Die Börse ist so sehr im Rausch um Künstliche Intelligenz (KI) wie noch nie. Oracle meldete vor Tagen gigantische Umsatzaussichten. US-Regierung und Nvidia kaufen sich bei Intel ein. Und gestern meldete Nvidia „mal eben“ 100 Milliarden Dollar Investment bei OpenAI. Man kann diesen Deal (wie auch andere in den letzten Monaten) durchaus kritisch sehen! Schafft sich Nvidia hier seine eigenen Umsätze, in dem man anderen Unternehmen Geld gibt, damit diese Nvidia-Chips kaufen können? Aber abgesehen davon stellt sich die Frage: Wird der KI-Hype sich rechnen? Aktuell hat eine renommierte Unternehmensberatung eine Studie veröffentlicht, die eine gigantische Umsatzlücke prognostiziert.
Das nennt man wohl Kreislaufwirtschaft ♻️ #Nvidia will $100 Mrd. in #OpenAI investieren – womit OpenAI genug Kapital hat, um bei Nvidia Millionen KI-Chips zu kaufen. pic.twitter.com/fGTwSeFR8A
— Christian W. Röhl (@CWRoehl) September 22, 2025
KI-Unternehmen wie OpenAI haben schnell Pläne für Investitionen in Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar in Rechenzentren vorgestellt, aber sie haben sich Zeit gelassen, um zu zeigen, wie sie die Einnahmen erzielen wollen, um all diese Ausgaben mit Einnahmen zu decken. Nun schätzt das Beratungsunternehmen Bain, dass die Lücke weitaus größer sein könnte als bisher angenommen.
Bis 2030 werden KI-Unternehmen laut dem heute veröffentlichten jährlichen Global Technology Report von Bain insgesamt 2 Billionen US-Dollar an jährlichen Einnahmen benötigen, um die zur Deckung des prognostizierten Bedarfs erforderliche Rechenleistung zu finanzieren, so Bloomberg News. Weiter wird berichtet: Bain prognostiziert jedoch, dass ihre Einnahmen wahrscheinlich um 800 Milliarden US-Dollar hinter dieser Marke zurückbleiben werden, da die Bemühungen zur Monetarisierung von Diensten wie ChatGPT hinter den Ausgabenanforderungen für Rechenzentren und die damit verbundene Infrastruktur zurückbleiben.
Der Bericht wird weitere Fragen zur Bewertung und zum Geschäftsmodell der KI-Branche aufwerfen. Die zunehmende Beliebtheit von Diensten wie ChatGPT von OpenAI und Gemini von Google sowie die KI-Bemühungen von Unternehmen auf der ganzen Welt führen dazu, dass die Nachfrage nach Rechenkapazität und Energie rapide steigt. Die Einsparungen durch KI und die Fähigkeit von Unternehmen, zusätzliche Einnahmen aus KI zu generieren, bleiben jedoch hinter diesem Tempo zurück.
„Wenn die aktuellen Skalierungsgesetze Bestand haben, wird KI die Lieferketten weltweit zunehmend belasten“, sagte David Crawford, Vorsitzender der globalen Technologiepraxis von Bain. OpenAI verliert jährlich Milliarden von Dollar und priorisiert Wachstum vor Profit, erwartet aber laut Bloomberg Berichten zufolge bis 2029 einen positiven Cashflow. Bain ging nicht auf die möglichen Auswirkungen für KI-Unternehmen ein, wenn sie bis 2030 weiterhin nicht profitabel sind.
Laut Bloomberg Intelligence werden die größten Tech-Unternehmen, darunter Microsoft, Amazon und Meta Platforms, ihre jährlichen Ausgaben für KI bis Anfang des nächsten Jahrzehnts auf insgesamt mehr als 500 Milliarden Dollar erhöhen. Die Veröffentlichung neuer Modelle von OpenAI und DeepSeek aus China sowie anderen Unternehmen kurbelt die Nachfrage nach KI-Dienstleistungen an und veranlasst die gesamte Branche zu höheren Investitionen.
Der weltweite zusätzliche Bedarf an KI-Rechenleistung könnte bis 2030 auf 200 Gigawatt steigen, wobei die Hälfte davon auf die USA entfällt, so Bain. Während Durchbrüche in Technologie und Algorithmen die Belastung verringern könnten, könnten Einschränkungen in der Lieferkette oder eine unzureichende Stromversorgung den Fortschritt behindern, so Bain.
Neben den Ausgaben für Rechenkapazitäten investieren führende KI-Unternehmen massive Summen in die Produktentwicklung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf autonomen KI-Agenten, die mit begrenzter Anleitung mehrstufige Aufgaben wie Menschen ausführen können. Bain schätzt, dass Unternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren bis zu 10 % ihrer Technologieausgaben für den Aufbau von Kernkompetenzen im Bereich KI, einschließlich Agentenplattformen, aufwenden werden.
Über KI-Dienstleistungen hinaus rechnet Bain in seinem jährlichen Technologiebericht mit Wachstum in Bereichen wie dem Quantencomputing. Die neue Technologie könnte einen Marktwert von 250 Milliarden US-Dollar in verschiedenen Branchen wie Finanzen, Pharmazie, Logistik und Materialwissenschaften erschließen, so das Unternehmen.
Während einige einen einzigen Quantensprung erwarten, sieht Bain eine allmähliche Entwicklung mit einer frühen Einführung in engen Bereichen innerhalb der nächsten 10 Jahre und einer breiteren Einführung im Laufe der Zeit.
Humanoide Roboter ziehen Kapital an und werden immer häufiger eingesetzt, doch die Einführung befindet sich noch in einem frühen Stadium und ist stark von menschlicher Aufsicht abhängig, so Bain. Der kommerzielle Erfolg werde von der Bereitschaft des Ökosystems abhängen, und Unternehmen, die Roboter frühzeitig testen, würden die Branche anführen, so das Beratungsunternehmen.
FMW/Bloomberg
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Ja super ,alter Wein in neuen Schläuchen.
Die sollen sich nicht so anstellen ,die sollen noch ein Paar Low-Tech Windräder aufbauen
und Panels aufs Feld und fertig ist der Lack. Energie ohne Ende und ohne Rechnung.
Sie verars……………..euch…….allleee