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    Tino Gruchmann

    2. Mai 2019 19:04 at 19:04

    Was hatte die DDR mit einer Wohlfühlgesellschaft oder mit Kommunismus zu tun? Ich glaube der Mann wird einfach platt gemacht, weil er eine andere Meinung zum herrschenden System vertritt, was ja in der aktuellen Form auch nicht funktioniert, warum kann man hier nicht sachlich diskutieren und muss alles von links oder rechts der Mitte sofort kaputt reden?

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    Tino Gruchmann

    2. Mai 2019 19:12 at 19:12

    Übrigens, die DDR ist nicht kaputt gegangen weil das System nicht ökonomisch funktioniert hat, die Verschuldung war weitaus geringer als in den meisten Ländern aktuell, die DDR mit der BRD Wieder zu vereinen war eine politische Entscheidung. Aktuell sind wir nicht weit davon einen neuen Systemwechsel zu erleben und da können wir uns nicht früh genug über alternativen auseinandersetzen

    • Avatar

      Savestrax

      2. Mai 2019 21:53 at 21:53

      Weil das System nie wirklich funktioniert hat, konnten auch nicht solch hohen Schuldenberge aufgebaut werden.
      Das ist auch Alternative.

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    Robert Schröder

    2. Mai 2019 22:09 at 22:09

    Ist das keinem aufgefallen? ^^

    BMW (VEB) Kollektivieren: Kapitalismuskritik von Kevin Kühnert (SPD) hinter kapitalistischer Paywall

    https://www.nachrichten-fabrik.de/news/bmw-veb-kollektivieren-kapitalismuskritik-von-kevin-kuehnert-spd-hinter-kapitalistischer-paywall-90443

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    leftutti

    2. Mai 2019 22:38 at 22:38

    Ist es ungerecht, dass irgendwann mal Unternehmer was riskiert haben, gut verdienten und dann das Ergebnis an ihre Kinder vererbten? Ja, das mag ungerecht wirken, ist es aber nicht. Denn es geht um Verantwortung, Risikobereitschaft, Innovation, und die letztliche Belohnung in Form von Geld.

    Und wenn das Kapital dieser Unternehmer irgendwann mal Millionen von Arbeitern waren, mit denen sie als Investition jonglierten wie mit einem Haufen Gestein zur Stahlgewinnung, ist es immer noch gerecht? Wenn ihr honores Unternehmen danach in dunkelsten Zeiten von dem „ungleichen Schrott aus der Kristallnacht“ noch mehr profitiert hat? Wenn deren Kinder-Erben in der Folge ohne eigene Leistungen noch viel mehr Millionen von Menschen als Investitionsgüter als ihr Eigen und Investitiongut betrachten durften, Erben, die die Sünden der Unternehmensväter nicht auf sich genommen und ein Land wieder nicht mit eigenen Händen aufgebaut haben, ist es immer noch ok?

    Spätestens dann sollte die verantwortungsvolle und risikobereite Innovationskette in Form von Geld überdacht werden. Vor allem dann, wenn die Firmengeschichte nicht die weißeste Weste vorzuweisen hat und sämtliche Verantwortlichkeiten juristisch im Sande verlaufen, wie es die zahlreichen Skandale der letzten Jahren immer wieder aufs Neue aufzeigen.

    Denn wer soll noch als Erfinder/Unternehmer innovativ sein, wenn er dafür genau so viel Geld in Aussicht gestellt bekommt wie alle anderen Werktätigen, die um 16 Uhr den Hammer fallen lassen? Was letzteren Nebensatz angeht, fallen mir spontan die Banker und Börsianer ein, die Politiker und Beamten… Und Millionen von Werktätige, die inzwischen 10 bis 20% an unbezahlten Überstunden ableisten dürfen.

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    oscar

    2. Mai 2019 22:54 at 22:54

    Na Herr Gruchmann, dann befassen Sie sich einfach mal mit kommunistischen Represalien, Diktatur, Zerstörung ganze Familien, Existenzen, Staasi und roten Feindbildern die wieder mit den günen faschsisten auf Hochturen laufen. Oder vieleicht ganz trivial mal mit dem Menschen an sich? Also der Anthropologie, ähm also rein biologischen Gesetzmässigkeiten. Die werden ja von solch „betreutes Denken“ abliefernden Windelträgern ohne Sinn und Verstand attakiert. Übrigens eine der einzigen wirklichen Leistungen diese Rattenfänger….wie war doch gkleich eine auf Pappe gebrachte Plakat Abartigkeit für die Wählerzukunft…all inclusive für „alle“ ….

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    Dieter Meyer

    3. Mai 2019 08:11 at 08:11

    Vor drei Jahren lebte ich in meiner eigenen Wohnung, die ich mir in 25 Jahren als Altersvorsorge mit meiner Arbeit erwirtschaftet habe. Das durfte ich noch, findet Herr Kühnert. Dann wurde ich von meinem Arbeitgeber in eine andere Stadt versetzt. Ich lebe jetzt in der neuen Stadt wieder zur Miete, meine Eigentumswohnung habe ich selbstverständlich behalten und weitervermietet. Geht gar nicht, findet Herr Kühnert. Meine Wohnung gehört jetzt enteignet! Geht’s noch? Einer der größten Hoffnungsträger der SPD ist also intellektuell nicht über die Backe-Backe-Kuchen-Spiele aus dem Kindergarten-Sandkasten hinausgekommen. Arme Jusos, arme SPD! So dürfen die zwei künftigen Fünf-Prozent-Parteien SPD und Linke meinetwegen weiterhin von der Machtübernahme in Deutschland träumen.

  11. Avatar

    Roberto

    3. Mai 2019 10:08 at 10:08

    Ich denke dieser Herr Kevin Kühnert hat sich somit für seine weitere politische Zukunft sowas von ins eigene Knie geschossen, dass es es vorbei ist mit der großen Karriere ist bei der SPD.
    Und das ist auch sehr gut so. Denn wer solche Modelle in seinem Kopf trägt und versucht diese zu etablieren und das in einer Zeit, wo es Deutschland noch nie besser ging, der hat von der Realität im wahren Leben noch nichts mit bekommen.
    Dieser Herr Kühnert hat in seinem Leben noch nicht gearbeitet und ist von einer gescheiterten Schulbank zur nächsten gewandert, bis er gemerkt hat, dass er im echten Leben nichts schafft. Also geht er in die Politik um etwas zu etablieren was ihm nützlich sein könnte. Gott sei Dank ist die überwältigende Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen solche Hirngespinste.
    Ich finde wir sollten als Test seiner Gedankenspiele für die nächsten 10 Jahre seine monatlichen Diäten kollektivieren und dann mal schauen wie er dann dazu steht.

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    Kritisch on fire

    3. Mai 2019 14:47 at 14:47

    „KEVIN allein zu Hause“ – die sozialdemokratische Antwort auf den aufkeimenden Rechtspopulismus. Ich gratuliere den ROTEN zu solch zukunftsträchtigen Palamentariern. Mit diesen Mitstreitern braucht man sich über die Sozialdemokratie keine Sorgen machen – die schaufeln schon das Grab für diese Bewegung!
    Für mich stellt sich nur die Frage: „Wie kommt sojemand in eine solche Position?“ Wenn einer wie der demokratisch gewählt wird, na dann „Gute Nacht Marie“!

  13. Avatar

    Roberto

    3. Mai 2019 16:06 at 16:06

    @kritisch on fire, ja, das habe ich mich auch gefragt.
    Entweder er hat bei seiner Rede zur Wahl damals genau das Gegenteil behauptet oder seine Mitgenossen sind voll auf seiner Linie.
    Ich muß zugeben, das mir die erste Alternative besser gefallen würde.

  14. Avatar

    md

    4. Mai 2019 03:39 at 03:39

    ich bin der meinung das der kühnert noch nicht mal unrecht hat. so wie ich das verstehe sollte dies eher eine ohrfeige an seine eigene partei der rkp – radikal kapitalistische partei in der umgapnrache auch spd geannt sein. alles was ein brandt, schmitt, rau oder lafontaine aufgebaut und vertreten hat und für die spd gestanden hat ist nach 1997 mit unterstützung der grünen in radikal kapitalismus umgestaltet worden. es wurde sehr viel von unten nach oben verschoben. das volk wurde hinters licht geführt.
    zb.
    mein vater hat im jahr 1997 – 1800 dm rente erhalten, sein freund in frankreich 3000 franc umgerechnet 1000 dm
    heute im jahr 2019 hat mein vater 1380 euro rente, sein freund in frankreich ist bei 1700 euro
    mein vater bezahlt miete, in frankreich sind werkswohnungen für rentner kostenlos.
    wasser strom etc in frankreich 20%-30% billiger
    jedes jahr gibt es für schulgängereltern eine garnitur kleidungsgeld, egal was die eltern verdienen.
    steuern auf den bruttolohn bezahlt man einmal im jahr, welches um ein vielfaches weniger ist wie bei unseren arbeitnehmern.
    und so könnte ich eins nachdem anderen aufzählen.
    resultat: in frankreich sind seit monaten die gelbwesten auf den strassen und kämpfen um noch mehr soziale gerechtigkeit.
    und die fordern nicht soziale gerechtigkeit für europa oder deutschland ( da würden sie ja viel viel schlechter abschneiden )

    und wir in deutschland dürfen die grünen und spd, also in meinen augen die radikal kapitalistischen parteien, als sozialistische parteien ansehen.
    da wäre ne fdp zu otto.graf lambsdorf zeiten schon linke.

    und die abartische bürokratie welche in den letzten ca 20 jahren noch entstanden ist, ekelhaft. also ganz hart ausgedrückt müsste die bu-versicherung erweitert werden gegen – krank wegen politischen repressalien.

    mfg
    deutschtürke

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Immobilien: Nach der Coronakrise wird es einen Gewinner geben!

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Mieter von gewerblichen Immobilien sind wohl die Gewinner nach der Krise

Alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft sind derzeit von der Coronakrise betroffen, so auch die Immobilien. So hört man die letzten Tage, dass zahlreiche gewerbliche Großmieter wie Adidas, Deichmann und Co einfach Mietzahlungen für ihre Ladengeschäfte aussetzen. Aber wie wird die Lage bei Immobilien nach der Coronakrise aussehen? Wird alles weitergehen wie bisher? Ich möchte hier ein Szenario besprechen, dass nicht mit hundertprozentiger Garantie so eintreten muss. Aber die im folgenden Text beschriebene Auswirkung der Coronakrise auf die Branche scheint mir logisch.

Die Lage am Markt für Immobilien wird sich nach der Krise ändern

Bislang war es so: Die Eigentümer von Immobilien waren die Gewinner. Egal ob gewerblich oder privat, wer besitzt und vermietet, konnte jahrelang immer höhere Mieten kassieren. Und die jahrelange Flutung der Märkte mit Notenbankgeld und die abgeschafften Zinsen trieben Assets wie Aktien und Immobilien immer weiter nach oben. Die Käufer von Wohnungen und Projektentwickler von Gewerbeimmobilien mussten immer höhere Grundstückspreise und Erstellungskosten zahlen – und waren somit gezwungen die Mietpreise immer weiter hochzuschrauben, wenn sie denn noch eine nennenswerte Rendite auf ihren Kapitaleinsatz erzielen wollten. Aber jetzt wird sich einiges ändern. Womöglich nicht für private Mieter.

Aber die Mieter von Gewerbeimmobilien im Bereich Einzelhandel und in der Gastronomie, die werden nach der Coronakrise die großen Gewinner sein. Natürlich meine ich diejenigen Mieter, die diese aktuelle Durststrecke finanziell überleben werden, und auch danach ihre Cafes, Restaurants und Bekleidungsgeschäfte weiter betreiben. Bisher war es so: Der Immobilien-Eigentümer konnte bei Auslauf des Mietvertrags für den nachfolgenden Zeitraum stets kräftige Mietpreissteigerungen verlangen. Aber was passiert jetzt? Selbst nach gigantischen Rettungspaketen und KfW-Kreditprogrammen werden zahlreiche Gastronomen und Bekleidungsgeschäfte nicht überleben. By the way… viele kleine Unternehmer werden diese Kredite wohl gar nicht erhalten (mehr dazu hier). Entweder gehen zahlreiche Unternehmer in den nächsten Monaten pleite, oder dank der KfW-Kredite werden sie vielleicht erst in einem Jahr überschuldet aufgeben und ihren Laden dicht machen.

Angebot und Nachfrage

Dadurch, dass zahlreiche dieser Mieter aus dem Markt ausscheiden, verschiebt sich das Machtgefüge zwischen Mietern und Vermietern bei Immobilien im gewerblichen Bereich. Es wird viel Leerstand geben. Die Entwicklung hatte ja schon vor der Coronakrise in Innenstädten und Einkaufszentren eingesetzt. Zu viel Fläche, zu hohe Ladenmieten und immer mehr Online-Konkurrenz machen den Mietern schon seit Jahren zunehmend das Leben schwer. Nach und nach gaben einige auf und machten ihre Läden dicht. Dieser Trend wird nun durch die Coronakrise massiv beschleunigt werden. Der Leerstand wird deutlich zunehmen. Und die Eigentümer der Flächen werden auf einmal den bestehenden Mietern entgegenkommen. Ja, diese Prognose wage ich, auch wenn ich selbst kein Experte für Immobilien bin. Es geht um das Grundprinzip von Angebot und Nachfrage.

Mieter werden nach Auslauf der Verträge womöglich günstigere Anschlussverträge aushandeln können, weil die Vermieter sehen, wie links und rechts schon Flächen leer stehen. Da hat man Angst seinen noch vorhandenen Bestandsmieter zu verlieren, denn der hat nun die freie Auswahl. Und ganz schnell werden wohl auch die Neuvermietungspreise für Flächen im gewerblichen Bereich purzeln. Wer also die Coronakrise finanziell überlebt, und/oder wer nach der Krise ganz neu mit einer Geschäftsidee im Einzelhandel oder in der Gastronomie startet, der wird womöglich spürbar geringere Mietkosten erwarten dürfen, oder aushandeln können! Vielleicht noch nicht Ende April oder im Mai. Aber wohl in sechs Monaten, wenn nach und nach andere Gewerbemieter pleite gehen und ihre Läden dicht machen. Die letzten Tage haben Restaurantketten wie Maredo und Vapiano bereits Insolvenz angemeldet. Ob und wie viele dieser Läden fortbestehen werden nach einer möglichen Restrukturierung? Unklar, aber die Pleitewelle wird wohl kommen. Was man jetzt in Einzelfällen sieht, ist erst der Anfang.

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Schwellenländer drohen durch die Pandemie im Chaos zu versinken

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Christus-Statue in Rio - Schwellenländer hart getroffen durch Pandemie

Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung schauen die Märkte zur Zeit vor allem auf die dramatischen Entwicklungen in den USA und Europa. Doch für die Schwellenländer, die bereits vor der Pandemie angeschlagenen waren, droht nun der ökonomische Super-GAU.

Schwellenländer leiden bereits unter dem Abzug von Kapital

Wie wir schon vor der Pandemie berichteten, bewegten sich wichtige Schwellenländer bereits vor der Pandemie in schwerem Fahrwasser. Einige Länder, wie Argentinien, Brasilien, die Türkei, Venezuela, Südafrika oder Chile haben bereits Schlagseite. Die sich jetzt bereits in Ansätzen abzeichnenden globalen Verwerfungen drohen diese Staaten ökonomisch zum Kentern zu bringen. Die Schwellenländer sind besonders abhängig von Mittelzuflüssen aus den Industriestaaten und reagieren in einer Krise wie jetzt sehr sensibel auf eine Umkehr der Kapitalströme. Doch genau das passiert bereits, wie das Institute of International Finance (IIF) berichtet: Seit Ende Januar 2020 sind 95 Mrd. USD aus Aktien und -Anleihen der Emerging-Markets von ausländischen Investoren abgezogen worden.

Damit sind in dieser relativ kurzen Zeitspanne deutlich mehr Gelder rapatriiert worden als in der Finanzkrise ab September 2008. Die Kapitalflucht der Investoren aus Nordamerika und Europa aus den Schwellenländer-Märkten ist in weltweit unruhigen Zeiten ein bekanntes Phänomen. Gerade dann stellen stark überschuldete und politisch instabile Länder ein besonderes Verlustrisiko dar, das es zu meiden gilt. Kommt es zeitgleich zu Turbulenzen an den großen Finanzmärkten in New York, Tokio und London, wird die Liquidität dringend zu Hause benötigt, um Vermögenslöcher zu stopfen oder Margin-Calls zu bedienen.

Für eine Pandemie schlecht gewappnet

Im speziellen Fall der COVID-19-Pandemie befürchten die Investoren wahrscheinlich zu Recht, dass die Gesundheits- und Sozialsysteme einiger Schwellenländer mit der Seuche überfordert sein könnten. Eine Befürchtung, die in Indien bereits Realität ist. Dort sind soziale Sicherungssysteme kaum vorhanden, das Gesundheitssysteme ist extrem fragil und die Bevölkerungsdichte sehr hoch. Die jetzt eingeleiteten Maßnahmen zum Schutz der Menschen verursachen Chaos im indischen Verkehrssystem und bringen die Menschen ohne jeden Schutz noch dichter zusammen. In Brasilien, wo das Virus mittlerweile ebenfalls angekommen ist, folgte die Regierung um Präsident Jair Bolsonaro zunächst der Strategie Londons und Washingtons und verharmloste das Virus. Jetzt rudert die Staatsführung in Brasília zurück, wahrscheinlich wie in den USA und England viel zu spät.

Die bereits getätigten und sich aktuell verstärkenden Kapitalabflüsse werden die fiskalpolitischen Möglichkeiten in den Schwellenländern stark beeinträchtigen. Zum einen wird weniger Geld für die Seuchenbekämpfung und zur Abmilderung der ökonomischen und sozialen Folgen mobilisiert werden können. Zum anderen steigen die Kosten für die Kreditaufnahme ausgerechnet jetzt deutlich an. Gleichzeitig schwinden auch die Devisenreserven, die nicht nur für die hohen Zinslasten der zum Teil hoffnungslos in US-Dollar überschuldeten Länder benötigt werden, sondern auch für den Ankauf von Schutzkleidung, Test-Kits und teuren medizinischen Geräten. Staaten wie Venezuela, Brasilien, Südafrika oder Argentinien sind zudem wichtige Rohstofflieferanten. Die Preise für natürliche Ressourcen waren in den letzten Wochen stark rückläufig, was die Ökonomien dieser Staaten zusätzlich belastet. Außerdem müssen viele Förderstätten zum Schutz der Arbeiter vorübergehend stillgelegt werden. In Südafrika für mindestens drei Wochen. Es ist daher zu befürchten, dass die Schwellenländer die Pandemie noch schwerer werden bewältigen können als die Industriestaaten.

Schwellenländer bekommen den Stress im Finanzsystem zu spüren

Seit Mitte März bekommen die Schwellenländer die Krise bereits an den Finanzmärkten zu spüren. Die Zinsaufschläge, die Entwicklungsländer aktuell gegenüber zehnjährigen US-Staatsanleihen zahlen müssen, sind seitdem stark angestiegen. Besonders hart trifft es die Ukraine. Der osteuropäische Pleitestaat muss nun statt 400 Basispunkten Zinsaufschlag über 1.200 Basispunkte mehr bezahlen. Der Risikoaufschlag türkischer Staatsanleihen hat sich von 352 Anfang März auf aktuell über 700 erhöht. Russland steht trotz des Ölpreisverfalls mit 350 Basispunkten aufgrund der niedrigen Staatsverschuldung von lediglich 12,5 Prozent des BIP noch vergleichsweise gut da. Deutlich dramatischer stellt sich die Lage für den afrikanischen Ölproduzenten Nigeria dar, der nach einer Verdreifachung der Zinsaufschläge nun ebenfalls bei über 1.200 Basispunkten Zinsaufschlag gegenüber US-Anleihen angekommen ist. Auch Südafrika ist mit in den Aufwärtssog bei den Renditen geraten und muss aktuell 1.120 Basispunkte Zinsaufschlag bezahlen. Argentinien, dass seinen Schuldendienst bereits ausgesetzt hat, ist sogar gezwungen, für seine stark ausfallgefährdeten Anleihen (S&P-Rating: CCC-) Mehrkosten in Höhe von 2.640 Basispunkten am Kapitalmarkt zu akzeptieren. Das Land ist bereits de facto bankrott.

Die Kapitalflucht und die steigenden Risikoprämien werden auch in den Währungsentwicklungen der Schwellenländer sichtbar. Seit der verstärkten Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus Anfang Februar über die Landesgrenzen Chinas hinaus, kam es auch an den Devisenmärkten zu heftigen Bewegungen. Der mexikanische Peso verlor seitdem 23 Prozent, der russische Rubel über 20 Prozent (was übertrieben scheint), der argentinische Peso von niedrigem Niveau aus nochmals 5 Prozent und der südafrikanische Rand 16 Prozent.

Fazit und Möglichkeiten der Stabilisierung

Die bereits sichtbaren Folgen für die Schwellenländer sind wahrscheinlich nur der Beginn schwerer ökonomischer, sozialer und politischer Verwerfungen. In den kommenden Wochen und Monaten könnten sich die Turbulenzen infolge der Rezession in den USA und Europa, der zunehmenden Anzahl von COVID-19-Fällen auch in den Schwellenländern, einer fortschreitenden Unterbrechung der Lieferketten und einer sinkenden Nachfrage nach Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen noch vergrößern. Der für viele Entwicklungsländer als Devisenquelle enorm wichtige Tourismus ist bereits weitgehend kollabiert.

Ein Großteil der Schwellenländer hat keine ausreichenden Rückstellungen oder fiskalischen Spielräume, um die heimische Wirtschaft mit großen Konjunkturpaketen á la USA oder Deutschland zu unterstützen. Würde die Zentralbank Argentiniens vergleichbar der US-Notenbank Fed eine staatliche Schuldensause von 10 Prozent des BIP durch Gelddrucken finanzieren, würde sich der Restwert des argentinischen Peso in Luft auflösen. Der makroökonomische Handlungsspielraum der Schwellenländer ist generell im Vergleich zu fortgeschrittenen Volkswirtschaften aufgrund der begrenzten Glaubwürdigkeit ihrer Währungen stark limitiert. Selbst Staaten mit niedriger Verschuldung, wie Russland, bekommen dies bereits durch die massive Abwertung ihrer Währung zu spüren. Daher sind die Schwellenländer auf externe Hilfe mittels harter Devisen angewiesen.

Die Fed hat diesem Bedürfnis bereits Rechnung getragen und ihre Dollar-Swap-Linien geografisch stark ausgeweitet und bietet nun auch Entwicklungsländern über diesen Weg einen Zugang zu US-Dollar-Liquidität. Bereits 80 Länder haben zudem den Internationalen Währungsfonds (IWF), gemäß dessen Direktorin Kristalina Georgiewa, um finanzielle Hilfe gebeten. Der supranationalen Institution stehen zur Zeit dafür 1 Billion US-Dollar zur Verfügung. Dieser Betrag muss dringend in Anbetracht der Vielzahl der Hilfegesuche aufgestockt werden.

Auf Ebene der G20-Staaten wurde beim jüngsten virtuellen Sondergipfel ebenfalls über Hilfen für Entwicklungsländer diskutiert – allerdings sehr abstrakt. So sollen Handelsbeschränkungen abgebaut und die Entwicklungshilfe ggf. aufgestockt werden. Dem Rest der Welt sollten die Schwellenländer nicht egal sein. Wenn diese im Zuge der jetzt bevorstehenden Weltrezession noch tiefer in finanziellem Chaos versinken, würde dies für die gesamte Weltwirtschaft einen zusätzlichen Schock bedeuten. Eine schnelle wirtschaftliche Erholung exportorientierte Länder wie Deutschland nach dem Abebben der Pandemie wäre dann unwahrscheinlich.

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Dirk Müller über die dramatischen Folgen der Corona-Krise

„Unser Finanzsystem hat fertig“

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Die Corona-Krise nimmt immer dramatischere Foolgen für die Wirtschaft an – der Einbruch ist heftiger als in der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929, sagt Dirk Müller. Eigentlich sollte „Mr. Dax“ bei einer Finanzmesse auftreten – aber da das aufgrund der Corona-Krise nicht möglich ist, hielt Dirk Müller seinen Vortrag von zuhause aus per Video.

Corona-Krise schlimmer als Weltwirtschaftskrise 1929

Der Crash der Aktienmärkte passierte sogar schneller als in der Weltwirtschaftskrise der Jahre 1929 (und folgende). Und das wird bedeuten, dass da viele Finanz-Player erwischt wurden – daher sind viele Pleiten im Finanzsektor wahrscheinlich, von denen wir in den nächsten Wochen und Monaten erfahren werden. Das gilt auch und vor allem für Banken – Dirk Müller erwartet daher Banken-Pleiten. Wenn aber Banken pleite gehen, werden auch die Gelder auf deren Konten in Gefahr sein, sagt Dirk Müller – denn faktisch ist ein Kontoguthaben bei einer Bank eine Art Kredit, den man der Bank gibt.

Dirk Müller über den Crash des Kreditsystems

„Unser Finanzsystem hat fertig“, so Dirk Müller – wir erleben jetzt einen reset des Systems. Das Coronavirus sei nur der Auslöser für diesen reset – und die Ausrede zugleich, warum eben dieser „reset“ nun vermeintlich nötig sei. Bisher haben die Notenbanken es nicht geschafft, die Märkte zu beruhigen, was aber eigentlich durch das „plunge protection team“ der Amerikaner möglich gewesen, aber eben nicht erfolgt sei, meint Dirk Müller.

Das eigentliche Problem könnten die Notenbanken so oder so nicht lösen, so „Mr. Dax“: den „Credit Crunch„. Alle brauchen nun Liquidität, um Kredite und Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Cash ist King im deflationären Schock.

Dirk Müller über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Gesellschaft

Was fast noch schlimmer ist: die Menschen haben Angst um ihre Jobs und damit um ihre Zukunft. Dazu kommt noch die Angst um die Gesundheit der eigenen Familie – Müller spricht daher von einer so noch nie dagewesenen „Angstkombination“, die massive und bisher unkalkulierbare Auswirkungen auf die psychische Verfassung der Gesellschaft haben dürfte. Es könne daher zu sehr häßlichen Szenen kommen, die wir bisher nicht für möglich halten. Diese „Angstkombination“ in der Gesellschaft verstärke dann die Neigung der Menschen, Sündenböcke zu suchen – vielleicht die Flüchtlinge, die mit der einheimische Bevölkerung etwa um Arztbesuche konkurrieren?

Sehen Sie hier das Szenario von Dirk Müller über die Auswirkungen der Corona-Krise:

Dirk Müller über die Folgen der Corona-Krise

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